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UHD ZDF

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Kabel (DVB-C)" wurde erstellt von Schwarzbaer, 2. Januar 2021.

  1. Radiowaves

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    Bei HEVC Advance sehe ich keinerlei reine Medienunternehmen (Broadcaster) in der Licensee-Liste, sondern nur Hard- und Softwarehersteller: https://accessadvance.com/pdfnew/LicenseeList.pdf . Bei Velos Media finde ich gar nichts.

    Ich gehe aber weiterhin davon aus, dass die Hardware lizensiert werden muss und nicht jeder Stream, der darüber erzeugt wird.

    Was anderes ist freilich das Preismodell der Hardware-Hersteller gegenüber den Kunden. Das skaliert natürlich mit der Anzahl an Streams, aber ob es jemand wagt, es mit der Datenmenge insgesamt skalieren zu lassen, weiß ich nicht.
     
  2. TV_WW

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    Die Gebühren für in HEVC kodierte Inhalte hat HEVC Advance erst im letzten Jahr abgeschafft.

    Ich finde das ebenfalls nichts, da das Unternehmen die Lizenzbedigungen gar nicht veröffentlicht hat. Man muss die Lizenzbedigungen wohl aushandeln.

    Das Problem ist dass die Lizenzgebühren mit einer gewissen Übergangsfrist auch wieder erhöht werden können,
    oder die Lizenzhalter ab Jahr 202x erneut Gebühren für Inhalte in HEVC fordern können... es sei denn die Lizenznehmer binden sich vertraglich gleich für 10+ Jahre an Lizenzabkommen.
     
  3. TV_WW

    TV_WW Institution

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    Es geht hier bei dieser Betrachtung um Broadcast in UHD über die klassischen Verbreitungswege (Sat, TV-Kabel, IPTV), nicht um Mediatheken.
    Für Mediathekeninhalte ist kein Echtzeitencoder notwendig, für Livestreams allerdings schon.

    Klar, derzeit verbreitet das ZDF nur ausgewählte Sendungen in UHD per HbbTV. Und diese Inhalte sind hochoptimiert, nicht live kodiert.
    Broadcast in UHD ist zum heutigen Zeitpunkt nicht sinnvoll, da das ZDF selber keine Inhalte in UHD produziert, lediglich einige Auftragsproduktionen sind nativ in UHD produziert.

    Wer soll das dann entscheiden wann der beste Zeitpunkt für diese einmalige Entscheidung ist?

    In der Welt des analogen Fernsehens waren die meisten Technologien rückwärtskompatibel, das sind diese in der digitalen Welt nicht mehr.
    Deshalb ist eine Parallelausstrahlung notwendig ansonsten müssten sich stets alle Haushalte neue Empfangsgeräte kaufen bei der Einführung eines neuen Standards,
    und ein neuer Standard ist bereits dann gegeben wenn die Bildauflösung erhöht wird oder der Videocodec geändert.

    Diese Zeiten sind mittlerweile vorbei dass TV-Sender Sendestandards festlegen.
    Standards werden mittlerweile länderübergreifend etabliert, von Hardwareherstellern, nicht von Inhalteanbietern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Januar 2021
  4. EinNutzer

    EinNutzer Silber Member

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    Bevor du mit den Echtzeit-Encodern kamst, drehte sich das Gespräch nur noch um die Mediatheken, daher fragte ich mich, wozu es da Echtzeit bräuchte. ;)

    Das sehe ich anders.

    Als es mit HDTV losging, gab es auch quasi einstellige Prozentzahlen an Eigenproduktionen in hoher Bildauflösung. Aber mit Auftragsproduktionen und bei Filmen gab es schon bald die Möglichkeit, sehr schnell große Mengen native HD-Sendungen im Programm zu haben. (Die ÖR haben es damals kaum genutzt, die Privaten aber meiner Kenntnis schon.)

    Wieso soll das bei UHDTV jetzt anders sein?

    Auf echte Eigenproduktionen in UHD können wir garantiert noch Jahre warten, da stimme ich dir zu. Die ÖR haben es doch gerade erst geschafft, ihre Studiosendungen in HD zu produzieren. Soll man da baldiges UHD erwarten?

    Aber Filme existieren in großer Menge in UHD. Sowohl in Form von Blu-rays als auch bei Streaminganbietern. Die wirkliche "Dunkelziffer" an verfügbaren UHD-Fassungen wird sicherlich noch ungemein höher sein. Nicht alles, was vorhanden ist, wird auch dem normalen Kaufmarkt zugeführt (siehe alte Filme und Serien, die es noch immer nur auf DVD zu kaufen gibt, die aber im TV schon in HD laufen).

    Da muss vom Sender nur wie einst bei HD eine entsprechend neue, hochauflösende Kopie beschafft werden, dann kann man hier schon sehr viel zeigen - wenn man denn wollte.

    Und eigene Auftragsproduktionen werden allein schon wegen des internationalen Marktes in UHD produziert.

    Alte Serien werden relativ gesehen erst seit kurzem in nativem HD ausgestrahlt, nachdem die alten Produktionsfilmrollen in letzter Zeit sukzessive neu abgetastet wurden. Wieso soll da nicht gleich die UHD-Fassung benutzt werden, anstatt "nur" die HD-Fassung? 35-Millimeter-Film hat locker Auflösungspotential jenseits der 1080p zu bieten. Klar, ob tatsächlich auch eine UHD-Fassung produziert wird, ist nicht garantiert. Aber ich würde ja eher zukunftsgerichtet eine solche Maximalfassung reproduzieren, anstatt den derzeitigen Sendemarkt "gerade so eben" zu befriedigen.

    Ist ja eine dämliche Kurzsicht der Sender, jetzt nicht auch schon in UHDTV zu senden! Die Geräte stehen in den Haushalten und Kapazitäten sind wie hier bereits explizit aufgeschlüsselt auf den Transpondern verfügbar - wenigstens für einen UHD-Sender.

    Außerdem muss es nicht unbedingt 24 Stunden rund um die Uhr das 2160p-Bild sein. Der UHDTV-Sender würde es auch ermöglichen, überhaupt 1080p-Material in dieser Auflösung hochaufgelöst zu senden. ARD und ZDF können ja über Kabel und Satellit nur 720p.

    Unsere deutschen ÖR haben sich schon bei der HDTV-Einführung nicht mit Ruhm bekleckert und der rote Faden zieht sich auch über den UHDTV-Start der Privaten hinaus weiter. Beispiel von damals: Altmaterial vom 16- und 35-mm-Film aus den Archiven hätte sofort zum Sendestart HD-aufgelöst gesendet werden können. Das hat man lange versäumt, zu tun. Viel Archivmaterial läuft noch heute mit der auffälligen halben Zeile oben, was darauf hindeutet, dass es nur in SD abgetastet wurde anstatt in HD.

    Dann gab es eben noch Jahre nach HDTV-Start häufig nur alte Spielfilmkopien mit Dolby-Surround, die gesendet wurden. Und die mangelhafte Bestellproduktion bei externen Produktionen. Topfgeldjäger im ZDF ist mir da besonders im Gedächtnis geblieben. Das lief Jahre nach HD-Start in Augenkrebs-SD.

    Wenn ich daran denke, kann ich deine Zweifel an UHD bei den Sendern verstehen. Aber so muss es sicher nicht sein. Die deutschen ÖR sind das Negativbeispiel schlechthin. Keine Ambitionen, kein Ehrgeiz. Nur Alte-Leute-Fernsehen. :rolleyes:

    Bei HD+ gibt es schon Jahre den UHDTV-Sender. Gibt es jetzt nicht sogar RTL UHD fest und Sat.1 und ProSieben variabel auf Sendung? Wer hindert die deutschen ÖR, einen UHD-Sender mit Sendungen von ARD und ZDF gemischt on air zu bringen? :confused:
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2021
  5. Radiowaves

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    Ah ja. Böhmermann und Heute-Show, Extra 3 mit den von/für Funk produzierten bitterbösen BBB-Folgen sind Alte-Leute-Fernsehen?

    "Fest" ist für mich was anderes:

    DVBS DVBS2 DVBS2X Bitrate Monitoring 11391 V Astra 19.2East

    Schau Dir mal die Bitratenstatistik unten an. Ein Event pro Woche, so ganz grob...

    Auf UHD1, soweit ich im Internet erkennen kann.

    Keine Ahnung, ob da jemand explizit hindert. Es müsste nichtmal ein gemeinsamer Kanal sein. Das ZDF hätte die Transponderkapazität bereits (seit Jahren), die ARD hätte sie auch, wenn sie den Hörfunk-Transponder behalten würde. Offenbar geht der Hörfunk aber in den Orkus und der Transponder 93 zurück zur SES...
     
  6. EinNutzer

    EinNutzer Silber Member

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    Da ich für HD+ nicht bezahle, weiß ich nichts genaues. Es hörte sich in Berichten (auch von Digitalfernsehen) immer so an, als ob da so viel laufen würde. Doch dein Link scheint etwas anderes auszusagen.

    Sieht echt danach aus, als ob da nicht viel UHD laufen würde.

    Aber es ist letztlich immer noch mehr, als die ÖR bieten.

    Bliebe die Möglichkeit, 1080p-Material auch in Vollbildern und (senderseitig skaliert) hochauflösend(er) zu senden. Läuft RTL UHD nur bei UHD-Events und sonst mit Standtafel oder UHD-Trailern? 2,5 MBit/s ist doch selbst für "nur skaliertes" UHD arg wenig !?

    Falls dem so ist, wieso skalieren sie das restliche Material nicht? Warum soll der Zuschauer ständig hin und her schalten?
     
  7. TV_WW

    TV_WW Institution

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    Das ist nicht meine Meinung sondern was du vom ZDF in den nächsten 4(?) Jahren erwarten kannst.
    Es ist nämlich kein Budget für eine Ausstrahlung in UHD vorgesehen in der laufenden Gebührenperiode.
    Bedeutet es werden keine Geräteschaften für eine Ausstrahlung in UHD angeschafft... und ohne eine UHD-fähige Sendeabwicklung können keine Inhalte in UHD gesendet werden.
     
  8. Radiowaves

    Radiowaves Gold Member

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    Ich weiß nicht was da läuft. Überhaupt nicht. Ich habe seit geschätzt 20 Jahren kein Privat-TV mehr gesehen, außer vielleicht mal 10 Minuten, wenn ich bei den Nachbarn unten war. Das reichte dann immer, um weiterhin kein Privatfernsehen sehen zu wollen.
     
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  9. EinNutzer

    EinNutzer Silber Member

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    Die Lösung könnte in Artes Weg mit der Dolby-kompatiblen Hardware liegen, die ja seinerzeit gemietet wurde. Das ZDF kann also die UHD-Komponenten für einen einzelnen UHD-Sender mieten. Das kostet garantiert nicht die Welt. Photoshop und Microsoft Office mietet man heute auch nur noch anstatt die lebenslange Lizenz zu erwerben.

    Die Kapazitäten auf den Transpondern sind vorhanden. Sie werden heute für Nichts verschwendet. Das wurde hier von @seifuser und auch anderswo schon ausgerechnet. Zusätzlich wird noch mehr Geld für Internetverkehr ausgegeben, weil UHD-Material über HbbTV verbreitet wird, anstatt über die ohnehin angemieteten Satellitenkapazitäten.

    Berichten im Forum zufolge ist die UHD-Qualität dank zu niedriger Datenraten kaum erkennbar. Also wird bereits massiv Geld in eine Verbreitung gesteckt, deren Nutzen minimal ist! Mit einer kleinen Umschichtung der Gelder könnte sicherlich ein deutlich besseres Ergebnis erreicht werden.

    Das Material ist defintiv da, schließlich lässt sich der internationale Markt nicht so leicht abspeisen wie der deutsche Zuschauer!

    Es gibt keinen hinreichenden Grund, noch weitere vier Jahre oder länger mit dem Status-quo weiter zu machen!
     
  10. Gorcon

    Gorcon Moderator Premium

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    VU+ Uno 4K SE mit Neutrino HD + VTi
    Was dann unterm Strich auch deutlich mehr Einnahmen für den Hersteller bringen soll.