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Empfang aus zwei Richtungen

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T/DVB-T2)" wurde erstellt von Heilstrom, 7. Juni 2011.

  1. Heilstrom

    Heilstrom Senior Member

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    Hallo,

    ich empfange mein DVB-T-Signal aus zwei Richtungen. Ausgerichtet ist die Antenne auf den weiter entfernten Sender (40 km), da ich die Kanäle des 20 km entfernten ohnehin mit voller Stärke schräg von hinten reinkriege.

    Da der ARD-Kanal auf 562 Mhz von beiden abgestrahlt wird, hatte ich mich immer gefragt, wie der Receiver hier das, wenn auch minimale Echo, verarbeitet. Ich wusste zwar, dass Empfang von zwei Sendern auf der gleichen Frequenz nicht zu Schattenbildern führen kann, wie beim analogen Betrieb, sondern ganz im Gegenteil sollen solche Überschneidungen sogar zur Signalverbesserung beitragen. Wichtig ist dabei, dass die Entfernungsdifferenzen nicht zu groß sein dürfen, denn selbst Lichtgeschwindigkeit stößt irgendwann an ihre Grenzen. :D

    Hier eine Erklärung des Hessischen Rundfunks dazu:

    "DVB-T-Sender arbeiten bei der Übertragung nach dem COFDM-Verfahren (Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex), das besonders gut mit Mehrwegeempfang (also auch Gleichwellennetze) fertig wird. Das wesentliche Prinzip dieses Verfahrens ist die Verteilung der Information auf viele dicht nebeneinanderliegende Träger. Bei der Störung einzelner Träger auf dem Übertragungsweg kann mit bestimmten Rechenverfahren im Empfangsgerät eine Fehlerkorrektur erfolgen. Dabei wird das Ursprungssignal rekonstruiert und der Zuschauer merkt davon nichts. Abhängig von der Wahl der Übertragungsparameter wie Anzahl der Träger (2K, 8K), Modulationsart (16 QAM, 64QAM) und Coderate (1/2, 2/3.....7/8) kommt es zu einer definierten Länge der Symbole. Diese beträgt bei unseren Sendern 896 Mikrosekunden (us). Für die Rekonstruktion des Signals ist es aber wichtig, dass die verzögerten Anteile innerhalb eines definierten Zeitfensters bleiben. Diese Zeitfenster wird von der Symbollänge und dem Guard Intervall (Schutzintervall nicht zur Datenübertragung) bestimmt. Dieses Guard Intervall beträgt bei uns 1/4, und somit die resultierende Zeit 224 us beträgt. Rundfunksignale breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit (229792 km/h) aus, so dass eine Elektromagnetische Welle in 224 us die Strecke von 67,15 km zurücklegt. Dies entspricht dem erlaubten Umweg (oder Senderstandortdifferenz) beim DVB-T-Empfang in Hessen. Durch zusätzlich implementierte Zeitunterschiede bei der Abstrahlung an den Sendern, können virtuelle Standortverschiebungen realisiert werden."


    Man kann also davon ausgehen, dass es bei mehr als 70 km Entfernungsdifferenz zu Datensalat kommen kann. Allerdings ist das wiederum eher theoretisch, denn normalerweise sorgt schon der unterschiedliche Empfangswinkel dazu, dass der weiter entfernte bei einer Richtantenne "von der Seite" gar nicht mehr reinkommt. Und bei einer Aktivantenne schon gar nicht.


    Interessant finde ich nur, dass mal abgesehen von dem Schutzintervall, das leichte Echo innerhalb der eigentlichen Symbollänge so leicht verarbeitet werden kann. Ich hatte jedenfalls noch nie Probleme mit meinem "Zweiseitenempfang".



    Heilstrom
     

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