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Staatliche Suchmaschinen-Schnüffelei

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von Klaus K., 30. Juni 2010.

  1. Klaus K.

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    Staatsspionage in Suchmaschinen
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    Ein ernsthafter Angriff auf unsere Privatsphäre durch die strikte Überwachung unseres Suchverhaltens in Suchmaschinen wurde letzte Woche im EU-Parlament als "Direktive 29" abgesegnet. Getarnt als Vorsichtsmaßnahme gegen Pädophilie wurde die kontroverse Richtlinie von den Parlamentariern durchgewunken. Damit hätten Staaten der Europäischen Union künftig Zugriff auf Daten der vorangegangenen zwei Jahre.

    Die Suchmaschine Ixquick (Ixquick Search Engine) hat sich in den letzten Jahren die Reputation aufgebaut, ihre User vor unerlaubtem Zugriff zu schützen und keinerlei Daten zu speichern. Mit der neuen Direktive werden diese Bemühungen mit Füßen getreten. Die Betreiber von Ixquick wollen gegen diese Vorgehensweise ankämpfen.

    "Seit bekannt ist, wie Google, Yahoo und Bing mit den Daten von Nutzerinnen umgehen und diese auch langfristig sichern, wurde dieser Schritt der EU gegen Ixquick und den US-Ableger Startpage vorbereitet", zeigt sich Robert Beens, CEO von Ixquick überzeugt. "Wir haben hart daran gearbeitet, eine Datenschutzsuchmaschine wie Ixquick, die den eigentlichen Vorgaben der EU zum Thema Datenschutz entspricht, umzusetzen. Dies geschah in Übereinkunft mit Artikel 29 der Arbeitsgruppe "Datenschutz".

    Beens befürchtet nun, dass wenn die Direktive in nationales Recht umgewandelt wird, das Recht von 500 Millionen EU Bürgern auf Privatsphäre verloren geht. Dieser restriktive Schritt ermöglicht den Staaten Zugriff auf politische, medizinische und persönliche Daten aller Einwohnerinnen der EU.

    "Illegale Sexangebote und Untergrundnetzwerke werden nicht in regulären Suchmaschinen angezeigt", so Alex Hanff, Sprecher einer Gruppe von internationalen Datenschützern und Rechtsanwälten, welche bereits eine Kampagne gegen die Direktive eingeleitet hat. "Ich habe acht Jahre damit verbracht, dem Gesetzgeber beim Aufspüren von illegalen Sexangeboten zu helfen. Kein einziges Mal konnte dabei erfolgreich auf reguläre Suchmaschinen zurückgegriffen werden.

    "Privatsphäre ist ein fundamentals Menschenrecht und die Basis einer freien Gesellschaft. Ixquick hat seinen enormen Erfolg vor Allem der Tatsache zu verdanken, dass Menschen absolute keine Lust darauf haben, von der eigenen Regierung oder anderen im Internet ausspioniert zu werden. Das Aushorchen unbescholtener Bürger ist sicher nicht der richtige Weg in die Zukunft und wir werden zu unseren Prinzipien stehen und auch weiterhin für Privatsphäre im Internet sorgen", unterstreicht Beens.

    aus
    ComputerClub 2
     
  2. -Blockmaster-

    -Blockmaster- Wasserfall

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    AW: Staatliche Suchmaschinen-Schnüffelei

    Schriftliche Erklärung zur Bekämpfung von Kinderpornografie angenommen

    371 Abgeordnete haben eine schriftliche Erklärung unterzeichnet, in der die Mitgliedstaaten aufgefordert werden, ein zwischen den öffentlichen Behörden koordiniertes Frühwarnsystem nach dem Vorbild des Mechanismus einzurichten, der bereits für den Nahrungsmittelbereich besteht, um Kinderpornographie und sexuelle Belästigung zu bekämpfen.

    In der schriftlichen Erklärung werden Rat und Kommission ferner aufgefordert, die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung umzusetzen und ihren Anwendungsbereich auf Suchmaschinen auszudehnen, um schnell und wirksam gegen Kinderpornographie und sexuelle Belästigung im Internet vorgehen zu können.

    Absicht einer schriftlichen Erklärung, wenn diese von einer Mehrheit der Abgeordneten unterzeichnet wird, ist es, eine Debatte zu initiieren und die Kommission aufzufordern, Maßnahmen zu einem für die EU relevanten Thema zu prüfen.

    Quelle:
    Debatte mit Herman Van Rompuy über wirtschaftspolitische Steuerung

    Originalerklärung:
    http://smile29.eu/doc/DS29_DE.pdf
     
  3. NFS

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    AW: Staatliche Suchmaschinen-Schnüffelei

    Bei Millionen oder gar Milliarden Treffern kann schon so einiges vergraben sein. Nur: Wer soll das alles sichten?
     
  4. Klaus K.

    Klaus K. Board Ikone

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    AW: Staatliche Suchmaschinen-Schnüffelei

    Mit entspr. Computern kein Problem, USA und GB betreiben schon lange so ein Netzwerk, nennt sich "Echelon"...

    Klaus
     
  5. DiegoXL

    DiegoXL Guest

    AW: Staatliche Suchmaschinen-Schnüffelei

    Was haltet ihr eigentlich von der Ixquick Suchengine?
     
  6. skykunde

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    AW: Staatliche Suchmaschinen-Schnüffelei

    Bin ich froh, dass es Proxys und VPNs sowie Tor und Freenet gibt. So kann ich weiterhin ungestört im Netz wie ein freier Bürger (gibts das überhaupt noch?) rumsurfen.
     
  7. h.265

    h.265 Silber Member

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    AW: Staatliche Suchmaschinen-Schnüffelei

    @DiegoXL: ixquick ist super. Die legen keine Cookies auf der Platte ab (wie Google), und wenn man will wird die Suchanfrage per 256bit AES Verschlüsselung via https verschickt. Da beißt sich sogar die NSA die Zähne drann aus. Die Suchergebnisse sind ähnlich wie bei Google, aber mit weniger Werbung.
     

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