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Politiker hetzen gegen günstige Lebensmittel

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von Sky-Kunde2, 22. März 2014.

  1. Sky-Kunde2

    Sky-Kunde2 Guest

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    Immer wieder hat man in den letzten Tagen gehört, das Politiker gegen günstige Lebensmittel hetzen. Nur was ist gegen günstige Lebensmittel eigentlich zu sagen. Das ausgerechnet Politiker gegen solche Lebensmittel hetzen, finde ich ziemlich dreist. Gerade sie haben genügend Geld um sich Fleisch vom Feinkosthändler zu kaufen. Aber das es natürlich in Deutschland viele Menschen gibt, die genau auf den Euro achten müssen, das vergessen diese Leute. Sie sind auf günstige Lebensmittel angewiesen. Sollen sich etwa Hartz4-Empfänger ihre Lebensmittel beim Feinkosthändler kaufen? Daran sieht man mal wieder wie realitätsfern diese Sesselpuper sind. Die Weinerlichkeit der Bauern geht mir auch auf die Nerven. Dann können sich halt nur einen Mercedes leisten, statt 2 oder 3.
     
  2. Hose

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    AW: Politiker hetzen gegen günstige Lebensmittel

    Wer genau hetzt wo?
     
  3. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: Politiker hetzen gegen günstige Lebensmittel

    Viele Lebensmittel sind in der Tat zu günstig, deswegen ist die Wertschätzung gegenüber diesen gering (-> Wegwerfgesellschaft) und es wird viel mehr Panscherei am Rande der Legalität betrieben, weil die Lebensmittel eben billig sein müssen. Angefangen hat das durch Subventionen in der Nachkriegszeit. Da ging es aber darum, dass sich die Bevölkerung überhaupt etwas zum Essen leisten konnte. Als dann das "Wirtschaftswunder" kam und ein gewisser Lebensstandard einzog wurden die Subventionen aber nicht abgebaut. Deswegen sind Lebensmittel wie Fleisch und Milch nahezu pervers billig. Hinzu kommt die Mentalität vieler Menschen, dass alles möglichst billig eingekauft werden muss. Kotelett für 3 Euro pro Kilo, wenn überhaupt. Dann schimpft man aber über Massentierhaltung und wundert sich, dass das Stück Fleisch in der Pfanne immer kleiner und zäh wird. Joghurt, Quark und andere Milchprodukte werden oft auf Verdacht gekauft und später weggeworfen, weil MHD abgelaufen. Im Obst und Gemüse wird im Supermarkt so lange rumgewühlt, bis perfekte Teile gefunden werden, damit sie dann daheim verschimmeln und weggeworfen werden.
    Sicher sind nicht alle Menschen so. Es würde sicher niemand verhungern, wenn z.B. Milch 10 Cent per Liter mehr kosten würde oder wenn halt nicht jeden Tag ein Stück Fleisch auf dem Teller liegt, sondern man sich auf ein gutes Stück freut und es dann genießt. Ein netter Nebeneffekt wäre, dass die Zivilisationskrankheiten nicht so rasant zunehmen würden.
    So ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu viel "gehetzt".
     
  4. Mythbuster

    Mythbuster Foren-Gott

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    AW: Politiker hetzen gegen günstige Lebensmittel

    Am Rande mal erwähnt: Die Deutschen geben im Verhältnis zum Einkommen mit Abstand am wenigsten für Lebensmittel aus ... Franzosen, Niederländer, Italiener etc. pp. ... alle geben für Lebensmittel mehr aus ...

    Aber der Deutsche gibt sein Geld lieber für Reisen (Reiseweltmeister), Smartphones und Autos aus ... da bleibt für hochwertige Lebensmittel halt kaum was übrig ...
     
  5. Sky-Kunde2

    Sky-Kunde2 Guest

    AW: Politiker hetzen gegen günstige Lebensmittel

    Haben wir noch ne Demokratie oder mutiert die Demokratie in Deutschland immer mehr zu einer Bevormundungsgesellschaft? Wie oft jemand Fleisch isst, muß jeder selbst entscheiden. Nochmal, es gibt genügend Leute in Deutschland, die können sich keine teuren Lebensmittel leisten. Also sind sie doch angewiesen auf günstige Lebensmittel. Also wenn man will, das die Leute teure Lebensmittel kaufen, sollte man den Leuten auch eben mehr Geld geben, damit sie sich diese dann auch leisten können. Aber das will man ja auch nicht. Also muß es halt auch günstige Lebensmittel geben.
     
  6. Sky-Kunde2

    Sky-Kunde2 Guest

    AW: Politiker hetzen gegen günstige Lebensmittel

    Für was jemand sein Geld ausgibt, muß jeder selbst wissen. Außerdem sind Discounter wie Aldi oder Lidl auch in Frankreich sehr erfolgreich. Es ist ja nicht so, als ob die Franzosen nicht auf günstige Lebensmittel stehen. Nochmal, man kann von einem Hartz4-Empfänger nicht erwarten, das er seine Lebensmittel beim Feinkosthändler kauft.
     
  7. Mythbuster

    Mythbuster Foren-Gott

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    AW: Politiker hetzen gegen günstige Lebensmittel

    Sorry, Du verstehst es nicht und darum macht eine Diskussion keinen Sinn.
    Fakt ist: Der Deutsche ist in Bezug auf Lebensmittel wesentlich geiziger als alle anderen Europäer ... und Fakt ist auch: Lieber weniger gesundes Fleisch essen, das nicht mit Antibiotika und anderen Stoffen versetzt wurde, als jeden Tag billigste Ware von Tieren, die unwürdig gehalten werden!

    Und by the way: Aldi hat in den NL und in F ein komplett anderes Sortiment ... auch zum Teil preislich ... insofern: Wenn man keine Ahnung hat ...;)
     
  8. Sky-Kunde2

    Sky-Kunde2 Guest

    AW: Politiker hetzen gegen günstige Lebensmittel


    Wenn du das so machen willst, ist das deine Sache. Nur man kann man das nicht von oben herab, den Leuten vorschreiben. Und Fakt ist auch: Das es in Deutschland viele Menschen gibt, Hartz4-Empfänger, die sich kein teures Fleisch leisten oder gar Ökoprodukte leisten können. Dafür sind die zu teuer.
     
  9. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: Politiker hetzen gegen günstige Lebensmittel

    Wer will dich bevormunden? Ich persönlich lasse mir auch keinen "Veggie Day" vorschreiben, denn ich esse das zu dem Zeitpunkt, wann es mir gefällt. Ich denke aber, dass ich mich überwiegend auch bewusst ernähre. Ich verzichte lieber auf ein Stück abgepacktes Fleisch aus der Kühltheke und esse statt dessen vielleicht nur Nudeln mit Tomatensauce. Dafür freue ich mich aber auch auf ein gutes Stück ordentlich zubereitetes Fleisch.
    Manche Leute machen sich aber viel zu wenig Gedanken über ihr Essen. Die müssen leider manchmal mit groben Mitteln wachgerüttelt werden, denn die Fehlernährung ist ein sehr teures gesellschaftliches Problem.
    Das ist doch völliger Unfug. Wie schon von anderer Seite korrekt geschrieben geben die Deutschen mit Abstand am wenigsten für Lebensmittel aus. Und - entschuldigung, Bevormundung - ein Harz 4 Empfänger muss nicht jeden Tag ein Steak auf dem Teller liegen haben. Wenn er das will, soll er aufs Rauchen verzichten oder sich qualifizieren. Gesund wäre es trotzdem nicht. Harz 4 ist eine Grundsicherung, von dem heutigen Standard war man in der Nachkriegszeit weit weg.
    Folgendes Experiment wäre mal interessant: sammelt wirklich mal die Einkaufszettel und schaut, wie viel ihr für Grundnahrungsmittel ausgebt. Und damit meine ich keine Chips, keinen Schnaps, keine Zigaretten und sonstigen verführerische Schnickschnack. Das Ergebnis wird eine erstaunlich niedrige Gesamtsumme sein. Wir reden, wenn wir die Nahrungsmittel besser und dafür etwas teurer machen wollten, nicht über Unsummen, und es geht schon gar nicht darum, dass sich das niemand mehr etwas zum Essen leisten könnte.
    Harz 4 Sätze orientieren sich zudem ja an dem finanziellen Grundbedarf. Wenn Lebensmittel also teurer wären, dann würde auch die Hilfe steigen.
     
  10. Terranus

    Terranus ErdFuSt

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    AW: Politiker hetzen gegen günstige Lebensmittel

    @Mythbuster: wobei dadurch in diesen Ländern aber die Qualität nicht besser ist, sondern wegen des etwas milderen Wettbewerbs einfach mehr Geld in den Kassen der Lebensmittelketten bleibt.... Aldi und Co. haben in diesen Ländern sehr viel Staub aufgewirbelt, gerade auch in Großbritannien.
    Ein Beispiel sind auch die USA, dort sind Lebensmittel teils wirklich teuer, ich bin immer wieder erstaunt wieviel dort ein Einkauf von Grundnahrungsmitteln - keine Luxusgüter - an Geld verschlingt in Ketten wie " Safeway ". Das bedeutet aber eben nicht, dass dadurch die Lebensmittel höherwertiger wären als bei uns, im Gegenteil, Gentechnik ist fast überall drin.

    Aber es stimmt - Lebensmittel sind die Wertewahrnehmung viel zu weit unten angesiedelt. Vielen ist leider nicht (mehr) klar, welcher Aufwand eigentlich nötig ist, um ein Kilo Fleisch herzustellen...
     

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