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Stellenabbau geht weiter

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Worringer, 2. September 2008.

  1. Worringer

    Worringer Platin Member

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    18. April 2005
    Beiträge:
    2.473
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    Köln
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    Wieder einmal zeigt sich der Kapitalismus von seiner unangenehmen Seite.

    Karstadt: 400 Leute werden entlassen
    Dresdner Commerbank: 9.000 Mensche werden entlassen
    Telekom: Mehre hundert Menschen in den Call Centre werden entlassen.

    Wieder rund 40.000 Schicksale die man damit beeinflußt, aber Hauptsache dem Aktionär gehts gut.

    Irgendwie vermiße ich die familiengeführten Konzerne. Da gab es doch solche Aktionen nicht. Thyssen, Krupp und Siemens haben sogar ganze Stadtbezirke (sicherlich nicht uneigennützig, weil kurze Arbeitswege) für ihre Mitarbeiter errichtet. Sicherlich haben sie auch Gewinnmaximierung im Sinne gehabt, aber ich habe den Eindruck, daß sie dennoch eine soziale Verantwortung ggü. ihren Mitarbeitern hatten.
     
  2. Berliner

    Berliner Lexikon

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    Ort:
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    AW: Stellenabbau geht weiter

    Entlassungen gab es schon immer, was sich in den letzten Jahren aber zum Ärger berechtigend verändert hat ist, dass die Unternehmen nicht mehr nur in schlechten Zeiten entlassen, sondern immer öfter auch bei Milliardengewinnen, um die Gewinne noch weiter zu steigern. Das ist die neue "Qualität" der Entlassungswellen.
     
  3. Eike

    Eike von Repgow Mitarbeiter

    Registriert seit:
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    AW: Stellenabbau geht weiter

    Naja, die angebliche wirtschaftliche Blütezeit verlässt Deutschland jetzt sowieso. Der Bürger hat kein Geld mehr in der Tasche und das was er hat muß für höhere Preise bei Fixkosten und Lebensmitteln ausgegeben werden.

    Arbeitsplätze wurden im wesentlichen nur in gering bezahlten Jobs geschaffen.
    Die Kommunen wurden dadadurch nicht entlastet, weil Zuzahlungen zu den 1.-Euro-Jobs mittels Hartz4 fällig werden. Die nächste Entlassungswelle wird folgendermaßen ablaufen. Billigjobs werden nicht abgebaut, sondern richtig bezahlte Volltimejobs. Der Kapitalist werkt eben das er sich seine Arbietsplätze subventionieren lassen kann.

    Im übrigens werden wir spätestens ab Winter wieder steigende Arbeitslosenzahlen haben. Wie üblich "frisiert".

    Aber Schröders Reformen waren ja wegweisend....
     
  4. Worringer

    Worringer Platin Member

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    AW: Stellenabbau geht weiter

    Genau das ist das Problem. Die Konzerne entlassen tausende Menschen und an der Börse wird gejubelt. Ich bin der Meinung, daß ein Unternehmen auch eine soziale Verantwortung für ihre Mitarbeiter und deren Familien hat.
    Mitarbeiterzufriedenheit sollte genauso ein Merkmal zur Unternehmenseinschätzung sein, wie erwirtschafteter Gewinn.
    Ich weiß, das ist illusorisch.

    So siehts aus. Die Rheinenergie hat mir vorletzte Woche schon einen Brief geschrieben, daß der Gfaspreis zum 01. Oktober 2008 erneut steigen wird, die zweite Erhöhung innerhalb eines Jahres. War aber zu erwarten, mit der Ölpreisexplosion im Frühjahr.

    Die möchte der Staat doch u.a. in die Pflege von Demenzkranken stecken. Was eine blöde Idee, Langzeitarbeitslose zu einem Umschulungskurs von 160 h zu schicken und dann der Meinung sein, diese Menschen könnten qualifiziert mit Demenzkranken umgehen. Das ist nur ein Beispiel, daß arbeitsmarktpolitisch hier was völlig verkehrt läuft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. September 2008
  5. Berliner

    Berliner Lexikon

    Registriert seit:
    15. Januar 2001
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    45.834
    Ort:
    Ostzone
    AW: Stellenabbau geht weiter

    Die sinkenden Arbeitslosenzahlen sind nur Augenwischerei. Die Beitragseinnahmen aus der Rentenversicherung sind in der Zeit nur minimal (3-4%) gestiegen. Wenn viele der neuen Arbeitsplätze satte Vollzeitstellen wären, müsste eigentlich die RV überquillen. Das Gegenteil ist der Fall. Hier sieht man also, dass im Niedrig-und Niedrigstlohnsektor der größte Teil geschaffen wurde und viele sich wahrscheinlich mit drei 400 Euro Jobs über die Woche hangeln, aber immerhin aus der Statistik raus sind. Ganz zu schweigen von den vielen Vollzeitstellen, die noch Stütze nebenher beziehen müssen. Die laufen auch als "vermittelt", hängen aber weiter am staatlichen Tropf. Würde man die Statistik dahingehend mal richtig bereinigen, gäbe es wohl weit weniger zu feiern.

    Soziale Verantwortung gibt es bei den Konzernen schon lange nicht mehr. Sowas findet man wenn überhaupt nur noch im Mittelstand.
     
  6. Lord Dragon

    Lord Dragon Wasserfall

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    Ort:
    Köln
    AW: Stellenabbau geht weiter

    Und ich habe gelesen, dass viele Menschen einfach nichts ausgeben wollen und sparen.
     
  7. Fuzzi08

    Fuzzi08 Neuling

    Registriert seit:
    26. Juni 2008
    Beiträge:
    19
    AW: Stellenabbau geht weiter

    Genau so sieht es aus. Ist alles genau so beschrieben in den Beiträgen bisher, wie es ist bzw. kommen wird. Bei der nächsten Weltwirtschaftskrise (und die kommt garantiert) werden wir hier ziemlich alt aussehen. Immer nur kurzfristige "Reformen", die in Wirklichkeit nur der Mehrung des Aktionärskapitals dienen, statt echter zukunftsweisenden Änderungen.
    Ich frage mich, wenn schon wir "Dummies" die Sache durchschauen, warum tun dann die Politiker nichts, damit die Sache wieder in vernünftige Bahnen gelenkt wird? Vielleicht weil die selbst mitverdienen und gar kein Interesse an Änderungen jenseits ihrer Wiederwahl-Periode haben?
     
  8. Nala

    Nala Silber Member

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    AW: Stellenabbau geht weiter

    Halte ich für ein Gerücht. So viele Mitarbeiter hat Karstadt doch gar nicht mehr. Ich sehe da, wenn ich mal da bin, außer denen an der Kasse (meist eine Person pro Etage), keine weiteren Mitarbeiter, wie z. B. Verkäufer. Na, ja, vielleicht treibt sich der Rest ja im Lager herum. :rolleyes: :D
     
  9. Nala

    Nala Silber Member

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    AW: Stellenabbau geht weiter

    Callcenter = die dümmste Erfindung, seit es die Servicewüste Deutschland gibt ! :(
     
  10. Lord Dragon

    Lord Dragon Wasserfall

    Registriert seit:
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    Köln
    AW: Stellenabbau geht weiter

    Was willst du da als Politiker machen?
    Keiner kann einer Firma vorschreiben, ob man 100 Mitarbeiter haben muss oder nur 50. Der Sinn einer Firma ist Gewinn zu erwirtschaften. Arbeitnehmer ist nur einer der Faktoren in diesem Prozess. Kann sich ein Arbeitnehmer gut verkaufen, wird er nie Probleme haben einen Job zu finden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. September 2008

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