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Neue Netflix-Serie: Darf man Suizid so zeigen?

Dieses Thema im Forum "DF-Newsfeed" wurde erstellt von DF-Newsteam, 31. Mai 2017.

  1. DF-Newsteam

    DF-Newsteam Moderator Mitarbeiter

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    Der Streamingdienst Netflix hat mit "Tote Mädchen lügen nicht" einen Hit gelandet. Sie erzählt die Geschichte eines Mädchens, das sich selbst tötet. Vor allem Mediziner laufen gegen die Art der Inszenierung Sturm - sie fürchten Nachahmer-Effekte.

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  2. tonino85

    tonino85 Foren-Gott

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  3. Valdoran

    Valdoran Foren-Gott

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    Für DF-Verhältnisse passt es. ;)
     
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  4. jamiro029

    jamiro029 Guest

    Mir ist auch aufgefallen, dass DF immer die letzten sind bei den News... nach dem alle Medienmagazine und Online Dienste das Thema durchgekaut haben, kommt DF 2 bis 3 Tage später mit den selben Kram daher...

    Die haben bestimmt viel ausführlicher recherchiert :D:D:D
     
    SpongeTheBob und Valdoran gefällt das.
  5. Eifelquelle

    Eifelquelle Sky, Streaming Dienste und Small-Talk Mod Premium

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    Habe die Serie letztes Wochenende förmlich durchgesuchtet. Für mich eine der besten und wichtigsten Serien, die ich in den letzten Jahren gesehen habe.
    Ja ... das Thema ist hart, aber die Aufregung kann ich nicht wirklich nachvollziehen.
    Nirgendwo in der Serie, wird der Selbstmord als positive oder gute Lösung dargestellt im Gegenteil. Der Focus ist ganz klar auch auf dem Leid der Hinterbliebenen. Dazu die Warnhinweise vor den Folgen, die Einblendung zur "Hilfeseite" und das 30 Minütige Special indem die Schauspieler zu Wort kommen und ganz klar zu Hannas Verhalten und zum Thema selber Stellung beziehen.
    Mehr kann man wirklich nicht tun.

    Das Thema der Serie ist zu wichtig, denn sie zeigt wohl wie keine andere Serie, dass es eben nicht immer die extremen Ereignisse sein müssen, die einen Menschen zu diesem letzten Schritt verleiten (gerade impulsive Teenager in der Findungsphase), sondern eben viele vermeintliche "Kleinigkeiten" die sich aufsummieren und letztlich "jeder" auf sein eigenes Verhalten achten muss.
     
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  6. emtewe

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    Das sehe ich ähnlich, allerdings denke ich die Serie richtet sich vor allem an das Umfeld möglicherweise Betroffener, als an die Betroffenen selber. Die deutsche Übersetzung des Titels finde ich übrigens ziemlich verfehlt. "Dreizehn Gründe weshalb" wäre schon besser, oder vielleicht auch "Dreizehn verpasste Chancen".
    Denn das ist aus meiner Sicht das eigentliche Thema dieser Serie, es geht um die vielen Chancen die es gegeben hat, das eigentliche Ereignis am Ende der Serie zu verhindern. Und wenn auch nur ein Mensch der diese Serie sieht, eine Situation in seinem Umfeld mit Parallelen erkennt, und dann "besser" handelt als die Personen in der Serie, dann hat diese Serie ihren Zweck schon erfüllt. Ich glaube die Chancen, mit dieser Serie einen Suizid zu verhindern, überwigen bei weitem die Gefahr, dass sich dadurch jemand inspiriert fühlt. Aber wie gesagt, ich denke sie richtet sich nicht an die Betroffenen selbst, sie richtet sich an Eltern, Freunde, Klassenkameraden usw... denn dort gibt es viel mehr Chancen zu helfen, die es zu erkennen und wahrzunehmen gilt.
     
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  7. Kurz

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    @emtewe, Deine Signatur gefällt mir hier überhaupt nicht.
     
  8. Eifelquelle

    Eifelquelle Sky, Streaming Dienste und Small-Talk Mod Premium

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    Da hast du sicherlich Recht, allerdings hat den verfehlten Titel weniger Netflix verbrochen, sondern der cbt Verlag, der den zugrunde liegenden Roman in Deutschland veröffentlicht hat, denn der heißt auf Deutsch eben auch schon "Tote Mädchen lügen nicht". Netflix hat hier einfach den Romantitel beibehalten, was ich durchaus für sinnvoll erachte. Ich finde es immer sehr suboptimal, wenn Literaturverfilmungen in Deutschland anders heißen, als das dazu gehörige Buch, nur weil sich der Übersetze des Filmtitels nicht mit dem Übersetzer des Buchtitels einigen konnten.
    Zu deutschen Romantiteln äußere ich mich schon länger nicht mehr. Die deutschen Verlage kann man da eigentlich durch die Bank in die Tonne kloppen, was Romantitel betrifft. Wir reden hier immerhin von einer Branche, die sich tatsächlich nicht zu doof vorkommt einen Roman wie "Lisey's Story" von Stephen King in Deutschland mit dem Namen "LOVE" zu veröffentlichen. Deutsche Verlage schrecken wirklich vor Nichts zurück. ;)

    100% Zustimmung und Hand aufs Herz ... wer fühlt sich nicht auch ein wenig "schuldig", gerade bei den ersten Kassettenseiten, wenn er an seine eigene Jugend zurück denkt. Klar, bei uns gab es noch keine Sozialen Medien, die das potenzieren und ob man ein Foto macht oder nicht, hat man sich damals auch noch dreimal überlegt, denn Fotos waren teuer.

    Trotzdem gab es viele Mechanismen der Ausgrenzung und des Mobbings auch schon früher und selbst wenn man nicht aktiver Täter war ... Situationen des "Wegschauens" fallen mir im Nachhinein rückblickend so einige ein und auch und gerade Lehrkräfte haben sich auch zu meiner Schulzeit nicht immer mit Ruhm bekleckert, andere vor der Klasse bloßgestellt und gerne die Opfer zu Tätern gemacht oder selber Ausgrenzungen durchgeführt.
    Ich habe bis heute zum Beispiel nicht begriffen, warum man beim Schulsport nicht einfach die Leute die da sitzen abzählt (1, 2, 1, 2 usw.) und so Mannschaften zufällig zusammen würfelt, statt die Lieblinge des Sportlehrers wählen zu lassen, damit immer wieder die gleichen zum Schluss alleine auf der Bank sitzen, weil sie keiner im Team haben will, damit sie auch ja nicht vergessen, wo sie hingehören. ;) Auch das können solche kleinen Puzzelteile sein.
     
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  9. Worringer

    Worringer Guest

    Genauso sehe ich das auch. Ich finde, daß man hier der Serie etwas unterstellt, was sie definitiv nicht macht. Ja, die Selbstmordszene ist hart und war für mich - auch ob der ruhigen Einstellung - nur schwer anzusehen. Aber das Selbstmord hier als Lösung verkauft wurde, kann man nun nicht gerade sagen. Gerade das Leid der Angehörigen rückt in den Vordergrund und auch die Trauer. Insofern bin ich gespannt, wie es in der zweiten Staffel weitergeht, welche den Fokus auf die Bewältigung der Folgen des Selbstmordes legt.
    Die von Dir erwähnte Doku dazu, rundet das Bild der Serie ab und gibt auch nochmal Einblick in die Gedanken der Produzenten und Schauspiele.

    Für mich eine der wichtigsten Serien überhaupt und definitiv mein momentaner Favorit für die Serie des Jahres.

    P.S.: Achtet mal auf das Datum in den Videoaufzeichnungen der letzten Folge und guckt dann mal auf den Kalender.
     
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  10. Worringer

    Worringer Guest

    Das ist nun mal leider der Titel des Buches. Das hatte ich übrigens sogar vor Jahren mal gelesen. Fand ich als Buch schon spannend und war daher auf die Verfilmung gespannt.

    Genau das hatte ich auch gedacht.
     
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