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Versprechen ... und wie man sich gern mal verspricht

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von Michael, 19. Januar 2004.

  1. Michael

    Michael Platin Member

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    29. Januar 2001
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    Was versprach uns die US-Administration noch Anfang 2003? "Deutsche Unternehmen werden nicht am Wiederaufbau des Irak beteiligt."

    Tja ... tolles Versprechen. Aber es gilt nicht wirklich. Denn SIEMENS baut ein Mobilfunknetz im Irak auf und 50 andere Unternehmen sind maßgeblich am Aufbau des neuen Irak beteiligt.

    Auf Deutsch: Politiker (allen voran die US-Regierung) lügen uns nur die Hucke voll und große Unternehmen zocken hinter unserem Rücken in jedem anderen Land ab aber schließen hier Werke und feuern tausende Angestellte.

    [Zynismus an]
    Danke, liebe Wirtschaft!
    [Zynismus aus]

    <small>[ 19. Januar 2004, 06:45: Beitrag editiert von: Michael ]</small>
     
  2. Eike

    Eike von Repgow Mitarbeiter

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    Lob lieber Michael, Du triffst es so treffend das mir dazu nichts mehr einfällt. Ohne Zweifel: HIER sind wir auf Linie winken !
     
  3. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    Moin Michael,

    ich verstehe den Sinn Deines heutigen Beitrags nicht einmal ansatzweise.

    1. Wasser ist nass, Nachts ist es dunkel, Politiker lügen. Soviel zu den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft.

    2. Wäre es Dir lieber gewesen, die Amis hätten ihr Wort gehalten und die deutschen Firmen komplett rausgelassen?

    3. Schon kurz nach diesem "Versprechen" haben Experten gesagt, es geht überhaupt nicht ohne deutsche Beteiligung, selbst wenn es dieser texanische Kuhumschmeißer so wollte. Denn viele Industrieanlagen im Irak sind damals von deutschen Firmen gebaut wurden und können selbstverständlich nur von selbigen wieder instand gesetzt werden.
    Des weiteren wurde klar gesagt, dass zwar US-Firmen die Aufträge erhalten, die aber mit Sicherheit auch Deutsche Firmen als Subunternehmer heranziehen werden.

    Gag

    <small>[ 19. Januar 2004, 09:36: Beitrag editiert von: Gag Halfrunt ]</small>
     
  4. Eike

    Eike von Repgow Mitarbeiter

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    @Gag, also ich verstehe Ihn. Er will damit zum Ausdruck bringen das dt. Firmen DOCH sich am Krieg dumm und dämlich verdienen, während hier Arbeitsplätze abgeschafft oder in den Ostblock bzw. Drittländer verlagert werden einzig mit dem Ziel, dort Leute mit Dumpinglöhnen auszubeuten und die eigenen Cheftaschen noch stärker aufzufüllen. Das ist zwar nichts neues, denn es sind Grundkenntnisse eines Heranwachsenden der Ex-DDR, aber man kann "Euch" ja auch mal aufklären. winken winken winken War spaßig gemeint!!! Obwohl das Thema sehr ernst ist! w&uuml;t
     
  5. Michael

    Michael Platin Member

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    Erkner bei Berlin
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    Eike hat's auf den Punkt gebracht.

    Dass SIEMENS und Co. im Irak Beschäftigung haben, bringt dem Deutschen rein gar nichts. Hier werden die Leute gefeuert und die Werke geschlossen. Von den Aufträgen im Ausland verdient lediglich der Chef der Firma und seine Aktionäre. Und was haben wir davon? Nichtmal das Schwarze unterm Fingernagel eines der Arbeiter im jeweiligen Land!

    Und wie Eike es schon beschrieb: Im Osten wußten wir das schon immer. Viele wollten es vielleicht nicht glauben oder waren einfach nur naiv, als sie Kohl zujubelten. Aber gewußt haben es alle.

    <small>[ 19. Januar 2004, 11:09: Beitrag editiert von: Michael ]</small>
     
  6. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    Sorry, ich kapiere nicht, worauf Ihr hinaus wollt.

    Was genau ist denn jetzt falsch daran, dass deutsche Unternehmen doch dort Aufträge durchführen werden?

    Die Manager werden die benötigten Teile bestimmt nicht telekinetisch fertigen. Das muss schon irgendwer machen. Und irgendwie passt das nicht damit zusammen, dass Du den Firmen vorwirfst, dass sie Arbeitsplätze "abschaffen".
    Der Grund dafür war doch, dass das Auftragsvolumen nachgelassen hat. Jetzt steigt es wieder, also werden auch wieder neue Arbeitskräfte benötigt. Und die werden ganz sicher nicht ein paar Kameltreiber aus der irakischen Wüste anlernen, die ganze Elektronik zu fertigen.

    Gerade vorhin ist durch den Ticker gegangen, dass IBM aufgrund der anziehenden Auftragslage als erstes IT-Unternehmen wieder 15.000 Neueinstellungen plant.

    Also wattenu? So wie Ihr das schreibt, hätten die Amis Wort halten sollen, keine deutschen Unternehmen beauftragen und somit weiterhin den deutschen Arbeitsmarkt am Boden liegen lassen sollen???

    Nebenbei: Wenn ich sowas lese, dann wundert es mich nicht, dass es vielen Unternehmen hier so schlecht geht.

    Gag

    PS. Erinnert Ihr Euch an das folgende Filmzitat: "Ich dachte, verkaufen wäre unser Geschäftsziel. Ich wusste nicht, dass wir ein Geheimprojekt sind!"

    <small>[ 19. Januar 2004, 11:43: Beitrag editiert von: Gag Halfrunt ]</small>
     
  7. Eike

    Eike von Repgow Mitarbeiter

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    Naja, eine emotionale Bindung habe ich zu meinem Job jetzt als auch früher. Beides macht(e) mir Spaß. Ansonsten ist das was der Spiegel schreibt mir wurscht... Für mich zählen nur Fakten, (vielleicht sollte ich den FOCUS abonnieren breites_ ) und da ist es so, das die meisten irgendeinen Job annehmen müssen um zu überleben. Ist ja auch richtig so. Aber Bindungen die über das Arbeitsverhältnis laut Vertrag hinausgehen, sind dann doch zu viel verlangt.
     
  8. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    Ich finde, dass eine Bindung, die über den Anstellungsvertrag hinausgeht, als extrem wichtig. Wenn alle am gleichen Strang ziehen -- und vor allem auch in die gleiche Richtung --, dann steckt verdammt viel Potenzial in solch einem Unternehmen.

    Allerdings ist das Ergebnis dieser Studie zum weitaus größten Teil ein Armutszeugnis für die Unternehmer, die es anscheinend nicht schaffen, ihre Mitarbeiter entsprechend zu motivieren. Ich hab bisweilen den Eindruck, dass sie das auch gar nicht wollen -- ein Arbeiter, der "Dienst nach Vorschrift" macht, ist leichter zu handhaben, als ein Arbeiter, der selber denkt. Der könnte schlimmstenfalls ja sogar noch gute Ideen haben, die am Ende etwas verändern könnten! Böse, böse!

    Gag
     
  9. Michael

    Michael Platin Member

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    @Gag: Deine These mit den neu geschaffenen Arbytesplätzen wäre nur zu schön ... wenn ich nicht genau wüßte, dass der ganze Technikkram für SIEMENS und Co. (auch für IBM) einen gewissen Aufdruck hat: Made in Korea, Made in Thaiwan, Made in China oder Made in Poland. Leider findet man kaum noch Aufdrucke wie Made in Western Germany oder Made in GDR. Beides ist ausgestorben. Ein Made in Germany gab es nach der Wende ja eigentlich gar nicht mehr.

    Was ich damit sagen will: Die Firmen stellen nicht wirklich mehr Leute ein. Zumindest nicht im Binnenland. Und was bringt es uns, wenn SIEMENS oder IBM in Korea 10.000 Leute mehr ans Fliesband stellt? Nichts! Aber die Schlagzeile für die Firma steht erstmal: "Neueinstellungen bei IBM und Co!". Wo diese Leute eingestellt wurden, spielt da eine nebensächliche bis gar keine Rolle.
     
  10. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    Und was hat das dann mit dem Großauftrag im Irak zu tun?

    Und bauen auch thailändische Siemens-Ingenieure das Zeug da auf?

    Und warum steht auf meinem Nokia-Handy "Made in Germany"?

    Fragen über Fragen.

    Gag
     

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