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"Willst du mit den Augen PingPong spielen"?

Dieses Thema im Forum "HDTV - Die Zeitschrift" wurde erstellt von Scholli, 1. Februar 2014.

  1. Scholli

    Scholli Wasserfall

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    Diese Frage habe ich erst jetzt nach fast einem Jahr im Small Talk - Bereich (Heimkino....) entdeckt. Da wird noch immer in einem sehr interessanten Thread das Für und Wider der immer größer werdenden Bildschirme diskutiert. Unter dem Aspekt der inzwischen etablierten HD-Auflösung und dem zukünftigen UltraHD möchte ich an dieser Stelle mal speziell auf die im Threadtitel gestellte Frage eingehen.
    Die erste klare Antwort von mir ist: Ja !
    Die erste Begründung dazu:
    Fernsehen war für die Augen schon immer anstrengend. In den 50er Jahren war es sehr anstrengend bei meinem Rembrandt auf eine Bildröhre zu starren, die kaum größer als eine Postkarte war. Es gibt eine Studie, die ernsthaft nachweisen wollte, dass wir 50 Jahre lang beim Fernsehen den Augapfel zu wenig bewegt haben und quasi immer nur auf einen Punkt sahen und sich unsere Augenmuskulatar dadurch genetisch rückentwickelte, wie die Zehen an unseren Füßen.
    Das ist zeitlich gesehen sicherlich stark übertrieben.
    Nun erlebe ich jetzt sehr deutlich das Gegenteil. Unter meiner Sony-Kinobrille HMZ-T2 schweife ich mit meinem Blick ständig in alle 4 Ecken des Bildes, um dort auch noch etwas Interessantes zu entdecken[​IMG]. Es ist tatsächlich erstaunlich, was man da auch dank der OLED-Technik plötzlich zum ersten Male sieht (was auch bisher im Schwarzwert ersoff!)
    Es ist aber auch anstrengend, die immer größer werdenden Bildschirme überhaupt zu überblicken.
    Was sagen die glücklichen Beamerbesitzer dazu ?
    Wenn ich Ermüdungserscheinungen verspüre, schließe ich dann eben die Augen und genieße diese "neuartige Schlaftablette".
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2014
  2. sunday2

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    u.a.
    AW: "Willst du mit den Augen PingPong spielen"?

    Mein "Bildschirm" (Leinwand) ist 3m breit. Ich spiele ganz gewiss nicht Ping Pong mit den Augen, genauso wenig wie draußen in der Natur, wo der "Bildschirm" unendlich groß ist.

    Nach kurzer Zeit der Umstellung folgt man automatisch dem, was das Gehirn als das Wichtigste ansieht. Das ist bei einem Fußballspiel das Umfeld um den Ball, bei einem Film sind es die Hauptpersonen.

    Davon abgesehen habe ich aus 4 m Entfernung das Bild weitgehend im Blick. Alles muss man bei einem Film auch nicht sehen, weil der Hintergrund sich ohnehin verändert.

    Anders ist es bei einer Bildshow mit Digitalbildern (übrigens in 4K), die wir ab und zu machen. Wegen der vielen faszinierenden Details wandern dann meine Augen schon.

    Wenn man nicht gerade in einer winzigen Studentenbude wohnt kann man sagen, dass es ein zu großes Bild nicht gibt. Man gewöhnt sich sehr schnell daran. Das habe ich auch schon beim TV gesehen, wo es von 40" über 50" auf jetzt 63" ging.

    Nix Ping Pong - es sei denn man setzt sich direkt davor.
     
  3. Frankenheimer

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    AW: "Willst du mit den Augen PingPong spielen"?

    Ein zu groß gibt es meines Erachtens nur wenn der Kopf bei dem Betrachten von unten links nach oben rechts bewegt werden müsste. Das wäre in der Tat sehr anstrengend auf Dauer. Aber 55" auf 2,5m? Kein Problem. Wüsste auch nicht was daran unnatürlich oder anstrengend sein sollte. Wenn ich auf einer Wiese stehe dann habe ich auch einen gewaltigen Bildausschnitt und muss mich auf einen bestimmten Bereich fixieren. Man muss schon wirklich extrem hochrüsten oder an den TV heranrücken um den Betrachtungswinkel der Augen zu überschreiten.
     
  4. Scholli

    Scholli Wasserfall

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    AW: "Willst du mit den Augen PingPong spielen"?

    Ich lese aus den ersten beiden Beiträgen heraus, dass beim Betrachten einer großen Leinwand mit richtigem Sitzabstand keine Kopfbewegungen, doch aber Bewegungen des Augapfels stattfinden sollten.
    Dass unser Gehirn sich dann aber sehr schnell auf das Wesentliche konzentriert, ist sicherlich ganz wichtig und gibt nicht nur dem Hals, sondern auch den Augen Ruhe. Wer das nicht kann, ist "nervös".
    Aber bei den ersten UHD-Bildern, die ich in letzter Zeit betrachtet habe, ist es eben auch sehr reizvoll, in einer Totalen von den Straßenschluchten von Manhatten in den 1000 Taxen da unten auch noch die Gesichter der Taxifahrer auszumachen. Übertrieben gesagt !
     
  5. Frankenheimer

    Frankenheimer Gold Member

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    AW: "Willst du mit den Augen PingPong spielen"?

    Die Bewegungen des Augapfels zu vermeiden oder zu reduzieren indem man die Diagonale verkleinert oder den Abstand zu vergrößert erscheint mir in keinster Weise sinnvoll, da dies mit üblichen Diagonalen nicht erreicht werden kann, wenn ich dich richtig verstanden habe.

    Ich sitze an einem 23" TFT wenn ich am Schreibtisch arbeite. Das ist für heutige verhältnisse wirklich nicht viel. Dennoch ist für das Auge z.B. die Taskleiste unten nicht sichtbar, wenn man sich oben in der rechten Ecke des Bildschirms auf das Schließen-Kreuz (als Beispiel) fixiert. Auch schon beim Lesen eines Beitrags ist der Fokus des Auges exakt auf diesen speziellen Bildausschnitt fixiert. Das ist kein Bug sondern einf Feature.

    Das Auge wird auch bei...z.B. 42" auf 3m nicht in der Lage sein das ganze Bild in voller Schärfe zu erfassen sondern wird sich immer die elementaren Inhalte des Bildes heraussuchen und fokusieren.

    UHD ist für mich nichts anderes Klamauk. Zumindest wenn man sich den Bereich anschaut den man momentan mit aller Macht zu 4K bewegen will.

    Um einen essentiellen Nutzen aus UHD zu ziehen müsste man entweder bei 65" auf 1,5m Sitzabstand oder weniger heranzurücken um die Vorteile der Pixeldichte überhaupt wahrzunehmen oder müsste bei gewöhnlichem Sitzabstand von 2-4m auf Diagonalen von 100" und mehr aufrüsten, was wohl in den wenigsten Wohnungen zu realisieren ist. Es hat natürlich den Aha-Effekt im Laden wenn man sich direkt vor so einem Monster-Schirm stellt und immer noch Details sieht, aber in der heimischen Wohnlandschaft hätte wohl dann auch das klassische Full-HD Modell getan. Unsere Augen sind nunmal limitiert. Und auch wenn die Entwicklung der Panels immer weiter voranschreitet, die Wahrnehmung der Pixeldichte unserer Augen ist und bleibt nunmal diesselbe ;)
     
  6. Scholli

    Scholli Wasserfall

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    AW: "Willst du mit den Augen PingPong spielen"?

    Interessante Betrachtungsweisen !
    Dass UHD einfach nur "Klamauk sein soll, scheint mir aber zu all den anderen klugen Gedanken von Dir nicht so recht zu passen.
     
  7. Klaus K.

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    AW: "Willst du mit den Augen PingPong spielen"?

    Für den sogen. "Klamauk" wird weltweit viel Geld investiert, vor allem im Filmproduktionsbereich. Und dort ist z.Zt. die größte Berechtigung für die hohe Auflösung vorhanden: Seit Beginn der Film- und Fernsehtechnik hat man erkannt, dass die "Aufnahmeseite" immer die höchstmögliche Auflösung und Bildqualität liefern sollte, auch wenn die Heimgeräte das noch nicht 1:1 abbilden können. Es geht nicht nur um Pixeldichte, sondern um "bessere Pixel". Wenn man z.B. die TV-Aufnahmen aus den 80er-Jahren mit den heutigen HDTV-Bildern vergleicht, ahnt man ungefähr, wie das gemeint ist...

    Wir können uns heute freuen, dass viele Filmschätze mit 35- oder gar 70mm-Film aufgenommen wurden, deren Bild-Qualität oft weit höher ist als die aktueller UHD-Kameras. Durch moderne Filmabtastung in 4k kann die Originalqualität für weitere Generationen erhalten werden, bevor die alten Filmträger sich chemisch auflösen. Wenn die großen Hersteller erst mal die Kinderkrankheiten der OLED-Bildschirme gelöst haben, kommen wir auch im Wohnzimmer in die Nähe solcher Qualität, sogar in 3D - alles wahrhaft kein "Klamauk"... ;)
     
  8. Frankenheimer

    Frankenheimer Gold Member

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    AW: "Willst du mit den Augen PingPong spielen"?

    UHD ist ja auch per se nichts Schlechtes. Klamauk ist das, was daraus gemacht wird. Ich bestreite ja auch gar nicht, dass UHD eine höhere Pixeldichte hat oder dass ab einer gewissen Diagonale auch Full HD an seine Grenzen stößt. Aber UHD ist bei derzeitigen Sitzabständen und Bilddiagonalen (siehe Beitrag oben) in etwa so wichtig wie ein Full HD Panel auf einem 32" LCD den man auf 4m Sitzabstand stehen hat.

    Der einzig MOMENTAN sinnvolle Einsatzzweck von 4K Panels in Diagonalen von 50-65" bei 2-3m Sitzabstand ist der 3D Bereich mit passiver Polarisationstechnik. Hier hatte man gegenüber den Shutter Brillen immer den Nachteil mit reduzierter Auflösung zu fahren, was, bei eben diesen Abständen mitunter schon auffällt. Bei 4K hätte man selbst bei halbierter Auflösung durch Polarisation immer noch mindestens Full HD Qualität.

    Ich wage aber zu behaupten dass dieser Einsatzzweck für die meisten von uns nicht ausschlaggebend ist. Demgegenüber steht ein Panel dass zwar vielleicht besser interpoliert als damals die HD Ready Geräte mit WXGA Auflösung, aber dennoch wohl vermutlich zu Lebzeiten (3-4 Jahre Einsatzdauer) wohl nie eine native Sat Übertragung in 4K erleben wird, mindestens 3 Jahre mangels geeignetem Medium oder überteuerten Playern keine vernünftige Bluray Alternative bekommt und bestenfalls stark komprimierten IPTV oder Youtube Content bekommt....sofern die idealerweise VDSL Leitung überhaupt vorliegt.

    4K ist meines Erachtens ein Notrettungsprogramm der TV Hersteller die sich eingestehen müssen, dass die vielfach beschworene OLED Technologie nicht richtig in die Gänge kommt...und wenn doch, erstmal viel zu teuer ist. Die Leute haben aber schon jetzt größtenteils Full HD Panels mit Auflösungen von 42" und mehr.

    Was also tun? Etwa etliche Jahre warten und dem Kunden ausser etwas Smart TV Kram nichts neues mehr bieten können? Das wäre fatal. Also beginnt man die 4K ist super und Full HD reicht nicht mehr Kampagne um den Leuten eine Technologie zu verkaufen die eigentlich noch gar nicht notwendig ist. Mit 4K schafft man sich ein paar Jahre Puffer um danach OLED einzuführen. Die Umstellung auf 4K Panelproduktion ist weitaus weniger kostenintensiv als jetzt mit aller Macht OLED voranzutreiben. Meines Erachtens nichts als ein Ablenkungsmanöver.

    Grade die letzten VT Plasma Generationen von Panasonic mit 65" Diagonale hatten ja eigentlich noch einmal recht eindrucksvoll gezeigt dass eigentlich die Panelqualität der entscheidende Faktor in diesen Bilddiagoneln ist und nicht die Auflösung bzw. Pixeldichte.

    Es gibt einige durchaus seriöse Testberichte zum (Un)sinn von 4K. Dort gibt es unter anderem auch eine Tabelle in der man recht gut sehen kann ab wann die 4K Auflösung für das menschliche Auge bei welchem Sitzabstand vorteile bietet. Ich denke der ein oder andere wird erstaunt sein ab welch nahem Abstand oder ab welcher Bilddiagonale Full HD überhaupt anfängt einschränkend mit einzuwirken.
     
  9. Scholli

    Scholli Wasserfall

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    AW: "Willst du mit den Augen PingPong spielen"?

    Also ran an den Bildschirm und doch ein bisschen "PingPong" spielen, um beim Thema zu bleiben !
     

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