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Viele Fragen zu DVB

Dieses Thema im Forum "Digital TV für Einsteiger" wurde erstellt von mcchicken2000, 1. Dezember 2003.

  1. mcchicken2000

    mcchicken2000 Neuling

    Registriert seit:
    1. Dezember 2003
    Beiträge:
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    Unserer aktiver analoger Multiswitch hat vor kurzem den Geist aufgegeben. Es lassen sich nur noch vertikal polarisierte Programme empfangen. Austausch von LNB, Tausch der Kabel zum LNB brachten kein Erfolg. Nur wenn mehrere Teilnehmer horizontale Programme anwählen ist der Empfang dieser (ARD, ZDF) möglich. Schaltet dann einer zuviel um ist das Bild plötzlich weg.
    Ich schätze mal da Stimmt was mit der Stromversorgung des Switches nicht da wir zuvor ein passiven Switch hatten und genau immer dieses Probelm hatten. Mit dem aktiven war es dann bis jetzt okay.

    Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch gleich auf DVB umsteigen.

    Meine Fragen:

    1.)Da wir vier Receiver im Haus haben wäre ein Quadro Switched LNB ja wohl die beste Wahl, oder?
    Bietet halt keine Erweiterungsmöglichkeit.

    2.)Die analogen Receiver lassen sich doch weiterhin daran betreiben, parallel zu neuen Digitalreceivern?

    3.)Müssen ungenutzte Ausgänge am LNB und an einem Switch (aktiv oder passiv) immer mit einem Abschlusswiderstand abgeschlossen werden?

    4.)Die meisten DVB-S-Receiver liefern ein AC-3 Audiosignal.
    Prinzipiell müsste es doch damit möglich sein, so eine DVD mit Dolby Digital Ton zu erstellen? Welches Programm unterstützt AC-3 Recording?

    5.)Wie groß ist der Unterschied zwischen Receivern die langsam umschalten zu denen, die das nach Herstellerangabe besonders schnell können? (z.B. Humax <1Sekunde )
     
  2. digiface

    digiface Foren-Gott

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    10.641
    Hi,

    zu 1a.) Ja !

    zu 1b.) Nein !
    Wenn Du später mehr betreiben möchtest, gibt es Multischalter, die die Du auch an ein Quard ( LNB mit eingebauten Multischalter ) anschliesen kannst, dies ist dann extra vermerkt.

    2.) Ja.

    3a.) An einem Quard LNB nein.

    3b.) An einem Multischalter sollte es zwar gemacht werden, geht aber auch ohne, Fehler könnten entstehen, wenn Du mit dem Satsignal ein Terrestrisches Signal ( Dachantenne )zufügst.

    Jedoch brauchst Du zum splitten des Signales wieder Satdosen, und dann natürlich keine Endwiederstände, nur dann an dem Multiswitsch, an den Ausgängen die nicht belegt sind.

    4.) Normal schon, jedoch haben die Geräte nur analoge Schnittstellen, sodass Bild und Ton von digital über analog wieder digitalisiert wird, und daber der DD Ton leider nicht aufgenommen werden kann.
    Aber es gibt ein paar Möglichkeiten z.B.:

    - Digitalreceiver mit USB Ausgang zum Streamen auf den PC.
    - digitalreceiver mit Alternativsoftware zum Streamen auf den PC.
    - Digitalreceiver mit Wechselfestplatte zum aufzeichen im Receiver und auslesnen auf den PC.
    Dann kommt der DD Ton mit.

    5.) in Zeit kannich es Dir nicht sagen, aber bei einem sehr langsamm umschalteten Gerät geht es einem schnell auf den Sender!
    Ich habe zwei Receiver da schaltet einer Schneller um als der andere, der Unterschied ist gering, jedoch merkt man sogar das.

    digiface
     
  3. mcchicken2000

    mcchicken2000 Neuling

    Registriert seit:
    1. Dezember 2003
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    Hi digiface,

    vielen Dank für die ausführliche Antwort, du hast mir damit sehr geholfen.

    Nun habe ich aber noch zwei Fragen, auf die ich noch nirgends eine Antwort gefunden habe.

    1.)Wie lange dürfen die Koaxleitungen zum Switch und vom Switch zum LNB sein?

    -von meinem Zimmer aus sind es ca 15m bis zum Switch. Von dort aus dann noch einmal ca 8m bis zum LNB.

    2.)Bei Digitalaudio kann doch auch ein sogenanntes Copybit gesetzt werden?! Ist bei normalem AC-3-Sound (wenn z.B. Pro7 mal wieder nen Blockbuster in DD ausstrahlt) dieses Bit gesetzt, vielmehr kann ich das dann auf dem PC aufnehmen über den opt bzw. coax. Eingang ohne dass ich so einen gerippten Treiber benützen muss, der das Copybit einfach nicht auswertet?
    Oder gibt's dieses Copybit vielleicht nur am Digitalausgang von DVD- und CD-Playern? Schließlich darf man ja Fernsehsendungen nach belieben aufnehmen?

    Vielen Dank schon im voraus.
     
  4. mcchicken2000

    mcchicken2000 Neuling

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    stuttgart
    Jetzt hätte ich fast was wichtiges vergessen:

    Satellitenradio eignet sich ja bestens zur Aufnahme und anschließendem Brennen auf Cd. Bei unserem analogen System habe ich aber das Problem, dass die Aufnahme praktisch keine Frequenzanteile über 15kHz hat. Das kommt dadurch, dass über die Tonunterträger bei Astra nur 0,02-15kHz übertragen werden. Ich persönlich empfinde das als ziemlich störend. Wie ist das jetzt bei DVB? Wenn die Daten im MPEG-Format übertragen werden, kann ja mit Abtastraten von 32,44.1 und 48kHz gearbeitet werden. Somit kann man ja mindestens 16kHz bis max 24kHz übertragen. Wie wird das in der Praxis gemacht bei MTV, VIVA und Co?
    Gibt es Tabellen wo man das nachlesen kann?
     
  5. Henning 0

    Henning 0 Guest

    Der Ton ist meist so stark und schlecht komprimiert, dass es auf den Frequenzgang gar nicht mehr so ankommt. Über 15 kHz passiert ohnehin wenig. Durch die miese Kompression kommt es zu Dynamikverlusten, Verzerrungen und Störgeräuschen. High-End Musik ist das sicherlich nicht, aber zur normalen Berieselung oder fürs Auto reicht es wohl aus.
     
  6. uli12us

    uli12us Platin Member

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    25. August 2003
    Beiträge:
    2.741
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    München
    @mcchicken, es ist ein Irrglaube dass bei einer Samplefrequenz von 48khz bis zu 24Khz aufgezeichnet werden können. Die höchste sinnvoll darstellbare Frequenz liegt grade bei etwas mehr wie nem Viertel der Samplerate. Das was darüber rauskommt hat mehr mit Zufallszahlen als mit Klang zu tun.

    Zu AC3: dabei haben die meisten Receiver noch ihre Schwierigkeiten dass der Ton unsynchron wird oder immer wieder mal kurze Aussetzer vorkommen. Daran sind aber auch die Sender zu einem gewissen Teil mitschuld.
    Wenn du trotzdem darauf wert legst so kannst du mit Receivern von Topfield oder Hyundai bzw OEMs davon mit einigen spezialprogrammen die HD auf dem Computer auslesen. Dann brauchst du noch ein Authoringprogramm und kannst mit den Dateien m2v m2a und ac3 eine DVD brennen. Leider kenne ich kein Programm mit dem du mehr als eine Aufnahme mit DD und Stereoton auf die DVD bringst.

    Zur Umschaltgeschwindigkeit dauert das grundsätzlich ca 1 sekunde weil nur in diesem Abstand jeweils sin Vollbild gesendet wird und alles dazwischen nur Differenzsignale sind. Ein besonders krasses Beispiel für langsamkeit soll die dbox sein. Das weiss ich aber nur von Hörensagen.

    Gruss uli
     
  7. mcchicken2000

    mcchicken2000 Neuling

    Registriert seit:
    1. Dezember 2003
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    Ort:
    stuttgart
    Hallo Henning,

    danke für dein Statement aber was meinst du genau? Du schreibst von "mies komprimiert" und "Nicht-Hifi"-Musik.
    Nachdem was ich so weiß bietet doch AC-3 (DD) 6 diskrete Kanäle mit vollem Frequenzumfang bis 16kHz, 22.05kHz oder 24kHz mit variabler Bitzahl bei der Quantisierung. Eine Maximalbitstrom von 640kBit/s für alle 6 Kanäle zusammen sollte wohl einem mp3-Datei mit 192kBit entsprechen. Diese Qualität finde ich eigentlich recht passabel.

    Ich weiß nicht genau welche Maßstabe du hier ansetzt aber unter einer schlechten Komprimierung verstehe ich für den Durchschnittsmenschen hörbare Unterschiede bei direktem Vergleich zum Original.
    Das konnte ich bei Dolby Digital bisher eigentlich nicht feststellen.

    Und wie ist das jetzt bei Pro7, Viva und MTV? Okay, es macht wohl wenig Sinn, Musik in AC-3 auszustrahlen. Interessieren würde es mich aber, welche Qualität mit DVB in der Praxis erzielt werden kann, gerade bei Spielfilmen in Dolby Digital.
     
  8. mcchicken2000

    mcchicken2000 Neuling

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    stuttgart
    to uli12us:

    Herzlichen Dank für die Info. Das überrascht mich sehr, dass es da noch so Probleme gibt. Dachte, das wäre inzwischen ausgereift. Schließlich ist Dolby Digital auch nicht mehr ganz neu.

    Interessant ist deine Aussage zur Umschaltzeit. Humax bewirbt seine Digitalreceiver mit Umschaltzeiten von weniger als 1s. Ein MPEG2-Stream besteht ja aus GOPs, die sich aus I-, P- und B-frames zusammensetzen. Zur Synchronisation wird wie du schon sagst das I-frame verwendet.
    Dann synchronisieren die Humax-Receiver ja dann nur auf ein Halbbild wenn ich davon ausgehe, dass bei Pal(50 Halbbilder) pro GOP nur ein I-frame vorkommt.
    Langsame Receiver brauchen dafür dann wohl entweder die I-frames beider Halbbilder oder sind einfach langsam.

    Bin für alle Belehrungen dankbar!

    Gruß Simon
     
  9. beiti

    beiti Platin Member

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    Humax ist ar***langsam! Nur beim Umschalten innerhalb des Bouquets klappt es unter 1 Sekunde, sonst sind es bis zu 2 Sekunden. Außerdem braucht Humax ziemlich lange beim Einschalten (Hochfahren).
    Digenius ist sehr schnell, hat aber kein AC-3. Der Trick bei Digenius ist, daß man zunächst nur ein Standbild bekommt, bis das nächste I-Frame da war. Das hält die Dunkelpause angenehm kurz. Bei Humax kriegt man sofort ein Bewegtbild, aber mit langer Dunkelpause davor. Am besten im Laden verschiedene Modelle ausprobieren.

    Die Qualität von DVB-Ton läßt wirklich zu wünschen übrig. Ich nehme mit DVB-S-Karte Audiostreams auf, um sie auf CD zu brennen. Bei üblichen 192 kBit/s (z. B. MTV und Viva) gibt es in leisen Passagen "Zwitschergeräusche" durch die Kompression. Fairerweise muß ich sagen, daß ich die Fehler nur über Kopfhörer mitkriege, nicht über die Boxen der Anlage.
    Daß die meisten Sender in 48 kHz ausstrahlen und man zum Brennen erst nach 41,1 kHz wandeln muß, ist im Vergleich das kleinere Problem.
     

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