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Urteil: Streaming von Raubkopien verletzt Urheberrecht

Dieses Thema im Forum "DF-Newsfeed" wurde erstellt von DF-Newsteam, 27. Dezember 2011.

  1. amsp2

    amsp2 Wasserfall

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    AW: Urteil: Streaming von Raubkopien verletzt Urheberrecht

    Das Urheberrecht muß reformiert werden. 1. Urheber können nur natürliche Personen sein und das endet 20 Jahre nach dem Tod.

    2. Unternehmen bekommen ein Schutzrecht das 20 Jahre nach Erstveröffentlichung endet. Danach verschwindet das meiste sowieso im Archiv.
     
  2. Xaphox

    Xaphox Junior Member

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    AW: Urteil: Streaming von Raubkopien verletzt Urheberrecht

    Am Anfang der Meldung ist die Rede von illegalen Plattformen.

    Wenn die Legalität solcher Star-Trek-Folgen einerseits "höchst zweifelhaft" ist, kannst du im nächsten Satz nicht sagen, dass der Nutzer das nicht weiß. Oder für wen sind sie zweifelhaft und für wen nicht? Ich kann deiner Argumentation nicht ganz folgen.

    Mein Reden. Nichts anderes sollte mein Beispiel sagen. Daher verstehe ich deinen Kommentar dazu nicht.


    Was meinst du damit, dass man Freunde und Verwandte wie Verbrecher behandeln muss? Was sind das überhaupt für Freunde und Verwandte, die "nur darauf lauern illegale zu tun"?
     
  3. Serienfreak175

    Serienfreak175 Neuling

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    AW: Urteil: Streaming von Raubkopien verletzt Urheberrecht

    Alles was ich bisher dazu gelesen habe, beruht darauf, dass die Filme auf „offensichtlich illegalen“ Seiten angeboten werden! Aber ist das wirklich so offensichtlich? Für mich nicht!

    - Ich muss mir nicht extra ein Programm (wie eine P2P Software) besorgen, um die Daten downloaden zu können. Einen Internetbrowser und ein Flashplayer findet man heute auf fast jedem Computer.

    - Ich muss mir nicht erst unter der Hand einen Chip oder Code besorgen, damit ich die Daten nutzen kann.

    - Die Anbieter verstecken sich nicht vor den Behörden. Man kann die Seiten mit jeder beliebigen Suchmaschine problemlos finden. Wenn die Betreiber dieser Seiten kein Recht haben, diese Filme anzubieten, warum werden die Server dann nicht stillgelegt? Warum werden die Seiten dann nicht geblockt? Warum werde ich nicht gewarnt, dass diese Seite möglicherweise illegal ist?

    - Genau wie diverse Privatsender, scheinen sich die Anbieter über Werbung zu finanzieren.

    - Kostenlos erhalte ich nur ein stark reduziertes Produkt - Freeware! Einige Anbieter begrenzen den freien Zugang auf eine bestimmte Minutenzahl. Die Bildqualität entspricht sicherlich nicht dem aktuell technischen Standard (z.B. HD oder 3D). Die Soundqualität entspricht nicht dem aktuell technischen Standard (5.1, 6.1, 7.1). Ich bekomme keine Special–Features. Ich kann nicht zwischen mehreren Sprachen und Untertiteln wählen. Ich erhalte nur einen begrenzten Downloadstream, durch den der Film immer wieder zum Stocken kommen kann. Will ich von den Anbietern mehr, dann muss ich dafür zahlen.

    - Wenn ich mir eine Sendung mit einem Videorecorder aufzeichne, dann ist das spätere ansehen ja auch nicht illegal! Nutze ich stattdessen einen Streaminganbieter, dann mache ich mich Strafbar? Tut das eine dem Urheber weh, und das andere nicht?

    - Wenn ich ein Kino besuche, muss ich mir dann von dem Betreiber dann auch erst seine Lizenz zeigen lassen, dass er berechtigt ist, den Film vorzuführen?

    - Trinke ich etwas in einer Kneipe, dessen Wirt keine Schanklizenz mehr hat, mache ich mich dann auch Strafbar?

    Außerdem sollte man sich noch überlegen, wie Absurd diese Thematik werden kann! Folgendes Beispiel:

    - Wenn jemand seinen Hund bei lustigen Kunststückchen filmt, und dann dieses Video auf YouTube stellt ist die legal. Dumm ist es nur, wenn im Hintergrund das Radio läuft und so ein Mitschnitt eines Songs entsteht. Normalerweise müsste sich der Filmemacher jetzt an den Urheber des Songs oder an die Gema wenden, und sich von diesen das Recht einräumen lassen, den Song auch zu verwenden. Soweit ist die Rechtslage ja noch einigermaßen klar. Aber wenn der Filmemacher es versäumt, sich die Rechte an diesem Song zu sichern, dann soll nicht nur er zur Verantwortung gezogen werden, sondern auch jeder, der sich das Video auf YouTube angesehen hat? :confused:

    Fazit:
    Wenn man anfängt die Endverbraucher zu kriminalisieren, dann tut man das doch nur weil diese sich nur schwer wehren können. Einige Anwaltskanzleien besorgen sich (legal oder illegal) die Adressen der Endverbraucher, holen sich dann von den Urheberrechtsinhaber ein Mandant, und schicken dann Großflächig Schreiben raus, in denen Sie den Endverbrauchern mit Strafe drohen, wenn Sie nicht gleich und sofort 300,00 € an sie zahlen. Ich schätze 90% der Leute zahlen dann auch aus reiner Angst. Eine legale Mafia! Das braucht unser Land!!!:eek:

    Das Gesetz ist alles andere als eindeutig, weil die Gesetzgebung mit der Technik nicht mehr schritthalten kann. Trotzdem ist es Aufgabe der Politiker eindeutige Gesetze zu erlassen, so dass die Bürger nicht versehentlich kriminell werden. Binsenweisheiten wie „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!“ helfen da nicht. Da kann ich dann auch mit „Im Zweifel für den Angeklagten“ antworten.

    Verfolgt die, die sich illegal bereichern wollen! Verfolgt die, die wissentlich Gesetze überschreiten! Aber wenn man sich nur durch ein paar Mausklicks unwissentlich zum Kriminellen machen kann, dann besteht die Gefahr, dass immer mehr Menschen sich sagen: „Heh! Ich bin ja eh schon ein Verbrecher. Da mach es doch auch nichts mehr, wenn ich eine Bank überfalle. Das ist ja dasselbe wie sich Filme im Internet anschauen!“:cool:
     
  4. BartS

    BartS Wasserfall

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    AW: Urteil: Streaming von Raubkopien verletzt Urheberrecht

    Wie heißt es so schön: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht". Etwas anderes ist m.E. auch gar nicht möglich - sonst kann ja jeder bei einer x-beliebigen Straftat behaupten, er hätte es nicht gewusst, dass es illegal ist - wie wollte man ihm das Gegenteil beweisen?
     
  5. BartS

    BartS Wasserfall

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    AW: Urteil: Streaming von Raubkopien verletzt Urheberrecht

    Antworten schon, nur ist das ein völlig anderer Schuh. Hier geht es darum, dass jemand nur veruteilt werden darf, wenn seine Schuld (auch wenn es ihm nicht bewusst war, dass er eine Straftat begeht) definitiv feststeht. :)
     
  6. Serienfreak175

    Serienfreak175 Neuling

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    AW: Urteil: Streaming von Raubkopien verletzt Urheberrecht

    Schuld liegt ja wohl nur vor, wenn man sich im Sinne eines Gesetzes schuldig gemacht hat. Wenn das Gesetz wie hier aber nicht eindeutig ist, dann kann man auch jede Schuld bezweifeln! Deshalb: Im Zweifel für den Angeklagten!

    Grundsätzlich fände ich es aber spannender, wenn es mehr um Argumente als um Rhetorik gehen würde.