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Quellencodierungsverfahren H.264

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T/DVB-T2)" wurde erstellt von nokiamediamasterBS, 16. März 2004.

  1. nokiamediamasterBS

    nokiamediamasterBS Neuling

    Registriert seit:
    27. Februar 2004
    Beiträge:
    17
    Ort:
    Braunschweig
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    Hallo,
    kann mir jemand vielleicht die Quellencodierungsverfahren erläutern?
    Also, das ist mir bekannt:
    MPEG1,Layer1-4: für Musik(Layer 2 für DAB)
    MPEG2: für Video,Audi+zusatzdaten.(für z.Bsp. DVB-T)
    Aber:
    Was ist AC3? Wird so nur der opt. Ausgang bezeichnet?
    Was ist MPEG4 ??? Ich habe schon mehrfach davon gelesen, aber nicht genau verstanden was es genau ist? Wird das nur für den PC genutzt?
    Und der neue Standard H.264/AVC? Wird dieser schon benutzt(Beispielsweise für UMTS)? Ist er wirklich mit dem MPEG2-Verfahren in Hinsicht Qualität zu vergleichen und müsste es dafür spezielle neue Settop-Boxen geben wenn dieser für DVB eingesetzt werden würde?
    Dankeschön!
     
  2. Stefan_DVB-T

    Stefan_DVB-T Senior Member

    Registriert seit:
    9. März 2004
    Beiträge:
    175
    Ort:
    Fürth/Bay.
    Technisches Equipment:
    Empfänger: Kathrein UFD 570/S V1.19, Antenne: OneForAll SV 9150
    Die AC3-Codierung ist eine Technik zur Datenkompression von Tonsignalen. Sie wurde von den Dolby Laboratories entwickelt und kommt vor allem bei Dolby Digital zum Einsatz. Die AC3-Codierung arbeitet mit einer konstanten Datenkomprimierung von 348 kBit/s und filtert Töne heraus, die von lauteren Tönen so sehr überdeckt werden, dass sie fürs menschliche Ohr ohnehin nicht mehr wahrnehmbar wären.

    Dolby Digital ist das derzeit populärste Verfahren zur Wiedergabe eines dreidimensionalen Klangs.

    Dolby Digital arbeitet mit dem 5.1 System, wobei 5 Fullrange-Boxen (Front links & rechts, Center, Surround links & rechts) sowie ein Subwoofer optimalen Raumklang garantieren.

    MPEG-1 ist ein Verfahren zur Kompression von Videofilmen.

    Es wird bei der VCD verwendet und liefert mit einer Bildauflösung von 352 x 288 Punkten ordentliche VHS-Qualität. Die Videodaten werden mit einer konstanten Datenrate von 1.150 kBit/s kodiert, der Sound des Filmes wird in Stereo mit CD-Qualität gespeichert.

    MPEG-2 ist ein Verfahren zur Kompression von Videofilmen. Es wird bei der SVCD und DVD eingesetzt.

    Im Gegensatz zum Vorgänger MPEG-1 werden die Videodaten mit einer variablen Bitrate gespeichert: Aktionszenen bekommen einen höheren Datenfluss, die berüchtigten Artefakte entstehen seltener.

    Die Bildauflösung von MPEG-2 beträgt bis zu 720x576 Punkte (DVD-Qualität), bei der SVCD sind es noch 480x576 (PAL). Der Sound wird Stereo in CD-Qualität gespeichert.

    MPEG-4 ist ein Verfahren zur Kompression von Videofilmen.

    MPEG-4 ist eine Weiterentwicklung von MPEG-2 mit dem Ziel, Bewegtbild auch mit sehr geringen Datenraten - zum Beispiel im Internet - zu übertragen.

    Und noch ein Ziel hat die Motion Pictures Experts Group mit MPEG-4 erreicht: mit einer einfachen Skriptsprache können auch interaktive Spielfilme erstellet werden.

    Quellencodierverfahren

    Bisher stand die große Bandbreite, d.h. der hohe Frequenzbedarf, dem Einsatz digitaler Übertragungsverfahren für die terrestrische Verbreitung von Rundfunkprogrammen entgegen. Durch moderne Quellencodierverfahren zur Datenreduktion ist es auf Grund des heutigen Standes der Technik möglich, die zu übertragenden Datenmengen ganz wesentlich zu reduzieren: Benötigt man zum Beispiel bei der CD für ein Stereosignal noch einen Datenstrom von 1411 kbit/s, so kann durch Einsatz des vom IRT maßgeblich entwickelten Verfahrens MUSICAM (Masking pattern adapted Universal Subband Integrated Coding And Multiplexing) eine Verringerung der Datenrate auf 192 kbit/s vorgenommen werden. Das bedeutet eine Reduzierung der zu übertragenden Datenmenge um den Faktor 7.

    H.264
    Neuer Industrie Standard: H.264/MPEG-4 AVC/MPEG-4 Part 10

    guckst du hier:
    http://www.envivio.com/products/h264.html
    Dort findest du auch einen Vergleich der Leistungsfähigkeit und Codierungsfeatures "MPEG-2", "MPEG-4" und "MPEG-4 H.264"

    sch&uuml

    <small>[ 16. M&auml;rz 2004, 11:56: Beitrag editiert von: Stefan_DVB-T ]</small>
     
  3. nokiamediamasterBS

    nokiamediamasterBS Neuling

    Registriert seit:
    27. Februar 2004
    Beiträge:
    17
    Ort:
    Braunschweig
    Vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort!!!! Hast mir damit sehr weitergeholfen. Ich habe jetzt auch meinen Fehler entdeckt: Ich dachte MPEG1 wäre immer nur Audio und MPEG2 nur Video. Doch es gibt ja beide Standards für beides!!!Hier nochmal MPEG-Audio:
    "Auf der DVD-Video sind zwei verschiedene MPEG-Audio-Formate erlaubt, MPEG-1- und MPEG-2-Audio. In beiden Fällen beträgt die Sample-Frequenz 48 kHz. MPEG-1 kann Bitraten von 32 kbit/s bis 384 kbit/s haben, im MPEG-2-Format sind Bitraten von 32 kbit/s bis 912 kbit/s möglich. Die Bitrate ist variabel, also nicht auf einen bestimmten Wert festgelegt (im Gegensatz zu Dolby Digital, das mit einer festen Bitrate arbeitet). Auf derDVD-Video beträgt die durchschnittliche Bitrate von MPEG-2-Tonsignalen 384 kbit/s. MPEG-1-Ton wird zur Codierung von zweikanaligen Stereo- oder von Mono-Programmen verwendet. Ein MPEG-2-Track kann bis zu 7.1-Kanäle besitzen, doch im Heimkino-Bereich dürften 5.1-Kanäle das Maximum bleiben. MPEG-2 und MPEG-1 sind kompatibel. Das heißt, MPEG-2-Signale können auch mit MPEG-1-Decodern wiedergegeben werden - allerdings nur in zweikanaligem Stereo."

    Danke für den Link!!
     
  4. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
    Das kommt mir nicht ganz richtig vor. MPEG2 gibt's nur als Video, was Du mit MPEG2-Audio meinst ist vermutlich MPEG1-Layer-II-Audio. Ob es MPEG1-Layer-I-Audio überhaupt gibt weiß ich nicht, aber wenn, dann kann so ein Decoder sicher nicht MPEG1-Layer-II automatisch mit dekodieren. Andersrum wäre es aber denkbar.

    Und MPEG-Audio mit mehr als Stereo ist mir auch noch nie begegnet, ich bezweifle, dass es Geräte gibt, die das abspielen könnten. Dafür gibt's ja auch AC3 (DolbyDigital). Die Bitrate bei AC3 ist ganz sicher pro Kanal auch variabel, auch wenn die Gesamtbitrate konstant ist (meist 384 oder 448 kbps). Wäre ja ziemlicher Blödsinn, wenn für jeden der 6 Kanäle ständig ein 6tel der Bitrate verbraten würde, auch wenn auf einigen Kanälen gerade Stille herrscht....
     
  5. Robert Schlabbach

    Robert Schlabbach Talk-König

    Registriert seit:
    12. Juni 2003
    Beiträge:
    6.614
    Ort:
    Berlin
    *TRÖÖÖÖÖÖT* Falsche Antwort, Danke für's mitspielen. Selbstverständlich gibt es MPEG-2 Audio, siehe ISO/IEC 13818-3. Ein wichtiger Unterschied gegenüber MPEG-1 Audio (egal welcher Layer) ist, dass bei MPEG-2 auch mehr als 2 Kanäle übertragen werden können.

    In der Praxis findet man ein Gemisch: Manche Sender senden MPEG-1 Audio, andere MPEG-2 Audio. Von der Mehrkanalfähigkeit von MPEG-2 Audio scheint allerdings kaum jemand Gebrauch zu machen, dafür wird AC-3 (Dolby Digital) bevorzugt.
     

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