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Sat-Anlage Neubau - Potentialausgleich / Erdung wie richtig anschließen?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von SGE-2001, 5. März 2013.

  1. SGE-2001

    SGE-2001 Neuling

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    Hallo,

    ich möchte am Wochenende meine Sat-Anlage richtig anschließen.
    Ich recherchiere nun schon den ganzen Tag im Internet und habe aber noch ein paar Verständnisprobleme (es gibt zwar etliche Beiträge hier im Forum, ich bin mir leider immer noch unsicher) vor allem zu Potentialausgleich bzw. Erdung.
    Kurz ein paar Worte zum Haus:

    Es ist ein 1,5-Geschossiges EFH ohne Keller.
    Im Hauswirtschaftsraum befindet sich die Potentialausgleichsschiene (oder Erdungsschiene???).
    Für die Sloar-Anlage ist bereits ein 16m² Kabel auf den Dachboden gelegt.
    Einen Blitzableiter oder Blitzschutzanlage ist nicht vorhanden.

    Die Sat-Schüssel ist mittels Dachsparrenhalter auf dam Dach montiert und nicht im "blitzgeschützten Bereich". Des Weiteren ist eine Quad-LNB (also kein weiterer Multischalter) vorhanden.

    Ich habe es so verstanden, das ich nun das 16m² Kabel (von der Potentialausgleichsschiene vom Hauswirtschaftsraum), welches sowieso schon auf dem Dachboden liegt mit dem Dachsparrenhalter verbinden muss.
    Oder muss ein Kabel außen am Haus entlang gelegt und mittels eines Kreuzstaberdesr im Boden verbunden werden??

    Was mache ich aber mit den Koaxial-Kabeln?
    Ist es richtig, z.B. so einen "Erdungsblock für F-Technik" wie hier zu verwenden?
    Wird dieser auch an die Potentialausgleichsschiene im Hauswirtschaftsraum angeschlossen?

    Also kurz zusammengefasst: Es gibt 1 16m² Kabel, das von der Potentialausgleichsschiene im Hauswirtschaftsraum auf den Dachboden geht.
    Ans Ende dieses Kabels setze ich eine weitere Potentialausgleichsschiene und daran gehe ich mit 16m² an den Dachsparrenhalter (und mit einem weiterem Kabel von dieser Potentialausgleichsschiene an die Solaranlage) und mit 4m² an den Erdungsblock für F-Technik (daran dann die 4 Coax-Kabel von der Sat-Schüssel)??

    BITTE korrigiert mich, wenn ich da jetzt irgendwas falsch verstanden habe... :confused:


    SGE-2001
     
  2. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Sat-Anlage Neubau - Potentialausgleich / Erdung wie richtig anschließen?

    Da im DF-Forum die gleichen Normen wie im HiFi-Forum gelten, gibt es hier auch keine anderen Ratschläge. ;)
     
  3. SGE-2001

    SGE-2001 Neuling

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    AW: Sat-Anlage Neubau - Potentialausgleich / Erdung wie richtig anschließen?

    Ja, dachte nachdem ich es im Hif-Forum schon geschrieben hatte es wäre vielleicht hier besser aufgehoben ...


    Ich habe gestern noch mal mit meinem Elektriker gesprochen, der hat es mir so erklärt:

    1. 16m² von der HES im Hauswirtschaftsraum auf den Dachboden ziehen (ist ja bereits erledigt). Dort am besten noch eine Potentialausgleichsschiene setzen und von dieser 1x mit 16m² zum Dachsparrenhalter und 1x mit 16m² zur Solaranlage.
    2. 6m² von der HES im Hauswirtschaftsraum auf den Dachboden ziehen (müsste noch gemacht werden). Dort das 6m² Kabel an einen "Erdungsblock für F-Technik" anschließen und die Kabel vom LNB dort anschließen.
     
  4. HansEberhardt

    HansEberhardt Gold Member

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    AW: Sat-Anlage Neubau - Potentialausgleich / Erdung wie richtig anschließen?

    Falsch:
    16mm² an Solaranlage und Mast.
    6mm² von Mast an Sat-Verteilung/Erdungsblock/Erdungswinkel. 4mm² würden auch reichen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. März 2013
  5. raceroad

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    AW: Sat-Anlage Neubau - Potentialausgleich / Erdung wie richtig anschließen?

    Mit Querschnitten im m²-Bereich wird das aber sauteuer. Es geht um mm², und für den PA-Leiter reichen auch bei nicht durchgängig geschützter Verlegung 4 mm².

    Abgesehen davon, dass das mit
    schon eine Antwort bekommen hast, die primär auf das "auch" in Deiner Frage "Wird dieser auch an die Potentialausgleichsschiene im Hauswirtschaftsraum angeschlossen?" Bezug genommen hat, wäre das so, wie Du die Planung des Elektrikers wiedergibst, völlig falsch:

    Im Fall eines Blitzeinschlags in die Antenne oder in Deinem Fall auch in die Fotovoltaikanlage fließt über den Erdungsleiter ein Strom von typ. einigen 10 kA, was einen hohen Spannungsabfall im Erdungsleiter und damit eine große Potenzialdifferenz zwischen Antenne bzw. Fotovoltaikanlage einerseits und der HES andererseits zu Folge hat. Die Antennenkabel liegen aber durch Endgeräte auf HES-Potenzial, und die meisten LNBs stellen keine Verbindung der Antennenkabelschirme zur Antenne her. Ergo träte die angesprochene Potenzialdifferenz ohne Schutzmaßnahme auch zwischen Antenne / Antennenmast und den Kabelschirmen auf. Folge kann ein Gleitüberschlag sein.

    Um das zu verhindern, wird ein mastnaher Potenzialausgleich gefordert, der – wie der Name das schon vermuten lässt – für eine Angleichung der Potenziale von Mast bzw. Antenne und den Kabelschirmen sorgt. Dazu ist der mastnahe Erdungsblock mit dem Mast zu verbinden. Nur davon schreibst Du nichts. Verbindet man den Erdungsblock wie geschrieben nur mit der HES, vermeidet man zwar bei den meisten LNBs die Bildung einer Schleife, aber man erreicht nicht die angedachte Schutzfunktion.

    Erst die durch die Verbindung des Erdungsblocks mit dem Mast wird einem Überschlag zwischen Antenne und Kabelschirmen entgegengewirkt. Dann darf es aber wegen des (etwas realitätsfernen) Gedankens der Schleifenfreiheit keine zusätzliche Direktverbindung des Erdungsblocks zur HES geben. Außerdem macht spätestens die nötige Verbindung des mastnahen Erdungsblocks mit dem Mast klar, dass der Preis für den Schutz vor Überschlägen an der Antenne Teilblitzströme sind, die über die Empfangsanlage abgeleitet werden (> Mit einem Verzicht auf den mastnahen PA kann man dies nicht verhindern, sondern nur durch die Installation einer Fangeinrichtung als Alternative zu Direkterdung!).
     
  6. SGE-2001

    SGE-2001 Neuling

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    AW: Sat-Anlage Neubau - Potentialausgleich / Erdung wie richtig anschließen?

    @raceroad: Ich bin jetzt ehrlich gesagt verwirrter als vorher :confused:

    Ok, das würde die Sache ja vereinfachen, da ich mir das zusätzliche (6mm² oder 4mm² Kabel) vom Dachboden in den Hauswirtschaftsraum sparen könnte.
    Mein Elektriker meinte nur, dass es so wie von dir beschrieben in der Realität meistens gemacht wird, aber mit der 2. Leitung an die HES korrekt wäre...


    SGE-2001
     
  7. raceroad

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    AW: Sat-Anlage Neubau - Potentialausgleich / Erdung wie richtig anschließen?

    Um die Verwirrung aufzudröseln: Was hast Du denn nicht verstanden?

    Jetzt stellt sich die Frage, wie das gemeint ist :confused: - ganz widerspruchsfrei klingt das, was Du schreibst, für mich nicht: Wenn der Eli der Ansicht ist, dass man den F-Erdungsblock nicht nur mit dem (geerdeten) Mast, sondern zusätzlich mittels einer zweiten Leitung auf direktem Weg mit der HES verbinden müsse, dann wäre schon das falsch. Auf die Forderung nach Schleifenfreiheit wurde hingewiesen.

    Schleife meint, dass mit Verbindung zum geerdeten Mast und einer zweiten Leitung eine durchgehend elektrisch leitfähige Verbindung von der HES über den Erdungsleiter zum Mast und über die sog. zweite Leitung wieder zurück zur HES hergestellt würde.

    Falls der Eli aber planen sollte, den F-Erdungsblock statt mit dem geerdeten Mast ausschließlich über eine zweite Leitung mit der HES zu verbinden, dann würde das noch weniger den Vorgaben zu Erdung & PA entsprechen. Aber genau danach hat sich Deine Schilderung im Beitrag #3 angehört, denn da stand nur etwas von einer Verbindung des F-Erdungsblocks mit der HES, aber nichts von einer zur zweiten Erdungsschiene:
    Hast Du das etwas missverständlich wiedergegeben, oder hat der Elektriker die Verbindung mit der HES als alleinige Verbindung vorgesehen?


    Warum eine alleinige Verbindung des Erdungsblocks über einen separaten Potenzialausgleichsleiter mit der HES problematisch wäre, habe ich offenbar leider erfolglos zu erklären versucht. Da auch diese Art der Fehlplanung immer noch eine vom Eli angedachte Option sein könnte, versuche ich es noch etwas anschaulicher:

    Schlägt der Blitz ein, verhalten sich Antenne / Antennenmast auf der einen und HES auf der anderen Seite in einem ganz groben Vergleich so wie die Pole einer Autobatterie, obwohl sie über den dicken Erdungsleiter miteinander verbunden sind: Durch den immens hohen und superschnell ansteigenden Strom wirk der Erdungsleiter trotz seines vergleichsweise großen Leiterquerschnitts wie eine Spannungsquelle.

    Nimmt man in diesem Bild die Antenne als Pluspol und die HES als Minuspol an, so wirken Empfangsgeräte und die daran angeschlossenen Antennenkabel zunächst ebenfalls wie ein Minuspol. An der Antenne treffen ohne Vorkehrungen mit ganz geringem Abstand Plus- und Minuspol aufeinander. Was passiert, wenn sich an Plus- und Minuspol einer Batterie angeschlossene Kabel zu nahe kommen, wirst Du wissen: Wenn die Stromquelle das hergibt, funkt es ganz mächtig.

    Nach Deiner Schilderung in Beitrag #3 wollte der Eli den Erdungsblock nur mit der HES verbinden. Dadurch änderte sich nichts an der Situation an Antenne bzw. Mast. Erst durch die Verbindung des Erdungsblocks mit dem (geerdeten Mast) wird die antennennahe Seite der Antennekabel zum Pluspol > dort kann es nicht mehr zu einem Überschlag kommen. Dass die andere Seite des Antennenkabels Minuspol bleibt und in der Folge ein Strom über die Antennekabel fließt, ist zwar alles andere als unkritisch, wird aber als weniger gefährlich eingestuft.
     
  8. HansEberhardt

    HansEberhardt Gold Member

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  9. SGE-2001

    SGE-2001 Neuling

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    AW: Sat-Anlage Neubau - Potentialausgleich / Erdung wie richtig anschließen?

    Die Kathrein-Seite lässt sich gerade nicht öffnen.
    Aber so wie im Bild 3 hier dürfte es doch nun passen: http://www.dehn.de/de/newsletter/3_05/3_05_top3.pdf
    Was bedeuten denn die 2 Pfeile, die senkrecht von der Potenzialausgleichsschiene nach unten gehen?
    Soll das die Sat-Kabel zu den Receivern simulieren?


    Ich glaube ich bin einfach mit den Begriffen HES, Potentialausgleichsschiene, Potentialausgleich, Erdung durcheinander gekommen.


    Doch, genau so hat es der Elektriker wiedergegeben: Zusätzliche Leitung von der HES zu dem F-Erdungsblock.


    Und DANKE für die ganzen ausführlichen Erläuterungen !!!



    Edit: Kathrein-Seite geht wieder...
    Hier bräuchte ich nun doch wieder Hllfe :(
    Auf dem Bild des verlinkten Kathrein-Dokuments führt einmal eine "Erdungsleitung" von dem Mast an den "Erdungsanschluss"
    Des Weiteren eine "Potentialausgleichsleitung" von dem Mast an die "Potenzialausgleichsschiene"

    Was ist denn nun das, was ich im Hauswirtschaftsraum habe? Erdungsanschluss oder Potenzialausgleichsschiene ???
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. März 2013
  10. raceroad

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    AW: Sat-Anlage Neubau - Potentialausgleich / Erdung wie richtig anschließen?

    Das passt so und stellt nichts anderes dar als die rechte Hälfte der Folie von gestern im Hifi-Forum (Beitrag Dipol).

    Die Haupterdungsschiene muss mit einem geeigneten Erder verbunden sein. Nur wenn das der Fall ist, kann die Antennenerdung durch eine Verbindung mit der HES hergestellt werden. Umgekehrt müsste ein Erder auch dann blitzstromfähig mit der HES verbunden sein, wenn man die Antenne nicht mit der HES, sondern mit dem Erder verbinden würde. Insofern ist die Schiene im HWR Erdungsanschluss, und sie dient dem Potenzialausgleich - nur nicht durch Direktanschluss der Einbeziehung der Empfangsanlage in den Potenzialausgleich (Vermeidung von Schleifen).

    Erder und HES werden in der Skizze von Kathrein nicht dargestellt. Was dort mit "Potentialausgleichsschiene" bezeichnet ist, meint nicht die Haupterdungsschiene, an der (Fundament)erder und u.a. der Elektro-Hausanschluss angeschlossen sind, sondern auf Deine Anwendung übertragen den F-Erdungsblock für die Antennenkabel. Das gilt auch für die in der Skizze untere PA-Schiene, die in Deinem Fall entfällt, da kein Multischalter eingesetzt werden soll
     

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