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Grüne regen gesetzlichen Islam-Feiertag an

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von amsp2, 16. November 2004.

  1. h2d

    h2d Guest

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    AW: Grüne regen gesetzlichen Islam-Feiertag an

    Diese ganze Diskussion hat sich doch an den Ereignissen in den Niederlanden durch die Ermordung von Theo von Gogh und den nachfolgenden Ausschreitungen entzündet. Die Idee hier in Deutschland nun einen islamischen Feiertag einzuführen würde nach meiner Meinung ein falsches Zeichen in die Richtung der Fundamentalisten des Islam setzen. Hier ist doch das Ende der Toleranz erreicht, denn jede Toleranz darf doch bei der Intoleranz der anderen enden, wenn diese Faustformel heute noch Gültigkeit haben soll. Ich möchte hierzu aus dem Leitartikel der neusten Ausgabe Die Zeit zitieren:


    Es geht doch um die Tatsache, das eine Minderheit einer Mehrheit ihre Regeln aufzwingen will und hier muß ein liberaler Rechtsstaat einschreiten, denn er hat nicht nur die Aufgabe Minderheiten vor der Mehrheit zu schützen, sondern auch umgekehrt Mehrheiten vor einer Minderheit. Dies gilt besonders dann, wenn eine Minderheit gegen die Grundsätze und –regeln einer Gesellschaft verstößt in der sie lebt. Ich möchte hierzu weiter aus diesem Leitartikel zitieren:


    Es fehlen mir bis heute deutliche Distanzierungen aus Reihen der deutschen islamischen Bevölkerung gegen diese Vorwürfe und das Streben dieser Fundamentalisten. Es fehlen mir auch bis heute deutliche Zeichen, das man in den eigenen Reihen gegen die vorgeht, die dieses Streben praktizieren. Wenn weder die deutsche islamische Bevölkerung, noch der Rechtsstaat rechtzeitig und mit entschiedener Entschlossenheit gegen dieses Streben vorgeht, kann es passieren, das die Mehrheitsbürger eines Tages, wie in den Niederlanden, die Sache selbst in die Hand nehmen und das kann nun wirklich nicht im Sinne aller sein.

    Gruß Dieter

    P.S.: Der vollständige Artikel: Die Tücken der Toleranz - Wie sich Staat und muslimische Minderheit in Deutschland begegnen müssen Von Jens Jessen
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. November 2004
  2. h2d

    h2d Guest

    AW: Grüne regen gesetzlichen Islam-Feiertag an

    Ich möchte Dir hierzu auch die aktuelle Ausgabe "Die Zeit" Nr. 48 empfehlen. In ihr wird, wie ich finde, in typischer, sehr differenzierter Art zu diesem Thema geschrieben.

    Gruß Dieter
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. November 2004
  3. SchwarzerLord

    SchwarzerLord Wasserfall

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    AW: Grüne regen gesetzlichen Islam-Feiertag an

    Irgendwie erinnert mich dieses "stehen unter ..." an die Bezeichnung "Untermenschen" bzw. "minderwertiges Leben".
     
  4. littlelupo

    littlelupo Guest

    AW: Grüne regen gesetzlichen Islam-Feiertag an

    Ich habe bis jetzt immer gedacht, ein Internetforum sei zum Diskutieren da? Dazu, Meinungen zu hinterfragen? Was passiert, wenn ich mich erstmal so richtig in eine Diskussion einschalte, sollte doch mittlerweile allgemein bekannt sein, Jungs!:D
     
  5. littlelupo

    littlelupo Guest

    AW: Grüne regen gesetzlichen Islam-Feiertag an

    Off-topic:

    Ein Ort von ca. 5000 Einwohnern, das gibt Anlaß zur Spekulation. Mal sehen, ob horud bei einem anderen Thema auch gut aufgepaßt hat:D :
    5000 Einwohner,
    das heißt 4% = 200 Einwohner sind ....
    weitere 6% = 300 Einwohner dieses Ortes sind .. (Eher noch ein paar mehr)
    Der Rest, immerhin noch 90% = 3500 sind ......;)
    Die 500 Einwohner aus Punkt eins und zwei sind die mit dieser achsonormalen ..........;) Und horud will mir allen Ernstes erzählen, in seinem Umfeld gibt es solche Typen nicht!:D Übrigens auch unter den Deutschrussen findet man diese Herrschaften, die zu den 4% bzw 6% gehören.
     
  6. ukroll96

    ukroll96 Guest

    AW: Grüne regen gesetzlichen Islam-Feiertag an

    @littlelupo:

    Das wollte ich damit auch nicht ausdrücken, da habe ich mich dann etwas mißverständlich ausgedrückt. Klar, ist das Forum zum diskutieren da.

    Nur glaube ich, wir können das endlos weiter diskutieren, pro/contra, aber solange von sagen wir mal den Befürwortern Toleranz gefordert wird, so wenig tolerant sind die selbigen gegenüber denen, die dies ablehnen, z. B. Islamfeiertag.

    Ich frage jetzt einfach noch einmal, wieviel Toleranz möchtest du z. B. noch?

    @Zodac:

    Und genau diese Äußerungen führen dazu, das man seine Meinung nicht äußern möchte, weil egal wie man begründet, man ist also ein Ausländerfeind. Genau solche Meinungen treiben den Rechten die Leute zu, wieder ein typisches Beispiel, freie Meinungen zu verdrehen, umzubiegen etc. Und wenn du schon von Intoleranz sprichst, wo ist denn deine Toleranz gegen anders Denkende???!!!
     
  7. Zodac

    Zodac Foren-Gott

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    AW: Grüne regen gesetzlichen Islam-Feiertag an

    Erstens hätte ich gern eine Quellenangabe bei solch brisanten Postings. Ansonsten ist dies sicherlich bedenklich - wird sich im Rahmen des Integrationsprozesses der Türkei in die europäischen Strukturen auch in jedem Fall noch ändern müssen.
    Dass nur das Militär die Trennung von Kirche und Staat durchsetzt halte ich für maßlos übertrieben. Natürlich herrschen innerhalb der Türkei, vor allem zwischen städtischem und ländlichem Raum massive Diskrepanzen - in Städten wie Ankara oder Istanbul fühlen sich die Mehrheit der Menschen eher mit uns Europäern verbunden als mit dem rest der arabischen Welt. Ein Prozess den man fördern sollte.

    Kriege von Muslimen gab es aber nie in dem Umfang und in der Intensität wie "unsere" Kreuzzüge. Und natürlich soll das hier NICHT aufgerechnet werden. Was ich damit viel eher sagen will ist dass der muslimische Glauben entwicklungstechnisch einige hundert Jahre zurückliegt (im Vergleich zum christlichen und jüdischen Glauben). Wir waren vor gar nicht allzu langer Zeit auch nicht besser. Statt jedoch alle Muslime gegen uns aufzubringen sollte die gesamte westliche Welt ihr Engagement in der arabischen Welt in der Form fortsetzen, dass man da ist wenn's brennt - jedoch nicht mit der "Hau-Drauf-Methode" agiert à la George W. Bush. Alles andere regelt meiner Ansicht nach die Zeit. Das einzige was wir in unseren Gefilden aufbringen müssen ist Toleranz. Hierzu möchte ich auch gerne ein das Grundgesetz zitieren:


    Artikel 4
    [Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit]
    (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.


    (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.


    Völlig richtig. Aber du willst ja wohl nicht behaupten, dass nur weil es nicht einfach ist man diese Trennung nicht dennoch vollziehen MUSS, um nicht Unschuldigen Dinge anzukreiden mit denen sie weder etwas zu tun haben noch sich damit auch nur in irgendeiner Form identifizieren können?!?


    Da dies ein anderes Thema ist möchte ich hier nicht weiter d'rauf eingehen. Dass die Überwachungsgelüste unter einer unionsgeführen Regierung jedoch geringer wären, bezweifle ich stark. Man muss sich nur einmal anhören was Bayerns Inneminister Beckstein (CSU) so von sich gibt.


    Beim ersten Punkt möchte ich nicht widersprechen. Die europäische Integration ist aber ebenfalls etwas, das Zeit braucht. Die 10 neuen Mitgliedsländer sind erst seit ca. 7 Monaten in der EU. Solche Prozesse brauchen Zeit.

    Punkt zwei halte ich wieder für etwas zu sehr über einen Kamm geschert. Ich denke die Probleme unterscheiden sich auch von Land zu Land, da jeweils auch unterschiedlich mit Muslimen umgegangen wird. Ich würde z.B. schonmal behaupten, dass die Integration der arabischen Bevölkerung in Frankreich deutlich besser funktioniert (und natürlich gibt es dort trotzdem Probleme!) als die Integration unserer türkischen Bevölkerung. Ich denke man kann hier auch viel voneinander lernen.


    Blödsinn! Ich wehre mich selbst dagegen, dass jeder der sich kritisch über Israel äußert gleich als Antisemit oder Neonazi bezeichnet wird. Die Behauptung das würde den Rechten Zulauf bringen ist pure Spekulation. Oder woran machst du das fest?

    Und ich bin tolerant gegenüber Andersdenkenden. Allerdings hat diese Toleranz Grenzen: das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Und Aussagen wie von mrsmyers sind meines Erachtens haarscharf an dessen Grenzen. Ich möchte dies auch erläutern:




    Artikel 5
    [Meinungs-, Informations-, Pressefreiheit; Kunst und Wissenschaft]

    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.


    (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.


    Ganz besonders wichtig ist Absatz 2: Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze [...] und in dem Recht der persönlichen Ehre.

    Wer Muslime als Götzenanbeter und Juden als fehlgeleitet bezeichnet verletzt damit unter Umständen die persönliche Ehre von Menschen mit diesen Glaubensrichtungen. Und selbst wenn dem nicht so wäre, möchte ich nicht wissen wie sich Menschen im täglichen Leben gegenüber Moslems verhalten, die in Internetforen so etwas von sich geben. Ob hier die Grundsätze von Art. 4 wirklich gewährt bleiben bezweifle ich persönlich ein wenig.

    Ohne jetzt hier in eine endlose juristisch-angehauchte Diskussion zu verfallen wollte ich klarstellen, dass das so oft eingeforderte Recht auf freie Meinungsäußerung Schranken hat - und das mit gutem Grund.

    Solange die Meinungen in dem gesetzlich-vorgegebenen Rahmen bleiben bringe ich dem vielleicht Unverständnis aber durchaus Toleranz entgegen.

    Greets
    Zodac
     
  8. horud

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    AW: Grüne regen gesetzlichen Islam-Feiertag an

    Oh man Lupo, irgendwie schaffst Du es, thematisch jeden noch so weit entfernten Thread auf diese Thema hinzubiegen:rolleyes: Und außerdem hats Du mal wieder nicht aufgepaßt, sonst wüßtest Du, daß ich genau das Gegenteil geschrieben habe.

    So und jetzt genug Off-Topic. Laßt uns bitte wieder zum ursprünglichen Thema kommen:
     
  9. horud

    horud Lexikon

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    AW: Grüne regen gesetzlichen Islam-Feiertag an

    Ganz so falsch liegst Du mit deiner Vermutung nicht. Der Islam betrachtet Andersgläubige tatsächlich als minderwertige Menschen.

    Über diesen Artikel bin ich bei google gestolpert. Ist mit Vorsicht zu genießen. Aber die Sache mit Hitler stimmt wohl, da ich es auch in anderen Berichten gelesen habe:

    http://www.nahostfocus.de/page.php?id=1277

    EDIT: Dieser al-Husseini war übrigens der Onkel und geistige Mentor von Arafat:
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. November 2004
  10. ukroll96

    ukroll96 Guest

    AW: Grüne regen gesetzlichen Islam-Feiertag an

    Ein einfacher Blick zu den letzten Wahlen in Brandenburg etc. dürfte genügen, um zu zeigen, das man mit solchen Diskussionen über ein Für und Wieder genau die Wähler dahin treibt, wo man sie eigentlich nicht hintreiben wollte/sollte. Genau dieses Diskussionen, die wichtig und richtig sind, verunsichern/verärgern den Otto Normalo und schwups haben wir bei den Rechten so von null auf hundert da mal 6,xx % und in Sachsen waren es ja wohl noch ein paar Prozentpunkte mehr, oder?

    Dann hast du aber mit deiner Toleranz, lieber Zodac wohl zu sehr verallgemeinert in deinem Post, jetzt war es nur MrsMyers, nächstes Mal vielleicht etwas differenzierter,oder?

    Das Recht auf freie Meinungsäußerung spricht dir ja auch keiner ab. Nur habe ich den Eindruck, das wenn eine Meinung geäußert wird, die nicht für einen solchen Feiertag und den Islam allgemein ist, wird hier mit allem aufgefahren, was machbar ist.

    Akzeptier doch einfach, das die Mehrheit der Deutschen dagegen ist und fertig. Muss man alles breit diskutieren und immer darauf hingewiesen werden, was Toleranz bedeutet? Ich finde wir zeigen genug Toleranz, aber irgendwann ist Schluss mit der Toleranz. Das wir hier in diesem Forum darüber diskutieren, ist gut und auch gewollt. Aber die Menschen, die draußen leben und nicht mitdiskutieren, wollen dies alles nicht, Punkt Aus. Und das sollen die Herren Ströbele und Konsorten endlich verstehen, nicht mehr, nicht weniger. Aber stattdessen driftet ein Herr Ströbele vom Feiertag weg und legt noch einen nach mit dem Weltreligionstag!

    Der sollte kapieren, das es diesen Tag nicht geben wird, die Bürger das genauso sehen, die meisten zumindest und er sollte sein Projekt endlich begraben. Aber nein, er macht munter weiter und das meinte ich damit, das so die gefrusteten, verärgerten genau den Rechten in die Arme getrieben werden.

    http://www.gmx.net/de/themen/nachrichten/deutschland/innenpolitik/590476.html
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. November 2004