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TV-Quoten: "Rommel" bezwingt "The Voice"

Dieses Thema im Forum "DF-Newsfeed" wurde erstellt von DF-Newsteam, 2. November 2012.

  1. DF-Newsteam

    DF-Newsteam Lexikon

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    Zwei Wochen lang konnte sich die Talentshow auf ProSieben als Favorit des Tages gegen die Konkurrenz durchsetzen, gegen "Rommel" hatte "The Voice of Germany" am Donnerstagabend aber keine Chance. Der RTL-"Transporter" rutscht derweil weiter abwärts.

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  2. spocky83

    spocky83 Platin Member

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    AW: TV-Quoten: "Rommel" bezwingt "The Voice"

    Der Spielfilm war in Ordnung, wenn man auf sowas steht, sicherlich besser als die ZDF-Konkurrenzveranstaltung, aber was heißt das schon.

    Die Dokumentation hinterher zeigte aber mal wieder wie mies es mit dem anspruchsvollen Fernsehen im deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk steht. Ähnlich wie die Edutainment-Soaps des Herrn K. aus A. im ZDF zeichnete sich diese "Dokumentation" eigentlich nur durch Unzulänglichkeiten aus. Gespickt mit populärwissenschaftlichen Halbwahrheiten und Mythen, schlampiger Recherche und fachwissenschaftlichen Randmeinungen versucht man mal wieder mit der Person Erwin Rommel die deutsche Geschichte zwischen 1933 und 1945 zu retten. Ein von vorneherein zum Scheitern verurteiltes Konzept.

    Wieder einmal wird ein Eindruck erweckt, der so einfach nicht stimmt. Dem Zuschauer wird einmal mehr weiß gemacht, Rommel wäre fast schon so etwas wie ein Widerstandskämpfer oder zumindest ein Gegner des Nationalsozialismus und Träger der Rechtsstaatlichkeit gewesen. Einer der besseren Feldherren der Zeit - geschenkt. Bis zu einem gewissen Grad wohl prinzipientreu, auch keine bahnbrechende Neuigkeit. Aber Rommel unterm Strich bald als "Demokraten" hinzustellen ist bei einer Person mit solch militaristischen und monarchistischen Gedankenzügen einfach nur Geschichtsklitterung.

    Nichts gegen Rommel an sich und es ist wohl ungefährlich zu behaupten, er sei einer der wenigen im Dritten Reich mit einer Restportion Anstand und vor allen Dingen auch Fachkompetenz gewesen, aber diese Glorifizierungsanfälle sind im besten Falle Kontraproduktiv für das Wissen der Zuschauer.

    Si tacuisses, ARD...
     
  3. Freakie

    Freakie Platin Member

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    AW: TV-Quoten: "Rommel" bezwingt "The Voice"

    Absolut korrekt Spocky
     
  4. sunday2

    sunday2 Gold Member

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    u.a.
    AW: TV-Quoten: "Rommel" bezwingt "The Voice"

    Den Spielfilm habe ich mit großem Interesse gesehen.

    Erstaunlich, dass der Speidel überlebt hat. Weniger erstaunlich war dann wohl, dass er später noch große Karriere gemacht hat.

    Was die Doku betrifft, so erwarten einige wie spocky offenbar ein Geschichtsseminar mit anderen Mitteln. Das kann und will das Fernsehen aber nicht leisten, sonst wären die Einschaltzahlen im Minibereich. Daher finde ich Edutainment nicht schlecht, sofern keine Geschichtsklitterung betrieben wird.

    Im Gegensatz zu spocky habe ich das nicht herausgehört. Zwar wurde Rommel durchaus sympathisch dargestellt, aber keineswegs als nahezu Demokrat.

    Im Gegenteil wurde betont, wie sehr Rommel die Nähe zu Hitler suchte und erst in den letzten Monaten auf Distanz ging. Wie weit das ging lässt sich aus der Quellenlage nicht eindeutig belegen.

    Weder im Spielfilm noch in der Doku wurde behauptet, dass er ein Widerstandskämpfer war, sondern die genaue Beziehung blieb offen.

    Letztlich verhinderte die schwere Verletzung kurz vor dem Attentat eine genaue Positionierung.

    Ich habe das Gefühl, dass einige hier gern an historischen Sendungen des Fernsehens herumnörgeln. Dabei ist es eher gut, dass das dürftige Basiswissen vieler Zuschauer aufgefrischt wird.
     
  5. spocky83

    spocky83 Platin Member

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    AW: TV-Quoten: "Rommel" bezwingt "The Voice"

    Ich erwarte keineswegs ein "Geschichtsseminar mit anderen Mitteln", das wäre selbst im Falle eines Proseminars für den ÖR Zuschauer zu hoch gegriffen. Ich erwarte aber durchaus die Wiedergabe des (halbwegs) aktuellen Stand der Forschung und keine fachliche Entartung [sic!] der Quellenlage.
    Eine mediale Aufbereitung für Otto Normaldepp muss doch nicht zwingend einen (seit 50 Jahren) veralteten Stand der Forschung unkritisch wiedergeben. Es ist durchaus möglich, selbst für den ÖR, eine gute Umsetzung der gegenwärtigen Rezeption eines historischen Phänomens zu prodzuieren, das beweist "Das bayerische Jahrtausend". Das hat auch nichts mit übertriebenem Anspruch an den Zuschauer zu tun - das es möglich ist, beweisen die BBC und Discovery beinahe täglich. Allein der Wille (und die Kompetenz) fehlt.

    Eine Frage der Interpretation und der Auswahlproblematik

    Die Quellen sind widersprüchlich, nicht nur nicht eindeutig belegbar. Auch hier, eine Frage der Quellenkritik.

    Natürlich nicht, das wäre selbst für die viertklassigen Historiker der ARD zu viel. Jedoch wurde es, ganz im Sinne der populären Rezeption mehrfach impliziert: "Rommel dachte anders", "Rommel verachtete *beliebigennamenderNS-Führungeinsetzen*", Rommel dies, Rommel das

    Das ist richtig. Die Sendungen sind historisch. Historisch, weil sie eine Rezeption der 50er Jahre wiedergeben, aber sie sind nicht historographisch, sie sind geschichtsklitternd, wenn nicht gar bewusst geschichtsfälschend.

    Hier wird die Richtigkeit der Quote und damit auch der Behauptung gegen das Privatfernsehen geopfert. Unter dem Deckmantel der "Dokumentation" wird dem unreflektierten (nicht unwissenden) Zuschauer eine "Wahrheit" suggeriert, die zumindest unwahrscheinlich ist.

    Ich "nörgle" nicht an den den "historischen [sic!] Sendungen des Fernsehens" sondern an den dilettantischen Umsetzungen des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Es geht anders, aber das würde ja ein kritisches Publikum voraussetzen, und das hat der ÖR seit 10 Jahren nicht mehr.
     
  6. selassie

    selassie Platin Member

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    AW: TV-Quoten: "Rommel" bezwingt "The Voice"

    Quark. Weder das Publikum der ÖR und schon gar nicht der Privaten, ja eigentlich gar keine Zuschauer, außer einem sehr eng definierten Anteil, sind daran interessiert, ein blankes Faktenblatt als Fernsehsendung zu akzeptieren.

    Was du verlangst kann man vielleicht in einem Buch verwirklichen aber ganz bestimmt nicht im Fernsehen. Nach deinen Ansprüchen könnte man den Sendebetrieb auch gleich völlig einstellen.
     
  7. Time Robber

    Time Robber Platin Member

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    AW: TV-Quoten: "Rommel" bezwingt "The Voice"

    Egal wie schlecht der Film "Rommel" war, wichtiger finde ich das Quotenergebniss, das lässt dann doch noch hoffen.
     
  8. selassie

    selassie Platin Member

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    AW: TV-Quoten: "Rommel" bezwingt "The Voice"

    Folgt doch nur dem Trend der letzten Zeit. Die Leute sind zunehmend abgenervt von Casting, Infotainment und dem ganzen anderem Quatsch, den die Privaten eingeführt haben. Ich sehe schwere Zeiten auf die Privatsender zukommen.
     

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