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DigitalTV - meine Meinung über dies und das

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von tisys, 31. August 2002.

  1. tisys

    tisys Neuling

    Registriert seit:
    23. Mai 2002
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    An dieser Stelle möchte ich mal kurz meine Meinung sagen, sowie etwas Anlass zum Diskutieren bieten. Im „Small-Talk“ Forum sollte man das ja mal machen können ;-)

    Eins vorweg: Ich bin seit jeher sehr technisch interessiert, so war ich z.B. einer der ersten in unserer Umgebung, der sich nach dem Start von ASTRA 1A eine Sat-Schüssel ans Haus hängte. Beim Start des digitalen Fernsehens war ich auch ziemlich am Anfang dabei (praktisch seit es in BRD Kirch-unabhängige Receiver gibt). Trotz alledem finde ich nicht zwangsläufig jede Techologie toll. Ich bin ja kein Marketing-Fuzzy aus der Webeabteilung, der den ganzen Tag Hype verbreiten und somit Geld einsammeln soll. Ich bin eben ein interessierter Nutzer, aber gerade als solcher scheint man nicht sonderlich beliebt zu sein.

    Obwohl ich ja wie gesagt ein Digital-TV-Fan bin, muss ich mal ganz öffentlich die folgenden Dinge bemängeln:

    Die Gerätehersteller, Programmanbieter und die Politik, die ja scheinbar ihre Finger da auch ab und zu ihre Finger mit drin haben, sind ständig dabei, am Kunden vorbeizuplanen und diesen zu verunsichern. Mir dämmert da so schwach, dass vor nur wenigen Jahren FUN / OpenTV als wichtiges, revolutionäres und zukunftssicheres System angepriesen wurde. Wenn man sich das dann aber in der Praxis ansah, so merkte man schnell, dass sich die Mehrausgaben für einen Receiver, der dafür tauglich ist, absolut nicht lohnend waren: Außer Volksmusik („Musikentenscheune“), Meldungen aus dem ARD-Videotext und nicht wirklich nützliche Spielereien bei RTL und FUN-Promo gab’s da nicht viel zu sehen. Schlimmer aber ist, dass nun nach kurzer Zeit MHP als „the next big thing“ gefeiert wird, bevor das letzte „thing“ überheupt richtig „big“ geworden ist. Ich persönlich bezweifele auch, dass es das jemals werden wird.

    Schaue man sich mal den normalem TV-Zuschauer an: Der setzt sich abends vor die Kiste, sieht sich ein paar Sendungen an, und fertich isses. Was hat etwas wie MHP hier zu suchen? Etwa eMails schreiben und empfangen? Nun ja, die meisten DigiTV-Gucker werden einen Computer haben, wo das besser und wohl auch billiger möglich ist. Wer noch keinen Computer mit Internetzugang hat, gehört wohl derzeit auch nicht unbedingt zur Zielgruppe des DigiTV. Dann wäre da noch Home-Shopping – na ja, den Erfolg dieses Dienstes kann jeder in etwa von der Anzahl von Minuten abschätzen, die er täglich HSE, QVC oder RTL Shop guckt. Dann hätten wir ja als Anwendungsgebiet noch Zusatzinformationen zu den Sendungen, was uns zu einem etwas bunterem Videotext bringen würde. Ist das revolutionär und nötig? Naja…

    Der wirkliche Punkt, den niemand zu beachten scheint, ist der Punkt, dass Fernsehen eben durch seine Nicht-Interaktivität erfolgreich ist. Man setzt sich davor und lässt sich mehr oder weniger berieseln, nachdem man den ganzen Tag mehr oder minder interaktiv tätig war. Und wer dann eben auch zu Hause noch Interaktivität will, der geht zu seinem Computer – es wird wohl niemand behaupten wollen, dass MHP annährend einem vernünftigen Computer mit Internetzugang Konkurrenz machen kann. Das ist aber auch meiner Meinung nach gar nicht nötig, man hat ja Fernseher und Computer als separate Geräte, die beide auch ihre Daseinsberechtigung haben, und das ist gut so!

    Ich habe manchmal das Gefühl, hier wird eine Art Roulette gespielt, in dem sich ein Haufen von Firmentypen Dinge ausdenken, mit denen sie gerne reich werden würden – meist erfolglos. Es gibt da haufenweise Beispiele. Um nur ein paar zu nennen: Erinnert sich jemand an WAP, mit dem auch obercoole Modeworte wie „m-commerce“ verbunden wurden? Heute kann man sagen, dass das so toll wohl nicht war. Dann gab’s mal (oder gibt’s noch?) Fernseher mit Internetanschluss. Das Ende des PCs wurde schon vor Jahren propagiert – stattdessen sollten „Netzwerk-Computer“ den Markt übernehmen. Bei der Markteinführung der Playstation2 wurde von „Breitbandnetzwerk“, „Internetzugang“ und „revolutionäres Home-Multimedia-System“ erzählt. Im Computer-Bereich waren einst Push-Inhalte (die kleinen Werbe-Bildchen auf dem Desktop von Windows 98) total hipp. E-Plus pusht zur Zeit iMode – bisher eher erfolglos. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, zusammengefasst kann man aber sagen, dass jede Firma will, dass jeder Kunde irgendetwas kauft oder benutzt, ob er das auch braucht oder möchte scheint da egal. Und dann wundert man sich als Firma, wenn man plötzlich die Insolvenz anmelden muss (was man sogar zweimal machen kann, siehe Metabox).

    Nicht alles, was mit Internet oder Interaktivität zu tun hat, oder dessen Name mit „i“ oder „e“ beginnt, bzw. dessen Name einen Bindestrich enthält, muss zwangsläufig toll sein.

    Ein weiterer kritikwürdiger Punkt ist folgender: Eine meiner Sat-Antennen stammt aus dem Jahr 1994, daran hängt ein genauso alter Siemens-Receiver. Das ganze funktioniert wie am ersten Tag. Meine Oma hat einen Fernseher vom Ende der 80’er Jahre, und der ist auch noch voll Einsatzfähig. Bei der Digital-Technik scheint so was selten zu sein – da wird von technischem Fortschritt gesprochen, und der Kunde oft gezwungen, sich alle zwei Jahre ein neues teures gerät zu kaufen. Beim PC ist ja das ewige „Aufrüsten“ und „Updaten“ allseits bekannt, doch wird ein solches System im Bereich der Unterhaltungselektronik nicht funktionieren. Sollte man sich auch hier alle zwei Jahre technisch komplett neu eindecken müssen, so wird es keine Akzeptanz geben. Die breite Öffentlichkeit wird nach jahrzehntelangem analogen TV durchaus bereit sein, sich auf digital umzustellen. Das geschieht aber nach dem „Do it and forget it“ Prinzip passieren, will sagen, man wird sich nicht alle zwei Jahre ein neues teures Gerät zulegen wollen, sondern will sein Gerät möglichst betreiben, bis es den Geist aufgibt, so wie das bisher bei Fernsehern, Videorekordern, etc. der Fall ist. Ich wage sogar zu sagen, dass die Digitalisierung der breiten Massen fehlschlagen wird, wenn die digitale Welt ebenfalls einem Aufrüst-Zwang unterliegt (natürlich dürfen neue Geräte neue Features haben, was aber nicht passieren darf, ist das diese Geräte zwingend erforderlich und bestehende mit deren Einführung praktisch unbrauchbar werden. Auch bei Fernseher gab es ja über die Jahre Neuerungen, aber man kann durchaus noch mit einem Fernseher von 1988 fernsehen. Vergleicht man das jedoch mit einem Computer von 1988 – ihr versteht schon ;-) Natürlich kann man auch mit der d-Box, einem der ersten Receiver, heute noch problemlos fernsehen. Das mit dem Aufrüst-Zwang meine ich aber auch nicht als Feststellung, sondern eher als Warnung.

    Um die zentralen Punkte dieser Nachricht noch mal zusammenzufassen (für alle, die den Rest zu langweiling fanden): Zunächst mal glaube ich nicht, dass interaktives Fernsehen und / oder MHP sich nicht halb so toll durchsetzen werden, wie man das an einigen Stellen hört. Es wird natürlich auch in Zukunft (preiswertere) Geräte ohne diese Funktion(en) geben, und diese werden es sein, die sich die Kunden mangels wirklichen Mehrwerts der MHP-Teile vornehmlich kaufen werden. Etwas Ähnliches wie bei WAP kündigt sich also an. Als zweiten Punkt meine ich, dass sich das digitale Fernsehen eher „stabil“ wie bei anderen bekannten Technologien, und nicht „upgrade-intensiv“ wie im PC-Bereich entwickeln muss, wenn es sich von sich aus am Markt durchsetzen will, was natürlich wünschenswert ist. Es sind aber gerade die (finanziellen) Interessen der beteiligten Firmen, die dieser Entwicklung hinderlich im Wege stehen könnten.

    Ich bin kein Spielverderber, der sagt, dass alles neue schlecht ist. Ich sage nur, dass Dinge nicht zwangsläufig gut sind, weil sie neu sind und überall als revolutionär angepriesen werden, was genau von den Leuten gemacht wird, die am wenigsten davon verstehen und am wenigsten darüber nachgedacht haben (aber potentiell am meisten daran verdienen...)

    Kommentare – ins Forum oder privat an mich unter nils@people.tisys.org – sind natürlich wilkommen.

    Grüße
    Nils
     
  2. beiti

    beiti Platin Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    2.847
    Ich glaube, Nils, da hast Du einige Nägel auf den Kopf getroffen. Mir geht es ähnlich wie Dir, wenn ich auf neue Technologien schaue. Deshalb bin ich mit Neuanschaffungen zurückhaltender geworden.

    Ob man den Firmen wirklich vorwerfen kann, daß sie Geld verdienen wollen, ist fraglich. Auf dem riesigen, unübersichtlichen Markt setzt sich nicht immer der durch, der das sinnvollste Produkt bietet, sondern der, der am lautesten "Hier" schreit. Das ist ähnlich wie in der Politik.

    Ich habe selbst schon öfter praktische Verbesserungsvorschläge für neue Produkte oder Softwareversionen an die Industrie geschickt - mit sehr geringer Resonanz. Oft fehlt es nur an Kleinigkeiten, die ein Produkt bedienfreundlicher machen würden; aber daran wird dann eben gespart, um lieber neue "Zusatzfeatures" einzubauen, die die Werbeabteilung besser vermarkten kann.
    Satellitenempfang ist ein gutes Beispiel: Nur wenige Firmen bieten Fernseher mit integrierten Receivern an. Bei Videorekordern sieht es noch dünner aus. Dabei ist es gerade die Zusatzbox mit ihrer eigenen Fernbedienung, die viele Kabelkunden vom Umstieg abhält. Die meisten (bezahlbaren) Universalfernbedienungen helfen da auch nicht weiter, weil man immer noch beide Geräte separat ein- und ausschalten muß. Es wäre technisch gar kein Problem, am Receiver eine Strombuchse für den Fernseher einzubauen, so daß mit dem Receiver immer auch der Fernseher geschaltet wird. (Bei amerikanischen Kabelboxen habe ich sowas gesehen.) Aber wer stellt das her?

    Ein Bekannter von mir kauft (weil er wenig Zeit hat, sich damit zu beschäftigen) nach dem Motto "was teuer ist, ist auch gut". So hat er sich eine Waschmaschine zugelegt, die nur noch über Display und Tipptasten zu bedienen ist, und die die ganze Zeit grundlos piepst. Er hat verdammt lange gebraucht, um wenigstens seine Unterhosen bei 30 Grad gewaschen zu kriegen.
    Meine Mutter hat eine Waschmaschine für weniger als das halbe Geld, nur mit 3 Drehschaltern. Die erklärt sich fast von selbst und wäscht genauso sauber.

    In Technikerkreisen wird gern der Systemstreit VHS - Betamax - Video2000 als Beispiel gebracht. VHS als technisch schlechtestes System hat sich durchgesetzt; wer damals auf Qualität gesetzt hat, war schon bald inkompatibel. Dabei wäre der Erfolg von VHS absehbar gewesen: Die meisten Leute damals wollten nichts anderes als Fernsehsendungen aufzeichnen, und VHS-Rekorder waren halt am billigsten.

    Ich mache mir schon seit Jahren den Spaß, Erfolgsprognosen für neue Technologien zu geben. Meistens liege ich halbwegs richtig. Nur bei SMS habe ich mich komplett getäuscht. Ich hätte nie gedacht, daß das Eintippen von Texten über eine 10er-Tastatur jemals so beliebt werden könnte. Ist vielleicht ein Beispiel, wo Marketingstrategien tatsächlich funktioniert haben, obwohl objektiv für eine solche Sache beim Kunden kein Bedarf da war.
    Anders sah es dann bei WAP aus: Nutzen fast Null, und das bei immensen Verbindungskosten.

    Digitalfernsehen (und damit komme ich endlich zum Thema läc ) ist auch ein typisches Beispiel dafür, wie am Kunden vorbeigeplant wurde. Mit Zusatzfeatures, die kein Mensch haben will, soll die Technik schmackhaft gemacht werden. Dagegen fehlt bis heute eine brauchbare Umsetzung des VPS-Signals, was für viele nach dem Umstieg auf digital ein böses Erwachen bedeutet.

    Die Liste könnte ich seitenlang fortsetzen.

    Das Hauptproblem ist aber immer noch der Verbraucher. Die meisten Leute studieren eben nicht wochenlang Infomaterial, bevor sie eine fundierte Kaufentscheidung treffen. Stattdessen gehen sie in einen Ich-bin-blöd-Markt und lassen sich von den Marketinggags der Firmen berieseln. Wie ich schon sagte: Es ist wie in der Politik.
     
  3. giovanni11

    giovanni11 Gold Member

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    Yep, dem kann man sich nur anschließen - selbst ich, der ich von der Idee von F.U.N. und jetzt MHP eigentlich begeistert bin (ich fand z.B. die Open-TV-Anwendung der ARD bei der Tour 2001 ziemlich gut, wo man sich selber die aktuellen INfos zum rennen holen konnte, wenn man wollte...) Nur: ich bin eine Ausnahme, die sich intensiv vor dem Kauf intensiv mit dem Markt und nach dem Kauf intensiv mit dem Handbuch auseinandersetzt.

    Was vielen Digital-TV-Receivern zu fehlen scheint, und da ist das Beispiel mit der Waschmaschine einfach klasse, ist die sogenannte "Usability" dieser Geräte. Die sind oft einfach für den Normal-Zuschauer zu undurchsichtig. Und nicht nur dass: Die Nutzung eines Zusatzgerätes ist auch nicht unbedingt förderlich, obendrein noch mit der Gefahr, nach einem Umzug das Gerät nicht mehr nutzen zu können (man denke nur an die Kabel-TV-Anbieter mit ihren proprietären Lösungen)...

    Um die breite Masse zu gewinnen, wird man wohl um einfache Geräte nicht herumkommen, die vielleicht als wichtigsten Mehrwert einen brauchbaren EPG haben sollten; für Freaks wie meiner einer kann es dann auch teuere Geräte mit Features haben wie mehrere Favoritenlisten, MHP, AC3-Ausgang usw.

    Wichtig auch: Es ist EIN Standard nötig, nicht die Verwässerung durch die Kabel-TV-Anbieter (jeder sein eigenes Gerät) oder durhc Premiere (Festlegung nur auf wenige elitäre Geräte mit dem Premiere-Geeignet-Label); diese Verwässerung schreckt natürlich auch ab - zu Recht.

    Wollen wir hoffen, dass es bald mal einen übergreifenden Standard gibt... MHP in Verbindung mit Cicam wäre ja ein Ansatz gewesen...

    Gruß, Giovanni11
     
  4. tisys

    tisys Neuling

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    Ebenfalls wichtig finde ich, dass es eine Art "modulare" Lösung gibt. Sprich: Jemand möchte wirklich nur auf einfache und billige Weise fernsehen, dann holt er sich ein einfaches Gerät. Jemand möchte verschiedene LNBs ansteuern und etwas mehr "Freak-Komfort" - auch dafür sollte sich ein etwas teureres Gerät finden lassen. Zu guter letzt wird es auch Leute geben, die haufenweise Zusatzfeatures möchten - für etwas mehr Geld ist auch das kein Problem.

    Wichtig dabei: Die Grundfunktionen all dieser Geräte sind gleich, so wie die grundsätzlichen Funktionen eines billigen Mono-Fernsehers auch mit denen eines teuren 16-9-Gerätes identisch sind. Die wirklichen Differenzen sollten auf einer höheren Schicht stehen, und darüber kann dann jeder Nutzer nach seigem Geschmack und Geldbeutel selber entscheiden.

    Was es hingegen nicht geben darf ist, dass Hersteller und Anbieter dem Kunden ständig mit "künstlicher" Inkompabilität in die Tasche greifen.

    Der Videotext ist hier als positives Beispiel zu nennen, denn er baut halt auf dem normalen Fernsehen auf und ließ es zu, normale Fernseher weiterzubenutzen, sofern man VT halt nicht brauchte. Sogar bei der Umstellung von s/w auf Farb-TV konnte man seinen schwarz-weißen beliebig weiterbenutzen, wenn man wollte. Und auch der PC ist nicht zuletzt durch Offenheit und Kompatibilität so erfolgreich geworden, wie er heute ist (ein Athlon XP kann arbeiten wie die Prozessoren vor über zehn Jahren -> DOS / real mode).

    Fazit: Kompatibilität, Modularität und Offenheit sind wichtige Punkte, wie die Geschichte zeigt. Wenn beim digitalen TV von diesen Punkten abgewichen wird, dann könnte der "Massen-Durchbruch" auf ewig ausbleiben...

    Grüße
    Nils
     
  5. Michael

    Michael Platin Member

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    Nils,

    wo muss ich unterschreiben? Ich finde Dein Wahlprogramm am besten breites_ winken

    nee ... im Ernst. Auch ich könnte jetzt seitenlange Texte schreiben aber Du hast das Gröbste wirklich schon geschrieben (hoffentlich liest das mal ein Verantwortlicher).

    Zum MHP will ich nochwas sagen: Es nervt total, dass diese MHP-Meldungen so ewig lange im Bild erscheinen (bisher bei BN-Software). Bei allen anderen clicke ich das per "OK" weg ... bei BN fängt da der Horror erst an! Es lädt sich stundenlang immer nur ein Bild und wenn man was weiterblättern will, muss man wieder erst das nächste Bild abwarten. Das ist TV-tötend!

    Beim Videotext hat man irgendwann mal Geräte erfunden, die alle Seiten speichern könnten. Jetzt schaltet man einfach den Videotext ab (siehe Super-RTL) und nervt die Leute wieder mit Wartezeiten (RTL World - OpenTV), wie zu Anfangszeiten des Videotextes.

    Ich denke, man wird die Leute wirklich nur dann von analog auf digital bekommen, wenn es nur noch ein paar Knöpfe auf der Fernbedienung gibt (TV+/- und Standby) und der Rest davon unter einer Klappe (sowas gibts bei guten Geräten längst). Außerdem muss sich das Gerät kinderleicht programmieren lassen ... BN ist die denkbar schlechteste Variante, um Sender leicht zu programmieren. Wenn sich ARD und ZDF jetzt auf Premiere-Software-Niveau hinab begeben, dann sehe ich absolut schwarz, was die digitale Zukunft angeht.

    Außerdem: Hoch mit der Bildqualität. Was nützen mir 20 Sender auf einem Transponder, wenn die Bildqualität mieser ist, als bei manchem Internet-Video entt&aum

    Wählt Nils zum Kanzler! winken
     
  6. Michael 1708

    Michael 1708 Gold Member

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    @tisys / beiti:

    Sehr gute Beiträge, kann nur zustimmen.

    Jede weitere Meinungsäußerung wäre nur eine Wiederholung weiter oben schon geäußerter Statements. ha!

    Gruss Micha

    - endlich mal ein sinnvolles und auch noch interessantes Thema. - läc :cool: winken
     
  7. sderrick

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    Dem ist wirklich kaum was hinzuzufügen breites_

    Leider werden wir nicht gefragt, wenn es um die Durchsetzung geht. Die Industrie will schliesslich neue Geräte absetzen. Irgendwann kommt man mit seiner bestehenden Anlage leider nicht mehr mit und muss doch in den sauren Apfel beissen.

    Ausserdem bestehen die Provider auch aus nicht sehr altruistischen Gründen auf ihren proprietären Lösungen. Wer C+ abonnieren will (und darf), muss Mediahighway mitkaufen. Hier in Holland kriegt man überall BBC 1&2 über Kabel. Früher wurde das analoge Signal empfangen und ins Kabel gespeist. Jetzt wird das digitale DVB-Signal empfangen und umgesetzt. Wenn ich nun die Txt Taste auf meiner FB vom Fernseher drücke, kriege ich nur noch eine abgespeckte Miniversion. Da steht dann zwar, drücken sie diese und jene Taste für den interaktiven Teletext, aber die Tasten finde ich natürlich nicht, abgesehen davon dass es auch weinig Zwech hätte wüt
     
  8. Michael

    Michael Platin Member

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    sderrick: Diese abgespeckte TXT-Version gibts wirklich so über Sat. BBC hat jetzt auch OpenTV wie Sky. Das wäre der rote Butten, den dein kabelanbieter nicht mitgeliefert hat winken
     
  9. sderrick

    sderrick Board Ikone

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    ja das weiss ich. könnte ja mal fragen, ob sie mir einen roten Button schicken oder selbst eine Taste anmalen winken Tatsache ist, dass ich BBC noch immer analog im Kabel empfangen kann, dieser Schnickschnack aber nicht in der Austastlücke mitgeliefert wird wüt
     
  10. giovanni11

    giovanni11 Gold Member

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    Das ist das, was ich zum Ausdruck bringen wollte mit den einfachen Geräten vs. aufwändige für Freaks für mich. Und von daher halte ich MHP schon für wichtig (weil es eben EIN Standard ist); dass da eine Menge zu verbessern ist, ist sicherlich richtig. Die einfache Zapping-Box hätte dann eben nur die wichtigsten Grundfunktionen (vielleicht EPG, das dürfte ein Zusatznutzen sein, der auch dem Normalkonsumenten einleuchtet). Aber JEDES (unverschlüsselte) Free-TV-Programm muss hiermit empfangbar sein. Und ein CICAM-Receiver muss in der Lage sein, JEDES Pay-TV-Programm zu dekodieren (korrekte Abo-Karte vorausgesetzt...)

    Nur: Dass Kabel-TV-Anbieter anstelle von MHP eigene proprietäre Lösungen anbieten wollen oder Premiere sein "geeignet"-Label mit Kriterien festlegt, die nicht in DVB oder MHP definiert sind (wie z.B. dieser Macrovision-Kopierschutz), ist sicherlich nicht förderlich für Digital-TV.

    Die Frage ist nur: Sind diese Forderungen von Nils/Beiti nicht so einleuchtend, dass diese eigentlich Bestandteil z.B. der Mainzer Erklärung sein müssten?
     

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