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EU Beitritt der Türkei

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von Medax, 12. Oktober 2004.

  1. littlelupo

    littlelupo Guest

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    AW: EU Beitritt der Türkei

    Na, tarak, ich dachte eigentlich, das sei zu durchschauen: Ich habe selten Diskussionen in Internetforen erlebt, wo ich mich mit den Gegnern von Irgendwas (worum es im Detail geht, ist eigentlich egal :D ) so schön zoffen konnte. Ich meine damit nicht den Austausch von irgendwelchen Beschimpfungen, sondern den Austausch von Argumenten. Besonders in diesem Thread ist es gelungen, die "Gegner" lange Zeit in diesem Thread zu halten. ;)
    So ein reger Gedankenaustausch ist doch was Feines. :love:
     
  2. Don Pasquale

    Don Pasquale Senior Member

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    Hören Sie, Herr "Dr. Kammler"


    Wenn Sie sich hier schon mit Doktortiteln schmücken, dann sollte Ihnen eine gewisse wissenschaftliche Arbeitsweise nicht fremd sein. Ad 1) Argumente sollten belegt sein ( es sei denn es sind Inhalte aus dem 1. Semester) 2) TEXTE sollten nicht geklaut sein 3) Wenn schon zitieren, dann mit Quellenangabe

    Hier ist der Link auf den von Ihnen geklauten Artikel
    http://infos.aus-germanien.de/T%C3%BCrkischer_EU-Beitritt

    Der Vollständigkeit halber dann noch die pro Argumente dieser Webseite

    Pro: Argumente für den türkischen Beitritt

    Befürworter halten dagegen, dass die EU eine Wertegemeinschaft ist und nicht eine Gemeinschaft, die sich in erster Linie auf den christlichen Glauben bezieht. Demnach spielt für die Aufnahme der Türkei einzig und allein die Erfüllung der Kopenhagener Kriterien ein Rolle. Somit kann der islamische Glaube kein Ablehnungskriterium gegen den Beitritt sein, falls die Werte, die in den Kopenhagener Kriterien festgeschrieben sind, in der Türkei rechtlich und gesellschaftlich umgesetzt werden.

    Zudem hat die Türkei im Gegensatz zu vielen "islamischen" Staaten eine längere Tradition der Westorientierung. Sie fing schon im Osmanischem Reich an und setzte sich verstärkt durch die Reformen in der Zeit der Republiksgründung durch Atatürk fort. Seit 2001 führt die Türkei weitere gesetzliche Reformen durch, um den europäischen Normen gerecht zu werden.

    An die Türkei bestehen seit 40 Jahren politische Zusagen für die Aufnahme in die EU. Diese Zusagen wurden 1999 und 2002 erneuert. Daher darf die EU nicht einfach ihre eigenen Versprechen ignorieren.

    Ein weiteres Argument der Befürworter ist, dass ein Beitritt zur EU die Demokratie und die Lage der Menschenrechte in der Türkei weiter stärken würde. Sie sehen darin ein wirksames Mittel, den islamischen Fundamentalismus weiter zurückzudrängen. Die erfolgreiche Integration der Türkei in die EU und die damit einhergehende Wohlstandssteigerung wäre für viele islamisch geprägte Länder eine Vorbildfunktion. Eine demokratische und stabile Türkei würde beweisen, dass Islam und Demokratie kein Widerspruch ist.

    Ohne die Aufnahme der Türkei ist es fraglich, ob die EU die weltpolitische Rolle spielen kann, die sie anstrebt. Auch würde die EU erst durch die Aufnahme der Türkei die "kritische" Größe erhalten, um auch zukünftig wirtschaftlich eine wichtige Rolle auf der Welt gegenüber Regionen wie Asien, Nord- und Südamerika zu spielen. Mit der Türkei wächst der Binnenmarkt um weitere 70 Millionen Konsumenten. Mit dem erhofften Ansteigen des Wohlstandes in der Türkei würden Länder wie Deutschland wirtschaftlich durch höhere Exporte in die Türkei profitieren.

    Eine in die EU integrierte und stabile Türkei ist auch für die europäische Energieversorgung sehr wichtig. Über die Türkei verlaufen zukünftig wichtige Öl- und Gaspipelines aus dem Kaukasus und den zentralasiatischen Turkstaaten.

    Beitrittsgegner führen auch an, dass durch die Aufnahme der Türkei die Grenzen der EU verschwimmen, dass es kein Argument mehr gebe, Staaten wie Russland, die Ukraine und Marroko die Aufnahme zu verweigern. Dieses Argument ist nicht schlüssig, da für diese Länder von der EU keine Versprechen zur Aufnahme vorliegen, und bei jedem Beitrittsgesuch fallspezifisch entscheiden werden kann.

    Durch die Aufnahme der Türkei wird den alternden Gesellschaften der EU-Länder eine "Verjüngung" zugeführt, was auch zu einer Dynamisierung der EU beitragen kann. Zudem verfügt die Türkei über eine hohe Zahl von gut ausgebildeten Akademikern (2004 waren 1,6 Mio TürkenInnen an den Universitäten des Landes eingeschrieben). Mit ihnen ließe sich der in Deutschland und anderswo in der EU abzeichnende zukünftige Fachkräftemangel reduzieren.

    Es ist aber auch fraglich, ob es zu dem befürchteten Zuwandererstrom aus der Türkei nach Westeuropa kommen würde. Der Zuwandererstrom, der nach der Aufnahme Spaniens erwartet wurde, trat ebenfalls nicht ein. Zudem ist die Aufnahme der Türkei erst in 10 bis 15 Jahren, mit anschließendem langen Übergangszeitraum von bis zu 7 Jahren in bezug auf die Freizügigkeit, angedacht. Bis dahin könnte die Türkei aufgrund ihres derzeitigen starken Wirtschaftswachstums die wirtschaftliche Kluft zu Westeuropa schließen. Mit dem steigenden Wohlstand würde auch der Immigrationsdruck nach Westeuropa sinken.



    Ciao
    Don Pasquale
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. März 2005
  3. tarak

    tarak Neuling

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    AW: EU Beitritt der Türkei

    Na dann:

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  4. Beanpole

    Beanpole Senior Member

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    AW: Hören Sie, Herr "Dr. Kammler"

    Macht es noch Sinn, gesperrte User zu zitieren? Ich meine nein.
    Für mich ein weiteres deutliches Zeichen für den Drogenkonsum in der Politik.
    Kommt zeitlich ja auch hin. :D
    Ein Versuch wärs wert. Ich würde das auch wirklich begrüßen. Aber dafür müßten gewaltig Traditionen gebrochen werden. Alleine die Gleichberechtigung der Frau ist bei den meisten unvorstellbar.
    Geht eher in die Richtung "PRO-TALIBAN" :D
     
  5. tarak

    tarak Neuling

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    AW: Hören Sie, Herr "Dr. Kammler"

    Nun, die laizistische Türkei gibt es ja erst seit rund 80 Jahren.
    Wenn man bedenkt, auf welch langen Entwicklungszeitraum die Aufklärung in Europa zurückblickt ist die Türkei eigentlich schneller als wir.