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Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

Dieses Thema im Forum "Digital TV für Einsteiger" wurde erstellt von JPD, 2. Januar 2009.

  1. JPD

    JPD Senior Member

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    Hallo,

    nun haben wir uns zur Sicherheit doch dazu entschlossen die ganze SAT-Anlage zu erden. Schüssel und co stehen so plaziert, dass kein Blitzschutz nötig ist. Das Erden dient somit zur Vollständigkeit und Sicherheit der Anlage.

    Habe mich etwas in die Materie eingelesen. Es heißt, von der PA gehts mit 16 mm² zur Empfangsanalge. Alle Ein- und Ausgehenden Koaxkabel werden auf Masse/Erde gesetzt und sind somit geerdet. Die Steckdosen-PE-Idee habe ich in die Tonne getreten, da nicht zulässig. Ich hoffe dadurch die auftretenden Störungen im Haus zu reduzieren.

    Jetzt habe ich mal eine Frage wie man die Koaxkabel auf die Schienen montiert. Habe vor auf Kathrein zu setzen, ZES02 und ZES11. Der Vorteil: Kein Durchtrennen der Leitungen nötig, somit keinen Verlust.

    Nun zur Frage: Gehe ich richtig in der Annahme, dass man einfach mit einem Teppichmesser im Abstand von 5 mm den Plastikmantel entfernt und das Kabel dann so auf die Schiene klemmt?! Gibts da einen Trick wie man das am besten macht, ohne die Abschirmung (Geflecht) zu verletzen?

    Zweite Frage: Wie lang darf die Zuleitung zur PA höchstens sein? In unserem Fall währen es an die 20 Meter über Dach und dann über ein Leerrohr in den Keller (2 Stockwerke).

    Dritte Frage: Meine Stereoanlage und der TV hängt ja über den PE sozusagen an der Erdung des Hauses. Könnten durch die Erdung und der PA eventuell eine überdimensionale Masseschleife entstehen?! Wir haben jetzt schon Probleme mit Masseschleifen im Haus. Deshalb auch die Idee das Ganze zu erden.

    Gruß Jan

    PS: Würde es Sinn machen die Netzwerkkabel ebenfalls gleich zu erden wenn man schon dran ist?
     
  2. Grognard

    Grognard Guest

    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    Koax-Kabel werden nicht mehr auf solche Schienen gesetzt, sonder sind wegen der Reflexionen über Erdungsblöcke oder Erdungswinkel mit F-Verbindern zu führen. So sollte es aussehen http://img367.imageshack.us/img367/1788/dsc00306dg2.jpg, hier dazu noch ein Auszug einer Dibcom Broschüre:
    "Alle leitfähigen Teile der Anlage müssen immer mit einem Potenzialausgleichsleiter mit mindestens 4mm² Cu isoliert, Farbe grün/gelb - untereinander fest verbunden sein. Der örtliche Potenzialaus-gleich wiederum ist fest mit der Hauptpotenzialausgleichschiene des Gebäudes zu verbinden. Die Außenleiter der Koaxialkabel sind am Eingang und Ausgang des HAV über einen F-Erdungsblock untereinander zu verbinden. Diese Erdungsblöcke müssen in unmittelbarer Nähe der HAV angebracht werden und ebenfalls mit mindestens 4mm² CU, Farbe grün/gelb ausgeführt werden. Klemmschienen und Erdungsschienen dürfen nicht mehr verwendet werden, da diese Stoßstellen und damit Mikrore-flexionen verursachen. Der HAV selbst muss ebenfalls über seinen Klemmanschluss mit in den Po-tenzialausgleich eingebunden sein."
    Zu 2: lese Dich bitte da ein, frei übers Dach darf schon mal kein PA geführt werden:
    Thema Erdung und Potentialausgleich,
    hier wichtige Links


    http://dehn.de/newsletter/3_05/3_05_top3.pdf

    so noch dazu wegen der ständigen Fragen nach Erdung und Potentialausgleich, diese Adresse

    http://forum.digitalfernsehen.de/for...d.php?t=137982
    und dann geht es da weiter
    http://forum.digitalfernsehen.de/for...d.php?t=168691
    PS: hier wird es wieder interssant
    http://forum.digitalfernsehen.de/for...d.php?t=207741

    zu 3: heutige Geräte wie Receiver, Fernseher usw. haben meistens keine Schutzerde, mehr, daher sind sie auch nicht über die Steckdose in den Potentialausgleich eingebunden, dies ist auch häufig die Ursache von Brummstörungen.
     
  3. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    Das ist falsch. Brumm entsteht dort, wo über zu lange Schleifen doppelt geerdet wird. Beispiel: Antennenanlage ist (normgerecht) in den PA eingebunden, der Receiver hängt an der Antennenanlage, der Audioverstärker hat Schukostecker. Alternativ hängt der PC noch an der Stereoanlage, und spätestens der hat einen Schutzkontakt. Brumm entsteht nun, weil Ausgleichsströme auf der Masse der Signalleitungen fließen.
    Der Brumm lässt sich unterdrücken, indem entweder die Schleife aufgetrennt wird (kann gefährlich sein), oder die Schleifen verkürzt werden. Seit einiger Zeit empfehlen die europäischen Normen eine Vermaschung des Potentialausgleichs. Somit ist es bei einer Installation mit "echtem" Schutzleiter erlaubt, eine Brücke von der Antennendose zum Schutzkontakt der benachbarten Steckdose zu legen. Die Brummschleife wird so kurzgeschlossen.

    Wichtiger Nachtrag:
    Die Ausführung des Potentialausgleichs gehört in die Hände von Fachleuten. Ich warne ausdrücklich Laien davor, selber am Potentialausgleich herumzubasteln und ggf. Brücken zu setzen. Die beschriebene Brücke darf nur von Fachleuten ausgeführt werden, und ersetzt nicht den (Haupt-) Potentialausgleich mit 4mm².
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2009
  4. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    Auch diese sollten in den PA und die Vermaschung einbezogen werden.
     
  5. Discone

    Discone Foren-Gott

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    Kannst du dafür eine Quelle nennen, oder ist das deine Auslegung der Norm ?

    => http://forum.digitalfernsehen.de/forum/showpost.php?p=3163236&postcount=25 EN 60728-11 Ziffer 11.3.1
    ... Die Bildung von Schleifen muss vermieden werden
    => mit dieser Forderung ist die Vermaschung des Potenzialausgleichs von Antennenanlagen mit anderen PE-Leitern (von der Hausinstallation) nicht zulässig, damit bildet man ja dann die erste Schleife / mehrere Schleifen.
    Der Potentialausgleich der Antennenanlage ist am Mast / am Erdungsleiter von der Antenne anzuschließen (sonst an keiner weiteren Stelle). Die Vermaschung des Potenzialausgleiches von der restlichen Hausinstallation wird natürlich empfohlen!
    => http://dehn.de/newsletter/3_05/3_05_top3.pdf (siehe Bild 3)
    Die abgehenden Pfeile bei der Dehn-Grafik stellen die Abgänge zu den Antennendosen dar.

    Beim Anschluß der Antennenleitung am PC kann es ein Problem geben (PC ist normalerweise geerdet, außer ein Laptop).
    Der Antenneneingang von der TV-Karte dürfte dann keine Verbindung zum PC-Gehäuse haben, dass wird vermutlich nur bei einem USB-Receiver möglich sein, und den PC über einen Trenntransformator betreiben, wird auch nicht erlaubt sein ?

    ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Januar 2009
  6. JPD

    JPD Senior Member

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    Ok, danke erstmal. Jetzt bin ich etwas schlauer und weiß, dass man ohne Probleme schonmal Erdungsblöcke einsetzen kann. Die Hauptleitung runter überlasse ich dann doch einem Fachmann, der sich hoffentlich mit den gängigen Vorschriften auskennt. ;) Die Netzwerkkabel werden dann auch gleich mit einbezogen. Sicher ist sicher.
     
  7. Discone

    Discone Foren-Gott

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    Hallo JPD,

    jetzt habe ich mir erstmal deinen Anfangsbericht genauer durchgelesen, mein Beitrag ist hauptsächlich für KlausAmSee gedacht, wobei ich ihm von der Brücke zum Schutzkontakt abraten will, und meine neue Ansicht über den grundsätzlichen Aufbau der Erdung und des Potenzialausgleiches für Antennenanlagen mit erforderlichem Blitzschutz erläutere.

    Du schreibst ja, dass für deine Sat-Antenne kein Blitzschutz erforderlich ist, dann sollte die Antenne wie auf Bild 1 vom Dehn-Bericht montiert sein (mind. 2 m Abstand von den Dachkanten und nicht weiter als 1,5 m Wandabstand). Wenn diese Bedingungen eingehalten werden, dann brauchst du keine Antennenerdung (16 mm² Erdleiter), sondern (nur) einen Potenzialausgleich.

    Ich würde trotzdem auf dem Hinweis von Grognard achten und nicht direkt die alten Klemmschienen einsetzen, bei denen das Koaxialkabel gequetscht werden kann (das Bild der Fa. Dehn ist ja nur eine schematische Darstellung). Da gibt es auch Potenzial-Ausgleichschienen mit F-Anschlußverschraubungen, oder du klemmst F-Verbinder unter die Anschlüsse auf der alten Klemmschiene (damit keine Kabelquetschung).
    Der Verluste durch ein zusätzliches Trennen einer Koaxialleitung sind bei passenden, normgerecht montierten F-Verbindern sehr gering.
    Für die Potenzialausgleichverbindungen genügt dann auch 4 mm² Kupferdraht (grün-gelb), diese PA-Leiter werden ja dann auch nicht direkt mit einem Blitzstrom belastet, übers Dach darfst du den 4 mm² PA-Leiter nicht legen, da wäre er wieder im direkten Blitz-Einflussbereich und bei der von dir genannten Länge von 20 m sind 6 mm² Querschnitt besser geeignet.

    @ KlausAmSee, Grognard und JPD:
    ich bitte um Entschuldigung, wenn ich euch verwirrt habe, meine Stellungnahme war nur für Antennenanlagen mit erforderlichem Blitzschutz gedacht (bei denen dann Bild 3 vom Dehn-Beitrag gültig ist).

    Ich sollte in Zukunft auch die vorherigen Beiträge besser beachten, den nicht erforderlichen Blitzschutz bei der Anlage von JPD habe ich erst jetzt gelesen.

    ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2009
  8. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    Die permanente Normenflut bringt es mit sich, dass selbst bei Blitzschutzbaufirmen Enttäuschungen nicht auszuschließen sind! Die wenigsten Kleinbetriebe haben Zugriff auf die aktuellen VDE-Ausgaben, auch die Kenntnis der Mitarbeiter von Mittel- und Großbetrieben hinkt zumeist dem Normungstand hinterher. Viele Installateure haben noch nicht mal die DIN /VDE 0855-1 = EN 50083-1 von 1994, geschweige denn die zum 1.10.2005 teilweise drastisch veränderten Vorgaben der gültigen EN 60728-11 verinnerlicht.

    Das ist auch kein Wunder, wird doch selbst noch in den Vorjahres-Katalogausgaben der meisten Antennenersteller auf überholte Normen verwiesen. Immerhin: In der neuesten Katalogausgabe von DCT-DELTA sind die neuen Normen eingeflossen. Auch einige hier im Forum publizierte Aussagen bedürfen der Anpassung an den aktuellen Normungsstand! Ich werde die grundlegenden Änderungen gelegentlich tabellarisch zusammenstellen und meine davon betroffenen Forumsbeiträge korrigieren. Es ist Umlernen angesagt!
     
  9. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    Hallo Discone,

    eine Grippe hat mich an einer schnellen Antwort gehindert. Vom Sofa aus hab ich keinen Zugriff auf Normen, aber Dipol hats hier: http://forum.digitalfernsehen.de/forum/showpost.php?p=3163266&postcount=26 ja schon zitiert.
    Zunächst noch einmal wichtig vorab: Die von mir beschriebene Brücke ist nur bei einem echten Schutzleiter zulässig. Es gibt zwei Gründe, weswegen ich die Brücke empfehle.
    Grund 1 ist das Kurzschließen von störenden Brummschleifen. Da man den PA nicht auftrennen sollte (dann ist das Potential ja nicht mehr ausgeglichen) bleibt zur Verhinderung des Brumms nur das Kürzen der Schleife. Wenn ich mich zwischen Schleife durch meine Stereoanlage hindurch oder direkt in der Installation fest eingebaut entscheiden sollte, wäre die kurze definierte Schleife an der Antennendose meine Wahl.
    Grund 2 ist ein Sicherheitsaspekt. Dadurch das die Antennensteckdose keine kapazitive Trennung zum Schirm der Koaxleitung hat muß davon ausgegangen werden, daß die Erde ohnehin in irgend einer Weise durch die angeschlossenen Geräte vermascht wird. Nur diese Masche ist undefiniert, könnte ein hauchfeines Audiokabel sein. Das halte ich für erheblich fahrlässiger als die definierte Brücke zwischen Antennendose und Schutzkontakt.

    Wichtiger Nachtrag:
    Die Ausführung des Potentialausgleichs gehört in die Hände von Fachleuten. Ich warne ausdrücklich Laien davor, selber am Potentialausgleich herumzubasteln und ggf. Brücken zu setzen. Die beschriebene Brücke darf nur von Fachleuten ausgeführt werden, und ersetzt nicht den (Haupt-) Potentialausgleich mit 4mm².
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2009
  10. JPD

    JPD Senior Member

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    AW: Koaxkabel an Erdungsschiene anschließen

    Hab mal wieder ein paar nette Threads in anderen Foren zum Thema Blitzschutz und Erdung gelesen. Anscheinend ist ein Blitzableiter nur "Lebensschutz". Die Elektrogeräte kanns trotzdem verhauen und wenn man Pech hat schlägt der Blitz nebem dem Blitzableiter in die Wand ein. Da weiß man doch nicht mehr was man denken soll.

    Ich geh jetzt mal von unserer Situation hier aus. Links vom Haus ein Kirchturm mit Metall-Kuppel. Hinter uns Wald und ein höher gelegenes Haus. Dann haben wir eh die Stromleitungen übers Dach. Wir wohnen 100 Meter tief im Tal. Die UKW-Antenne hängt ca 1,5 Meter unterm Dachfirst an der Wand. Hängt somit noch tiefer als der Masten von den Stromleitungen. 10 Meter daneben kommt schon die nächste Hohe Tanne.

    Ein Blitzeinschlag ist daher sehr sehr unwarscheinlich.
     

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