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Sat Anlage Doppelhaushälfte

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Lidl78, 24. Oktober 2020.

  1. Lidl78

    Lidl78 Neuling

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    Hallo, ich wohne in einer DHH und teile mir seit 18 Jahren die Sat Anlage Astra mit meinem Nachbarn. Ich möchte unabhänig sein und bräuchte einen Tipp wie man am Besten vorgeht wenn ich mir einen eigene Schüssel montieren will. Montiert ist die Schüssel auf der anderen Seite der DHH. Leerrohre natürlich vorhanden. Wäre Sat over IP ein Thema? Danke für Info.
     
  2. Discone

    Discone Institution

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  3. raceroad

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    Mir ist rein gar nicht klar, warum es hier um Sat>IP geht. Sat-TV wird doch offenbar ohne Sat>IP bereits genutzt. Demnach sollte die Signalverteilung in der DHH kein Problem darstellen. Schwierigkeit wird oft sein, einen geeigneten Antennenstandort im Gebäude-Schutzbereich (> s. z.B. Kleiske , S. 13) zu finden, weil außerhalb Antennen-Blitzschutz gefordert ist.
     
  4. Lidl78

    Lidl78 Neuling

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    Ja. Die DHH hat eine SAT Schüssel auf der anderen Seite die derzeit meine Seite mitversorgt. Nun möchte ich aber eine eigene haben um unabhänig zu sein. Hier wäre die Frage wie man das am besten anstellt.
     
  5. raceroad

    raceroad Talk-König

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    Den Wunsch nach einer vom Nachbarn unabhängigen Versorgung hatte ich mitbekommen, sehe aber weiterhin nicht, was das mit Sat>IP zu tun hat. Die Wahl einer Sat-Antenne als Basis einer eigenen Anlage hängt nicht davon ab, ob man im Haus Sat-TV klassisch über Koaxkabel oder nach Umsetzung auf IP über LAN verteilt. Sat>IP erspart zwar, wenn eine LAN-Verkablung vorhanden ist, ein Koax-Netz. Aber Letzteres müsste ja vorhanden sein, da Sat bereits genutzt wird. Nachteil an Sat>IP ist aus meiner Sicht die geringe Unterstützung auf Seite der Endgeräte. So verfügt heutzutage fast jeder TV über einen eingebauten Sat-Tuner, aber nur wenige TVs (… i.W. welche von Panasonic) haben Sat>IP als gleichwertigen Empfangsweg integriert, so dass man Sat-TV so komfortabel wie mit Koax nutzen kann. Für mich stellt Sat>IP daher nur eine Ergänzung für mobile Geräte dar.


    Nicht trivial ist die Wahl eines geeigneten Standorts für die Antenne. Grundvoraussetzung ist freie Sicht nach Süd bis Südost. Eine recht gute Orientierung bietet die Seite dishpointer.com: Nach Eingabe des Standorts (> nach Bedarf aufzoomen und grünen Marker auf den potenziellen Standort verschieben) und Wahl des Satelliten (> für die deutschsprachigen Programme "19.2E Astra ..") zeigt die grüne Linie zum Sat. Befindet sich ein Hindernis im Weg, kann man noch einen zweiten Marker ("show obstacle") aktivieren und entlang der grünen Linie auf das Hindernis verschieben. Dann wird die Distanz zum Hindernis sowie die erlaubte Höhe (bezogen auf den Standort der Antenne) angezeigt.

    Antennen-Blitzschutz wurde oben bereits erwähnt: Auf den Dach, aber nicht nur dort montiert wird Antennen-Blitzschutz erforderlich. Die Kosten dafür können deutlich höher als die für die eigentliche Empfangsanlage sein. Auch wenn der in der verlinkten PDF beschriebene Fassaden-Schutzbereich durchaus kritisch betrachtet wird, wäre man auch ohne Blitzschutz-Maßnahmen zumindest versicherungstechnisch auf der sicheren Seite, wenn sich Antenne und Kabel komplett im Gebäude-Schutzbereich befinden. Man müsste dann "nur" noch für die Einbeziehung der Empfangsanlage in den Potenzialausgleich sorgen.
     
  6. Lidl78

    Lidl78 Neuling

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    Ok danke für die ausführliche Antwort. Vergessen wir also SAT over IP. Wie finde ich denn das bestehende Koax Netz? Auf dem Spitzboden ist nix zu sehen. Gut möglich das das unter der Dämmung ist. Habt ihr ne Idee was das kostet. Schüssel aufs Dach und dann an die vorhandenen Leitungen anklemmen ? 5 Anschlüsse auf 3 Etagen.
     
  7. raceroad

    raceroad Talk-König

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    Aus der Ferne wird das sicherlich niemand sagen können. Der Übergang vom Nachbarhaus muss, nur weil dort die Antenne auf dem Dach montiert ist, nicht zwangsweise im Dachbereich erfolgen. Ebenso denkbar wäre, dass Kabel von der Antenne erst "nach unten" führen und von dort aus nicht nur in die Wohnräume des Nachbarhauses, sondern auch in die andere Haushälfte verteilt wird. Das würde ich dann für die wahrscheinlichere Variante halten, wenn es gemeinsame Anschlüsse für Strom bzw. Telefon gäbe

    Ich vermute, dass sich nicht einmal jemand, der im Gegensatz zu mir beruflich mit Sat-Installationen zu tun hat, diesbezüglich festlegen möchte. Hier ist doch mehr unklar als klar, wenn noch nicht einmal bekannt ist, von welcher Stelle im Haus momentan verteilt wird. Dazu kommt der große Unsicherheitsfaktor Antennen-Blitzschutz. Was dafür gemacht werden müssten, hängt sehr von den örtlichen Gegebenheiten (.. wo Anschlussmöglichkeit an die Haupterdungsschiene?) ab.
     
  8. Lidl78

    Lidl78 Neuling

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    Also Strom und Telefon ist natürlich getrennt. Wir teilen uns nur die SAT Schüssel. Wahrscheinlich muss ich einfach mal ein Profi kommen lassen
     
  9. Lidl78

    Lidl78 Neuling

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    Ich habe nochmal im Spitzboden geschaut. Es kommen von der anderen Seite Kabel und Leerrohre rüber auf meine Seite. 2 x Hirschmann Koax Kabel. Diese sind aufgerollt und vermutlich als Reserve gedacht für weitere Anschlüsse hier im Haus. Und ein dickeres gelb grünes Kabel. Keine Ahnung wofür das sein soll
     
  10. raceroad

    raceroad Talk-König

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    Ein dickeres Kabel (> Korrekt wäre Leiterquerschnitt 16 mm² = einzelner Kupfer-Volldraht mit ca. 4,5 mm Durchmesser oder grob mehrdrähtig mit normalerweise sieben Innendrähten.) würde auf dem Dachboden vorbereitend als Erdungsleiter Sinn machen. Dann aber nicht vom Nachbarn kommend, sondern von der HES (= Haupterdungsschiene) der eigenen Haushälfte. Dazu würde passen, wenn es nur die beiden gar nicht angeschlossenen, sondern aufgerollten Koax geben würde. Die kämen dann auch nicht vom Nachbarn, sondern wären ebenfalls vorbereitend innerhalb der eigenen Haushälfte vom Dach nach unten geführt worden.

    Ich würde in der Nähe des Elektro-Hausanschlusses nach der HES (> Beispiel) Umschau halten und außerdem, ob auch in diesem Bereich zwei nicht angeschlossene Koax ankommen. Sollte doch "von unten" aus verteilt werden und es zwei intakte Koax zwischen Dach und unterer Verteilstelle geben, könnten diese in Verbindung mit einem Breitband-LNB zum Aufbau einer eigenen Anlage reichen.