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Kinderarmut ist in Deutschland ein Problem

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von moonwalker5, 7. April 2014.

  1. moonwalker5

    moonwalker5 Junior Member

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    Einkommensverteilung: Arme Kinder | ZEIT ONLINE

    Ich finde es traurig, immer wieder solche Meldungen zu hören. Armut ist schon schlimm genug, aber wenn es Kinder trifft, dann frage ich mich, ob in diesem reichen Land nicht etwas schief läuft.
     
  2. Schnellfuß

    Schnellfuß Platin Member

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    AW: Kinderarmut ist in Deutschland ein Problem

    "Kinderarmut" ist doch Verarsche.:eek:

    Demnach gelten Menschen als armutsgefährdet, wenn sie weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in einem Landes zur Verfügung haben.
    O.g. Link.

    Kinder sind von Natur aus arm, da sie im Normalfall über kein Einkommen verfügen. Wie auch?

    Elternarmut muss das heißen.
     
  3. Keepler

    Keepler Senior Member

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    AW: Kinderarmut ist in Deutschland ein Problem

    Wo ist jetzt die Neuigkeit? Ungerechtigkeiten treffen immer die Schwächsten einer Gesellschaft. Bei uns Kinder, Kranke und Alte. So wollen wirs doch...
     
  4. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    AW: Kinderarmut ist in Deutschland ein Problem

    Diese Berechnungsfunktion ist in vielerlei Hinsicht Unsinnig und realitätsverzerrend.

    Denn nur, weil -- ich übertreibe -- ein paar Investmentbanker ein paar Mios mehr gemacht haben, hat die Hartzer-Familie im Osten nicht mehr oder weniger Geld als vorher. Aber da der Investmentbanker den Durchschnitt angehoben hat, gelten nun Menschen als "arm", die es zuvor nicht waren, obwohl sich ihr Einkommen nicht geändert hat.

    Und es wird noch grotesker: Zieht der Investmenthansel ins Ausland, sinkt der Durchschnitt ja wieder und dann ist o.g. Familie plötzlich nicht mehr arm.

    Insofern: In die Tonne mit dieser Statistik!
     
  5. Groszus

    Groszus Silber Member

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    AW: Kinderarmut ist in Deutschland ein Problem

    Ich frage jetzt lieber nicht nach, weshalb deine Hartzer Familie aus dem Osten kommt. ;)

    Es sind ja nicht nur H4-Familien, die deutlich unterdurchschnittlich verdienen.

    Eine Hartz4-Familie lebt natürlich nicht in Saus und Braus, aber:

    Viele Familien, die keine H4-Leistungen beziehen, stehen trotz Erwerbstätigkeit eines oder beider Elternteile finanziell nicht oder nicht ausreichend besser da als eine H4-Familie. Das liegt zum einen daran, dass einige die ihnen zustehenden Vergünstigungen nicht beantragen oder knapp über den bezugsberechtigenden Einkommen liegen und somit keinen Anspruch auf Wohngeld, Übernahme Elternbeitrag für den Kindergarten, bezahlte Klassenfahrten und Schulbücher etc. haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. April 2014
  6. Thomas_H

    Thomas_H Silber Member

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    AW: Kinderarmut ist in Deutschland ein Problem

    So eine Definition ist doch Blödsinn.
    Wenn z.B. bei gleichen Preisen etc. alle das doppelte verdienen würden, wären nach dieser Definiton immer noch genauso viele arm oder armutsgefährdet.
     
  7. Groszus

    Groszus Silber Member

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    AW: Kinderarmut ist in Deutschland ein Problem

    Mit dieser These würdest du in jeder Wirtschaftsklausur durchfallen, weil Einkommen und Preise miteinander stark korrelieren.

    Deine These ist eher für die Tonne. Die relative Armut wird nämlich nicht bezogen auf das Durchschnittseinkommen ermittelt, sondern nach dem Median.

    Ich gebe dir gerne Nachhilfe:

    Nehmen wir 10 Personen mit unterschiedlichen Einkommen.

    Person 1: 1.000 €
    Person 2: 1.200 €
    Person 3: 1.250 €
    Person 4: 1.500 €
    Person 5: 1.700 €
    Person 6: 1.900 €
    Person 7: 2.100 €
    Person 8: 3.000 €
    Person 9: 5.000 €
    Person 10: 100.000 €

    Das Durchschnittseinkommen, nach dem die relative Armut eben nicht ermittelt wird, beträgt 11.865 €. 60% davon sind 7.119 €. Die Personen 1-9 würden, wie von dir unterstellt, als armutsgefährdet gelten.

    Korrekt wird jedoch der Median oder auch Zentralwert gebildet. Er entspricht dem Wert, der bei einer Sortierung der Zahlen der Größe nach in der Mitte steht.

    In diesem Fall liegt er zwischen 1.700 und 1.900 €, sagen wir 1.800 €. 60% von 1.800 € sind 1.080 €.

    Ergebnis: Nur Person 1 gilt nach der Armutsstatistik als armutsgefährdet.

    Selbst ein Wegzug von Person 10 (sagen wir von Landsberg am Lech zu seinem Konto in die Schweiz) ändert daran nicht so viel, denn dann würde der Median 1.700 € betragen und Person 1 würde weiterhin als armutsgefährdet gelten.

    Da diese Statistiken allerdings für Gesellschaften mit meist mehreren Millionen Menschen erstellt werden, dürfte sich der Median durch den Wegzug einer sehr reichen Person noch deutlich weniger als im obigen Beispiel verringern.

    PS: Du musst mir nicht danken.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. April 2014
  8. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: Kinderarmut ist in Deutschland ein Problem

    Beim Lesen der Überschrift dachte ich erst, es ginge darum, dass es in Deutschland zu wenig Kinder gibt. Das ist nämlich auch ein Problem. Also Leute, seid fleißig.
     
  9. TV_WW

    TV_WW Institution

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    AW: Kinderarmut ist in Deutschland ein Problem

    Ja, das Wort Kinderarmut kann mehrdeutig interpretiert werden. Kann auch bedeuten dass die Eltern den Kindern zu wenig Taschengeld geben, genauso wie dass es zu wenig Nachwuchs gibt.
     
  10. Ulti

    Ulti Talk-König

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    AW: Kinderarmut ist in Deutschland ein Problem

    Das es keinen Nachwuchs gibt ist auch kein Wunder....wer ist heute noch in der Lage ein Kind vernünftig gross zu ziehen.

    Okay als Mensch mit viel Geld ist das kein Problem, aber wenn du 40 Stunden die woche arbeiten gehst und das Geld trotzdem nur für eine Person reicht, dann ist es logisch das die Leute sich das 2mal überlegen.

    Generell geht halt die Schere immer weiter auseinander...aber das ist ja auch nix neues.
     

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