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Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

Dieses Thema im Forum "Digital TV für Einsteiger" wurde erstellt von JPD, 2. Januar 2009.

  1. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    Das fehlende h hat vermutlich freudsche Hintergründe :D.

    Durch die Normenflut und auch darin enthaltene kryptische Formulierungen wird die allgemeine Verunsicherung geradezu provoziert. Ich bin gewiss um Normeinhaltung bemüht. Aber wenn in einer Norm noch etwas ausdrücklich erlaubt ist, was in der Folgenorm in Anmerkungen ausgeschlossen wird, ruft das schon Verständnislosigkeit hervor. Gleiches gilt für Negativ-Formulierungen derart, dass ein Banderder nicht weniger als 1 m vom Fundament entfernt sein darf. Da geht mir auch ohne Germanistik-Studium der Hut hoch. Und dass selbst Lehrgangskoryphähen in der Fachliteratur gravierende Fehlaussagen unterlaufen gehört inzwischen auch zum Alltag.

    Aber was den Blitzeinschlag in die Wand angeht: Ausgehend davon, dass die Blitzentladung vom Boden aus zündet, passt das Szenario mit dem "Einschlag" in die Wand nicht ganz zur Physik. Ferner ist ein Blitz verästelt und erzeugt in seinem Umfeld hohe elektrische Felder, gegen die es wirkungsvolle Schutzmaßnahmen gibt.

    Mit welchen topografischen Gedankenmodellen man auch immer seinen ruhigen Schlaf sicherstellen wiill: Nur weil es keinen absoluten Schutz gegen 100 kA-Volltreffer geben kann, heißt das doch nicht, dass Erdungen und Potenzialausgleich sinnlos sind. Mit zunehmender Elektronik kommt dem inneren wie äußeren Blitzschutz immer mehr Bedeutung zu, Verharmlosungen aller Art führen zwangsläufig zu höheren Schäden.
     
  2. JPD

    JPD Senior Member

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    @Dipol: Nein, das fehlende h ist mangelnde Rechtschreibung ;)

    Ich hatte gestern mal die Überlegung - bzw. hab es wo gelesen - dass geerdete Gegenstände wie Antennen oder ähnliches eher als "Blitzableiter" dienen als nicht geerdete. Was jetzt daran wahr ist oder nicht kann ich als "Geräteelektroniker" leider nicht beurteilen. Unter "Erdung" verstehe ich jetzt alles was auf PE, PA oder am Blitzschutz hängt und irgendwie Verbindung auf die PA hat, da ist es mir egal ob 1,5² oder 16² ... und sei es im Endeffekt über das Cinch-Kabel über die Stereoanlage auf PE. Nicht umsonst gibt es diese tollen "Erdungsbändchen" fürs Handgelenk über die Steckdose :D ... .
    "Erdung", Blitzschutz und Potentialausgleich nach VDE mag jetzt wieder ne andere Bedeutung und Wirkung haben. Irgendwo findet eine Überspannung / Blitz ja immer nen Bezugspunkt zur Erde ... und jetzt kommt es halt drauf an - wo - stimmts? Und deshalb versucht man mit 16 mm² gleich mal das Unheil so schnell wie möglich auf dem kürzesten Weg abzuleiten ... klingt logisch.

    Welche Gefahr geht denn durch die Stromleitungen übers Dach aus? Müssten diese nicht auch schön mit 16mm² usw nach Vorschriften geerdet sein?!
     
  3. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    Der Freileitungsmast ja, der Nulleiter sowieso, die Phasen nur wenn man einen blauen Blitz erzeugen will. :D

    Ich vermute, dass bei ungeerdeten Freileitungs-Altmasten Bestandsschutz gilt. Jetzt sind die Forum-User mit Zugriff auf die EVU-Vorschriften gefragt, unter welchen Bedingungen bei Freileitungsanschluss eine innere Erdungsableitung noch erfolgen kann, oder ob schon Außenableitung gefordert wird

    Blitze schlagen in geringerem Umfang auch in Erdkabel ein. So oder so, du hast gerade ein prächtiges Argument für den inneren Überspannungsschutz geliefert. Ich kenne zwar keine Schadenszahlen, aber viele Blitzschäden werden durch Eintritt über das Stromnetz verursacht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2009
  4. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    HILFEEE!!!
    Da geht wieder einiges durcheinander.
    1. Der Blitzschutz ist dazu da, dem möglichen Blitz einen definierten Pfad ins Erdreich anzubieten. Es ist richtig, ein geerdetes Teil (zunächst ist mal egal, wie "gut" geerdet) "zieht" den Blitz an. Das ist auch gut so, denn man will die Energie ja definiert in die Erde bringen, ohne das Schaden angerichtet wird. Nur muß der Pfad dafür entsprechend ausgelegt sein (Querschnitt, Umwegschleifen etc...). Der Blitzschutz kann nie ganz verhindern, daß nicht doch etwas kaputt geht, aber er kann die Gefahr erheblich minimieren.
    2. Der Potentialausgleich ist dazu da, den Menschen vor gefährlichen Spannungen (= Potentialunterschieden) zu schützen. Deswegen wird alles was leitfähig ist in den PA eingebunden (Antennenableitungen, Wasserrohre, Badewannen etc).
    3. Das "Erdungsbändchen" fürs Handgelenk ist gegen elektrostatische Aufladungen, da bei der Entladung Bauteile kaputtgehen können (ESD). Das Erdungsband ist auch nicht direkt mit dem Schutzkontakt verbunden, sondern über einen hochohmigen Ableitwiderstand. (;) sollte man als Geräteelektroniker wissen...).

    Zur Stromleitung auf dem Dach: ich hab mit denen zwar nie was zu tun gehabt, aber das Haus "drunter" wird doch wahrscheinlich versorgt, und spätestens dort hängt doch ein Erder.

    Klaus
     
  5. JPD

    JPD Senior Member

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    @KlausAmSee: ... nicht HILFEEE :) ... das war ja nur im übertragenen Sinn so gemeint. Es ist mir durchaus klar, dass die ganze Sache schon anders ausschaut und bei Bedarf von fachkundigen Elektrikern gemacht wird.

    @Dipol: Wir werden in Sachen Blitzschutz die nächste Zeit erstmal nichts machen. Da wir erstens nicht im gefährdeten Bereich wohnen und wir uns im Moment nur mal informieren was eigentlich Sache ist und was man damals einfach verschlafen/verschwiegen hat.

    Bin gestern mal durch die Straßen gelaufen. 3 Häuser haben einen aktiven Blitzableiter, 2 davon haben den Freileitungsmast geerdet und ein Haus mit Antennenanlage ist nicht geerdet bzw. hat zumindest mal keinen Blitzableiter installiert.
     
  6. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    Blitzableiter sind ja auch nur für bestimmte Gebäude vorgeschrieben. Aber wer seine Antenne außerhalb des Schutzbereichs des Gebäudes nicht erdet, darf sich nicht wundern wenn er Schaden nimmt. Bei Masterdungen die bis 1974 installiert wurden durfte der Drahtquerschnitt 10 mm² betragen. Aber selbst zu dieser Zeit bestand Erdungspflicht, allerdings reichte es damals zum Potenzialausgleich aus, wenn nur das Gehäuse des terrestrischen Verstärkers geerdet war. Aber selbst das ist in Altanlagen nur selten anzutreffen.

    Weiterhin viel Dusel bei Gewitter und möge keines der angeschlossen Geräte Netzspannung in die Antennenanlage verschleppen!