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Wie sieht die digitale Medienwelt von morgen denn aus...?

Dieses Thema im Forum "HD+ und weitere Plattformen via Satellit" wurde erstellt von LoreenMcKenn, 4. September 2006.

  1. LoreenMcKenn

    LoreenMcKenn Junior Member

    Registriert seit:
    6. Oktober 2005
    Beiträge:
    120
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    und ist Dolphin / Entavio vielleicht nur einer der ersten Schritte unsere gewohnte TV-Welt endgültig gegen eine neue abzulösen ?

    Ich würde mit diesem Thread gerne die Diskussion mal in eine etwas andere Richtung bringen. Weg von der Aufregung um Geldgier und der Einschränkung des Konsumenten. Dazu habe ich auch eine Meinung, aber die soll jetzt mal keine Rolle spielen.
    Mich interessiert viel mehr mal die Frage: wie sieht die digitale Medienwelt der Zukunft aus oder wie stellen wir sie uns vor. Und wie sieht es in diesem Zusammenhang dann mit Entavio aus - ist es dann immer noch so furchtbar? Ist es vielleicht doch ein Schritt voran oder der Schritt in die völlig falsche Richtung ?

    Also wenn ich mir mein Fernseh-Verhalten so ansehe, dann denke ich, dass es schon stark digitalisiert ist - allerdings vor allem durch entsprechendes Equipment in meinem Haushalt.
    Ausser Sport und Nachrichten und hin und wieder ein "TV-Event", sehen wir nur noch sehr wenig live. Selbst meine Kinder sehen Ihre Sendungen fast nie live. Zum einen möchte ich mir nicht vom Fernsehprogramm vorschreiben lassen, wann mein Kind mit dem Spielen aufhören soll oder auch ins Bett muss und zum anderen gibt es selbst auf Super RTL gute Kinder-Sendungen - aber die Werbung tue ich Ihnen nicht an. Mit einem Festplattenrekorder ist das alles kein Problem: die Werbung wird übersprungen und der Sandmann kommt mal 5 vor 7 und mal 10 nach 7.

    Ich selbst sehe vor allem Serien (FreeTV:ER, 24, Smallville, StarTrek, StarGate, Charmed, OC California; COLD CASE; Without a trace;CSI etc; PayTV: BattleStar, Desp. Housewives, MEDIUM; 4400; Invasion ). Und wenn ich Zeit finde auch mal einen Film - aber ausschliesslich von DVD bzw. aufgezeichnet.

    Alle Sendungen aus dem FreeTV werden gestreamt und digital geschnitten. - sind also werbefrei. Die einzelnen Folgen sind manchmal über ein jahr alt bis ich sie sehe. So lange belagern sie meine Festplatten.

    Wenn ich mir das so ansehe und ich mal ausrechne, wieviel Zeit ich verwende und auch wieviel Geld ich für den TV-Genuss ausgebe (DVD-Verleih, Premiere, digitales Equipment, DVD-Brenner und Rohlinge etc.) dann komme ich recht schnell zu dem Schluss, dass es eigentlich viel besser gehen könnte.

    EIGENTLICH BENÖTIGE ICH KEIN HERKÖMMLICHES FREI EMPFANGBARES FERNSEHEN MEHR !

    Ich möchte eingentlich auch keine DVDs leihen und Pay-TV "Flatrates" bezahlen, wenn ich nur für das bezahlen würde, was ich tatsächlich sehe: ZU EINEM ANGEMESSENEN PREIS.
    Ich möchte es problemlos abrufen können und eventuell eine Kopie anlegen können (wobei das nicht unbedingt sein muss).
    Aber ich möchte auf keinen Fall "Zwangswerbung" sehen und wenn ich mal unterbrochen werde und nicht zu Ende sehen kann, dann möchte ich nicht erneut zahlen müssen.

    Also: wie sollte meine digitale TV-Welt aussehen?

    Es gibt sicher noch ein paar frei empfangbare Programme: ARD, ZDF - die haben einfach Ihre Berechtigung trotz GEZ und dazu ein paar private Sender. Die müssen ja auch irgendwie ihre digitalen Angebote bewerben.
    Dazu gibt es verschiedene Video on Demand Angebote. Die Inhalte sind vergleichbar mit dem heutigen privat TV + Pay-TV. Die Nutzung verschiedener Portale ist dabei problemlos möglich, ohne in irgendwelche Kostenfallen zu rennen.
    Sport gibt es in den oben genannten Sendern oder als Pay per view über die Video on demand Portale.

    Zur Zeit krankt es ja existierenden Angeboten einfach an einem unterirdischen Preis/Leistungsverhältnis (hoher Preis, relativ kleines Angebot). Ich habe da die große Hoffnung, dass wir hier erst am Anfang der Entwicklung stehen.

    Und wie passt Entavio nun in diese Welt ? Eingentlich gar nicht ! Ausser: es bringt die TV-Nutzer dazu, dass Verhalten zu ändern. Sie registrieren, dass sie für TV zahlen müssen, dass sie für gute Features noch mehr zahlen müssen - das ist dann der Sprung zum PayTV. Und wenn diese Schwelle erst mal genommen ist, dann ist der Weg zum kontrollierten TV-Konsum (auch durch den Preis kontrolliert) und weg vom Dauer-zappen und Glotzen nicht mehr weit.
    Letztlich soll doch durch Entavio auch die Schwelle zum PayTV reduziert werden, um weitere Angebote als zusätzliche Einnahmequellen starten zu können. Das wird vielleicht sogar gelingen. Aber dann wird der TV-Nutzer auch bereit sein, noch weiter zu gehen. Und das scheint einigen noch nicht ganz klar zu sein, dass mit einem Erfolg von Entavio das Ende des werbefinanzierten Prvat-TV eingeläutet wird.

    McKenn
     
  2. hopper

    hopper Lexikon

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    AW: Wie sieht die digitale Medienwelt von morgen denn aus...?

    Sowas wird es niemals geben. Ohne Querfinanzierung wird dann nur noch Einheitsbrei produziert, den alle interessieren. Die oben genannten Serien fliegen dann schon mal alle raus, da selbst bei 1 Mio. Zuschauer der Gewinn zu niedrig ist.
     
  3. MarkusM

    MarkusM Guest

    AW: Wie sieht die digitale Medienwelt von morgen denn aus...?

    Die oben genannten Serien schaue ich teilweise auch gern. ORF1 bringt die regelmäßig ohne Werbung. Hoffentlich gibt es auch mit DVB-T für mich irgendwie noch die Möglichkeit ORF zu sehen. Ansonsten hoffe ich, dass sich die Nachmittagsbrei-Mentalität bei ALLEN Sendern, außer vllt. VOX, ZDF und KABEL1 nicht fortsetzt.
     
  4. hopper

    hopper Lexikon

    Registriert seit:
    3. April 2003
    Beiträge:
    20.842
    Ort:
    San Francisco | Sunnyvale
    AW: Wie sieht die digitale Medienwelt von morgen denn aus...?

    Sie wird sich intensivieren. Absolut billig zu produzieren, extrem viele Zuschauer.

    PayTV wird dann die Sendungen und Qualität haben, die FreeTV Mitte der 90 Jahre hatte.

    Hochwertiges dann aussschließlich über HD-DVD/BD
     
  5. PC Booster

    PC Booster Wasserfall

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    AW: Wie sieht die digitale Medienwelt von morgen denn aus...?

    Ganz ruhig da die Abzcockpläne eh scheitern wird sich nicht viel ändern. ;) ;) Höchstens das die RTL Pay und P7S1 Pay Sender auf Dolphin gehen.
     
  6. nemesis-2000

    nemesis-2000 Senior Member

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    AW: Wie sieht die digitale Medienwelt von morgen denn aus...?



    Zumindest vom Ansatz her gibt es so etwas schon.
    Ich stimme diesem Gedanken bei. Ich habe in den vergangen Wochen mal meine Gedanken schweifen lassen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass für mich ein Nachrichtensender sowie ein PPV-Sender völlig ausreichen würde.
    T-Online-Vision versucht ja ein PPV Modell (Eine Onlinevideothek) welche ich vom Ansatz her gut finde, jedoch ist die Technik noch nicht ausgereift genug (langsame Boxensoftware), die Bildqualität könnte besser sein sowie der Preis je Film (bis zu 3,99 EUR) für eine 24Stündige Lizenz definitiv zu teuer. Ab und an (vor allem Sonntags) nutze ich jedoch diesen Service, da die Verleihe Sonntags leider geschlossen haben. Als Vorteil sehe ich (im Vergleich zum PPV Verfahren von Premiere) dass der Film sich zeitlich nach mir richtet, d.h. ich ihn sehen kann, wann ich will und nicht auf eine Auswahl an vorgegebenen Zeiten zurückgreifen muss. Zudem kann ich einen Film 24 Stunden lang angucken, so oft ich will.

    Ich begrüsse die Verschmelzung von TV und Internet sehr. Bin auch voller Erwartungen (falls ich jemals in das Ausbaugebiet falle) auf T-Home. Auch eine Vernetzung von Set-Top-Boxen mit heimischen PCs (um z.B. auf Filme oder MP3 Songs zurück zu greifen) via Lan bzw. WLan finde ich sehr komfortabel.
     
  7. blondie

    blondie Silber Member

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    Ort:
    Bonn
    AW: Wie sieht die digitale Medienwelt von morgen denn aus...?

    Bei mir wird sie aussehen wie bereits seit 2 Jahren:

    Zentraler Mediaserver und vier Streaming Clients (DBox2). Musik-CDs und Musik-DVDs (ich kaufe nur solche ohne Kopierschutz, die mir mein Recht auf Privatkopie ermöglichen. Die Musik-DVDs, die ich gekauft habe, waren sogar alle DCSS-frei... staun) werden auf den Mediaserver übertragen und warten, bis ich sie von einem der Clients abspiele.

    TV (das was ich sehen will) wird digital aufgezeichnet und später gesehen. Verseuchte Free-TV Spielfilme gar nicht, nur Serien (skip Werbung). TV ist Trash, der Archivierung ohnehin nicht wert ist. Selbst Premiere-Aufzeichnungne archiviere ich nicht mehr. Stattdessen kaufe ich DVDs, wenn sie im Nice-Price ankommen für maximal 7 Euro (Dafür kriegt man meist die Filme, die gerade bei Premiere laufen und zu dem Preis lohnt es sich nicht, selber die Arbeit mit dem Brennen zu haben...)

    Will sagen: Egal wie die Verbreitungswege sind, man wird sich das besorgen, wonach es einem verlangt.
    Bei mir ist es Pay-TV für werbefreie Spielfilme, die ich mir nie aus der Videothek geholt hätte. Interessante Sachen kaufe ich mir günstig für die eigenen Sammlung. Serien "werbebefreit" aus dem FreeTV. Mein Bedarf ist damit mehr als gedeckt.... Gehe kaum noch ins Kino und wüßte vor lauter aufgestauter Unterhaltung, die mit 7200 RPM auf meinen Festplatten rotiert, gar nicht, welche Filme ich mir im Internet bestellen sollte....

    blondie
     
  8. ChrSchn

    ChrSchn Gold Member

    Registriert seit:
    8. Mai 2002
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    Fürth
    AW: Wie sieht die digitale Medienwelt von morgen denn aus...?

    @McKeen:
    Grundsätzlich stimme ich Deiner Erwartung zu. Allerdings dürfte das wirklich nur eine kleine Minderheit betreffen und so handhaben (den meisten ist es ja schon zu kompliziert einen Videorekorder zu programmieren, auch wenn das mit PVRs deutlich einfacher wird).
    Bis auf weiters (die nächsten 20-25 Jahre) dürften die Voll-Sender, die einem alles bieten und das in gewohnten Zeitschemata, am meisten gefragt bleiben. Sicher nicht in der Anzahl, und die Ränder fransen aus (siehe z.B. die Möglichkeit bei CBS und ABC in den USA im TV ausgestrahlte Folgen von Serien als Stream im Web anzusehen, kostenlos dafür mit Werbung).
    Auch dürfte Pay-TV an Bedeutung gewinnen.
    Und Entvio wäre da ein willkommener Schritt, wenn - ja wenn - da nicht die ganze Nachteile wären, die wir hier im Forum ja zur Genüge ausdiskutiert haben.
    Eine offene, diskrimierungsfreie Plattform, gemeinsam betrieben von allen Anbietern (oder durch die ÖR als neutraler Mittler unter öffentlicher Kontrolle) - und nur so eine - könnte sich durchsetzen. Das hat schonmal geklappt bei Mobiltelefonen (die kan ich in allen Netzen und mit allen Anbietern benutzen) und auch beim PC (auch wenn da MS drauf ist, gibt es unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten in Hard- und Software).
    Und nicht immer funktioniert das Durchdrücken von neuen Möglichkeiten und wird von den Leuten angenommen. Bspw. im Mobilfunk wurden massenweise (und aufgrund der Subventionierung sogar von den Kunden gewollt) MMS- und WAP-taugliche Geräte in den Markt gebracht ... und dennoch fristen diese Dienste ein absolutes Nischendasein, bzw. wurden schon wieder eingestellt (imode).
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. September 2006
  9. digiface

    digiface Foren-Gott

    Registriert seit:
    21. Dezember 2002
    Beiträge:
    10.641
    AW: Wie sieht die digitale Medienwelt von morgen denn aus...?

    Früher warf man Premiere und DF1 vor, dass digital-TV gleich Pay-TV heisst, und ....... ?

    digiface
     
  10. Schüsselmann

    Schüsselmann Wasserfall

    Registriert seit:
    8. Februar 2005
    Beiträge:
    9.064
    AW: Wie sieht die digitale Medienwelt von morgen denn aus...?

    Diese sogenannte diskriminierungsfreie und offene Plattform mit einem dagegen jetzt schon feststehenden Verschlüssler (andere CAS-Anbieter außer Herr Kudelski bleiben mal schön außen vor) kommt für eine erfolgreiche Lancierung auf dem deutschen TV-Markt um Jahre zu spät. Die dafür anfallenden und vom Verbraucher zu finanzierenden Receivermodelle haben in kurzer Zeit nur noch Museumswert, denn zum Cash generieren seitens SES-Astra gehört auch die volle Ausnutzung aller begrenzten Transponderkapazitäten. Das wird zukünftig mit DVB-S2 effizient machbar sein, ein Konzept dem sich auch die TV-Anbieter nicht verschließen werden. Außen vor bliebe bei einer Umstellung des Sendestandards dann wiederum der Verbraucher, der dann wiederum zur Kasse gebeten wird. Insofern stellt sich eigentlich die Frage: braucht der Zuschauer die Plattform (wenn ja wozu ?) oder braucht die Plattform den Zuschauer ? In letzterem Fall ist der Delphin genauso wie ADR ein quasi totgeborenes Kind. Solange es keine Steuergelder kostet, ist mir persönlich das egal...
     

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