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Digitalradio in NRW

Dieses Thema im Forum "Digital Radio / DAB+" wurde erstellt von Manfred Z, 5. April 2010.

  1. MünsterMan

    MünsterMan Senior Member

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    Ist zwar auch OT hier, aber ich wollte mal klarstellen:
    Antenne Düsseldorf würde liebend gerne mit mehr Power oder von einem besseren Sendestandort auf der 104,2 senden, da sie aktuell durch ihren Umzug vom Telekom-Gebäude an der Sohnstraße nach Gerresheim in einigen Stadtteilen ein massives Versorgungsproblem haben. Das Problem ist hier jedoch AFAIK die Koordinierung der 104,2. Die beißt sich angeblich mit Holland irgendwo und daher darf nicht vom hohen Rheinturm gesendet werden. Daher wurde niedrig von der Sohnstr. aus gesendet, so dass das Stadtgebiet einigermaßen abgedeckt wurde (dazu gibt es noch die kleine Funzel in Heerdt). Der Sender in Gerresheim liegt schon wieder höher und sendet mit weniger Leistung als früher die Sohnstr. Eine Leistungserhöhung ist hier leider auch nicht weiter möglich, um das Problem ggf. zu reduzieren.

    Nichtsdestotrotz gehe ich fest davon aus, dass Antenne Düsseldorf auch auf den digitalen Zug aufspringen wird, sobald die regionale Bedeckung ausgeschrieben wird. Landesweit ergibt sicher keinen Sinn. Von der Abfolge her ist natürlich klar, dass das noch dauern wird. Ich würde davon ausgehen, dass die Ausschreibung des 9D landesweit jetzt Anfang August nach Ablauf der 4wöchigen Einspruchsfrist gegen die Zuweisung an die LfM-NRW auch beschlossen wird. Die Frist wird sicher dann bis weit in den September oder Oktober reichen. Vor Frühjahr/Sommer rechne ich nicht mit einer Inbetriebnahme. Und vor allem hoffe ich, dass keiner der unterlegenen Bewerber gegen die Vergabe noch Klage einreichen wird, bevor das Ganze so ähnlich verläuft wie beim Bundesmux 2. Aber hier macht die LfM-NRW bisher einen sehr guten Eindruck, indem man alle möglichen Formalien genau beachtet, bevor man da noch jemandem ein rechtliches Törchen auflässt.

    Erst nachdem dann die Senderauswahl durch die LfM erfolgt sein wird, werden die regionalen Muxe dran kommen, um unterlegenen Bietern die Chance zu geben hier ggf. durch die Hintertür landesweit zu senden oder sich ggf. sogar die regionalen Filetstücke (Köln, Düsseldorf, Pott) heraussuchen zu können.
     
    Nicoco gefällt das.
  2. Medienmogul

    Medienmogul Großkapitalist Premium

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    Vielen Dank für diesen sehr interessanten Beitrag. :winken:

    Was spricht eigentlich dagegen, dass die Rheinische Post als Betreiber von Antenne Düsseldorf einen Platz im landesweiten Mux bucht, den man zunächst mit einer 1:1 Übernahme des Düsseldorfer Programms füllt?

    Das von dir genannte UKW-Problem ließe sich relativ leicht lösen, wenn jemand den Mut hätte, die Überversorgung des WDR in Köln zu stoppen.

    Nachdem das Domradio aus dem digitalen Wunderland verbannt wurde, sehen wir, dass die 30 Watt in der Sternengasse auf 101,7 durchaus etwas bewirken. Die 500 Watt für WDR 2 auf dem Mediapark-Hochhaus sind schlichtweg Overkill, wenn man die 100 KW aus Langenberg, die 50 KW aus Bonn und die zusätzliche DAB+ Versorgung berücksichtigt.

    Also könnte die 104,2 nach Köln und die 98,6 nach Düsseldorf. Dann würden sich vielleicht ein paar Hörer von HR 4 beschweren, aber der WDR hat damals ja auch gnadenlos durchgesetzt, dass der Empfang von HR3 von der Sackpfeife unmöglich wurde. :mad:
     
  3. Nicoco

    Nicoco Silber Member

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    Direkt spricht nichts dagegen, dass Antenne Düsseldorf (zeitweise) in den landesmux geht.
    Praktisch bezweifele ich jedoch, dass die wirklich Interesse daran haben.
    Außerdem will Radio NRW ja selber drei Landeswellen (vermutlich für Jugend, Rock und Schlager/Oldies) im Landesmux platzieren.

    Ich glaube viel eher, dass sich die Lokalfunker aus NRW am Ende eine finanzielle Förderung der LfM lobbyieren werden und sich dann auf die sechs Regionalmuxe verteilen können.
    Denn wenn jetzt nicht mehr all zu viel schief läuft, sollte die LfM bis nächstes Jahr über die Frequenzen für die Regionalmuxe haben. Bis dahin werden die Lokalfunker nicht wirklich unter der neuen Konkurrenz leiden.
     
  4. robiH

    robiH Wasserfall

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    Sorry, aber ein jegliches Lokalradiokonzept ist im Zeitalter frequenzeffizienter Multiplexe in großflächiger Gleichwelle unzweckmäßig.
    Wer täglich 800km fährt, wird mit Lokalradios ohnehin nichts anfangen können.
     
  5. Nicoco

    Nicoco Silber Member

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    Da auch der Großteil 800km täglich fährt (y)
     
  6. buurtaal

    buurtaal Junior Member

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    Wäre doch schon schön, wenn man hier in Wuppertal auf den Höhen und Randgebiete Radio Wuppertal mal anständig und störungsfrei hören könnte. Der Nachbarsender Radio RSG ist schon unmöglich überhaut zu empfangen. Da würde ein lokaler DAB+ Mux bestimmt Besserung bringen! Okay, da spielt dann direkt wieder die Angst mit, man könnte einen Nachbar Lokalsender vielleicht besser finden.
     
  7. robiH

    robiH Wasserfall

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    DAB ist Flächenversorgung, Lokalradio ist Punktversorgung bis maximal zur Größe eines Landkreises.
    Beim Zuschnitt der Versorgungsgebiete sollte auch die Topographie berücksichtigt werden.

    Ein so zerklüfteter Kreis wie der Hochsauerlandkreis, ist weder durch einen DAB+-Muxx, der den ganzen Regierungsbezirk abdeckt, noch durch eine UKW-Funzelkette effizient versorgt. Im Grunde müsste dort jedes Tal sein eigenes Programm bekommen. Gerne auch im Ort produziert, wie bei den Zündern in den Niederlanden.
     
  8. Nicoco

    Nicoco Silber Member

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    Die 45 Sender spielen 1:1 die gleiche Musik, der Unterschied liegt nur in den lokalen Beiträgen...
     
  9. buurtaal

    buurtaal Junior Member

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    Der Musik-Einheitsbrei ist auch zweitrangig. Jeder Sender hat aber auch Lokale Sendungen, wo stundenweise mal über Lokale Themen berichtet wird. Hier bei Radio Wuppertal der ELBA-Talk am Sonntag mal zum Beispiel. Auch möchte man gerne mal die Lokalnachrichten aus Remscheid/Solingen hören, wenn man gerade kein Internet zur Hand hat, oder auch mal in Karnevalszeiten live Antenne Düsseldorf hören. Okay da hat ja Corona jetzt eh was dagegen. Aber sollen sie halt mit ihrem Radioplayer glücklich werden. Ich werde jedenfalls dafür nicht mein Datenvolumen opfern!
     
  10. berry

    berry Silber Member

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    Ich denke schon, dass die Lokalsender, wenn sie überleben wollen, früher oder später über DAB+ senden müssen. Wobei es wahrscheinlich nicht alle 45 Lokalradios schaffen werden.
    So habe ich gelesen, dass Radio Ennepe Ruhr möglicherweise zum Jahreswechsel in die Insolvenz gehen muss. Eine mögliche Lösung wäre der Zusammenschluss mit Radio Hagen. Radio EN sendet seit einigen Jahren bereits wegen Kostengründen aus einem Nachbarstudio von Radio Hagen. :D