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Fragen zur Neuausrichtung nach Orkan

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Neo2003, 14. Februar 2005.

  1. Neo2003

    Neo2003 Junior Member

    Registriert seit:
    23. April 2004
    Beiträge:
    21
    Ort:
    Frankfurt
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    Hi Leute,


    durch den Orkan am Wochenende hat sich wohl meine Schüssel verstellt (85er Zehnder, Universal Twin-LNB). Ich bekomme keinen Astra-Sender mehr rein mit einem Pegel >40. Nun muss ich wohl aufs Dach steigen :-( Da ich schon immer Empfangsprobleme bei Regen hatte, will ich die Gelegenheit nutzen und es diesmal von Anfang an richtig machen und ich habe zwecks Ausrichtung und Einstellung noch ein paar Fragen:
    1.) Stimmt es, dass man die Schüssel besser mit einem analogen Receiver ausrichten soll, weil ein digitaler Receiver so grosse Verzögerungszeiten hat? Wenn ja: Stimmt es, dass eine auf einen analogen Receiver eingestellte Schüssel trotzdem nicht unbedingt auch auf einen digitalen Receiver optimal eingestellt sein muss, weil dieser empfindlicher ist?
    2.) Stimmt es, dass man einen nassen Lappen auf den LNB legen sollte, um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu simulieren?
    3.) Stimmt es, dass man zuerst mit einem "starken" Sender wie ARD grob ausrichten sollte und anschliessend die Feineinstellung mit einem "schwachen" Sender wie z.B. Pro7 machen soll?
    4.) Dann wäre da noch der Unterschied zwischen Signalqualität und Signalpegel. Vor dem Orkan hatte ein starke Sender, wie z.B. ARD eine Signalqualität: 98% und einen Signalpegel: 64%
    Schwache Sender, wie z.B. ZDF hatten eine Signalqualität: 84% (Pegel wechselt ständig zwischen 80% und 90%) und einen Signalpegel: 60%
    Wie gesagt, ich möchte es diesmal richtig machen und mehr auf den Signalpegel achten, beim erstenmal habe ich den Pegel vollkommen ignoriert und nur auf die Signalqualität geachtet.
    Meine Frage: Ist es überhaupt möglich auf einen Pegel von >80 zu kommen oder lässt sich das gar nicht realisieren?
    5. Und dann noch die absolute Newbie-Frage: Wie war das nochmal, zuerst nach rechts oder links ausrichten, bis man ein bisschen Bild hat und dann nach oben und unten, stimmts? Wenn ja, würde das doch schon meine erste Frage klären, denn beim digitalen Receiver gibt es kein "bisschen Bild", entweder gutes Bild oder gar keins...

    Danke im Voraus
    Neo
     
  2. hjw

    hjw Gold Member

    Registriert seit:
    7. Juli 2004
    Beiträge:
    1.490
    Ort:
    Halstenbek, vor den Toren(NW) Hamburgs
    AW: Fragen zur Neuausrichtung nach Orkan

    zu 1:
    Die Ausrichtung mit einem digitalen Receiver hat einen "Haken": die automatische Fehlerkorrektur. Du hast ein gutes Bild solange der Datenstrom entweder gut genug ist oder aus ihm durch Rechenprozesse im Receiver wieder repariert werden kann. Welche Qualität der ankommende Datenstrom hat, kannst du mit dem Receiver nicht erkennen.
    Für diese Rechenleistung braucht der Prozessor auch seine Zeit, die ist aber bei langsamen Bewegungen der Schüssel immer noch vernachlässigbar.
    Ein analoger Receiver reagiert da anders. Ja nachdem wie stark das Signal ist, gibt es Fischchen oder keine. Damit kannst du beim Schwenken der Schüssel besser die Mitte treffen. Das bedeutet aber noch nicht, dass du auch die optimale Einstellung dür den digitalen Empang gefunden hast. Dazu ist die Auflösung des Messergebnisses noch zu grob.
    zu 2:
    Der nasse Lappen bewirkt eine Abschwächung/Dämpfung des empfangenen Signals. Damit kannst du primär testen, ob der Signalpegel am Eingang des Receivers noch hinreichend groß ist. Nebenbei verschlechtert sich aber auch der Datenstrom, weil er im Grundrauschen etwas weiter untergeht.
    zu3.:
    Das ist ziemlich egal.
    zu 4:
    Für einen guten Empfang braucht der Tuner im Receiver ein Signal einer bestimmten Stärke -eines Signalpegels, um überhaupt sinnvoll arbeiten zu können. Mit gewissen Einschränkungen geht damit auch die Qualität des Signals einher. Sie hängt vom Verhältnis der Stärken des Grundrauschens und des Nutzsignals ab. Auch die Qualität des Übertragungsweges (Kabel und Stecker) hat einen großen Einfluss.
    Du hast sicher schon bemerkt, dass ich keine Zahlen verwendet habe. Das liegt daran, dass jeder Hersteller von Receivern die Anzeige anders skaliert. Auch ist die Methode, diesen Wert zu messen recht unterschiedlich. Auch greift die Fehlerkorrektur in die Ermittlung ein. Und wenn man weiss, dass es unterschiedliche Qualitäten der Fehlerkorrektur gibt relativiert sich das Ergebnis wiederum.
    Will man also eine zuverlässige Aussage über die Qualität des Signals treffen, so muß man den Datenstrom vor der Fehlerkorrektur untersuchen und bewerten. Das machen aber nur teure Meßempfänger (für den Profi).
    Lediglich der Pegel lässt sich durch Wahl der eingesetzten Empfangskomponenten im Voraus berechnen. Eine größere Schüssel hat eine größere Fläche als eine kleine und nimmt daher auch mehr Energie auf als eine kleine. Billiges, schlecht geschirmtes, mit einer hohen Dämpfung behaftetes Koaxkabel zehrt an dieser Energie. Verstärker verstärken das Signal, aber in gleichem Maße auch das Rauschen. Lohnt sich also nur bei einem qualitativ guten Signal. Zustark darf es am Receiver aber auch wieder nicht ankommen, denn dann macht der Tuner zu. Vergleich: Schreit dich einer an, hälst du dir die Ohren zu. Will heißen: Pegel ist nicht alles und nicht immer gut.
    zu 5:
    erst anhand des Standorts aus einer Liste die Elevation entnehmen und an der Schüssel einstellen. Mit dieser Einstellung langsam doe Schüssel horizontal schwenken. Erzielst du kein Ergebnis, die Elevation verändern und wieder schwenken.
    Ist allein vom mechanischen Handling die praktikablere Lösung.
    Beim Festziehen aller Muttern und Schrauben verändert sich das Ganze aber wieder ein wenig. Also vorsichtig an das Endergebnis heranarbeiten.

    Gruß Hajo
     
  3. digiface

    digiface Foren-Gott

    Registriert seit:
    21. Dezember 2002
    Beiträge:
    10.641
    AW: Fragen zur Neuausrichtung nach Orkan

    Hallo,

    1,) Ja. Die Schüssel richtig auf analog eingestellt, ist digital auch richtig eingestellt.

    2,) Ja, kann man machen, dann kann man aber nicht ein einwandfreies Bild hinbekommen, sonder nur Bilder mit weniger Störungen, womit sich dann die Schüssel genauer ausrichten lässt, entfernt man den Lappen, sollte man die bestmögliche Einstellung haben.

    3,) Ja. Zuerst die ARD, damit findet man den Satelliten schneller, und mit Pro7 dann die Feineinstellung. Und da besonders auf die Farben auchten, auf leuchteten Farben, starke Farben und Neonfarben, das man da die Fische heraus bekommt, was mit dem nassen Lappen natüräch nicht geht, sonder da so wenig wie möglich, wenn dann der Lappen weg ist, dann sollten aber keine Fische zu sehen sein.

    4,) Diese Receiveranzeigen sind relativ, und Zahlen können nur Besitzer gleicher Geräte untereinander austauschen. Jedoch gehen sie schon in die selbe Richtung, so zeigen die meisten Receiver bei einer optimalen Ausrichtung 98% Signalqualität, bei fast allen Sender, bei schwächeren Sender können es auch 95% sein.

    Die Signalstärke kommt auf die Größe der Anlage an, 85 cm Twin-LNB kann man auf 85% kommen, Aber Achtung: Die Receiveranzeigen sind relativ.

    Welchen Receiver hast Du denn?

    Richte analog so gut aus wie es geht, dann hast Du auch digital das bestmögliche Signal, und dann Deine Vergleichszahlen für die Zukunft, das habe ich genauso gemacht.

    5,) Zuerst hier den Höhenwinkel berechnen:

    http://www.satlex.de/de/azel_calc-first_1.html

    Den einstellen, und dann seitlich drehen. Und dann den Höhenwinkel nachstellen, denn so genau kann man ihn garnicht einstellen, und dann würde er auch nur dann 100%'ig stimmen, wenn die Halterung 100% im Wasser wäre, also nochmals beide Winkel nachstellen, und dann solltest Du das Optimum haben.

    digiface
     
  4. pigga

    pigga Senior Member

    Registriert seit:
    16. November 2004
    Beiträge:
    247
    AW: Fragen zur Neuausrichtung nach Orkan

    Also ehrlich gesagt hab ich das Ausrichten mit nem popeligen Sat-Finder immer recht gut hinbekommen. Das war son Piep-Teil von Schwaiger. Gabs für nen paar Euro im Baumarkt. Drehung auf optimum bringen, dann Neigung(Elevation) auf maximum drehen und dann nochmal drehrichtung kontrollieren. Die Schüssel steht optimal, wenn beim leichten Biegen an jeder "Ecke" der Schüssel (also links recht oben und je nach Schüsselbauart unten) der Pegel sichtbar abfällt.
    Pigga
     
  5. Neo2003

    Neo2003 Junior Member

    Registriert seit:
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    Frankfurt
    AW: Fragen zur Neuausrichtung nach Orkan

    Hallo,

    nach dem gestrigen Forumscrash ist mein Beitrag leider nicht mehr vorhanden, ich versuche mal ihn nochmal in der verkürzten Fassung zusammen zu bekommen:

    Meine Schüssel war tatsächlich verstellt und zwar im Elevationswinkel. Der Orkan hatte die untere der beiden Schrauben gelöst. Diese habe ich ersetzt und die Schüssel mit Hilfe eines analogen Receivers gemäss euren Anleitungen (Danke nochmal) neu ausgerichtet. Als der analoge Receiver ein wunderbares Bild hatte, habe ich den digitalen Receiver (Zehnder ZX 1100) angeschlossen. Zur Feineinstellung bei digitalen Receivern soll man ja den Sender "XXP" nehmen. Leider musste ich erstaunt feststellen, dass ich diesen Sender mit dem Zehnder nicht empfangen konnte, kein Wunder, denn der angezeigte Signalpegel war bei 39% und alles was unter 40% ist bedeutet "Kein Signal". Also hab ich das Spielchen mit dem Ausrichten der Schüssel nun mit dem Zehnder wiederholt, aber ich hab es nicht geschafft die Signalwerte für XXP entscheidend zu verbessern.

    Mein Nachbar kam dann auf die Idee, es mal mit einem anderen digitalen Receiver zu probieren, weil das Bild auf dem analogen Receiver ja optimal war. Er hatte noch einen "DSR 8000" (Hersteller unbekannt) im Keller gefunden, dieser hat einen eingebauten SAT-Finder. Die Anzeige des SAT-Finder's hat sogleich meine Vermutung bestätigt, die Schüssel war und ist optimal ausgerichtet. Als ich dann auf XXP umgeschaltet habe, bekam ich diesen Sender auch problemlos rein mit Signalqualität 95% und Signalpegel 81%. Selbst wenn der Pegel nun bei starkem Regen um 20% fällt, kann ich XXP noch empfangen und die anderen Sender natürlich umso mehr.
    Mir ist klar, dass diese Pegel-Anzeigen nicht 100%ig stimmen und nur relativ sind, weil da ja auch die oben erwähnte Fehlerkorrektur eine Rolle spielt, man also nur 2 identische Receiver vergleichen darf, aber entscheidend für mich ist, dass ich trotz optimaler Ausrichtung des Spiegels, einen "schwachen" Sender wie XXP mit dem Zehnder nicht empfangen kann, mit dem "DSR 8000" aber schon.
    Das hat mich so entäuscht, dass ich meinen Zehnder demnächst bei ebay vertickern werde.

    Gruß
    Neo
     
  6. atomino63

    atomino63 Platin Member

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    AW: Fragen zur Neuausrichtung nach Orkan

    Richtig erkannt!

    Wieder einmal ein sehr schöner Beweis, dass es nicht an einem einzelnen Teil liegt, sondern die Gesamtheit der Kette das Bild macht.

    Selbst habe ich super Erfahrung mit der negativ Ausrichtung der Schüssel, wie sie Kathrein empfiehlt, gemacht d.h., die Schüssel wird mit einem digitalen Receiver jeweils nach Rechts und Links, respektive Oben und Unten auf den gleichen schlechten Wert, z.B. 6 db, verstellt. Logischerweise befindet sich die Position mit dem besten Empfang in der Mitte der dabei ermittelten Positionen. Das hat noch immmer und bei jeder Antenne und Receiver funktioniert.
     

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