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Kabel-Anlage: DVB-C stark gestört - analog einwandfrei

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Kabel (DVB-C)" wurde erstellt von Wolfgang14, 14. September 2014.

  1. Wolfgang14

    Wolfgang14 Junior Member

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    Ich habe nun das erste Mal seit dem Ende der Grundverschlüsslung von Unitymedia einen digitalen DVB-C Receiver, den ich zum TV-Empfang nutzen möchte, angeschlossen. Leider musste ich feststellen, dass fast alle Sender sehr stark gestört sind. Es entstehen Artefakte und Aussetzer.Die einzigen beiden Sender, die funktionieren, sind GodTV und ServustvHD. Diese beiden haben, wie die anderen Sender auch, laut meinem Xoro-Digitalreceiver eine Empfangsstärke von ca65-75%. So in etwa ist auch die Qualität. Bei den anderen Sendern liegt die Qualität eben hingegebn nur bei 20-35%.Die Kabelanlage und die meisten Kabel sind schon 20 Jahre alt.

    Wenn man die Anlage als Ganzes betrachtet, bin ich wohl eher Laie und benötige eure Hilfe bei der Verbesserung. Der analoge Empfang klappt einwandfrei. Insgesamt sind 4TVs angeschlossen. Nur der im 2.OG empfängt digital - um diesen geht es mir hauptsächlich. Alle TVs hängen an Dosen. Hier der Aufbau:


    Am Hausübergabepunkt im Keller hängt ein Axing BVS 2-01 25db Verstärker. Entzerrungs- u, Dämpfungsregler wurden vor vielen Jahren vom Fernsehtechniker eingestellt.

    Daran hängt ein alter Hirschmann 1413 Abzweiger. Am Stamm Eingang hängt der Verstärker. Am mit -14db gedämpften Ausgang hängt ein TV in einem weiter entfernten Raum im EG (unwichtig für mich). Am Stammausgang (wohl -1,5db) führt ein ca 3m langes Kabel zum Hirschmann VFC 0421 Splitter im EG, der das Signal mit -3,5db an den TV im dortigen Raum weitergibt.

    Auch mit -3,5db wird das Signal vom Splitter an einen neuen Delta STA018 Abzweiger auf dem Dachboden weitergegeben (weitere ca. 10m Kabel). Vor hier gehts mit -6db zum TV im 1.OG.
    Außerdem gehts von hier mit -3db zum Xoro-Digitalreceiver im 2.OG (für mich am wichtigsten), der an einer Dose mit Abschlusswiderstand hängt (Gesamtkabellänge 30m geschätzt). Die Kabel vom Deltabzweiger bis zum Digitalreceiver sind neu und hochwertig.

    Die Verkabelung vom EG zum Dachboden lässt sich nicht gut nachvollziehen. Allerdings hat der Digitalreceiver, wenn man ihn im EG anschliesst, auch dort schon nach ca 9m Kabellänge schlechtem Empfang. Kann mir jemand Tipps geben, wo ich ansetzen könnte oder wie ich den Verstärker einstellen sollte? Wie gesagt, es kommt nur auf den Anschluss im 2.OG an - die anderen (analog) TVs empfangen einwandfrei.
    Hier noch die Bebilderung:

    Hirschmann 1413 Abzweiger im Keller nach Verstärker:
    [​IMG]

    Dose im 2.OG - angeschlossen ist ein ca 4m Hama-Antennenkabel mit Ferritkern
    [​IMG]

    Emfangswerte vom gestörten ARDHD
    [​IMG]

    Gern beantworte ich weitere Fragen oder liefere Bilder nach.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2014
  2. Thrakhath

    Thrakhath Wasserfall

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    AW: Kabel-Anlage: DVB-C stark gestört - analog einwandfrei

    Zumindest eine auf den ersten Blick wilde Anlage. So Marke "wir hatten mal ne Antenne/Satschüssel auf dem Dach und verwenden die Kabel weiter" und "Oh - wir brauchen einen neuen Anschluss, dann bauen wir hier mal eine Auskopplung ein".

    Vor allem die starken Unterschiede bei den summierten Dämpfungen fallen ins Auge:
    EG TV1: -14db + unbekannte Dosen-Auskoppeldämpfung + Kabel (Länge + Typ unbekannt)
    EG TV2: -05db (1,5+3,5) + unbekannte Dosen-Auskoppeldämpfung + min 3m Kabel (Gesamtlänge + Typ unbekannt)
    1OG TV: -11db (1,5+3,5+6) + unbekannte Dosen-Auskoppeldämpfung + min 13m Kabel (Gesamtlänge + Typ unbekannt)
    2OG TV: -08db (1,5+3,5+3) + unbekannte Dosen-Auskoppeldämpfung + ca. 30m Kabel (Typ unbekannt)

    Allerdings fehlen halt Angaben zu den Auskoppeldämpfungen der Dosen, dem verbauten Kabeltyp(en) und den Gesamtkabellängen (keine Rückschlüsse auf die Dämpfung durch die Kabel). Somit ist schwer zu beurteilen, ob die Anlage nicht vielleicht doch in den einzelnen Bauteilen von der Dämpfung her korrekt dimensioniert ist.

    Was bei alten Kabeln auch immer sein kann, ist eine Beschädigung der Abschirmung. Was sich im analogen Fernsehen dann als leichtes Griseln äußert, kann beim digitalen Empfang fatal sein, wenn halt die Fehlerraten ansteigen.

    Wer ist denn für die Anlage verantwortlich? Bei der Konstellation würde ich mich eher an den Vermieter wenden, denn hier kommt man vermutlich ohne Messgerät nur mit viel Versuch und Irrtum weiter. Und ich vermute einmal die anderen Hausbewohner wären nicht begeistert, wenn Du beginnst an der Anlage herumzuspielen. Deswegen der Rat den Vermietert drauf hinzuweisen, dass der digitale Empfang nicht gewährleistet ist, mit der Bitte die Hausverkabelung entsprechend prüfen zu lassen.
     
  3. Wolfgang R

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    AW: Kabel-Anlage: DVB-C stark gestört - analog einwandfrei

    Empfängt der Digitalreceiver, wenn man ihn zum Testen direkt am Hausübergabepunkt anschließt? Das Kabel vom Verstärkereingang abziehen und direkt in den Receiver, wenn der Verstärker F-Anschlüsse hat, mit einem Adapter arbeiten.

    Wenn es dann geht, ist der Fehler in der Hausanlage zu suchen.

    Vielleicht ist der vermeintlich perfekt eingepegelte Verstärker ja gar nicht so perfekt eingepegelt...

    Wolfgang
     
  4. Wolfgang14

    Wolfgang14 Junior Member

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    Es handelt sich um ein Einfamilienhaus/Eigentum. Deswegen gibt es keinen Vermieter. Bei der Installtion war ich nicht dabei & habe auch nur "erweiterte Laienkenntnisse". Ja vorher war eine Antenne auf dem Dach - sehr gut erkannt :D

    Zu den Kabeln kann ich sagen, dass das Kabel vom Dachboden/Delta-Abzweiger bis zum Digital Receiver ein " 130db HQ135 4fach geschirmt" Kabel ist. Die alten Kabel haben eine ähnlich dicke Abschirmung - die Typen kann ich wohl nicht bestimmen.
    Wo finde ich die Bezeichnung der Dosen? Würde das zum Erfolg führen? Müsste dafür wohl die (Steckdosen-)Leisten abschrauben, falls das funktioniert.
    Dann noch eine Anfängerfrage: Inwiefern wird denn die Leitung, die zum Dachboden geht, von den anderen Leitungen beeinflusst, die eine so große Dämpfung haben?
    Ich weiß ich nicht, warum die eine Leitung im Keller bereits mit 14db gedämpft wird. Aber selbst die für den TV im Erdgeschoss (-5db) liefert ja kein besseres digitales Bild als der Anschluss im 2.OG

    ______________________________________________________________

    UPDATE 1:Leider hat der Digitalreceiver kein f-Stecker Anschluss, sondern normalen Antenneneingang, sonst hätte ich ihr schon längst im Keller probiert.
    Komisch ist, dass ausgerechnet/nur 2 Sender einwandfrei funktionieren.
    Würde es Sinn machen, die beiden Hirschmann Abzweiger/Splitter zu ersetzen?

    ______________________________________________________________

    UPDATE 2: Habe den Receiver mangels f-Stecker/Anschluss mal im Keller direkt an den Stamm-Ausgang (s.1.Bild-Mitte) des Hirschmann 1413-Abzweigers gehängt. Da kommt gar kein Signal - wohl mangels Dose.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. September 2014
  5. Thrakhath

    Thrakhath Wasserfall

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    AW: Kabel-Anlage: DVB-C stark gestört - analog einwandfrei

    Deine Auflistung der Dämpfungsdaten ließ mich darauf schließen, dass Du versuchst herauszufinden, ob die Hausverkabelung wohl vernünftig aufgebaut wurde. Optimalerweise sollte es so sein, dass zwischen Hausübergabepunkt und den jeweiligen Buchsenausgängen sich die jeweiligen Dämpfungen und Verstärkungen der einzelnen Bauteile zum selben Dämpfungswert addieren. In der Praxis ist dies natürlich nur näherungsweise hinzubekommen.

    Um die addierten Dämpfungswerte für alle Buchsen in der Hausverkablung bei Dir zu errechnen, fehlt aber das Wissen um die Auskoppeldämpfungen der verwendeten Wandbuchsen (es sind Dosen mit verschiedenen Auskoppeldämpfungen erhältlich, Modellnr. & ggf. Dämpfungsdaten meist irgendwo unter der Plastikabdeckung zu finden) und um die verwendeten Kabel. Denn auch die Kabel dämpfen in Abhängigkeit von Länge und Typ. Zu unterscheiden ist hier zudem das Schirmmaß und die Dämpfung, welche zudem noch Frequenzabhängig ist (Beispiel für einige Kabeltypen bei Wikipedia: Link. Die 130db des Kabels, das Du angegeben hast, sind sicherlich das Schirmmaß. Ohne dieses Wissen lassen sich die Dämpfungswerte zwischen Hausübergabepunkt/Verstärker und den einzelnen Buchsenausgängen der einzelnen Buchsen nicht ermitteln. Daher kann man darüber auch schlecht einen Eindruck bekommen, ob das wohl fachgerecht gemacht wurde oder nicht.


    Etwas Grundsätzliches vielleicht noch zum Thema Signal und Signalmessung.

    Ein Signal kann auch durchaus zu stark sein und den Tuner übersteuern. Einen Receiver ungedämpft direkt Hausübergabepunkt + Verstärker, der für eine komplette Hausverkabelung dimensioniert und eingestellt ist, zu hängen, kann (muss nicht) dazu führen.

    Zudem ist ein Receiver auch kein Messgerät. Bei den Prozentangaben stellt sich insbesondere bei der Signalstärke schonmal die Frage „Was sind denn 100%?“ Es gibt hier ja keine Obergrenze, höchstens einen Operationsbereich für den jeweiligen Receiver-Tuner. Wurde da dann die Obergrenze, der Mittel- oder ¾ Wert dieses Bereichs, den der Endnutzer, wenn überhaupt in den technischen Daten nachlesen kann zu Grunde gelegt? Bei der Signalqualität ist es nicht viel besser. Was ist hier die Basis für die Anzeige? Eine der BitErrorRate/ModulationErrorRate (BER, MER) oder der Rauschabstand (SNR)? Oder wird hier auf Basis der Werte ein künstlicher Mischwert ermittelt? Und dann wieder die Frage, was 100% sein soll. Häufig hat man hier einen Wert von 60% und noch ein gutes Bild. Nun könnte man annehmen der Wert würde auf einer der Fehlerraten basieren und wäre eben genau nicht der Anteil der fehlerhaften Daten sondern korrekten Daten. Das kann aber nicht sein, da man bei nur 60% korrekter Daten niemals mehr ein korrektes Bild erstellen könnte. Die Art, wie die verschiedenen Hersteller diese Prozentangaben errechnen ist auch nicht einheitlich. Zusammengefasst möchte ich damit nur sagen, dass Signalanzeigen eines Receivers nur ein Indiz zum Signal sind. Es lassen sich damit aber keine Werte ermitteln, anhand derer man eine Hausverkablung gezielt via Änderungen am Verstärker oder Austausch von Bauteilen austarieren könnte.

    Wenn das weiterverwendete Kabel aus den Dachantennenzeiten stammt, dann ist es, wenn ich es richtig verstanden habe, älter als 20 Jahre. Hier wäre es nicht unmöglich, dass die Kunststoffummantelung langsam brüchig wird. Dass kann in Folge dann auch die Schirmung beeinträchtigen.


    Meine erste Idee zu dem ganzen Thema war die, ob wohl alle verwendeten Bauteile für den gesamten Frequenzbereich (also bis 862MHz) ausgelegt sind. In der Zeit vor dem Digitalfernsehen waren Bauteile oft nur bis 450MHz oder gar 300MHz ausgelegt. Die Bauteile, die Du aufgelistet hast, sind jedoch alle bis auf 862MHz ausgelegt. Dosen können meines Wissens nach von dem Problem nicht betroffen sein. Die können höchstens bei Programmen unter 140MHz Probleme machen. Nur zum Hausübergabepunkt selbst hast Du noch nichts gesagt. Bis in die späten 80er wurden teilweise welche verbaut, die nur bis 300MHz ausgelegt waren und bis Mitte der 90er teilweise welche, die nur bis 450MHz ausgelegt waren. Ich weiß allerdings nicht, ob man mit einem Hausübergabepunkt, der nur bis 450MHz ausgelegt ist, gar kein Signale jenseits der 450MHz empfängt, oder ob dies durchaus möglich ist, aber der Pegel einfach zu gering. Vielleicht kann diese Frage hier jemand beantworten oder Du guckst einfach mal, ob Du eine Modellbezeichnung am Hausübergabepunkt findest.


    Lange Rede - kurzer Sinn. Ich hoffe ich konnte etwas deutlich machen, dass man in Deiner Situation ohne Messgerät schwer das Problem eingrenzen kann. Klar kannst Du hier und da den Receiver anschließen und gucken, was passiert. Aber aus der Signalanzeige lässt sich zu wenig ableiten, als das man sagen könnte „hier muss ich auf Grund von xyz ein Bauteil tauschen“ oder „ich muss den Verstärker verstellen“. Für keinen Punkt in der Hausverkabelung kannst Du feststellen, wie hoch der Pegel, der Rauschabstand und die Fehlerraten wirklich sind. Um wirklich gezielt das Problem anzugehen, müsstest Du das aber.

    Ich würde jetzt einfach mal sicherheitshalber nach dem Modell des Hausübergabepunktes gucken (glaube aber nicht, dass der nicht bis 862MHz ausgelegt ist). Ggf., wenn es keine großen Umstände macht, mal gucken, was für Dosen jeweils verbaut sind, um ein wenig besser einschätzen zu können, ob die Hausverkabelung fachgerecht austariert wurde. Und natürlich den Receiver einmal an einem Anschluss testen (Freunde/Bekannte), wo ein Kabel-Digitalreceiver problemlos läuft (nicht das der Receiver einen weg hat).

    Aber wenn das keine neuen Erkenntnisse bringt, kommt man wohl nicht darum herum die Anlage mit einem Messgerät auszumessen.
     
  6. Wolfgang14

    Wolfgang14 Junior Member

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    AW: Kabel-Anlage: DVB-C stark gestört - analog einwandfrei

    danke für die ausführliche Info. Bevor ich das neue Kabel und den neuen Abzweiger auf dem Dachboden installiert habe, war auch das Kabel im Keller "falsch" angeschlossen. Dort hing das Kabel, welches unter anderem das 1. und 2.OG versorgt am mit -14db gedämpften Ausgang und das von Vertärker kommende Kabel am Stamm Ausgang. Zu dieser Zeit funktionierten einige Sender ganz gut, die Mehrheit war jedoch gestört oder wurde nach einiger Zeit gestört. Musiksender oder HD funktionierten gar nicht. Deshlab hab ich das Kbel+Abzweiger aufm Dachboden erneuert & die Kabel im Keller anders angeschlossen, im Sinne der Besserung - hätte ja klappen können. Wie kann es hier zu einer Verschlechterung kommen?

    Somit kann man den Kabel-Receiver als Fehlerquelle ausschließen. Am Hausübergabepunkt steht neben der Firma nur HÜP BP G01. Die Dosen werde ich die Tage mal checken. Bin für jeden weiteren Tipp dankbar. Es muss wirklich nur der Receiver im 2.OG einwandfrei digital empfangen können.
     
  7. Thrakhath

    Thrakhath Wasserfall

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    AW: Kabel-Anlage: DVB-C stark gestört - analog einwandfrei

    Am Ausgang? Nicht wenigstens am Stamm Eingang?
    Und diese Änderungen, die Du vorgenommen hast, haben auf keinen der 4 angeschlossenen Fernseher irgendeine Auswirkung auf den Empfang der analogen Programme gehabt?

    Da wir überhaupt keinen Anhaltspunkt haben, wie das Signal an irgendeinem Punkt der Anlage wirklich aussieht, gibt es da viele Möglichkeiten. Es könnte jetzt zur Übersteuerung kommen. Beim Austausch von Kabel und Bauteil könnte evtl. bei einem Kabel der Außenleiter keinen richtigen Kontakt bekommen (gibt immer wieder welche die denken, dass dies ja Schirmung ist und keinen Kontakt braucht). Oder, oder, oder...

    Mehr steht da wirklich nicht?
    Ich kenne das so, dass zumindest ein Hinweis auf das Jahr der Verbauung mit drauf steht. Oft auch eine Modellnummer des Herstellers. Beispielbild

    Ich denke es wäre wirklich gut, wenn Du mit aller Macht ohne fremde Hilfe und Messgerät auskommen willst, zumindest einmal zu gucken, was direkt hinter dem Hausübergabepunkt und vor dem Verstärker für ein Signal anliegt. Da fällt mir allerdings in Deinem Fall nur ein, ein fertiges Antennenkabel aufzuschneiden und in den Ausgang des Hausübergabepunktes zu schrauben (Innen- und Außenleiter). Der Stecke am anderen Ende dann in den Receiver. Es gibt im Hausübergabepunkt auch Messbuchsen, die allerdings teilweise erst aktiv geschaltet werden müssen (nicht einheitlich). Problem ist, dass Du eigentlich an den Hausübergabepunkt nicht ran darfst (Eigentum des Kabelnetzbetreibers).
     
  8. Wolfgang14

    Wolfgang14 Junior Member

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    AW: Kabel-Anlage: DVB-C stark gestört - analog einwandfrei

    - ja da vom Verstärker kommende Kabel war am Stammausgang und das, welches ins 1 und 2.OG geht am -14db Ausgang. Zusammen mit der Kabel und Verteilererneuerng meinerseits haben lediglich den Empfang der digitalen Programme verändert - nämlich erneut verschlechtert.

    - Die Aussenleiter haben Kontakt, das war vor dem Austausch bei dem sehr alten Verteiler aufm Dachboden sogar nicht der Fall, als noch viele digitale Programme funktionierten!

    - Modellnummer und Jahr stehen nicht drauf. An den HUP werde ich nicht dran gehen, damit wenigstens die analogen TVs noch laufen


    Wenn ich aber direkt nach dem Verstärker GAR keinen Empfang habe, wirds wohl übersteuern. Der nächste Schritt wäre wohl mal am Splitter im Wohnzimmer im EG noch vor dem analogTV zu probieren.
    Kann es denn sein, dass es bei einer Übersteuerung zu einer Empfangsstärke von ca65-75% kommt, wobei die Qualität nur bei 20-35% liegt?
     
  9. captaindyck

    captaindyck Silber Member

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    AW: Kabel-Anlage: DVB-C stark gestört - analog einwandfrei

    Falsche Richtung. Der nächste Schritt sollte eigentlich sein, den Rat von Wolfgang_R aus Beitrag 3 zu beherzigen: Teste den Receiver direkt VOR dem Verstärker. Dazu musst Du eigentlich nur den F-Stecker vom Verstärkereingang lösen und mit Hilfe eines Adapters (also so etwas in dieser Art) Deinen Receiver anschließen.

    Wenn das auch nicht geht, dann solltest Du den Receiver möglichst bei einem Bekannten mit Kabelanschluss testen, ob der überhaupt funktioniert oder evtl. defekt ist.

    Wenn VOR dem Verstärker Empfang möglich ist, dann kann man versuchen, sich nach und nach vorzutasten, bis zu dem Bauelement, das die Störung verursacht - ggf. ist es bereits der Verstärker oder der uralte Hirschmann-Abzweiger. Da kannst Du dann im Haus lange suchen und probieren und umbauen und wirst keine Fortschritte erzielen, da Du womöglich die ganze Zeit nur hinter der Störquelle etwas änderst.

    Wenn Du am Ausgang des Hirschmann-Abzweigers keinen Empfang hast (möglicherweise wegen Übersteuerung durch den Verstärker direkt davor), dann wird das ein paar Kabelmeter weiter nicht anders aussehen. Die Signaldämpfung durch das Kabel ist vergleichsweise gering (Größenordnung 1,5dB pro 10m). Angenommen, an Deinem Hausanschluss liegt ein normgerechter Pegel an und das Signal wird um 20dB verstärkt - dann musst Du anschließend auch annähernd 20dB Dämpfung durch Abzweiger, Kabel und Dosen vor dem Receiver haben, damit am Receivereingang wieder ein Normpegel anliegt.

    Um überhaupt ein halbwegs vernünftiges Bild von Deiner Hausverteilung zu bekommen, fehlen daher immer noch die Typbezeichnungen der verwendeten Anschlussdosen, insbesondere die Dämpfungswerte wären wichtig.

    Letzteres mag ich nicht so recht glauben. Hast Du jetzt wirklich alle Anschlüsse vom Verstärker bis zur letzten Dose überprüft? Auch auf mögliche Kurzschlüsse geachtet? Auch an F-Steckern kann es zu mangelhaftem Kontakt kommen. Wenn ich mir das Foto von der Anschlussdose im 2. OG anschaue, sieht der Anschluss des Koaxkabels dort nicht gerade fachgerecht aus.
     
  10. Dipol

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    AW: Kabel-Anlage: DVB-C stark gestört - analog einwandfrei

    Die Antennenleitungen mit festem Dielektrikum entsprechen ebenso wie das Class B Schirmungsmaß des Abzweigers dem damaligen Standard.

    Werden die Stammleitungen falsch aufgeklemmt hat dies zur Folge, dass die Pegel am Stichausgang durch die Richtdämpfung nicht um 14 sondern um ~34 dB abgesenkt werden.

    Was für ein stümperhafter Kabelanschluss! :rolleyes:

    Hoffentlich gibt es nicht noch mehr solche Sollbruchstellen, den schlimmen Murks hat doch niemals ein Antennenprofi verbrochen. Auch ohne professionellen Absetzstripper kann man ein Alu-Billigkabel mit vierfach-Sinnlosschirmung fachgerechter absetzen und anschließen. Unter der Masseklemme müssen die Folien abgesetzt sein.
     

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