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zusätzlicher Überspannungsschutz sinnvoll?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Postmann, 26. Juli 2015.

  1. Postmann

    Postmann Silber Member

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    Hallo,

    ich habe alle meine Koaxleitungen vor und hinter den DiseqC-Schaltern per Potentialausgleich geerdet. Ich überlege nun, ob es nicht sinnvoll ist, die Koaxleitungen beim Hauseintritt zusätzlich mit einem Überspannungsschutz zu versehen, um so bei Gewitter oder Überspannungen in der Luft meine Anlage/Receiver/Fernseher zu schützen.

    Ich habe den Kathrein KAZ 12 Überspannungsschutz gefunden. Dieser kostet pro Stück/Leitung ca. 25 EUR.

    Nun habe ich 4 Quad/Quattro LNBs, was 16 Leitungen bedeutet.

    Das würde dann 400 EUR Investition bedeuten, entweder alle Kabel oder gar keine.

    Verstehe ich das so richtig? Ist das die Investition überhaupt wert oder gibt der vorhandene Potentialausgleich auch etwas Schutz?
     
  2. Gorcon

    Gorcon Kanzler

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    AW: zusätzlicher Überspannungsschutz sinnvoll?

    Eine Hausratversicherung in der Blitzschäden abgedeckt sind ist da viel Sinnvoller! Denn bei Einschlag schützt kein Überspannungsschutz Deine Geräte.
     
  3. raceroad

    raceroad Board Ikone

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    AW: zusätzlicher Überspannungsschutz sinnvoll?

    Wo ist die Antenne montiert? Wenn sie sich im einschlaggefährdeten Bereich befindet, muss die Antenne geerdet werden, und der PA an den DiSEqC-Schaltern wäre nicht durch eine Verbindung mit der Haupterdungsschiene herzustellen, sondern über eine mit dem geerdeten und seinerseits mit der HES verbundenen Mast.

    Ob die Sinn machen, hängt auch wieder davon ab, wo die Antenne montiert ist. KAZ 12 sind genau genommen Blitzstromableiter, Teile für's Grobe. Die braucht man, wenn die Antenne der Gefahr eines Direkteinschlages ausgesetzt ist, schützen aber alleine nicht die Geräte. Vielmehr wären sie mit Überspannungsableitern KAZ 11 zu kombinieren (> siehe BDA KAZ 12, Bild unten links S. 4).

    Auch wenn sich die Antenne im Schutzbereich des Hauses oder dem einer geerdeten Fangeinrichtung befindet, kann es durch induktive Eintragungen zu Geräteschäden kommen. Will man seine Geräte davor schützen, wären die KAZ 12 falsch. Stattdessen nimmt man dafür die KAZ 11 alleine.


    quod erit demonstrandum
     
  4. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: zusätzlicher Überspannungsschutz sinnvoll?

    Blitzströme und Überspannungen die ins Gebäude eingedrungen sind, lösen sich nicht von selbst in Wohlgefallen auf. Die Einbeziehung aller Kabelschirme in den Schutzpotenzialausgleich an der Schnittstelle LPZ 0A/LPZ 1 ist ein obligatorischer Grundschutz.

    Energetisch koordinierte SPD 1 Blitzstromableiter (10/350 µs Stoßstrom) als Grobschutz und SPD 2 Überspannungsableiter (8/20 µs) als Mittelschutz sind bei Direkterdung an ein Blitzschutzsystem nach IEC 62305 zwingend vorgeschrieben und können nur zusammen mit dem Blitzschutzpotenzialausgleich wirken.

    Bei der nicht ganz so nachteiligen konventionellen Direkterdung ohne Blitzschutzsystem sind ÜSG nach der für Antennensicherheit maßgeblichen IEC 60728-11 nur eine sinnvolle freiwillige Option, auch die erfordern einen geerdeten Schutzpotenzialausgleich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Juli 2015
  5. Postmann

    Postmann Silber Member

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    AW: zusätzlicher Überspannungsschutz sinnvoll?

    Das habe ich. Guck mal die Bilder auf meiner Seite an.

    Also bräuchte ich 16 x Kaz 11 als freiwilligen Überspannungsschutz.
     
  6. raceroad

    raceroad Board Ikone

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    AW: zusätzlicher Überspannungsschutz sinnvoll?

    Nein. Ich schrieb doch, dass man für eine Antenne außerhalb des Schutzbereiches (= in der von Dipol gebrauchten Nomenklatur LPZ 0A) Blitzstromableiter KAZ 12 mit Überspannungsableitern KAZ 11 kombinieren müsste. So ist das auch in der verlinkten PDF von KATHREIN dargestellt. Es wären 16x (KAZ 12 + KAZ 11) nötig.

    Eine (ordnungsgemäß installierte) geerdete Fangeinrichtung statt Direkterdung würde die KAZ 12 überflüssig machen.
     
  7. Gorcon

    Gorcon Kanzler

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    AW: zusätzlicher Überspannungsschutz sinnvoll?

    Das wurde mehrfach bewiesen! Selbst wenn Du Geräte nicht angeschlossen hast gehen die vom EMP kaputt!;)
    Ein Schutz der gefordert ist sollte man deswegen trotzdem verwenden aber irgendwelche Überspannungsschutz Geschichten bringen überhaupt nichts da die Geräte schon bei weit aus geringeren Spannungen zerstört werden vor den ein Überspannungsschutz nicht schützt. Ein Eingangstransistor in einem Tuner kann meist nur wenige Volt (maximal im 1stelligen Bereich) ab.
     
  8. TV_WW

    TV_WW Institution

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    AW: zusätzlicher Überspannungsschutz sinnvoll?

    Meine Devise lautet: Besser mehr Überspannungsschutz als zu wenig.
    Allerdings ist die Sache in der Realität oft eine Abwägung zwischen Gefahrenlage und Aufwand.

    Die Wahrscheinlichkeit dass bei Sat eine Überspannung zwischen Innenleiter und Abschirmung des Koaxkabel eingekoppelt wird ist jedenfalls ziemlich gering. Da müsste der Blitz schon direkt in die Schüssel einschlagen. Die Einkopplungsdämpfung für LW ist bei der Sat-Empfangsanlage ziemlich hoch. Blitze erzeugen die meiste Energie im Langwellenfrequenzbereich.
    Wesentlich wichtiger ist dass die Teile der Empfangsanlage in den Potentialausgleich mit einbezogen werden inkl. Abschirmung des Koaxkabels.
    Wurde die Schüssel nicht im Gefahrenbereich (für Einschäge) des Hauses montiert dann würde ich auf einen Blitzschutz in der Koaxleitung verzichten, da dieser für eine zusätzliche Signaldämpfung sorgt.

    Die nächste Frage ist ob das Haus sich überhaupt in einer Lage mit erhöhten Risiko für Blitzeinschläge befindet.
    Das Risiko senken z.B. höhere Gebäude oder Bauwerke in der Umgebung. Das können z.B. Mobilfunkmasten sein die deutlich höher sind als das Haus u. sich min. 500 Meter davon entfernt befinden.
     
  9. Postmann

    Postmann Silber Member

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    AW: zusätzlicher Überspannungsschutz sinnvoll?

    Hi,

    ich habe das Haus vor 1 Jahr erworben.

    Am Mast, wo die Erdung angeschlossen ist, ist der Stahl schwarz verbrannt. Wohl ein ehemaliger Einschlag.

    Im Garten nebenan wurden in den letzten Jahren 2 Bäume vom Blitz getroffen und 300 m weiter hat vorherige Woche ein Blitz in einen Baum eingeschlagen.

    Ich habe nicht so ein gutes Gefühl..
     
  10. Martyn

    Martyn Foren-Gott

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    AW: zusätzlicher Überspannungsschutz sinnvoll?

    Ich würde auch sagen das sich der Aufwand nicht lohnt, denn über die Koaxkabel einer Satellitenantenne kommt es eigentlich so gut wie nie zu Überspannungsschäden. Höchsten wenn die Koaxkabel über eine längere Strecke in der Erde verlaufen würden. Das ist aber nicht der Fall wenn sie auf dem eigenen Dach montiert ist.

    Und wenn ein Blitz in die Satellitenschüssel oder den Montagemast einschlägt, dann geht ohnehin einiges kaputt, allein durch das Feld das dann vom Erdungsdraht abgestrahlt wird. Das betrifft dann teilweise sogar batteriebetriebene Geräte.
     

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