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Kino: Der neunte Tag

Dieses Thema im Forum "Kino, Blu-ray und DVD" wurde erstellt von Eike, 11. November 2004.

  1. Eike

    Eike Moderator Mitarbeiter

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    7. Februar 2003
    Beiträge:
    45.649
    Ort:
    Magdeburg
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    Werde mir diesen Schlöndorf-Film am WE ansehen und dann hier bewerten. Sehe diesen Film mit hohen Erwartungen entgegen. Bis dahin.
     
  2. hvf66

    hvf66 Gold Member

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    AW: Kino: Der neunte Tag

    Na dann bin ich mal gespannt ob deine Erwartungen zu diesem Film wirklich erfüllt werden. Was ich an Kritiken bisher gelesen habe, ist nicht gerade erbauend. Brisantes Thema - Kirche im Dritten Reich, aber nur mäßige Umsetzung.

    Darum geht es: Volker Schlöndorff, Oscar-Preisträger für "Die Blechtrommel", verarbeitet eine wahre Begebenheit aus der Nazizeit: Geistliche, die sich dem Hitler-Regime widersetzten, wurden in den so genannten Priesterblock im Konzentrationslager Dachau verschleppt. Dort erhält ein luxemburgischer Abbé neun Tage Hafturlaub, um seinen vorgesetzten Bischof zur Kollaboration mit den Nazis zu überreden.
     
  3. Eike

    Eike Moderator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    7. Februar 2003
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    45.649
    Ort:
    Magdeburg
    AW: Kino: Der neunte Tag

    Mein Fazit nun:


    Der neunte Tag
    Deutschland, 2004
    mit Ullrich Matthes, August Diehl u.a.

    Inhalt

    Der Inhalt des Films stützt sich sich auf autobiographische Aufzeichnungen des aus Luxemburg stammenden Abbè Jean Bernard. Er schildert darin die traumatischen Erinnerungen an Folter, Gewalt und Tod im Konzentrationslager Dachau.

    Eine ungewöhnliche Geschichte: Er bekam 1942 für neun Tage Heimurlaub (!). Die zurückgelassenen Priester hafteten dafür mit dem Leben. Der Film bringt noch einmal Eindrucksvoll die Verführung des Nationalsozilalismus zu Sprache. Dies ist jedoch nur Hintergrund der Handlung. Der Kern ist hingegen Fiktion. Der KZ-Urlaub erlaubt dem Regiesseur Volker Schlöndorf ein menschliches Drama zu spinnen. Die beiden Hauptdarsteller Abbé Henry Kremer und Untersturmbandführer Gebhardt liefern sich einen Schlagabtausch auf Leben und Tod, Verrat und persönliche Verantwortung. Kremer wird abgefangen kaum das er zu Hause ankommt. Der SS-Offizier bietet bietet dem ausgemergelten KZ-Insassen einen perfiden Deal an. Kremer soll seinem luxemburgischem Bischof Phillipe (gespielt durch Hilmar Tate) zur Kollaboration mit den Nazis bringen. Belohnung: Keine Rückkehr ins KZ und Schonung der Priester. Die Zeit läuft, er hat 9 Tage Frist...

    Kritik

    Ulrich Matthes (auch als Goebbels in "Der Untergang" zu sehen) spielt grandios das von Gewissenszweifel geplagte Naziopfer. Ebenso authentisch die Rolle des SS-"Mephistos" gespielt durch den erst 28 jährigen Diehl.
    Im Vordergrund könnte man an eine Schuldzuweisung der Kirche erkennen. Schlöndorf ging es aber im das Dilemma des Individuums.
    Der Streifen über Versuchung und Verantwortung unter extremen Bedingungen ist eindrucksvoll und hoch emotinal. In meinen Augen stellt dieser Film den enttäuchenden Film "Der Untergang" weit in den Schatten.

    Bewertung

    Ohne Worte:
    :D
    10 v. 10Pkt
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. November 2004

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