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Die Klimakatastrophe

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von momax, 5. Januar 2019.

  1. emtewe

    emtewe Lexikon

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    Man braucht keine Experten, man hat reale Zahlen. Teslas mit 700.000 km Fahrleistung sind im Schnitt mit der dritten Batterie unterwegs. Und genau so macht ein E-Auto auch Sinn. Der Tesla in der Stadt, der nach 5 Jahren kaum 50.000 km auf dem Tacho hat, wird nie einen sparsamen Verbrenner schlagen. Man sollte ein E-Auto schon für ein paar Hunderttausend km anschaffen, wer weniger fährt, sollte zum sparsamen Hybrid greifen.
     
  2. Valdoran

    Valdoran Foren-Gott

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    Dann bleibt der extrem hohe dauerhafte Energieaufwand für die Raffination übrig. ;)
     
  3. Valdoran

    Valdoran Foren-Gott

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    Es gibt mittlerweile in Deutschland einen Teslafahrer, welcher über 1.000.000 km Fahrleistung auf seinen Tesla hat, das aber mit der dritten Batterie.
    Man darf hier nicht vergessen, dass die ersten beiden Batterien/Akkus nach einen alten technischen Stand hatten und meines Wissens nach, nach ca. 250.000 km getauscht wurden. Der Dritte hält nun schon über 500.000 km bei sehr geringer Degradation.
    Aber selbst 250.000 km sind für die Meisten Fahrer ein Wert, welchen sie mit einem Fahrzeug nie erreichen werden.
    Lt. der neuesten "Schwedenstudie" haben E-Fahrzeuge bereits nach 30.000 - 80.000 km(je nach geladenem Strom) eine bessere CO2-Bilanz als Verbrenner. Deswegen ist ein kleines E-Auto für die Stadt einen vergleichbaren Verbrenner überlegen, aber gut, als Stadtauto ist ein Tesla nur bedingt geeignet, wobei ein Model 3 der untersten Batteriegröße sehr sparsam ist.
    Ein Hybrid ist in meinen Augen eine Mogelpackung. V.a. Plug Ins mit der sehr geringen elektrischen Reichweite werden wohl nur selten rein elektirsch bewegt und das Ladekabel verstaubt im Kofferaum. ;)
     
  4. emtewe

    emtewe Lexikon

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    Ja, die gehen aber wieder davon aus dass die Batterien zu 100% recyclet werden, und das komplett mit "grüner" Energie. Das kann man zwar mal in so einer Studie annehmen, es wurde aber noch nicht gezeigt. Das soll das Tesla Werk in Nevada mal können, aber ob das wirklich so funktioniert, ist überhaupt nicht sicher. Im Moment jedenfalls muss Lithium in großem Mengen, und unter sehr schlechten Umweltbedingungen, gefördert werden. Und wer weiß, irgendwann hat man dann Millionen von Tonnen an Lithium im Umlauf, und dann kommt die lithiumfreie Batterie, dann hat man den Dreck ganz umsonst gefördert.
    Bei den Batterien betreibt man schon eine gewisse Schönrechnerei.
    Ich bin der Meinung, dass dem elektrischen Antrieb definitiv die Zukunft gehört, der Lithiumbatterie von einer Tonne Gewicht aber ganz sicher nicht!
     
    kjz1 und master-chief gefällt das.
  5. Valdoran

    Valdoran Foren-Gott

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    Ersteinmal finde ich es gut, dass wir uns die Bälle gegenseitig zuspielen. So muss eine Diskussion verlaufen. :winken:

    Der Vorteil einer Batterie/Akkus ist, dass er ein geschlossenenes System ist und somit im Betrieb keine Inhaltsstoffe verliert. Anders als beispielsweise ein Katlysator eines Verbrenners, welcher katalytische Inhaltsstoffe wie Platin usw. im Betrieb verliert, welche nicht gerade gesundheitsförderlich sind.
    Dadurch ist es theoretisch möglich 100% der Inhaltsstoffe zu recyclen, wobei 100% natürlich nie erreicht werden können, da etwas Schwund immer vorhanden ist.
    Die deutsche Firma Duesenfeld aus Wendeburg schafft mit ihrer Methode beispielsweise eine Receyclingquote von 91%, ein Wert welcher nahezu perfekt ist. Auch nutzt man zuerst den verbliebenen Reststrom der Batterie direkt im Betrieb.
    Bevor man den Akku allerdings verschrotten muss, kann man ihn noch mehrere Jahre beispielsweise als lokalen Energiespeicher verwenden.
    Die Förderung des Lithiums ist beiweiten nicht so katastrophal, wie manche einem glauben lassen wollen. Über 50% werden mitlerweile in Bergwerken gefördert und auch die Gewinnung in der Atacama-Wüste ist bei weiten nicht so schlecht wie oft behauptet.
    Man argumentiert häufig, dass man einfach Trinkwasser verschwendet, dabei ist dieses "Salzwasser" überhaupt nicht als Trinkwasser verwendbar.
    Natürlich kann die Förderung dafür sorgen, dass der Grundwasserspiegel absinkt und somit das weit höher gelegene Trinkwasser ebenfalls verschwindet. Deswegen darf man nicht mehr verwenden als vom Meer und anderen Quellen nachfließt, bzw. muss man Meerwasser nachpumpen.
    Etwas was leider nicht immer geschieht, aber durch den Druck v.a. der Autohersteller immer öfters passiert. Beim Lithium fürs Smartphone hat sich übrigens keiner daren gestört.

    Dem kann man natürlich nicht widersprechen. Jeder färbt schön, sei es die Verfechter des Verbrenners, sei es der Verfechter der Brennstoffzelle in PKWs, sei es der Verfechter der batterielektrischen Mobilität. Deswegen muss man versuchen aus vielen Quellen sich selbst ein objektives Bild zu basteln.
    Eine Tonne wiegen sie ja zum Glück nicht mehr, aber Du hast recht, die Batterien müssen leichter werden und es ist anders als bei der Verbrennertechnologie und der Brennstoffzelle genug Potenzial vorhanden.
     
  6. emtewe

    emtewe Lexikon

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    Vor allem ist es schön wenn man sehr sachlich diskutieren kann, das wird auch immer seltener!

    Vielleicht sollte man bei der ganzen Diskussion noch einen Punkt berücksichtigen, und das ist die Nutzung eines Autos, bezogen auf Kurz- und Langstrecke. Es gibt verschiedene Zahlen die da im Umlauf sind, aber angeblich sollen 90% aller Fahrten Kurzstreckenfahrten sein, jedenfalls bei Autos im Stadtbereich.
    Das spräche eigentlich für einen Plug-In Hybrid, der dann aber auch konsequent geladen werden muss, und bei dem der Verbrenner ausschliesslich für Langstrecke genutzt wird. Zur Zeit scheint man ja in der EU neue Gesetze zu diskutieren, nach denen Autos dann später ihre Nutzungsart "melden" müssen. Davon wird dann die Besteuerung oder sonstige Vergünstigungen abhängig gemacht.
    Selbst heutige Hybride haben, was die Abgase angeht, große Vorteile. Das wird in der CO2-fokussierten Diskussion gerne übersehen. Ein Hybrid im Stadtverkehr kann bis 60 km/h elektrisch fahren, rekuperiert beim Bremsen, und wenn der Motor anspringt zum nachladen, dann läuft der mit einer Drehzahl bei der die Abgasreinigung des Katalysators perfekt funktioniert, ist die Batterie voll, geht der Motor wieder aus. Das ist nämlich das größte Problem der Verbrenner in der Stadt, beim Stop-and-Go Verkehr läuft der Motor mit ungünstigen Drehzahlen, bei denen die Abgasreinigung nicht optimal funktioniert.

    Ich sehe den "Unsinn" heutiger Elektroautos vor allem darin, dass man die große Batterie verbaut, für einen Fall der selten eintritt, nämlich die Langstrecke. Könnte ich mir ein perfektes Elektroauto bauen, dann hätte das eine integrierte Batterie für ca. 100 km. Im leeren Motorraum vorne wäre dann aber Platz für wahlweise eine Zusatzbatterie für Langstrecke, leicht zu tauschen an Servicestellen, oder einem Generatormodul, welches mit einem Generator Strom aus Benzin erzeugen kann, oder auch mit einer Brennstoffzelle Strom aus Wasserstoff.
    Der Akku für die Kurzstrecke wird also fest verbaut, den Strom für die Langstrecke liefert ein flexibles, austauschbares Modul.
     
  7. emtewe

    emtewe Lexikon

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    Sagen wir mal so, für den Tesla Model X in der größten Version werden glaube ich 800 kg für die Batterie angegeben, aber der Aufkleber im Auto, für die Feuerwehr, der weist ein höheres Gewicht aus. Es ist wohl eine Frage wieviel vom Gehäuse und Aufhängung man mit einrechnet. Für die großen Tesla, mit einer Reichweite von 500 km und mehr, musst du jedenfalls mit rund einer Tonne rechnen. Das ist eben der Langstreckentauglichkeit geschuldet. Das führt ja am Ende auch zu den "guten" Fahreigenschaften. Die große Masse des Wagens bügelt alle Unebenheiten der Strasse aus, die hohe Leistung des Antriebs wiederum kaschiert das Gewicht. Ein massiv erhöhter Reifenabrieb, je nach Fahrweise, ist das Ergebnis. Aber auch der trägt zur Feinstaubemission eines Autos bei. Die Abnutzung von Infrastruktur, also Straßen und Brücken, haben wir da auch noch nicht berücksichtigt. Ein leichtes Auto stellt jedenfalls eine erheblich geringere Belastung für die Infrastruktur dar. Schade, dass das bei der Besteuerung nicht berücksichtigt wird, denn auch die fortwährende Erneuerung der Infrastruktur belastet die Umwelt.
     
  8. Valdoran

    Valdoran Foren-Gott

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    In diesem Punkt(bessere Abgasreinigung bei Hybriden) muss ich mich noch einlesen bzw. hast Du mir ein neues Argument an die Hand gegeben, welches ich so noch nicht auf dem Schirm hatte.:winken:

    So ein Auto wäre natürlich genial.
    Wir selbst zählen auch eher zu der Kurzstreckenfraktion und die meiste Zeit bewegt man das Auto auf der Landstraße oder fährt in die Stadt. Das sind in der Regel Fahrten zum Arbeitsplatz, Fahrdienste für die Kinder und Einkaufsfahrten.
    Wir schaffen im Jahr, trotz einer Urlaubsfahrt von einfach 640-740 km im Jahr nicht mehr als 15.000 km.
    Gerade deswegen wäre ein E-Fahrzeug optimal für uns, aber es muss natürlich die Eventualität einer längeren Fahrt abdecken um ein "vollwertiges" Fahrzeug zu sein.
     
  9. Valdoran

    Valdoran Foren-Gott

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    Man geht beim Akkugewicht derzeit von ca. 150Kg für 100 km Reichweite aus, also hätte man für 500 km Reichweite ein Gewicht von 750 kg.
    Dies ist aus den von Dir genannten Gründen natürlich noch ein Problem. Das Gewicht der Akkus wird sich allerdings immer weiter reduzieren, da die Energiedichte sich alle 4 Jahre um 50% erhöht. Entweder bekommt man also bei gleichem Gewicht mehr Reichweite, oder die gleiche Reichweite bei weniger Gewicht.
    Wie gesagt, steckt in dieser Technik derzeit von allen Arten der individuellen Fortbewegung das meiste Potenzial.
     
  10. emtewe

    emtewe Lexikon

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    Als Radfahrer muss ich da natürlich widersprechen. Ich halte die Forbewegung durch Muskelkraft für Strecken bis 10 km für die beste. Da steckt übrigens auch noch enormes Potential drin. Hast du schonmal von dem "Loremo" gehört?
    Interessant ist damals wie der Gründer auf die Idee eines solchen Autos (LOREMO= LOw REsistance MObile) kam. Er war sportlicher Radfahrer, und als er sich bei einem Freund ein Liegerad mit Verkleidung auslieh, konnte er bei gleicher Muskelkraft, die Geschwindigkeit von vorher 35 auf knapp 50 km/h steigern. Nur durch bessere Aerodynamik. So kam er auf die Idee ein Auto mit extrem geringen Luftwiderstand zu bauen.
    Aber das zeigt was für ein Potential da vorhanden ist. Ein Liegerad mit Verkleidung, auch wettergeschützt, dürfte für viele Kurzstrecken ausreichend sein. Dafür brauchen wir einfach nur gut Radwege, breit und ohne dass man dauernd anhalten muss. Heute kosten solche Fahrräder mehr als Autos, aber das liegt daran, dass sie aus Manufakturen kommen, und nicht aus Massenfertigung.

    Da steckt für mich das größte Potential der individuellen Fortbewegung. Man kann da natürlich auch mit einem kleinen Elektromotor nachhelfen, und einer herausnehmbaren Batterie die man zuhause an der Steckdose lädt. Es gibt schon Liegeräder da kann man einen Elektromotor mit Akkupack anbauen, oder abnehmen, je nach Strecke und Trainingszustand.

    Und genau deswegen mag ich auch irgendwie keine Elektroautos. Sie setzen auf ein veraltetes Konzept des Individualverkehrs, und verleihen dem einen grünen Anstrich. Ich wünsche mir fahrradoptimierte Innenstädte, und da hilft es wenig, wenn man Verbrenner durch Elektroautos ersetzt. Gut, die Luft auf den viel zu kleinen und gefährlichen Radwegen wird besser, das hilft aber nur begrenzt.