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Wer Fernsehgebühren zahlt, will mehr Qualität!

Dieses Thema im Forum "ARD, ZDF, RTL, Sat.1 und Co. - alles über Free TV" wurde erstellt von MarkusM, 19. November 2005.

  1. MarkusM

    MarkusM Guest

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    Wer Fernsehgebühren zahlt, will mehr Qualität!
    Kritik am öffentlich-rechtlichen Programm – Erst bei Privaten, dann im ZDF: U.a. die Jugendsendung "Bravo TV" oder "Telenovelas"

    Von Ulrich Kaiser, SZ

    Carsten Pfefferkorn heißt der Chefredakteur der Fernsehzeitschriften Gong/Bild+Funk und hat zum Ausdruck gebracht, was viele Fernsehzuschauer denken. Kurz vor Weihnachten sandte er ZDF-Intendant Markus Schächter einen harschen Brief. Denn monatlich 17 Euro Rundfunkgebühr will der hauptberufliche Fernsehgucker nicht dafür bezahlen, um sich samstagnachmittags von Jugendpostille-Werbesendungen wie „Bravo TV“ oder Telenovelas ( Julia und Bianca ) samt Pickelproblemen pubertierender Teenies berieseln und quälen lassen zu müssen. Weshalb Fernsehkritiker Pfefferkorn dem ZDF-Intendanten Schächter nahe legte: „Wenn das ZDF jetzt die gleichen Thrash-Formate sendet wie die Privaten, auf Quote und Werbegelder schielt, dann sollten Sie uns auch von den Gebühren befreien.“
    Das ist ein Alarmzeichen. Denn die Kritik Pfefferkorns kann nicht einfach nur als strategisches Schienbeintreten eines Konkurrenten von ARD und ZDF auf dem Medienmarkt abgetan werden. Wenn also der Gong-Chefredakteur so harsch das ZDF kritisiert, dann steckt da mehr dahinter als brancheninternes Geplänkel.
    Und in der Tat: In einer Zeit, in der die öffentliche Hand allerorten Steuern und Abgaben erhöht, guckt der Bürger ganz genau hin, für was er zahlt und welche Leistung er dafür erhält. Das ist im Gesundheitswesen so, das ist in den Städten und Gemeinden so, das ist in der Rentenversicherung so. Und das ist auch in der staatlich subventionierten Fernsehlandschaft der öffentlich-rechtlichen Sender so. Wer für Information, Geschichte, Kultur und Bildung zahlt, will nicht Telenovelas über den Schirm flimmern sehen, so wie er mit Öko-Steuer nicht länger Löcher in den Rentenkassen stopfen will. Wenn das Programm von ARD und ZDF sich nicht klar genug von den privaten Sendern unterscheidet und der gesellschaftliche Nutzen von ARD und ZDF nicht klar genug auf der Hand liegt, geraten die Rundfunkgebühren unter zunehmenden Rechtfertigungsdruck. Warum soll ich eine Leistung bezahlen, die nicht erbracht wird, wird sich der Bürger dann mehr und mehr fragen.
    In einem politischen Klima, das auf Eigenverantwortung auf allen Gebieten setzt und die Staatsquote senken will, spielen öffentlich-rechtliche Fernsehsender schnell mit ihrer Glaubwürdigkeit, wenn sie mit dem Geld der Bundesbürger in Form von Fernsehgebühren das tun, was Privatsender mit eigenem Geld und auf persönliches Risiko tun – wie im Fall Leo Kirch. Wenn öffentlich-rechtliche Sender nicht das Risiko des wirtschaftlichen Untergangs und der Insolvenz tragen müssen, die dem freien Unternehmer der Medienwirtschaft immer im Nacken sitzt, dann fordern die Bürger, die den Verantwortlichen von ARD und ZDF ihr sauer erarbeitetes Geld zur Verfügung stellen müssen, für dieses Privileg eben höchstmögliche Qualität und nicht „Bravo TV“. Wer hier zu schludern beginnt, gefährdet also die noch vorhandene Akzeptanz von Rundfunkgebühren in der Bevölkerung. Was schließlich unter dem Druck der europäischen Harmonisierung der Lebensverhältnisse in einem größer werdenden Europa gefährlich werden kann.
    Schon im Herbst 1998 wollten Wettbewerbsexperten der Europäischen Union durch Gebühren nur noch anspruchsvolle Kultur- oder Informationsprogramme über Gebühren finanziert sehen. Sport, Unterhaltung, Serien oder Shows sollten nach diesem Vorschlag mit Werbung und Sponsoren bestritten werden. Das wäre das Ende eines öffentlich-rechtlichen Vollspartensenders, des öffentlich-rechtlichen Rundfunks schlechthin. Die für Medienwirtschaft zuständige Europäische Kommissarin Viviane Reding pfiff ihre Beamten damals noch zurück – wie lange wird die ehemalige Journalistin des „Luxemburger Wortes“ das aber noch können?
    Denn je erfolgreicher das Spartenfernsehen wird, desto mehr geraten die öffentlich-rechtlichen Sender unter den Dampf dieser europäischen Harmonisierung. Wenn die Sparte Information zum Beispiel durch Spartensender wie n-tv oder bloomberg immer mehr besetzt wird, dann gerät der entscheidende Stützpfeiler der öffentlich-rechtlichen Sender ins Rutschen: die solide Nachricht. Wenn Spartensender in Kultur, Bildung, Sport erfolgreichere Konzepte als heute noch finden, wenn Religion in eigenen Sendern erfolgreich wird und aus den öffentlich-rechtlichen Kirchenredaktionen auswandert, dann wird in einem zusammenwachsenden Europa das deutsche System der öffentlich-rechtlichen Gebührenfinanzierung zusammenbrechen, weil die Bürger dessen Sinn nicht mehr sehen können. Wenn also der Fernsehkritiker Carsten Pfefferkorn dem ZDF und seinem Intendanten Markus Schächter Pfeffer gibt, dann sollten das die Verantwortlichen ernst nehmen. Sie haben keine leichte Zukunft vor sich.
     
  2. Jmittelst

    Jmittelst Gold Member

    Registriert seit:
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    Köln
    AW: Wer Fernsehgebühren zahlt, will mehr Qualität!

    Ich wäre eher damit einverstanden, wenn die ÖRs ihre Leistungen etwas beschränken und dafür die GEZ-Geb. innerhalb der nächsten Jahre auf max. 50% gesenkt werden. Wer Premium TV will, der soll auch dafür zahlen, aber nicht die Allgemeinheit bluten lassen.

    cu
    Jens
     
  3. Sebastian2

    Sebastian2 Guest

    AW: Wer Fernsehgebühren zahlt, will mehr Qualität!

    LOL was solln das bringen?

    Dann zahlen wir 8,50 euro im monat gez gebühren.
    und bekommen dann gar nichts mehr geboten. keine guten filme mehr, usw.

    das zdf wird dann nicht mehr in 8 mbit bandbreite senden usw.

    ne 17 euro sind gerehct und nicht überteuert. premiere ist überteuert.
     
  4. Jmittelst

    Jmittelst Gold Member

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    AW: Wer Fernsehgebühren zahlt, will mehr Qualität!

    Premiere muss man aber nur bezahlen, wenn man das will!

    cu
    Jens
     
  5. MarkusM

    MarkusM Guest

    AW: Wer Fernsehgebühren zahlt, will mehr Qualität!

    Die Volksmusik können sie auch mit 3 Mbit senden!
     
  6. Sebastian2

    Sebastian2 Guest

    AW: Wer Fernsehgebühren zahlt, will mehr Qualität!

    die gez kann man auch nicht bezahlen. keiner hindert dich dadran die gez nicht zu bezahlen. gibt genug tricks zum verweigern der gez gebühren.

    @MarkusM die volksmusik wird auhc nicht in 8 mbits gesendet.

    außerdme sendetd as zdf auch andere sachen als volksmusik.

    aber das du ÖR gegner bist wissen wir ja ;)
     
  7. Jmittelst

    Jmittelst Gold Member

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    AW: Wer Fernsehgebühren zahlt, will mehr Qualität!

    Es gibt keine legalen Möglichkeiten um GEZ nicht zu zahlen, aber TV und Radio zu nutzen, auch wenn man von den senilen Säcken kein Angebot nutzt.
    cu
    Jens
     
  8. PauleFoul

    PauleFoul Silber Member

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    AW: Wer Fernsehgebühren zahlt, will mehr Qualität!

    Ich denke für die Milliarden aus der GEZ Gebühr könnten sich die ÖR´s
    einen eigenen Satelliten in den Orbit schießen lassen.
    Wenn die mal etwas haushalten würden, könnten Sie mir der Hälfte der
    Gebühren locker auskommen.

    Abgesehen davon ist ja die ARD die Geldvernichtungsmaschine!! Mit Ihren
    Fünfunddreißigtausend Dritten Programmen, die Abends alle das Selbe
    ausstrahlen. Und die ARD sendet mit LOW-Power weil die Transponder
    bereits zugemüllt sind.

    Gruß
    ____Paule
     
  9. Sebastian2

    Sebastian2 Guest

    AW: Wer Fernsehgebühren zahlt, will mehr Qualität!

    Ob die Möglichkeit legal ist doer nicht es gibt sie. Punkt.

    @PauleFoul wie hier shconmla erwähnt haben die regionalen programme ihre daseins Berechtigung.

    Genauso wie man ebend nicht voraussetzen kann das man in bayern den ndr bekommt. oder in berlin den wdr.

    genau aus diesem grund wird oft ähnliches auf den dritten gezeigt.

    aber das wollen hier einige irgendwie nichtw ahrhaben. das es menschen gibt die kein dvb-s und dvb-c haben und alle dritten bekommen können.
     
  10. amsp2

    amsp2 Wasserfall

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    AW: Wer Fernsehgebühren zahlt, will mehr Qualität!

    Da spricht der Neoliberale oder was? Die öffentlich-rechtlichen sollen Leistung erbringen nicht sie beschränken. Premium-TV ist übrigens privatwirtschaftlich nicht unbedingt zu produzieren.
     

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