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Mini-Flachantenne als Hochleistungs-LNB einsetzen?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Gummibaer, 1. Mai 2003.

  1. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
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    Dieser Thread:
    http://forum.digitalfernsehen.de/forum/ubb/ultimatebb.php?ubb=get_topic;f=1;t=002783
    bringt mich auf eine Idee.

    Wenn also eine Flachantenne aus vielen kleinen Dipolantennen besteht und auch schon ohne Spiegel Sat-Signale empfangen kann, während ein LNB nur eine einzige Halbdipolantenne drinnen hat, dann müßte man doch z.B. folgendes konstruieren können:

    Ein etwas dickerer LNB, der z.B. 16 Dipolantennen enthält zusammen mit einem z.B. 20 cm Offset-Spiegel. Das ganze könnte dann doch vielleicht auf die Empfangsleistung eines normeln 60-80 cm-Spiegels kommen.

    Dumm ist nur, dass der LNB recht groß werden dürfte.

    Ausserdem müßte es doch auch heute schon möglich sein, mit einer handelsüblichen Flachantenne, die man z.B. in die Mitte eines Parabolspiegels oder auch an einen Offset-Spiegel montiert eine gewaltige Empfangsverbesserung zu erzielen. Möglicherwiese ist allerdings eine speziell geformter Spiegel nötig, da der der Brennpunkt sonst zu klein ist, aber das kann man u.U. ausgleichen, indem die Flachantenne einfach näher an die Schüssel geschraubt wird, als es für den LNB vorgesehen wäre.

    Ist das totaler Schwachsinn und zu abgedreht oder wäre das machbar?

    Wenn ich mir vorstelle, man nähme eine Flachantenne mit 40x40 cm, die ja schon ganz alleine Astra oder Hotbird so gut empfangen kann, wie eine 55-60 cm Schüssel, was müßte sie dann als "LNB" mißbraucht in einem 100 cm-Spiegel alles empfangen können? Könnte doch fast schon einem 5-Meter-Spiegel entsprechen, schätze ich jetzt mal so grob.

    Durch die Doppelte Richtwirkung (Flachantenne alias "LNB" UND Spiegel haben eine sehr starke Richtwirkung) und den zu ermittelnden optimalen Abstand zum Spiegel würde das Ausrichten wohl kein Kinderspiel, aber machbar sein müßte es.


    Andererseits: wenn es so einfach wäre, müßte es dann nicht zumindest schon längst zig ultra-rauscharme LNBs geben, die dies erreichen, indem einfach mehrere Dipole drinstecken, statt nur einer pro Polarisationsebene?

    <small>[ 01. Mai 2003, 02:30: Beitrag editiert von: Gummibaer ]</small>
     
  2. sderrick

    sderrick Board Ikone

    Registriert seit:
    23. April 2002
    Beiträge:
    4.120
    Ort:
    wobinich
    Du bringst doch sonst ganz gute beiträge, aber jetzt eine art perpetuum mobile für satschüsseln? durchein boah! sch&uuml winken breites_
     
  3. C-Town

    C-Town Neuling

    Registriert seit:
    18. Dezember 2002
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    14
    Ort:
    nürnberg
    Die Idee find ich gar nich mal schlecht,fragt sich nur was du damit empfangen willst.So viele Sateliten für die du nen Riesenspiegel brauchst giebt´s doch gar nich.
     
  4. Commander Keen

    Commander Keen Gold Member

    Registriert seit:
    31. Mai 2001
    Beiträge:
    1.695
    Ort:
    Bayern
    Zunächst mal ein paar Grundlagen:
    Man kann nicht ein nicht vorhandenes Signal verstärken...
    Die Idee mit dem kleinen Spiegel, aber mit einem Hochleistungs-LNB scheitert daran, dass der LNB nicht ein vernünftiges Signal bekommt zum verstärken.
    D.h. der Spiegel hat die Aufgabe, das Signal maximal zu bündeln (verstärken) und dazu noch Störsignale von Nachbarsatelliten und Rauschen auszublenden (Öffnungswinkel).
    Beide Eigenschaften steigen mit der Spiegelfläche linear an.

    Die Idee mit ner Flachantenne als LNB wurde glaube ich schon mal aufgegriffen und für Multifeed-Empfang durchgespielt.
    (Ich bin mir aber nicht sicher, ob es Prototypen gibt...)
     
  5. radiom

    radiom Neuling

    Registriert seit:
    26. Dezember 2002
    Beiträge:
    12
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    Hannover
    Ich denke es scheitert spätestens daran, dass keine einzelnen Satelliten focussiert werden könnnen, da die Flachantenne im Brenpunkt des Spiegels in alle Richtungen zugleich "schielt". Damit können einzelne Satelliten, die ja auf gleichen Frequenzen senden, nicht mehr getrennt werden.
     
  6. Doc1

    Doc1 Platin Member

    Registriert seit:
    27. Januar 2001
    Beiträge:
    2.164
    Ort:
    im wilden Süden
    Im Conradkatalog(80Jahre Conrad)S.47 wird ja so ein ähnliches Teil gezeigt.SAT Flachantenne CSA 168VH.Zur Umschaltung der Polarition muss man die Antenn drehen.Was ist von sowas zu halten? durchein
     
  7. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
    Klar, es gibt nicht viele Satelliten, die eine Riesenantenne erfordern, aber einige eben doch und wäre doch für DXer nett, wenn sie keine 300 cm aufstellen müßten. Dass es vermutlich doch nicht so einfach ist, kann man sich zugegebnermaßen ja denken: sonst gäbe es längst solche Lösungen, nehme ich an. Aber ein klein wenig müßte es IMHO dennoch bringen können.

    Wieso "Perpetuum Mobile"?
    -&gt; Idee wäre, dass die hochempfindliche Flachantenne als "LNB" im Fokus einer Schüssel eingesetzt - ein von der Schüssel "vorverstärktes" Signal bekommt.

    Wieso "nicht vorhandenes Signal"?
    -&gt; Wenn man einen 100er-Parabolspiegel oder Offsetspiegel nimmt und auf einen Satelliten ausrichtet HAT man aber Hallo ein vorhandenes Signal!

    Wieso "schielt die in alle Richtungen"?
    -&gt; Vorstellbar wäre das evtl. dadurch, dass eine Flachantenne ja viel größer ist als ein LNB und deshalb näher an die Schüssel müßte, was eben u.U. keine Lösung ist und man stattdessen ggf. eine speziell geformte Schüssel benötigen würde.
    Ich glaube eher durch die doppelte Richtwirkung (Flachantenne UND Schüssel zielen sehr exakt in nur eine Richtung) könnte das Ausrichten sehr schwierig werden, da man extrem genau zielen muß.

    Keiner versteht mich, &lt;schnüff&gt; winken

    @Doc1:
    Leider nicht in der SAP-Katastrophenlandschaft (alias Conrad-Internetshop) zu finden. Aber eine Antenne, die man zum Polarisationsebenenwechsel manuell drehen muß? So einen Schwachsinn kann man auch wirklich nur bei Conrad finden...
    Ist das Ding denn dafür vorgesehen an eine Sat-Schüssel montiert zu werden?

    <small>[ 02. Mai 2003, 00:09: Beitrag editiert von: Gummibaer ]</small>
     
  8. Commander Keen

    Commander Keen Gold Member

    Registriert seit:
    31. Mai 2001
    Beiträge:
    1.695
    Ort:
    Bayern
    Glaub mir, ein LNB heutiger Bauart macht das genauso gut, wenn nicht sogar besser, da dieser speziell an das F/D Verhältnis der Antenne angepasst ist,
    hier scheitert's dann bei ner Flachantenne, da diese ne Richtkeule aufweisst und somit nicht mit ner Parabolantenne kombiniert werden kann.
    Aber es reicht eben nicht,
    vergleiche es mal mit einem Teleskop für Astronomische Anwendungen (Spiegelteleskop), hier bestimmt auch der Spiegeldurchmesser die maximale Auflösung und nicht die Optik danach.
    Man kann einfach nicht ein zu schwaches Signal mit hohem Rauschen verstärken, da man ja auch das Rauschen mitverstärkt und somit nichts gewinnt.
    Eben falsch, da bei einer Prabolantenne der Empfänger (LNB) immer im Brennpunkt liegen muss.
    Eine Flachantenne dann näher zum Spiegel zu montieren bringt nichts, da dann ja alles unscharf wird und diese Antenne dann gleichzeitig alle möglichen Satelliten empfängt.
     
  9. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    Geldspeicherstadt
    Moin Leute,

    weil es noch keiner geschrieben hat, will ich noch ganz kurz anmerken, wieso das nicht funktionieren kann:

    Auf eine bestimmte Fläche X treffen vereinfach gesprochen n "Wellen" des Satelliten auf.
    Der Parabolspiegel hat jetzt die Aufgabe, diese n "Wellen" der Fläche X auf einene Empfangsantenne zu leiten.
    Dabei ist es völlig egal, ob das eine Antenne ist oder 10. Die Zahl der "eingefangenen Wellen" n bleibt identisch.

    Nur durch Vergrößerung der Fläche X kannst Du mehr "Wellen einfangen".

    Vergleiche es doch mal mit dem Regen: Du hast einen Trichter mit 1m Durchmesser. Unten am Trichter ist ein Wasserschlauch mit 1cm Durchmesser und fängst damit das Wasser auf.
    Befestigst Du jetzt statt dessen ein Wasserrohr mit 10cm Durchmesser, wird trotzdem nicht mehr Wasser aufgefangen.

    Ausnahme: Es trifft mehr Regenwasser auf die Trichterwände, als der kleine Schlauch bewältigen kann. Aber IMHO sind die o.g. LNBs durchaus in der Lage, die eintreffenden "Wellen" alle zu bewältigen. winken
    Nur durch Vergrößerung des Trichters kannst Du die Menge des aufgefangenen Wassers erhöhen.

    Gag
     
  10. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    2.375
    Gut, ich seh's ja ein l&auml;c aber vielleicht würde es mit einer ganz speziell geformten Parabolantenne (müßte natürlich eine Sonderanfertigung sein) ja vielleicht doch zumindest ein bißchen was bringen.

    Könnte man nicht aber dann wenigstens einen Spiegel konstruieren, der die Wellen ausschließlich auf den Brennpunkt des LNBs leitet, also extrem gut fkussiert?
    Normale Spiegel kann man ja IMHO extrem ungenau ausrichten und es wird dennoch was empfangen. Ich würde mal sagen, dass die Fläche des Brennpunktes sichelich um den Faktor 4 bis 8 überdimensioniert ist (die Kappe vom LNB ist auch noch viel breiter als die Antennen dahinter lang sind)

    Es mag zwar sein, dass so eine Schüssel dann dem Drfit der Satelliten nachgeführt werden müßte - dank Mikrocontrollern aber kein wirkliches Problem. Wäres es auf diese Weise nicht wenigstens möglich mit einem 20 cm-Spiegel die Empfangsleistung eines 40er-Spiegels zu erreichen?

    Das würde natürlich am allerbesten funktionieren, wenn Spiegel und LNB 100%ig aufeinander abgestimmt sind.
     

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