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Empfange nicht alle Programme

Dieses Thema im Forum "Digital TV für Einsteiger" wurde erstellt von Rene97, 29. Januar 2023.

Schlagworte:
  1. Rene97

    Rene97 Junior Member

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    Hallo zusammen,
    ich bin gerade dabei eine Wohnung zu sanieren. Die Wohnung befindet sich im EG eines 3 Familienhauses. In der Wohnung befinden sich 3 SAT Anschlüsse. 2 funktionieren Einwandfrei, auf dem dritten lief beim testen nur ARD und Co aber keine SAT 1 etc. Im 1. OG und 2. OG ist wohl jeweils nur 1 SAT Anschluss vorhanden und im 1. OG läuft zusätzlich noch ein Gerät über DVB-T.
    Auf dem Dachboden habe ich folgendes vorgefunden:PXL-20230127-123329438 hosted at ImgBB
    Lässt sich das irgendwie umbauen, dass ich alle 3 Anschlüsse nutzen kann?
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Januar 2023
  2. raceroad

    raceroad Wasserfall

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    Ein Programm "ARD" gibt es nicht. Und für das ARD-Hauptprogramm Das Erste fehlt eine Differenzierung SD/HD. Plausibel wäre, wenn am Anschluss mit Empfangsproblem zwar Das Erste HD, nicht aber Das Erste (SD) zu empfangen wäre ("SD" in Klammern, weil es diesen Zusatz in der Programmbezeichnung nicht gibt. Für solche Anfragen ist eine klare Benenneung aber wichtig!). Denn die SD-Version wird dem Multischalter (= "roter Baustein") über dasselbe Kabel zugeführt wie die Privaten in SD (.. konkret über das weiße Innenkabel im sog. Quattro-Kabel) und gehört somit zum selben Teilsignal.

    Für die Fehlereingrenzung wäre es hilfreich, ein Endgerät, mit dem an einem der beiden Anschlüsse ohne Empfangsproblem alles zu empfangen ist, an dem mit fehlenden Programmen zu testen. Oder wurde das schon – mit welchem Ergebnis - gemacht?

    Konzeptionell sieht man da nichts, was eine Einschränkung auf nur einen Teil der Programme an einem Anschluss erklären könnte.

    Abseits des Empfangsproblems sieht man einen sicherheitstechnisch gewohnt problematischen Aufbau: Erdungsleiter (= "dicker Draht" links oben) so am Mastfuß angeschlossen, dass zu befürchten ist, dass die Verbindung im Fall eines Blitzeinschlags in die Antenne den dynamischen Belastungen nicht standhält, Potenzialausgleich fehlt fast völlig (lediglich zwei Terrestrik-Zuführungen über PA-Schiene in veralteter Technik), nicht mal der "Erdungsanschluss" des Multischalters wurde mit der PA-Schiene verbunden.
     
  3. Rene97

    Rene97 Junior Member

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    Vielen Dank für die Antwort und vorab Entschuldigung für die fehlerhaften Bezeichnungen, ich bin leider noch Anfänger was die Thematik angeht. Ich habe an jeden Anschluss das gleiche Endgerät angeschlossen. An 2 von 3 Anschlüssen funktionierten alle Programme, auf dem 3. eben nur Das Erste, ZDF, Arte (ohne HD) aber kein Sat 1, Pro 7 usw.

    Meine erste Vermutung war, dass der 3. Anschluss nicht bis nach oben gelegt ist, sondern dieser mit einem Anschluss der oberen Etagen gekoppelt ist. (der Multiswitch hat ja auch nur 4 Ausgänge) Die zweite Vermutung war, dass ich hier nur ein Antennensignal empfange, weshalb die Programme nicht laufen. (Falls das völlig daneben ist, auch hierfür sorry!)
     
  4. raceroad

    raceroad Wasserfall

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    Für einen aktuellen Test kann das nicht sein: arte (ohne HD) wurde Mitte November 2022 abgeschaltet: Pressemeldung arte.

    Ist denn bekannt bzw. davon auszugehen, dass es im Haus mehr als vier Sat-Anschlüsse gibt?

    Und selbst wenn der dritte Anschluss mit einem der beiden anderen der eigenen Wohnung zusammengeschaltet wäre, würde das funktionieren, solange an nur einem der verbundenen Anschlüsse ein Receiver / TV angeschlossen ist.

    Sofern hier nicht noch andere Nutzer im Haus involviert sind, wäre es sinnvoll, immer nur eines der momentan vier am Multischalter angeschlossenen Ausgangskabel zunächst unter Beibehaltung der Anschlusszuordnung mit dem Multischalter zu verbinden, um so herauszufinden, welches Kabel welchen Anschluss bzw. ggf. welche Anschlüsse versorgt. Über eine im späteren Verlauf geänderte Zuordnung kann man testen, ob alle Ausgänge des Multischalters korrekt arbeiten.
     
  5. Rene97

    Rene97 Junior Member

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    Dann war der Empfang von Das Erste, ZDF, Arte wohl doch in HD. In den beiden oberen geschossen wird jeweils ein Sat Anschluss genutzt und zusätzlich schaut der Mieter im 1. OG an einem Gerät über DVB-T. Daher auch meine Vermutung: EG 2 Sat-Schlüsse, 1. OG 1 Sat-Anschluss, 2. OG 1 Sat-Anschluss = 4 Ausgänge des Multischalters. Ergo: das 3. Kabel im EG kann kein eigenständiger Sat-Anschluss sein.

    Ja leider sind weitere Nutzer im Haus, und der Dachboden ist nur durch die Wohnung des Mieters zu erreichen....
     
  6. raceroad

    raceroad Wasserfall

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    Wenn es mehr Sat-Anschlüsse als Ausgänge am Multischalter gibt, muss irgendwo / irgendwie (.. in Reihe geschaltete Dosen, Verteiler, Master-Slave-Umschalter) gesplittet werden. Wie das konkret erfolgt, entzieht sich den Fähigkeiten meiner Glaskugel.

    Es kann aber konzeptionell keine inhaltliche Aufteilung geben, so dass an einem verbundenen Anschluss beispielsweise nur die ör-Programme in HD und am anderen nur SD (inkl. der Privaten) funktioniert. Wie gesagt: Solange an den verbundenen Anschlüssen nur ein Endgerät angeschlossen ist, müsste dieses einzelne Endgerät auch alles empfangen können. Sollte das nicht so sein, wird es nicht so leicht werden, die Ursache herauszufinden. Beachten: Selbst ein auf Standby geschaltetes anderes Endgerät kann durch Hintergrundaktivität den Empfang einschränken.

    Sollten Anschlüsse verbunden sein, kann man rein technisch durch ein teilnehmergesteuertes Einkabelsystem (oft als "Unicable" bezeichnet) dafür sorgen, dass auch an verbundenen Anschlüssen unabhängig voneinander und parallel alle Programme zu empfangen sind. Nur setzt ein solches Upgrade nicht nur das Einverständnis des Anlagenbetreibers voraus, sondern zwecks Planung auch die Kenntnis des Ist-Zustandes voraus.


    Abseits des eingeschränkten Empfangs ist der ganze Aufbau, verschärft durch die wohnungsübergreifende Installation, sicherheitstechnisch problematisch. So erfolgt ein Potenzialausgleich zwischen den Wohnungen nur durch den Multischalter selbst und dabei eine Angleichung an das Hauspotenzial lediglich rudimentär über beiden über die Erdungsschiene geführten Terrestrik-Zuführungen.
     
  7. Rene97

    Rene97 Junior Member

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    Vermutlich war also ein Fernseher der anderen Nutzer in Betrieb was zu den Einschränkungen geführt hat. Über den Umstieg auf ein Einkabelsystem habe ich auch nachgedacht aber mangels Fachwissen nicht weiter recherchiert. Eine Zustimmung des Eigentümers ist keine Hürde, lediglich die Funktion der TV-Anlagen der Mieter muss sichergestellt sein. Was setzt denn ein Umstieg auf das Einkabelsystem noch voraus. Sind hier spezielle Empfangsgeräte notwendig?

    Wie lässt sich der Aufbau denn sicherheitstechnisch bereinigen?
     
  8. raceroad

    raceroad Wasserfall

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    Einerseits könnte dies das Fehlerbild erklären. Andererseits wäre es hochgradig unsinnig, konventionell (… vom vorhandenen Multischalter) versorgte Anschlüsse wohnungsübergreifend zusammenzuschalten.

    Einal davon ausgehend, dass die HD-Versionen von u.a. Das Erste und ZDF zu empfangen sind, gilt das auch 3sat HD oder Kika HD? Wäre das so, kann der Empfang der Privaten in SD nicht durch ein anderes Endgerät blockiert werden. Denn z.B. wird Das Erste HD nominell mit 18 V / 0 kHz (also ohne Wechselspannungsanteil), Sat1 (SD) aber mit 18 V incl. aufgeprägtem 22 kHz-Ton vom Multischalter angefordert. Je nach tatsächlicher Höhe könnten die nominell 18 V / 0 kHz über die 18 V / 22 kHz dominieren und so den Empfang der Privaten blockieren. Auf jeden Fall würde in diesem Szenario aber der über nur 14 V / 0 kHz laufende Empfang von 3sat HD blockiert werden.

    Entsprechend wäre es hier wieder hinderlich, sollten tatsächlich Anschlüsse wohnungsübergreifend zusammengeschaltet sein. Denn dann müsste auch der Mitmieter auf "Unicable" umsteigen. Trotz des handwerklich / sicherheitstechnisch fragwürdigen Aufbaus sträube ich mich aber immer noch gegen den Gedanken, dass man Anschlüsse wohnungsübergreifend zusammengeschaltet hat.

    Jain.

    An einem teilnehmergesteuerten Einkabelsystem ("Unicable") können nur Endgeräte betrieben werden, die wenigstens das ältere Einkabelprotokoll EN 50494 beherrschen. Dieses System wird aber schon seit gut 15 Jahren eingesetzt, so dass nicht nur fast alle neuen, sondern inzwischen auch die meisten Bestandsgeräte damit kompatibel sind. Hier muss man im Zweifelsfall einfach nachsehen, welche Konfigurationsmöglichkeiten vorhandene Receiver / TVs bieten. Dabei läuft "Unicable" nicht immer unter diesem Namen (… weil der geschützt ist), sondern z.B. auch unter Einkabel, Einzelkabel, SatCR oder SCD.

    Der Erdungsleiter müsste über eine zugesichert (Prüfprotokoll) blitzstromtragfähige Verbindung mit dem Mast verbunden werden. Dumm nur, dass er dafür zu kurz ist.

    Alle Zuführungen (Sat + Terrestik) sowie alle Abgänge sind über einen (wahlweise auch getrennte) Erdungswinkel mit Verbindung zum geerdeten Mast zu führen. Da mit Netzteil, ist außerdem der "Erdungsanschluss" des Multischalters mit dem geerdeten Mast zu verbinden (… wobei dies noch der simpelste, alleine aber unzureichende Schritt wäre.).
     
  9. Rene97

    Rene97 Junior Member

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    Das werde ich heute Abend gleich mal ausprobieren.

    Früher war das eine sehr familiäre Wohnstruktur über die 3 Wohneinheiten, weshalb die Wohnungsübergreifende Lösung damals vermutlich die praktikabelste und einfachste Lösung war um am Anschlusspunkt (ggf. nachträglich versorgt zu werden.

    Das lässt sich ja relativ einfach Bewerkstelligen und man hätte hoffentlich eine funktionierende Lösung. Zumal die Mieterin im 1. OG dann vielleicht auch keine Kosten mehr für DVB-T2 hätte. Für die "Unicable" Umrüstung wird dann nur der Multischalter getauscht? (Vorausgesetzt die Endgeräte sind kompatibel)

    Ich muss mal schauen wie das ganze nach unten verlegt ist aber ggf. ist noch etwas Reserve vorhanden um das ganze mit einer Banderdungsschelle zu befestigen

    Das lässt sich ja auch umsetzen.
     
  10. raceroad

    raceroad Wasserfall

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    Ohne eine Lanze für das kostenpflichtige Angebot der Privaten über DVB-T2 brechen zu wollen: Wenn dafür bezahlt wird, gibt’s die Privaten in HD-Qualität. Noch (… und vmtl. dürfte das eine Weile auch so bleiben) sind die Privaten über Sat zwar ohne Zusatzkosten zu nutzen, aber eben nur in SD-Qualität. Für HD muss man auch über Sat zahlen.

    Das lässt sich nicht einfach mit Ja / Nein beantworten.

    Zunächst einmal könnte der Multischalter auch bleiben und "nur" um eine Einkabelerweiterung ergänzt werden. Das könnte vor allem dann interessant sein, wenn ein Teil der Anschlüsse / Wohnungen weiterhin konventionell versorgt werden soll.

    Und sollte tatsächlich partiell wohnnunsübergreifend versorgt werden, wäre es im Moment so, dass sich die Parteien schon zwangsweise ins Gehege kommen können. "Unicable" schafft zwar die Grundvoraussetzung, unabhängig voneinander und somit auch ungestört Vollbandempfang zu bekommen, das setzt aber entweder Teilnehmerdisziplin (= Jeder Teilnehmer sorgt dafür, dass alle seine Endgerät nicht nur für "Unicable", sondern innerhalb dieses Standards nur für zugewiesene sog. Userbänder konfiguriert sind.) oder den Einsatz spezieller Antennensteckdosen voraus, welche nach entspr. Programmierung ausschließlich erlaubte Steuerbefehle durchlassen.

    Selbst unterhalb der Schwelle programmierter Schutzdosen stellt sich die Frage, wie Anschlüsse zusammengeschaltet wurden. Das macht man oft über in Reihe geschaltete Antennensteckdosen, wobei hier immer wieder der Fehler gemacht wird, dass am Ende der Reihenschaltung eine nicht dafür geeignete sog. Stichdose verbaut wird.

    Damit auch: Gibt es überhaupt Antennensteckdosen in der eigenen Wohnung? Falls ja, könnte ein Blick darauf (speziell: bauseitig nur ein oder zwei Kabel angeschlossen?) zumindest einen Hinweis liefern.