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Neues Hirschmann Koax: KOKA100 od. doch LCD111,...?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von gggggg, 11. Juni 2007.

  1. gggggg

    gggggg Junior Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Hallo Profis!
    Beim Zusammenstellen meiner SAT-Anlage bin ich über das neue Koka 100 von Hirschmann gestolpert. Preis/100m ca. 65€.
    Das LCD 111 bekommt man ja zur Zeit zw. 50 u. 60€.
    1. Was haltet ihr davon ?
    2. Wo seht ihr Unterschiede in den Specs.
    3. Wann ist die Rückflußdämpfung relevant (hier sind deutliche Unterschiede!)
    4. Bitte noch um andere Alternativkabel (mit ähnlichen Parametern)
    LG Richard
     
  2. Volterra

    Volterra Wasserfall

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    AW: Neues Hirschmann Koax: KOKA100 od. doch LCD111,...?

    Kann dazu nur sagen, dass es mit den Kathrein LCD 95 Kabeln duzendfach keinerlei Probleme gab. Auch nicht mit DECT-Telefonen und Pro7 (alt). Über MS mit Längen bis zu 70m.:)
    Das LCD 95 lässt sich viel besser verarbeiten - als die dickeren Kabel.:winken:

    Gruß
     
  3. MartinP

    MartinP Board Ikone

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    AW: Neues Hirschmann Koax: KOKA100 od. doch LCD111,...?

    Hmm,
    ich musste für die Antwort doch einmal Wikipedia bemühen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Reflexionsfaktor

    Dort steht:
    "Der Rückflußdämpfungsfaktor bezeichnet das Verhältnis von gesendeter Leistung zu reflektierter Leistung"

    Beim LCD111 ist die Rückflussdämpfung 4 dB geringer, als beim KOKA100.
    Im Sat-Bereich ist der Wert "besser 20 dB" und 24 dB.

    Ich interpretiere das so, daß das KOKA100 genauer gefertigt ist, so daß sich für das Signal weniger Möglichkeiten ergeben, zu Reflektieren.
    Ursachen für diese schlechtere Rückflußdämpfung könnten z. B. Dickenschwankungen oder eine wellige Schirmfolie sein. Diese führt dann zu lokalen Änderungen des Wellenwiderstandes des Kabels.

    Ich glaube nicht, daß das einen merklichen Einfluß auf die Qualität der Übertragung hat, wenn man das schlechtere Kabel (welches immer noch sehr gut ist) nimmt.

    Dazu sind andere Faktoren viel wichtiger für etwaige Reflexionen:

    - Schlecht montierte F-Stecker.
    - Fertigungsstreuungen in den Abschlusswiderstände der Antennendosen.
    - Deformierte Kabel durch Drauftreten, Knicken, zu enge Biegeradien.

    Wenn Du ein paar mal beim Verlegen auf das Kabel getreten bist, misst man den Unterschied gar nicht mehr :D:D



    Der entscheidende Unterschied zwischen den Kabeln ist aber die fehlende ROHS - Zertifizierung des älteren LCD111.
    Beim KOKA 100 steht "ROHS-Konform" im Datenblatt.
    Beim LCD111 steht nur "Bleifrei und Ohne Silikon", was aber meines Wissens nach doch auch eigentlich ROHS-Konform bedeutet. Vielleicht gab es die EU-Vorschrift noch gar nicht, als das Datenblatt erstellt worden ist.

    Jedenfalls dürfte nicht ROHS-konformes Elektromaterial schon seit einiger Zeit (fast 1 oder 2 Jahre) innerhalb der EU nicht mehr in Verkehr gebracht werden.
     
  4. willi47

    willi47 Junior Member

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    AW: Neues Hirschmann Koax: KOKA100 od. doch LCD111,...?

    Hallo,

    auch ich suche noch das Super-Super-Universal Koaxkabel. Es gibt viele gute Kabel, was HF-Dämpfung und Abschirmung betrifft. Was jedoch vielfach nicht beachtet wird, ist der Gleichstromwiderstand, der bei größeren Längen zu Problemen führen kann.
    Gute Kabel (das LCD95 ist eines) haben auf 100m etwa 3-5 Ohm. Dann gibt es viele Kabel, wo in den Datenblättern die Werte nicht angegeben sind - aus gutem Grund!
    Ich habe bei mehren Typen Werte zwischen 10 und 23 Ohm pro 100m gemessen.
    Bei einem LNB-Strom von 200mA (Quad- typisch) fallen bei 10 Ohm Kabelwiderstand 2 Volt ab. Da wird die H/V- Umschaltung schon kritisch.
    Das LCD 95 ist fast optimal. Es gibt zwar billigere und auch gute Kabel, diese lassen sich aber nicht immer so gut verarbeiten (z. T. 4 Schirme und steifer)

    Gruß
    willi
     
  5. Volterra

    Volterra Wasserfall

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    AW: Neues Hirschmann Koax: KOKA100 od. doch LCD111,...?

    So isses.;)
    Und:
    Vor 20 Jahren blieben bei einem Hausumbau 50m hochwertiges Koax-Kabel von Wisi übrig. Auch damit jibbet keinerlei Probleme.

    Habe das bereits früher hier mal gepostet. Ein Guru teilte dazu mit, dass alte hochwertige Kabel besser sind, als die sogenannten 4-fach geschirmten 120dB Kabel der neuesten Generation - an denen man sich leicht bei der F-Steckermontage die Finger brechen kann.;)
     
  6. Piktor

    Piktor Senior Member

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    AW: Neues Hirschmann Koax: KOKA100 od. doch LCD111,...?

    Hallo willy,

    Natürlich nicht, denn wir haben es hier einfach nicht mit Gleichstromtechnik zu tun.

    In einem Punkt hast du zweifelsohne Recht: der Gleichstromwiderstand geht auch mit in die Dämpfung ein. Allerdings kommt man in der Hochfrequenztechnik mit den Ohmschen Gesetzen allein nicht weit. Was nützt es mir wenn mein Baumarktmultimeter einen verschwindend kleinen ohm'schen Widerstand anzeigt aber die Hochfrequenzdämpfung dennoch jenseits von Gut und Böse ist?

    Ein Antennenkabel kann man nicht mit den Ohm'schen Gesetzen allein begreifen. In dem Moment, wo ich den Gleichspannungsbereich verlasse und mich mit Hochfrequenz beschäftige, müssen auch kapazitive und induktive Effekte berücksichtigt werden.

    Schau dir dazu die Erläuterungen hier an: http://de.wikipedia.org/wiki/Wellenwiderstand

    Du wirst in den Formeln den Gleichstromwiderstand tatsächlich auch wiederfinden (siehe R' im Ersatzschaltbild) - wenn auch etwas verwoben in den Differentialgleichungen, die die oben erwähnten Eigenschaften von Kapazität und Induktivität berücksichtigen.

    Nur so kann man Hochfrequenzbauteile beurteilen.

    Der Ohm'sche Widerstand ist dafür deshalb untauglich, weil du zwar getrost darauf vertrauen kannst, daß ein Kabel mit geringer Dämpfung auch einen geringen Ohm'schen Widerstand aufweist aber umgekehrt ist der geringe Ohm'sche Widerstand überhaupt kein Indiz für ein gutes Dämpfungsverhalten, da er die anderen Komponenenten komplexer Wellenwiderstände völlig außer acht läßt.

    Der umgekehrte Fall, daß ein Kabel mit guten HF-Eigenschaften, einen schlechten Gleichstromstromwiderstand haben könnte, kann ich mir dagegen nicht vorstellen. Ich habe daher kein Problem damit, wenn sich die Hersteller die Angabe dieses Parameters in den technischen Daten sparen.


    Gruß

    Piktor
     
  7. willi47

    willi47 Junior Member

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    AW: Neues Hirschmann Koax: KOKA100 od. doch LCD111,...?

    Hallo Piktor,

    die Stromversorgung des LNB's ist reine Gleichstromtechnik! Hier gilt nur das Ohmsche Gesetz, so, wie ich es im 1. Lehrjahr gelernt habe.

    Gruß
    Willi
     
  8. Piktor

    Piktor Senior Member

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    AW: Neues Hirschmann Koax: KOKA100 od. doch LCD111,...?

    Hallo Martin,

    leider trifft's das nicht ganz.

    Es ist so, daß durch Anpassungsfehler (kleine Impedanzdifferenzen) zwischen "Sender" (in dem Fall ist die Sat-Antenne gemeint) und dem "Empfänger" (die Eingangsstufe des Receivers) ein Teil des Nutzsignals in die Leitung zurückreflektiert wird.
    Diese Reflektionen können im schlimmsten Fall, d.h. bei einer totalen Fehlanpassung, sogar dazu führen, daß vom Nutzsignal praktisch nichts mehr ankommt. Sowas könnte z.B. passieren, wenn man versucht, ein 50Ohm-Kabel in einer TV-Anlage zu verwenden.

    Ganz winzige Anpassungsfehler sind aber unvermeidbar - zum einen durch Fertigungstoleranzen zum anderen, weil die Impedanz ja eine frequenzdynamische Größe ist.
    Die Rückflußdämpfung im Kabel sorgt dafür, daß die reflektierten Anteile des Signals soweit abgeschwächt werden, daß das Nutzsignal dadurch möglichst wenig beeinträchtigt wird.
    Übrigens hat mich der Wert von 35dB bei 5-30MHz beeidruckt. Ich meine mich dunkel zu erinnern, daß man in meiner Ausbildung Werte von jenseits der 30dB als ziemlich utopisch ansah. Allerdings ist das auch schon über 20 Jahre her.

    Nochmal kurz zu Willy:

    Stimmt absolut! Aber lies bitte meine Ausführungen erneut und auch den Wikipedia-Link. Dein Gleichstromwiderstand ist bereits eine Komponente der Dämpfung. Er bleibt also nicht unbeachtet - wie du behauptest - sondern nur in (meiner Meinung nach wichtigeren) Parametern versteckt.


    Gruß

    Piktor
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2007
  9. willi47

    willi47 Junior Member

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    @ Piktor

    Mir ging es in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema darum, festzustellen, daß der Gleichstromwiderstand eines Koaxkabels bei der Gleichstromversorgung des LNB's ab einer bestimmten Kabellänge zu Problemen führen kann. Daß dieser ohmsche Widerstand auch einen geringen Einfluß auf die HF-Dämpfung hat, ist mir klar.
    Einige Hersteller oder Distributoren geben zwar die tollen dB- Werte ihrer Kabel an, verheimlichen aber oft den ohmschen Widerstand. Da kann es im praktischen Einsatz dann schon mal Überraschungen geben.

    Gruß
    Willi
     
  10. MartinP

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    Hmm das ist etwas ungenau Formuliert:
    Kein noch so gutes Kabel kann für sich alleine einmal entstandene reflektierte Anteile abschwächen!


    Eine gute Rückflussdämpfung bedeutet, daß das Kabel selbst bei ansonsten optimaler Anpassung für 75 Ohm besonders wenig Reflektionen erzeugt.
     

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