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Satanlage richtig erden

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von sellerY, 31. Dezember 2008.

  1. Discone

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    AW: Satanlage richtig erden

    Das ist richtig, siehe Ziffer 5.1.3 > HEA | Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V.
    Jedoch empfehle ich im Keller eine "sichtbare" Verlegung in Rohr oder im Kabelkanal. Bei einer direkten Verlegung vom PA-Einzelleiter im / unter Putz wird eine Beschädigung / die Durchtrennung (z.B. nach Bohrarbeiten: Befestigung von einem Schrank / Regal / Trennwand) u.U. nicht festgestellt, kein aktiver Leiter.

    Der Aufpreis für das mechanisch stabilere 4 mm² H07 V-U grün-gelb ist im Vergleich mit 2,5 mm² gering.
    4 mm² darf dann im Bereich vom Erdungswinkel / beim Mutischalter auch frei verlegt werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Mai 2014
  2. Mitsch007

    Mitsch007 Senior Member

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    AW: Satanlage richtig erden

    Hallo Discone, erst einmal vielen Dank für die ausführliche Erläuterung.
    Nun stellt sich mir jedoch eine neue Frage: ich dachte 4mm² darf allgemein ungeschützt verlegt werden? Wäre es nicht zulässig den 4mm² Potentialausgleich z.B. mit Kabelschellen direkt im Keller zu verlegen? Muss dieser zwingend in ein Rohr?
     
  3. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Satanlage richtig erden

    Kabelschellen können bei Koaxkabeln schädlich sein. Dem Elektriker graust es, aber ein 4 mm² darf nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) sogar "nackt" auf der Wand verlegt werden. In Neubauten ist Aufputzverlegung nach DIN 18015 sowieso unzulässig, Discone würde das als Elektrofachkraft auch nicht im Altbau machen.

    Welche massiven Totalschäden selbst ein nicht zündender "kalter" Blitz, der von Siemens/Blids am 24.04.2014 mit 344 kA gemessen wurde, anrichten kann, ist hier anzusehen: KLICK!.
     
  4. Mitsch007

    Mitsch007 Senior Member

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    AW: Satanlage richtig erden

    Ich möchte für den Potentialausgleich das starre, 4mm² oder 16mm² "nackt" - natürlich Ummantelt (gelb-grün), mit Kabelschellen an der Kellerwand befestigen. Keine Koaxialkabel.
    Wenn ein Blitz mit 344 kA in die Schüssel einschlagen sollte, hilft auch der Kabelkanal um den Potentialausgleich sicherlich herzlich wenig... ;)
     
  5. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Satanlage richtig erden

    Nach Tabelle D.3 der DIN EN 62305 (VDE 0185-305) hält ein 16 mm² Cu immerhin noch relativ seltenen 200 kA stand.

    Das ist aber weitgehend nutzlos, wenn

    • die Anschlussbauteile einschließlich der Haupterdungsschiene nicht für mindestens 100 kA = Blitzschutzklasse 3 zertifiziert sind
    • die Hauserdung blind als tauglich angenommen wird obwohl die eine Blackbox mit unbekanntem Korrosionszustand und Tauglichkeit ist
    • der Erdleiter sinnwidrig innen und mit nicht ausreichend isolierenden äquivalenten Trennungsabständen zu Personen und anderen Leitungen verlegt wird
    Ergänzend noch der unbeliebte Hinweis, dass Erdung und PA zur Elektroanlage gehören und Installationsarbeiten an dieser nach NAV § 13 konzessionierten Elektrofachkräften vorbehalten sind.
     
  6. Mitsch007

    Mitsch007 Senior Member

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    AW: Satanlage richtig erden

    Kein Thema, mein Onkel ist ausgebildeter Elektriker, jedoch leider kein Erdungsspezialist, er installiert den Potentialausgleich. Deshalb wollte ich hier vorher genau abklären, was wie zu installieren/verlegen ist.
     
  7. HansEberhardt

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  8. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Satanlage richtig erden

    Der Artikel in Interviewform ist jedenfalls ein Riesenfortschritt gegenüber früheren "Fach"-Artikeln in denen nicht nur die Schutzzone der Fassade von den Abmessungen falsch definiert sondern auch noch mit dem Bild einer Antenne in der einschlaggefährdeten Zone auf den Kopf gestellt wurde.

    Positiv, dass sich die Redakteure der ***vision nicht wieder selbst mit der Blitzschutzmaterie überfordert und externer Sachkunde bedient haben. Experten die in der Blitzschutznorm DIN EN 62305 (VDE 0185-305) beheimatet sind schwächeln aber gelegentlich wenn es um die für Antennensicherheit maßgebliche DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) geht.

    In der Tendenz ist sowohl dem Interview als auch der Leser-Beratung auf den Seiten 94 und 95 zustimmen, wo sogar die Forderung nach Trennungsabstand zu einschlaggefährdeten metallischen Hausteilen oder einer Blitzschutzanlage enthalten ist. Diese Formulierung kommt mir nicht ganz unbekannt vor. :D

    Gegen das Zital einer alten VDE 0855-1 ist sachlich nichts einzuwenden, gleichwohl sollte man sich nicht an Texten von Altnormen orientieren. Die Aussage ...
    ... ist erläuterungsbedürftig:

    • Neue Antennen sollen - unabhängig davon ob eine Blitzschutzanlage vorhanden ist - möglichst nach dem Stand der Technik in geschützten Räumen installiert werden
    • Ist diese sinnvolle Nomen-Empfehlung wegen zu geringer Trennungsabstände z. B. durch Solaranlagen nicht umsetzbar, muss der Antennenträger zur Vermeidung zündender Lichtbögen mit dem LPS galvanisch verbunden werden
    • Je nachdem welche Schutzmethode zur Ausführung kommt ist eine andere PA-Ausführung gefordert
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Mai 2014
  9. Discone

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    Blitzgefährdete Antennen richtig erden / mit geerdeter Fangstange schützen

    http://forum.digitalfernsehen.de/forum/df-newsfeed/335653-neue-lte-antennen-von-fuba.html | Meldung
    LTE-Antennen sind Funk Sende-Empfangs-Antennen > VDE 0855-300
     
  10. Discone

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    AW: Satanlage richtig erden

    Für die TV und Radio-Versorgung von mehreren Häusern, mit nur einem Antennen-Standort
    > SAT über Optische Leitung, Experte hier? (Beiträge #1 ; #8 ; #9 und #12)
    Zusatzhinweis: Blitzschutz (vorzugsweise Fangstange) / Antennenerdung für gefährdete Dach-Antennen!
    Der Potentialausgleich (PA) erfolgt dann in jedem Haus separat (beim System-Übergang auf Koaxialleitungen).
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Mai 2014