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Drehbare digitale Profi-Sat-Anlage

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von meiämi, 26. Februar 2006.

  1. meiämi

    meiämi Neuling

    Registriert seit:
    8. Januar 2005
    Beiträge:
    11
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    Hallo,
    ich bin im Bereich der digitalen Satelliten-TV-Technik noch ein absoluter Laie, plane jedoch, mir demnächst eine drehbare Sat-Anlage anzuschaffen, die in der Lage ist, möglichst viele Satelliten empfangen zu können, der Durchmesser sollte jedoch nicht mehr als 1,20 m sein.
    Desweiteren würde mich interessieren, welchen universellen Top-Receiver ihr mir empfehlen würdet, Preis ist grundsätzlich nicht wichtig, jedoch sollte das Preis-Leistungsverhältnis passen, er sollte möglichst viele Verschlüsselungssysteme kennen u. der Receiver sollte lernfähig sein auch für künftige Verschlüsselungssysteme, sonstige Dinge wie z.B. Festplatten-Receiver oder HDTV sind für mich nicht so wichtig.
    Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir ein paar Tipps geben könntet!
    Vielen Dank schon mal im Voraus
     
  2. odd

    odd Senior Member

    Registriert seit:
    23. März 2005
    Beiträge:
    201
    AW: Drehbare digitale Profi-Sat-Anlage

    Mit der Größe der schüssel würde ich auch nicht über 120gehen, denn das ist die maximalgrößre, die die drehmotoren wie der stab120 usw schaffen, ab dann ist ein polarmount und schubstangenmotor angesagt, was sehr viel teurer und schwieriger zu handhaben wird.
    Als schüssel wäre eine 120er gibtertini nicht schlecht, oder iene andere Aluschüssel, umd den Motor zu schonen.
    Receiver, hm also in sachen zukunftsicherheit und verschüsselungssystemen würde ich eine große dreambox empfehlen oder nen topfield, ne nokia/sagem-dbox2(keine philips) ist ne günsitge alternative, die bei nicht allzulangen kabelwegen auch noch funktioniert und zumindest auf nicht ganz legalem wege günstig für alle veschüsselungsysteme offen ist, das gleiche gilt für die dreambox. dreambox hat sogar noch nen ci-slot, und ein karteleser ist auch schon mit drin, den muss man bei der dbox2 erstmal einbauen..
    Mit enigma auf der dbox2 geht diseqc 1.2 problemlos :D , und aufgehen tut auch einiges.
     
  3. Indymal

    Indymal Talk-König

    Registriert seit:
    20. März 2003
    Beiträge:
    5.414
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    Marburg
    AW: Drehbare digitale Profi-Sat-Anlage

    An einer Profianlage haben Diseqcmotoren ansich garnichts zu suchen.
    Zum einen sind diese von der Bauweise eher auf Kleinantennen bis 85cm ausgelegt, und nuckeln deshalb in Verbindung mit 120cm Antennen sehr schnell aus.
    Dazu kommt noch, daß die Drehgeschwindigkeit von Diseqc Motoren sehr gering ist.
    Die Motoren von Stab schaffen nur 1,2/1,8 Grad pro Sekunde. Das heisst, daß man u.U. schon einmal ein paar Minuten warten kann, bis man von Sat A zu Sat B positioniert hat.
    Motoren von Moteck etc. drehen zwar etwas schneller, sind aber meist nach spätestens einem Jahr unbrauchbar, da diese billigen Motoren keinen automatischen Spielausgleich besitzen.

    Mein Stab Motor flattert zwar auch schon recht mächtig, aber zumindestens halten die Rückzugsfedern den Zapfern noch auf optimaler Stellung.

    Ich habe mir jetzt aber schon einmal für meine neue Anlage den 36V Motor SMR 1224 von Jaeger besorgt. Dieser ist nur unwesentlich teurer als ein Stab Motor.
    Ein Stab kostet ca 100 Euro und ein SMR 1224 ca 110 Euro.
    Mit einer zusätzlichen Adapterplatte (ca 20 Euro) kann man auch diverse 120cm Antenne, wie z.B. von Gibertini montieren.
    Genaueres siehe hier: Klick

    Der SMR 1224 ist um ein Vielfaches stabieler, als die ganzen rotzigen Diseqc Motoren.
    Und man kann bei Bedarf sogar Antennen bis zu 2,40cm damit betreiben, ohne daß der Motor gleich überfordert wäre.
    Zudem sind höhere immer konstante Drehgeschwindigkeiten möglich.

    Die Ansteuerung ist auch sehr einfach.
    Es gibt ein handliches Zusatzgerät, welches Diseqc 1.2 Steuersignale in 36V Steuersignale umwandeln kann.
    Dieses Gerät nennt sich V-Box II und wird einfach zwischen Receiver und Motor zwischen geschaltet.
    Kostenpunkt ca. 70 Euro.
    Alternativ gibt es natürlich auch noch Receiver (hauptsächlich Importe), die einen 36V Motor direkt ansteuern können.
    Dann entfiele auch die V-Box II.

    Alles in allem birgt der Einsatz von 36V Motoren einen kaum nennenswert höheren Installationsaufwand, und die Zusatzkosten sind auch verschwindent gering.
    Dafür wird man aber auf jeden Fall viele Jahre daran Freude haben.

    Zur Eingangsfrage sei noch zu sagen:
    Am besten gerüstet ist man mit einem Receiver mit CI-Slot. Ein CI-Receiver kann zwar von Hause aus in der Regel garkeine Verschlüsselung, aber man kann mit den passenden Modulen nahezu jedes Verschlüsselungssystem nutzen.
    Lernfähig braucht der Receiver dafür nicht zu sein, da das Verschlüsselungssystem komplett auf dem Modul ist und völlig unabhängig von der Receiverhardware arbeitet.
    Wenn man möglichst flexiebel sein will, sollte der Receiver möglichst viele Slots besitzen, da man ansonsten Gefahr läuft die Module im fliegenden Wechsel zu betreiben.

    Allerdings geht die Tendenz zur Zeit weg von CI-Modulen hin zu Embedded Systemen. Sprich es kommt keine Karte mehr zum Einsatz, sondern es ist schon ein Chip direkt im Receiver verbaut.
    Man schaltet also folglich nicht mehr eine Karte frei, sondern den Receiver als solchen.
    In diesem Fall muss man zwangsläufig in den sauren Apfel beißen, und sich den superschrottigen Receiver des Pay TV Anbieters besorgen, wenn man etwas sehen will.
    Die zweite Schweinerei sind Verschlüsselungssysteme, wofür es keine Ci-Module gibt. Um dann mit der Karte etwas anfangen zu können, muss man zwingend einen Receiver des Pay TV Anbieters kaufen, da nur diese Receiver die entsprechende Entschlüsselungstechnik fest eingebaut haben.
    Meist werden hierbei auch noch Receiver und Karte miteinander verheiratet, so daß man garnicht erst auf die Idee kommen braucht, die Karte in einem anderen Receiver/Modul zu testen, da sie dort sowieso nicht lauffähig ist.
    Es sei denn man könnte der Karte an dem anderen Receiver vorgaukeln, sie würde im richtigen Receiver stecken.
    Dazu müsste man aber die eindeutige Seriennummer des ersten Receivers herausfinden und das ist sehr schwierig.

    1,20cm Antennengröße würde ich im übrigen, wenn man halbwegs gescheit DXen will als absolutes Minimum ansetzen. Alles darunter ist mehr oder weniger Spielzeug.

    Gruß Indymal
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Februar 2006
  4. BlackBenz2004

    BlackBenz2004 Senior Member

    Registriert seit:
    26. Juni 2004
    Beiträge:
    450
    AW: Drehbare digitale Profi-Sat-Anlage

    wie schnell ist eigentlich nun so ein 36V Motor ???
    wie läuft da eine installation ab, auf Astra ausrichten und USUAL receiver plus V-Box II erledigen den Rest ???
     
  5. Indymal

    Indymal Talk-König

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    Marburg
    AW: Drehbare digitale Profi-Sat-Anlage

    Wie schnell der SMR 1224 genau ist, kann ich dir nicht sagen, da es dazu scheinbar kein Datenblatt gibt.
    Ich weiß allerdings, daß die etwas kleineren Versionen 5-6° pro Sekunde schaffen.

    Die Installation von einem Motor ist nicht ganz so einfach, wie du dir das vorstellst.

    Zuerst einmal baust du den ganzen Kram zusammen und stellst die Elevation (Neigungswinkel) von Motor und Antenne laut Tabelle oder Onlinerechner möglichst genau ein.
    Dann montierst du das Gebilde auf dem Mast.
    Jetzt musst du ermitteln, welcher Sat bei dir ziemlich genau im Süden steht.
    Wohnst du z.B. auf 8° Ost, müsstest du zum Beispiel den Eutelsat auf 7° Ost annehmen.
    Diesen musst du jetzt mit Motor 0 Stellung suchen.
    Dazu drehst du das ganze Gebilde am Mast hin und her.

    Wenn du den Sat gefunden hast und das beste Signal erzielst, musst du noch die Antennenelevation entsprechend korrigieren.
    Nun hast du zumindestens auf 7° Ost schon einmal guten Empfang.

    Danach fängt die Schinderei an.
    Du musst jetzt den Motor Richtung Osten und Westen verfahren und die gefundenen Satellitenpositionen abspeichern.
    Das ist ansich recht schnell gemacht, wenn man Frequenz/Programmlisten der einzelnen Satelliten zur Hilfe nimmt.

    Das Problem ist aber, daß man den Motor nie hundertprotzentig genau voreinstellen kann.

    Deswegen muss man danach zum östlichsten gefundenen Satelliten fahren und dort die Antenne hoch/runter kippen.
    Selbiges macht man dann noch beim westlichsten gefundenen Satelliten.

    Das Ergebnis wäre dann z.B.
    Im Westen zu tief, im Süden OK, Im Osten zu hoch.
    Insgesamt gibt es vier mögliche Fehlstellungen, die auch in Kombination auftreten können.
    Je nach Fehlstellung muss man nun unterschiedliche Maßnahmen ergreifen, um die Fehlstellung zu beseitigen.
    Wenn man darin keine Übung hat, kann sich dieses Spielchen schon einige Stunden hin ziehen, da man das ganze x-mal wiederholen muss, bis der Motor alle Satpositionen optimal anfährt und man keine Fehlstellung mehr feststellen kann.

    Die einzige Arbeit, die man sich bei Usals Motoren einspart, ist das, was ich weiter oben fett markiert habe.

    USALs funktioniert außerdem nur, wenn sowohl der Receiver, als auch der Motor diese Funktion beherrscht.
    Dies ist bei einem 36V Motor, genau so wie Diseqc Motoren ohne GotoX/USALS nicht gegeben.
    Wenn man den Motor aber ersteinmal genau eingerichtet hat, ergeben sich durch Goto X/Usals ohnehin kaum noch nennenswerte Vorteile.

    Gruß Indymal
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Februar 2006
  6. BlackWolf

    BlackWolf Wasserfall

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    AW: Drehbare digitale Profi-Sat-Anlage

    Der 36V Jägermotor schafft locker 5-6°/s, ein kompletter Umlauf dauert weniger als eine Minute.

    Und als Schüssel wäre eine Kathrein CAS-90 ( so wie ich ) oder eine CAS-120 empfehlenswert.
     
  7. Indymal

    Indymal Talk-König

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    AW: Drehbare digitale Profi-Sat-Anlage

    Die CAS-120 würde ich persönlich nicht unbedingt empfehlen. Kathrein hat nämlich seit einiger Zeit den Vertrieb der Polarmounthalterung ZAS 121 eingestellt.
    Es bleibt deshalb nur noch die Möglichkeit die normalerweise mitgelieferte normale Halterung (ZAS 120) so zu modifizieren, daß sie an den SMR 1224 Motor dran passt, oder sich aus Blech einen Nachbau der ZAS 121 Halterung zu bauen.
    Beides würde ich aber nur jemandem empfehlen, der gewisse einschlägige Erfahrungen im Bereich der Metallverarbeitung hat. Ansonsten wird das sowieso nichts.

    Oder siehst du (Blackwolf) da noch andere, bessere Möglichkeiten ?

    Gruß Indymal
     

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