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Satanlage richtig erden

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von sellerY, 31. Dezember 2008.

  1. Discone

    Discone Institution

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    AW: Satanlage richtig erden

    Die Lösung ist auch für diesen Fall => Fibre-Sat
    Auf dem Dachboden dann eine hochspannungsfeste Trennstrecke zwischen dem geerdeten Antennenmast (Opto-LNB) und der "Quattro-Übergabekomponente" mit ausreichendem Trennungsabstand zu allen geerdeten Antennenteilen! Siehe auch > http://forum.digitalfernsehen.de/forum/5866903-post10.html

    Zwischen Opto-LNB und Quattro-Abschlusseinheit auf dem Dachboden dann:
    Twin Kabel 3,0 Meter GI 5.5 optisches Twin-Kabel; - Compsat (LWL ohne Metallarmierung).
    Vor der Quattro-Abschlusseinheit ist dann noch ein Dämpfungsglied erforderlich (hatte ich vergessen),
    zur Vermeidung einer Übersteuerung, Dämpfung ca. 20 dB > optisches Dämpfungsglied - Compsat
    In eine Koaxialleitung könnten dann auch noch terrestrische Unterdach-Antennen eingespeist werden
    (keine Erdungspflicht), hinter dem Antennenverstärker eine Einspeiseweiche und im Keller eine Trennweiche
    für die Eispeisung in einen Multischalter.

    Dann sollten im Keller die vier Koaxialleitungen in einen vermaschten Potentialausgleich eingebunden werden, Erdungswinkel im Bereich vom Multischalter. Bei einer zusätzlichen Einspeisung von Kabel-TV trotzdem noch ein doppelt galvanisches Trennglied einbauen > WISI DL 20A Galvanisches Trennglied doppelt | bei Electopia.de
    PS: entweder terrestrische Antennen oder Kabel-TV, beides ist in einer SAT-ZF Verteilung schlecht möglich.

    Die technisch bessere Blitzschutzvariante ist die fachgerechte Montage von einer getrennt geerdeten Fangstange
    (Erdungsleiter außerhalb vom Gebäude), Ausführung durch eine beim VNB eingetragene Elektrofachfirma
    mit Zusatzqualifikation für Blitzschutzanlagen.


    Discone ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. März 2013
  2. Grillprofi

    Grillprofi Neuling

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    AW: Satanlage richtig erden

    na super, er hat nur schon im eifer des gefechts das material besorgt bevor er was gesagt hat, also schüssel, lnb, multischalter, mast usw, nur die erdungsblöcke, kaz 11 und 12 hab ich ihm jetz noch angeschafft zu kaufen...

    naja, dann hilfts nix, dann muss er zusehn das er irgendwie nachträglich ziemlich parallel zu den coaxleitungen noch nen 6er cu bis in keller runterlegt...
     
  3. Discone

    Discone Institution

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    AW: Satanlage richtig erden

    Vorher richtig informieren ist wichtig (dafür gibts hier den Erdungs-Thread)!

    Ein 4 mm² PA-Leiter ist ausreichend (geschützt / im Kabelrohr nach aktueller Normung sogar 2,5 mm²),
    einseitige Erdverbindung dann am geerdeten Antennenmast.
     
  4. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Satanlage richtig erden

    In Gebäuden ohne Blitzschutzanlage ist das Risiko induktiver Blitzstromeintragungen deutlich höher, weshalb der PA-Anschluss ausschließlich schleifenfrei am Antennenträger zulässig ist. Bei einem direkten Erdungsanschluss an eine Blitzschutzanlage erhöht sich das Risiko galvanischer Blitzstromeintragungen, weshalb der PA am Antennenträger und der HES zu erden ist.

    Ist ein Multischalter im UG angebracht, muss somit stets zu den LNB-Kabeln ein PA-Leiter verlegt werden. Zur Minimierung induktiver Blitzstromeintragungen muss dies möglichst abstandslos erfolgen. Lange Zuleitungen sollten zur Entlastung gegen Teilblitzstromeintragungen außer dem obligatorischen mastnahem PA auch vor dem Multischalter nochmals über einen Erdblock geführt werden. Ein PA-Leiter mit 4 mm² Cu ist hierfür einem (bei geschützter Verlegung) zulässigen 2,5 mm² vorzuziehen, womit die Risiken einer Erhöhungen der Kabeldämpfung durch Erhitzung und auch die von Durchschüssen minimiert werden.

    Wer an den Kabeln und Endgeräten Schäden durch galvanische Teilblitzströme ausschließen will, muss die Antenne entweder in der nicht erdungspflichtigen Schutzzone der Fassade oder im Schutzraum LPZ 0B einer getrennten Fangeinrichtung installieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. März 2013
  5. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Satanlage richtig erden

    In Stuttgart ist heute nach drei Mesetagen die eltefa zu Ende gegangen. TRIAX hat zur Messe den neuen Katalog präsentiert in dem nunmehr auch der TV 4+1 von OBO-Bettermann unter eigenem Label angeboten wird.
    Man vergleiche die 0,3 kA für die Sat.-Ports mit den Nominalwerten der SPD 2 Überspannungsableiter von Dura und AXING. Hier hat sich TRIAX im blitzschutztechnischen Unverstand etwas zugelegt was dem Distributor und dem Installateur als Umsatzbringer, aber keinem Kunden nutzt.

    WARNUNG:

    • Blitz- und Überspannungsschutz muss energetisch nach Grob-, Mittel- und Fein-Schutz koordiniert sein. Bei Antennendirekterdung ist alles andere als ein SPD 1 Blitzstromanbleiter mit Stoßstrom 10/350 µs (z. B. KATHREIN KAZ 12) sinnlose Blitzschutzschutzkosmetik.
    • Bei Antennenmontage im nicht erdungspflichtigen Schutzbereich der Fassade oder in Blitzschutzzone LPZ 0B einer Fangstange sind SPD 2 Überspannungsableiter mit Stoßstrom 8/20 µs richtig koordiniert. Aber auch da sollte man auf möglichst gute Werte und eine stabile Klemme für den PA-Leiter achten.
    Ein perfekter Schutz sieht anders aus!
     
  6. Schnuffy

    Schnuffy Senior Member

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    AW: Satanlage richtig erden

    Guten Morgen zusammen,

    jetzt stellt sich mir die Frage. Sind eure Angaben nur für größere Anlagen gedacht oder betrifft das auch normale private Haushalte?
    Hab bei mir unterm Dach vier Koaxleitungen liegen für die SAT Anlage. Diese soll nun kommen.
    Es gibt aber kein Erdungskabel. Nun sagte mir ein SAT Techniker, wenn die Anlage min. 80 cm unterm der First installiert wird, braucht man keine Erdung. Das Haus steht frei ohne hohe Bäume in der unmittelbaren Umgebung.

    Ist das korrekt? Bloß diese Frage der Erdung beschäftigt mich schon geraume Zeit und da der Dachboden nun fertig werden muss bleibt leider keine Zeit für weitere Überlegungen :).

    Der eigentliche Aufbau ist ansonsten eher simpel. Schüssel, Quad LNB, vier Kabel, fertig :D
     
  7. HansEberhardt

    HansEberhardt Gold Member

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    AW: Satanlage richtig erden

    Der von dir zitierte Sat-Techniker hat keine Ahnung von den Vorschriften, leider ist er da nicht der Einzige.
    Das allerwichtigste steht bereits in dem Einseiter von Kathrein: http://www.kathrein.de/de/sat/tinfos/download/antenne_erden_blitzschutz.pdf. Dieses Blatt sollte man Ihm unter die Nase halten, so man denn mit normunkundigen "Fachleuten" noch zusammenarbeiten will. Etwas ausführlicher und genauer stehen wichtigsten Sachen in http://www.kleiske.de/vde%200855/vde0855_310108.pdf.

    Die Vorschriften gelten auch nicht nur für größere Anlagen ( und auch von denen sind viele nicht richtig ausgeführt! ) sondern genauso auch für jeden privaten Haushalt.
    Ich würde es aber nicht nur als lästige Vorschrift ansehen - es dient auch der Sicherheit Deiner Familie und deiner Gerätschaften. Außerdem kann es sein, daß die Versicherungen im Schadensfall ihre Leistung verweigern, wenn die Schutzvorschriften des VDE nicht eingehalten worden sind. Kommen dabei auch noch personen zu Schaden, hast Du es dann auch mit dem Staatsanwalt zu tun.
     
  8. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Satanlage richtig erden

    In der Fachzeitschrift de, Organ des ZVEH, ist in der druckfrischen Ausgabe 7.2013 ein Interview "Beruf im Beruf" mit dem Vorsitzenden des VDB Dipl.-Ing. Reyno Thormählen.

    Das Interview dürfte dem Großteil seiner Verbandsmitglieder nicht schmecken. Thormählen weist darauf hin, dass die Ausbildung zum Blitzschutzmonteur im Rahmen einer handwerklichen Lehre wegen der zu geringen Zahl an Ausbildungsbetrieben nicht möglich sei und führt aus:
    Gemeint sind Seminare beim VDE und DVB. Das ist ein hoffnungsvoller aber objektiv eher bescheidener Anfang, zumal wenn man die beschämend geringe Zahl von rund 200 vom VDE zertifizierten Fachbetrieben berücksichtigt.

    Nach der in der DIN EN 62305 (VDE 0185-305) festgeschriebenen Definition sind entgegen landläufiger Meinung keine qualifizierten Blitzschutzfachkräfte:

    • Elektrofachkräfte, auch nicht wenn sie im Installateurverzeichnis eines VNB eingetragen sind
    • Fernsehtechniker und sonstige Antennenbauer, auch nicht wenn sie einen TREI-Schein vorweisen können
    • Klemptner-, Dachdecker-Firmen und Feuerungs-/Schornsteinbauer welche sich ohne Zusatzausbildung als Blitzschutzbauer betätigen
    Meine Hoffnung, dass die Qualifikation einer Blitzschutzfachkraft einmal den Abschluss als Elektrofachkraft voraussetzt ist realitätsfern, denn das würde in die Reihen bislang qualifizierter Akteure drastische Schneisen schlagen. Das kann noch dauern, bis alle Blitzschutzbauer auch nur die äquivalenten Trennungsabstände berechnen können.
     
  9. Toby_CGN

    Toby_CGN Neuling

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    AW: Satanlage richtig erden

    Hallo zusammen, ich habe folgendes Problem:
    - Schüssel im ungeschützten Bereich
    - 16mm2 Masterdung zur HES vorhanden
    - Potentialausgleich am Mast vorhanden

    - 4mm2 Leitung vom Mast/Schiene zum Multischalter im Keller NICHT vorhanden

    Ich habe neben dem Multischalter eine 16mm2 Leitung zur HES liegen, diese darf ich aber wegen eventueller Schleifenbildung eigentlich nicht nutzen, richtig?

    Die Frage ist also, was das "geringere" Übel ist: Multischalter und F-Erdungsblöcke im Keller untereinander verbinden aber ausser der Schirmung der Kabel keine Verbindung zum Mast, oder Multischalter und F-Erdungsblöcke mit der HES verbinden und Schleifen in Kauf nehmen?

    Im Moment ist alles noch "provisorisch" angeschlossen und die Anlage funktioniert ohne Probleme. Ich wollte aber jetzt alles im Keller auf einer Lochblech-Montageplatte installieren.

    Gruß
    Toby

    P.S. Das Legen einer zusätzlichen 4mm2-Leitung wäre nur mit sehr großem Aufwand realisierbar und diese wäre dann auch viel länger als die Coax-Kabel vom Dach in den Keller.
     
  10. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Satanlage richtig erden

    Das lässt offen, ob der Erdleiter innen, womöglich neben den Antennenkabeln, oder unter Einhaltung der Trennungsabstände außen verlegt wurde.
    Ein möglichst abstandslos zu den Antennenkabel, verlegter PA-Leiter ist für Isolierten Blitzschutz ebenso wichtig wie für die suboptimale Antennendirekterdung mit und ohne Blitzschutzanlage. Der ist somit bei einem Multischalter im UG immer erforderlich, lediglich die PA-Erdung variiert

    • bei konventioneller Direkterdung ausschließlich am Antennenträger
    • bei Direkterdung an ein LPS am geerdeten Antennenträger und an der HES
    • bei Isoliertem Blitzschutz nur an der HES.
    Gegenfrage: Was ist besser, Pest oder Cholera?

    Immerhin ist durch den mastnahen PA ein zündender Lichtbogen an der Antenne ausgeschlossen und -bei nachgewiesen niederohmiger Erdungsverbindung zur HES- wäre ein nicht normkonformer mittelbarer PA vorhanden.

    Wenn der Erdleiter im blitzschutztechnischen Unverstand "traditionell" dort verlegt ist wo er nicht hin gehört, nämlich innen neben den Kabeln, würde eine Vermaschung die Belastung der Antennenkabel gegen Blitzstromeintragungen minimieren und mutmaßlich auch keinen Zusatzschaden anrichten. Bei einem vernünftigerweise außen auf Trennungsabstand verlegten Erdleiter sind aber durch eine zusätzliche Vermaschung auch negative Auswirkungen möglich.
    Der PA-Leiter würde durch großen Abstand zu den Kabeln eine neue Schleife bilden. Eine Verlegung ohne Trennungsabstand z. B. zur einschlaggefährden Dachrinne oder auch eine Durchquerung der erdungspflichtigen 2 m-Zone der Fassade wäre blitzschutztechnisch unsinnig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. April 2013