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Der Spielfilm-Tipp !

Dieses Thema im Forum "Film-, Serien- und Fernseh-Tipps" wurde erstellt von Eike, 3. Juli 2003.

  1. Mirco

    Mirco Silber Member

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    AW: Der Spielfilm-Tipp !

    Halihallo,


    heute ab 20.15h in der ARD:

    "Speer und Er" [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

    Teil 3: Spandau-Die Strafe
    D/A, 2004/2005 90 Minuten
    Von Heinrich Breloer
    Mit Tobias Moretti, Sebastian Koch u.a.

    [​IMG] [​IMG]
    Photos: www.tvinfo.de

    Der dritte Teil konzentriert sich auf Speers 20 Jahre im Spandauer Gefängnis. Ein wilhelminischer Gebäudekomplex im Herzen Berlins, Hunderte von Zellen standen leer. Nur ein Flur war belebt - sieben Zellen waren besetzt von ehemaligen Nazi-Größen, die noch einmal die Intrigen des untergegangenen Reichs nacherleben lassen. Diese sieben Männer werden zu Nummern. Nr. 1: Baldur von Schirach, Reichsjugend'Führer' und Gauleiter von Wien; Nr. 2: Karl Dönitz, Oberbefehlshaber der Kriegsmarine und von Hitler zu seinem Nachfolger ernannt; Nr. 3: Konstantin Freiherr von Neurath, Reichsprotektor von Böhmen und Mähren; Nr. 4: Erich Raeder, Großadmiral; Nr. 5: Albert Speer; Nr. 6: Walter Funk, Reichsbankpräsident; Nr. 7: Rudolf Hess, bis 1941, vor seinem Flug nach England, Hitlers Stellvertreter. Die Kleidung kommt anfangs aus dem Fundus der Konzentrationslager.
    Wir sehen Speer, wie er Techniken des Überlebens entwickelt und sich auf seine Rückkehr vorbereitet. Wir erleben ihn beim Umgestalten des Spandauer Gefängnisgartens, beim Verfertigen von Kassibern, mit denen er das Leben seiner sechs Kinder mit Hilfe seiner Frau Margarete aus der Haft steuern will. Das Land 'da draußen' konstituiert sich als erfolgreicher Staat, eine soziale Marktwirtschaft, eine nach Westen orientierte Bundesrepublik, wobei die Kontinuität der handelnden Personen zu ihrer Rolle im 'Dritten Reich' erfolgreich verdrängt wird. Das Bild einer neuen, hochmodernen Gesellschaft wird in seinen auftrumpfenden Bauten maßgeblich geprägt von Speers Architekten-Kollegen und Managern. Dieser einflussreiche Kreis wartet auf Speers Entlassung und spendet derweil jeden Monat Geldbeträge auf ein 'Schulgeldkonto', über das Speer aus der Zelle verfügen kann.
    Speers 20-jährige Haft ist die Zeit einer weiteren Verpuppung, in der ein neuer Schmetterling - der intelligente, weltläufige Bestseller-Autor Speer - entsteht. Speer distanziert sich von Hitler, indem er ihn dämonisiert und verspottet. Die Raupe 'Hauptkriegsverbrecher' frisst unendlich viele Bücher in sich hinein und geht immer wieder in die eigene Geschichte zurück, um sie zu einer strahlenden Legende zu verdichten - eine Legende, die von einem fast unentwirrbaren Geflecht aus Lügen, Auslassungen und Wahrheit genährt wird.
    Dieser 'innere' Prozess wird reflektiert am Beispiel der Familie Speer, der Kinder des Kriegsverbrechers, die alle mit mehr oder weniger Wissen, mit widersprüchlichsten Gefühlen zu ihrem Vater, mit Ahnungen und Nicht-wissen-Wollen ihren Weg durchs Leben angetreten haben und als Arzt, Politiker, Architekt, Wissenschaftler oder Ingenieur ihre gesellschaftliche Rolle bei der Mitgestaltung und Entwicklung dieser neuen Demokratie der Bundesrepublik gefunden haben.



    Text: http://www.tvinfo.de/exe.php3?target=popup&sidnr=18041866&xid=308c70c4ccfe0cf324f54d71cae77c72


    Und ab 23.00h in der ARD:


    "Speer und Er"
    Nachspiel - Die Täuschung
    Dokumentation 90 Minuten
    D, 2005

    [​IMG] [​IMG]
    Photos: www.tvinfo.de

    Die begleitende Dokumentation erzählt die Lebensgeschichte Albert Speers dort weiter, wo das dreiteilige Filmprojekt endet: am Gefängnistor von Spandau, dem Tag der Haftentlassung des Hauptkriegsverbrechers am 1. September 1966. In Gesprächen mit Speers Kindern, Biografen, Zeitzeugen und Historikern wird der Versuch unternommen, die Selbsttäuschung und Konstruktion von Lügen und Legenden Speers nachzuzeichnen. Wie war es möglich, dass einer der einflussreichsten Mittäter Hitlers mit einem Bestseller in der Bundesrepublik so viel freundliche Zuwendung, Aufmerksamkeit und Einfluss auf die Geschichtsschreibung gewinnen konnte?
    Am 1. September 1966, 24.00 Uhr, wird der ehemalige Architekt und Reichsminister für Bewaffnung und Munition nach 20 Jahren Haft entlassen. Vor dem Spandauer Gefängnistor wartet seine Frau Margarete Speer, die ihre sechs Kinder alleine großgezogen hatte. Nach der Entlassung zeigte sich bei einem Familientreffen, dass die aus dem Gefängnis herbei-dirigierte Nähe mit der Familie dem Alltag nicht standhält. Das Treffen offenbart die Entfremdung. Sein Sohn Albert, der nach zwei Tagen vor der Familienzusammenführung flüchtet, sagt: 'Jeder war gehemmt. Es war Stress!'
    Der Mann, der Adolf Hitler aus nächster Nähe erlebt hat, einer der mächtigsten Männer des Dritten Reichs, wird seine Erinnerungen schreiben. Jeden Schritt zum Bestseller-Erfolg hatte Speer aus seiner Zelle heraus vorbereitet. Etwa 20.000 Blatt Papier waren als Kassiber aus dem Gefängnis zu seinem Freund Rudolf Wolters geschmuggelt worden. Als Architekt und Rüstungsminister war er gescheitert. Nun will er sich mit seiner Autobiografie in das Buch der Geschichte einschreiben. Diese Rechnung ist aufgegangen: Albert Speer veröffentlicht 1969 seine 'Erinnerungen'. 1975 folgen die 'Spandauer Tagebücher'. Beide Bücher werden Welterfolge, die Speer zu einem reichen Mann machen. Sein Freund Rudolf Wolters, der für ihn während der Haft mit einem eigenen Büro in Coesfeld die Geschäfte geführt hatte, wurde zum 'Coburger Freund' anonymisiert.
    Friederich Wolters, der Sohn, blättert im Gespräch mit Heinrich Breloer die Geschichte dieser seltsamen Freundschaft auf.
    Mit dem Verleger Jobst Siedler, der den jungen Joachim Fest als Lektor ins Spiel brachte, hatte Speer sein Team für den internationalen Erfolg gefunden. Wolf Jobst Siedler berichtet, wie er Albert Speer selber die Sympathie der Leser erklärte: 'Sie sind der Engel, der aus der Hölle kam'.
    Seine Rolle als 'Entlastungsnazi' war deshalb so erfolgreich, weil viele sich sagten: wenn der von den Verbrechen der Nazis nichts gewusst hat, mussten wir es auch nicht wissen. Seine scheinbar bußfertige Formel 'Ich hätte wissen können, wenn ich gewollt hätte'. Sein Versäumnis und seine Schuld waren es, nur weggesehen zu haben. Mit dieser Konstruktion ist er angekommen. Auch Speer-Biograf Joachim Fest zeigt sich im Interview nachdenklich über die Leerstellen in Speers Autobiografie. Joachim Fest räumt ein, dass Albert Speer ihm und seinem Verleger trotz eindringlicher Befragung nicht immer die Wahrheit gesagt hat. In einer Montage des frühen Fernsehinterviews von Fest aus dem Jahr 1968 und der Recherche kann sich der Zuschauer selber ein Bild von der Erinnerungsarbeit des ehemaligen Reichsministers für Rüstung und Munition machen.
    1980 gibt Rudolf Wolters dem jungen Historiker Matthias Schmidt zum ersten Mal Hinweise auf Fälschungen in Speers Chronik und lässt ihn Originaldokumente lesen. Es wird offenbar, dass Speer an der Vertreibung der Berliner Juden einen maßgeblichen Anteil hatte. In seinem Buch 'Albert Speer - Das Ende eines Mythos' kann Schmidt weitere von Speer ausgeblendeten schmerzhaften Wahrheiten seines Lebens veröffentlichen. Dieser erste große Versuch, sich mit den Lügen und Legenden Albert Speers auseinander zu setzen, erreicht den Bestsellerautor nicht mehr.
    In den letzten Lebensjahren verliebte sich Speer in eine junge Frau, die ihn bewunderte. Im September 1981 brach Albert Speer auf einer Interviewreise in London in seinem Hotelzimmer bewusstlos zusammen. Seine Freundin alarmierte den Arzt. Einige Stunden später verstarb Speer im Krankenhaus an den Folgen eines Schlaganfalls.

    http://www.tvinfo.de/exe.php3?target=popup&sidnr=18041870&sel=&comefrom=senderlist.inc&backQS=0x00x00x00x00x00x00x00x00x00x00x00x0370x00x00x00x00x00x00x00000000
     
  2. Mirco

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    Hallihallo,


    die Cine-Tipps für heute, Freitag, 13. Mai 2005:

    Um 21.40h und 23.00h in der ARD:

    "Engel in Amerika" [​IMG] [​IMG] [​IMG]
    OT: "Angels in America"
    USA, 2002/2003 65/50 Minuten
    Von Mike Nichols ("Wolf", "Die Waffen der Frauen", "Catch 22")
    Mit Al Pacino, Meryl Streep, Emma Thompson u.a.
    Filmverleih: Avenue Pictures, Home Box Office HBO, Warner Bros.
    Originalbildformat: 1,78:1



    [​IMG] [​IMG]
    Photos: www.prisma-online.de, www.ard.de

    Amerika, in den Achtzigerjahren. Der 30-jährige New Yorker Homosexuelle Prior erkrankt an Aids, worauf ihn sein jüdischer Freund Louis verlässt. Louis, von Schuldgefühlen geplagt, fängt eine Affäre mit dem streng gläubigen Mormonen Joe an. Der wiederum ist ein Schützling des berühmten, erzkonservativen Anwalts Roy Cohn - auch er ein heimlicher Homosexueller, der sich mit Aids infiziert hat, dies jedoch vor der Öffentlichkeit geheim zu halten versucht. Derweil wird Prior von Visionen eines weiblichen Engels heimgesucht, der ihn als modernen Propheten auserkoren hat. Doch Prior sträubt sich gegen die ihm zugedachte Rolle ...
    Diesen starken, wenn auch recht redseligen TV-Sechsteiler um Homosexualität, Religion und Engels-Visionen inszenierte niemand geringer als Mike Nichols, der bereits 1967 mit "Die Reifeprüfung" für Furore sorgte. Die schauspielerischen Leistungen sind durch die Bank hervorragend, und auch das Drehbuch überzeugt, das Tony Kushner nach seinem gleichnamigen, erfolgreichen Bühnenstück schrieb. Die ein oder andere Länge kann man deshalb durchaus verzeihen. So sah es auch die Emmy-Jury, die "Engel in Amerika" 2004 mit insgesamt elf der begehrten TV-Auszeichnungen prämierte. Zu den Geehrten gehören unter anderem Regisseur Nicols, die Hauptdarsteller Al Pacino und Meryl Streep, die Nebendarsteller Jeffrey Wright und Mary-Louise Parker sowie Drehbuchautor Kushner.

    Text: http://www.prisma-online.de/tv//film.html?mid=2003_engel_in_amerika

    http://www.daserste.de/engelinamerika/sendung.asp


    http://german.imdb.com/title/tt0318997/


    Um 22.30h in 3Sat:

    "Willkommen in Wellville" [​IMG] [​IMG]
    OT: "The Road to Welville"
    USA/F,1994 115 Minuten FSK: ab 12 Jahren
    Von Alan Parker ("Midnight Express-12 Uhr nachts", "Mississippi Burning", "Die Asche meiner Mutter")
    Mit Sir Anthony Hopkins, Matthew Broderick, Bridget Fonda, John Neville, John Cusack, Colm Meaney u.a.
    Filmverleih: J&M Entertainment, Columbia Pictures, Beacon Communications; 3Sat/ZDF
    Originalbildformat: 1,85:1


    [​IMG] [​IMG]
    Photo: www.prisma-online.de, www.tvspielfilm.de



    Auf Wunsch seiner Ehefrau Eleanor reist der junge Will 1907 gemeinsam mit ihr in das berühmte Battle Creek Sanatorium des Dr. John Harvey Kellogg. Bei dem Erfinder der Cornflakes macht er bald kuriose Erfahrungen mit den Gesundheitswünschen der Kurgäste. Unter denen befindet sich auch Charles Ossining, der gemeinsam mit dem Betrüger Gooloe mit Cornflakes das große Geld machen will... (- 0.25 Uhr) Alan Parker inszenierte eine unterhaltsame Komödie über den Gesundheitswahn und den Zusammenhang von verdrängter Sexualität und fanatischem Gesundheitsaposteltum. Leider sind hier die Anklagen nicht immer so scharf wie etwa in Robert Altmans "Health - Der Gesundheitskongreß".

    Text: http://www.prisma-online.de/tv//tipp.html?day=20050513&sid=1994_willkommen_in_wellville

    http://www.3sat.de/3satindex.php?/film/woche/76511/index.html

    http://german.imdb.com/title/tt0111001/


    Um 02.40hauf Kabel Eins:

    "One False Move"
    OT: "One False Move"
    USA, 1992 100 Minuten FSK: ab 16 Jahren
    Von Carl Franklin ("Teufel in Blau", "Eine Familiensache")
    Mit Bill Paxton, Billy-Bob Thornton, Cynda Williams u.a.
    Filmverleih: Columbia Pictures, IRS Media, KirchMedia/Beta-Film
    Orignalbildformat: 1,85:1 (Open Matte)


    [​IMG]


    Photo: www.tvspielfilm.de

    Als ein Drogendeal auf unvorhergesehene Weise eskaliert, flieht das Tätertrio aus Los Angeles. Ziel ist ein kleines Kaff in Arkansas, in dem die farbige Freundin des Psychopathen Malcolm aufgewachsen ist. Die Polizei von L.A. schickt zwei Männer, die mit dem Kleinstadtsheriff Dale zusammenarbeiten sollen. Dale hofft, den Großstadt-Profis zeigen zu können, dass auch er ein gewiefter Kriminalist ist. Niemand außer ihm weiß, dass das Gangsterliebchen einst seine Jugendliebe war.

    Text: http://www.tvinfo.de/exe.php3?target=popup&sidnr=18071181&sel=&comefrom=senderlist.inc&backQS=0x00x00x00x00x00x00x00x00x00x00x00x0120x00x00x00x00x00x00x00000000



    http://german.imdb.com/title/tt0102592/
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Mai 2005
  3. Mirco

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    Hallihallo,


    die Cine-Tipps für heute, Pfingst-Montag, 16. Mai 2005:

    Um 16.00h im ZDF (Wdh. nachts um 00.55):

    "Grüne Tomaten" [​IMG] [​IMG]
    OT: "Fried Green Tomatoes at the Whistle Stop Cafe")
    USA, 1991 130 Minuten FSK: ab 6 Jahren
    Von Jon Avnet ("Sommersby", "Aus nächster Nähe")
    Mit Jessica Tandy, Kathy Bates, Mary Stuar Masterson, Mary-Louise Parker Stan Shaw u..
    Filmverleih: Universal Pictures, The Rank Organization, Senator Film
    Originalbildformat: 1,85:1

    [​IMG]
    Photos: www.zdf.de


    "Ein Herz kann brechen, aber es schlägt trotzdem weiter..." Im Film "Grüne Tomaten" brechen einige Herzen, doch die Betroffenen merken, dass das Leben trotz Kummer und Leid weitergeht. Evelyn Couch (Kathy Bates) gehört zu den betroffenen Personen: Die unglückliche Ehefrau bekommt von ihrem taktlosen Ehegatten nicht genug Aufmerksamkeit und fühlt sich aufgrund ihrer molligen Figur nicht gerade attraktiv. Eines Tages lernt Evelyn in einem Seniorenheim die alte Dame Ninny Threadgoode (Jessica Tandy) kennen. Die lebenslustige Frau erzählt Evelyn die Geschichte von zwei Freundinnen aus den Zwanzigerjahren: Die feminine Ruth (Mary-Louise Parker) und die burschikose Idgie (Mary Stuart Masterson) lernen sich in einem kleinen Dorf in den Südstaaten kennen. Zwischen den unterschiedlichen Frauen baut sich über die Jahre eine intensive Freundschaft auf.

    Als Idgie erfährt, dass die schwangere Freundin von ihrem Mann Frank Bennett (Nick Searcy) regelmäßig verprügelt wird, nimmt sie Ruth mit zu sich nach Hause. Für die beiden beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Ruth bringt einen gesunden Jungen zur Welt. Kurz nach der Geburt eröffnen die beiden Frauen in Whistle Stop ein Café, in dem als Spezialität gebackene grüne Tomaten serviert werden. Mit Hilfe des gutmütigen Big George (Stan Shaw) und seiner Mutter Sipsey (Cicely Tyson) wird das Café zum zentralen Treffpunkt im Ort. Doch die Harmonie hält nicht lange an: Eines Tages taucht Frank Bennett in Whistle Stop auf. Mit aller Gewalt will er Ruth und seinen Sohn dazu bewegen, ins gemeinsame Haus zurückzukehren. Sein Erscheinen verbreitet aber auch eine große Unruhe im ganzen Ort...

    Es gibt kaum eine menschliche Emotion, mit der der Zuschauer nicht konfrontiert wird. Dabei findet der Film aber eine ausgewogene Mischung aus Sentimentalität, Tragik und Heiterkeit. Am Ende entlässt Regisseur Jon Avnet das Publikum in dem festen Glauben, dass man mit wahrer Freundschaft und gesundem Selbstbewusstsein so ziemlich allem -selbst den hartnäckigsten Chauvinisten und Rassisten - Paroli bieten kann. Fannie Flagg schrieb das Originalscript nach ihrem gleichnamigen Roman, Jon Avnet überarbeitete es danach. In der literarischen Vorlage entwickelt sich übrigens zwischen Idgie und Ruth nicht nur eine Freundschaft, sondern eine regelrechte Liebesbeziehung. Sowohl das Drehbuch als auch Jessica Tandy (beste Nebendarstellerin) wurden für den Oscar nominiert. Diese Auszeichnung hatte die Britin übrigens zwei Jahre zuvor für ihre Hauptrolle in "Miss Daisy und ihr Chauffeur" bereits erhalten.

    Pressestimmen:
    "Der Film mit dem vegetarischen Titel ist so ziemlich das Beste, was uns in diesem Herbst im Kino passieren kann. Eine warmherzige, sentimentale, intelligente, witzige, mutmachende Geschichte ..." (Brigitte 9/92)

    "Ein Triumph für das Kino der echten Gefühle." (New York Times)

    "Die Story ist großartig und Jessica Tandy zuzuschauen, ist ein unvergleichlicher Genuss." (Los Angeles Times)


    Text: http://www.zdf.de/ZDFde/einzelsendung/0,1970,2492518,00.html
    http://german.imdb.com/title/tt0101921/


    Um 17.45h in der ARD:

    "Mäusejagd" [​IMG] [​IMG]
    OT: "Mouse Hunt"
    USA, 1997 90 Minuten FSK: ab 6 Jahren
    Von Gore Verbinski ("The Mexican", The Ring", "Fluch der Karibik")
    Mit Lee Evans, Nathan Lane, Christopher Walken
    Flmverleih: DreamWorks SKG, UIP
    Originalbildformat: 1,85:1

    [​IMG]
    Photo: www.prisma-online.de



    Die Brüder Ernie und Lars Smuntz erben eine alte Villa, die sich schon bald als architektonisches Meisterwerk herausstellt. Anlass zur Freude besteht indes nicht: Denn das Haus ist total vergammelt und steht auch noch unter Denkmalschutz. Und dann ist da noch der hartnäckige Bewohner: eine Maus, die sich partout nicht vergraulen lassen will und trickreich zur Wehr setzt. (- 19.15 Uhr) Regisseur Gore Verbinski ("Fluch der Karibik") inszenierte diese witzige, manchmal ein bisschen alberne, aber stets unterhaltsame Slapstick-Komödie, an der beinahe alles stimmt: perfektes Timing, gute Darsteller, beeindruckende Kamera und ideenreiches Drehbuch. Verbinski war es übrigens auch, der 2002 den Kinofilm "The Time Machine" für den überforderten Simon Wells zu Ende drehte. Alt-Schauspieler William Hickey ist hier übrigens in seiner letzten Rolle zu sehen.

    Text: http://www.prisma-online.de/tv//tipp.html?day=20050516&sid=1997_maeusejagd

    http://german.imdb.com/title/tt0119715/


    Um 01.05h (Montag nacht auf Dienstag) in der ARD:

    Zum 100. Geburtstag von Henry Fonda, unbedingt ansehen und/oder aufnehmen!!!!!!

    "Die Zwölf Geschworenen" [​IMG] [​IMG] (Zweikanalton evtl. nur analog!!!!)
    OT: "12 Angry Men"
    USA, 1956/57 90 Minuten FSK: ab 12 Jahren
    Von Sidney Lumet ("Der Pfadleiher", "Network", "Nacht über Manhattan")
    Mit Henry Fonda, Martin Balsam, Lee J. Cobb, Jack Klugman, Ed Begley, Jack Warden u.a.
    Produzenten: Henry Fonda, Reginald Rose (auch Drehbuch)
    Filmverleih: Orion-Nova Productions, MGM/UA, United Artists
    Originalbildformat: 1,66:1

    [​IMG]
    Photo: www.prisma-online.de



    Nach tagelanger Beweisaufnahme soll eine zwölfköpfige amerikanische Jury ihr Urteil über einen 18-jährigen Angeklagten fällen, der des Vatermordes beschuldigt wird. Der Fall scheint klar zu sein, es gibt sogar eine Augenzeugin, und der junge Mann ist bereits des öfteren der Polizei aufgefallen. Doch er bestreitet die Tat. (- 2.35 Uhr) In ungemein dichter Regie inszenierte Sidney Lumet sein Kino-Debüt, für das er 1957 in Berlin den Goldenen Bären als bester Regisseur gewann. Henry Fonda steht als Geschworener Nr. 8 an der Spitze eines glänzendes Ensembles. Ein eindrucksvolles Plädoyer für die faire Wahrheitsfindung. Lumet führte vor Augen, was passiert, wenn Gedankenlosigkeit in der Justiz vorherrscht, Henry Fonda hatte übrigens zuvor eine TV-Inszenierung von "Die zwölf Geschworenen" gesehen und sich danach gleich mit Lumet zusammengesetzt, um die Kino-Version zu besprechen. 1997 inszenierte Regisseur William Friedkin ein ebenso gelungenes Remake mit George C. Scott, Jack Lemmon und Armin Mueller-Stahl in den Hauptrollen.


    Text: http://www.prisma-online.de/tv//tipp.html?day=20050516&sid=1957_die_zwoelf_geschworenen


    http://german.imdb.com/title/tt0050083/


    Schade, dass das ZDF, 3Sat oder Arte nicht den Film "Früchte des Zorns - The Grapes of Wrath" (USA, 1939/40 von John Ford) ausstrahlen, würde gut zum Geburtstag von Henry Fonda passen. Zudem war die letzte Ausstrahlung im ZDF-Nachtprogramm, die schon bestimmt 7 oder 8 Jahre her ist, die der restaurierten Fassung. :(
     
  4. Eike

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    AW: Der Spielfilm-Tipp !

    @Mirco, übrigens Danke noch mal für Deinen Tipp "Engel in Amerika". Ohne Dich hätte ich das übersehen. Ein wunderbar gespielter ungewöhnlicher Mehrteiler. Freue mich heute auf die letzten beiden Teile.
     
  5. Mirco

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    Hallihallo,

    der Cine-Tipp für heute, Dienstag, 17. Mai 2005:

    Um 23.00h im HR (Hessen Fernsehen):


    "Der Dritte Mann"
    OT: "The Third Man"
    GB/A, 1949 100 Minuten
    Von Carol Reed (Oliver!", "Voller Wunder ist das Leben")
    Mit Joseph Cotten, Orson Welles u.a.

    [​IMG]
    Photo: www.prisma-online.de

    Der amerikanische Western-Schriftsteller Holly Martins will im geteilten Nachkriegs-Wien des Jahres 1948 seinen Freund Harry Lime besuchen. Zunächst glaubt Martins, dieser sei tot, doch dann erfährt er vom Chef der britischen Militärpolizei, dass Lime in dunkle Geschäfte verwickelt sein soll...
    "Der dritte Mann", innerhalb von nur fünf Wochen im Nachkriegs-Wien gedreht, machte den Regisseur Carol Reed weltberühmt und avancierte zum Klassiker der Filmgeschichte. In der Tradition des italienischen Neorealismus - die ökonomische und soziale Atmosphäre des besetzten Wien sind präzise auf den Punkt gebracht - von Kameramann Robert Krasker in effektvollen schwarzweiß-Bildern meisterhaft eingefangen, verfilmte Reed das Originaldrehbuch des Ex-Mitarbeiters des britischen Geheimdienstes, Graham Greene. Exzellent auch das Schauspiel-Ensemble um Film-Genie Orson Welles, der dem Film mit seiner psychischen Präsenz einen unverwechselbaren, eindringlichen Touch gibt. Welles und Hauptdarsteller Joseph Cotten hatten übrigens schon in Welles' "Citizen Kane" zusammengespielt. Unvergessen auch das musikalische Leitmotiv von Anton Karas, die Zithermusik - das sogenannte "Harry-Lime-Thema".

    Text: http://www.prisma-online.de/tv//film.html?mid=1949_der_dritte_mann


    @Eike: besten Dank für die "Blumen", mir machts einfach Spaß anderen an meiner Film-Leidenschaft partizipieren zu lassen. Geteilte Freude ist schließlich doppelte Freude.
     
  6. Mirco

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    AW: Der Spielfilm-Tipp !

    Hallihallo,

    der Cine-Tipp für heute, Dienstag, 24. Mai 2005:

    Um 22.45h auf ARTE:


    "Die Mauer des Zorns"
    OT: "Holy Cross"
    GB, 2003 90 Minuten
    Von Mark Brozel
    Mit Zara Turner, Bronagh Gallagher u.a.
    Produktion: BBC Northern Ireland, Arte Frankreich

    [​IMG]
    Photo: www.arte-tv.com



    [​IMG] Die Nortons - die zehnjährige Karen, ihre Mutter Sarah und ihr Onkel Peter - leben in einer protestantischen Gemeinde in Nord-Belfast. In direkter Nachbarschaft, im katholischen Viertel, lebt die gleichaltrige Siobhan McClure mit ihren Eltern Ann und Gerry, ihrem großen Bruder Tony und ihrer kleinen Schwester Aoife. Siobhan und Aoife besuchen die nur einige 100 Meter entfernte katholische Mädchenschule "Holy Cross". Der Weg dahin führt durch das protestantische Viertel Ardoyne Road. Die Stimmung zwischen Protestanten und Katholiken ist seit jeher angespannt, doch eines Tages kochen die erhitzten Gemüter über. Einige protestantische Bewohner von Ardoyne Road, die "Loyalisten", wollen verhindern, dass die katholischen Familien die Straßen ihres Viertels benutzen und versperren den Weg. Der Streit wird zu einem Kampf um Prinzipien.

    In den folgenden Nächten kommt es auf der Straße zu heftigen Auseinandersetzungen, an denen sich auch Siobhans Vater Gerry und Karens Onkel Peter beteiligen. Für die Kinder sind es Nächte voller Angst. Das Leben von Karen, Siobhan und Aoife gerät aus den Fugen. Karen verliert jedes Vertrauen in ihre Mutter, als sie diese mitten in einer aufgebrachten Horde von Loyalisten entdeckt und miterleben muss, wie sie die Kinder der katholischen Familien beschimpft. Die Eltern Ann und Gerry streiten darüber, was das Beste für sie ist: Sollen sie ihre Kinder der Gewalt aussetzen und den Protestanten zum Trotz den gewohnten Weg gehen oder sollen sie kapitulieren und einen anderen Weg zur Schule nehmen? In Siobhans Familie gibt es Krach, weil Tony sich an den nächtlichen Ausschreitungen beteiligt. Doch von seinem Vater, der in der Vergangenheit selbst als Aktivist tätig war, will sich Tony nichts sagen lassen.

    Nach etlichen Wochen beruhigt sich die Lage und eine Mauer zwischen den beiden Vierteln wird errichtet. Doch die Gemeinde besteht nur noch aus Ruinen. Beide Seiten haben das Gefühl, mehr verloren als gewonnen zu haben.

    Im September 2001 wurde die Holy-Cross-Mädchenschule im Norden von Belfast zum Fokus von Gewalt und Hass zwischen Katholiken und Protestanten im seit Jahren schwelenden Nordirlandkonflikt. Durchsetzt mit authentischem Nachrichtenmaterial aus dem Jahr 2001 erzählt Mark Brozel die Geschichte der fiktiven Familien Norton und McClure, die in die Auseinandersetzung um die Holy-Cross-Schule verwickelt sind.

    Mit seinem unter die Haut gehenden Drama, das sich vor dem Hintergrund realer Ereignisse abspielt, beleuchtet Mark Brozel den Konflikt aus Sicht der katholischen und der protestantischen Kinder. Dabei war er sich der Schwierigkeiten bewusst, die ein Filmprojekt um ein so brisantes und emotional aufgeladenes Thema wie den Nordirlandkonflikt mit sich bringt: "Erwachsene Menschen, die auf fünf- und sechsjährige Mädchen Steine warfen, sie bespuckten und sie mit uringefüllten Ballons bewarfen, während sie zur Schule liefen - gibt es einen klareren Fall von richtig und falsch? Wir wollten - nicht aus Pervertierung, sondern aus dem Versuch heraus, zu verstehen - dahinter kommen und herausfinden, was Menschen dazu gebracht hat, so etwas zu tun, und das ist eine schwierige Aufgabe."

    Zara Turner, die die katholische Mutter Ann spielt, war in Deutschland in der Serie "McCallum - Tote schweigen nicht" (1995; Regie: Richard Holthouse, Patrick Lau) sowie in den Filmen "Sie liebt ihn - sie liebt ihn nicht" (1998; Regie: Peter Howitt) und "Der goldene Riecher" (2001; Regie: David Caffrey) zu sehen. Bronagh Gallagher spielte 1994 in Quentin Tarantinos legendärem "Pulp Fiction" die Rockerbraut Trudi sowie 1999 in "Star Wars: Episode 1 - Die dunkle Bedrohung".

    Zara Turner und Bronagh Gallagher gewannen 2004 in Biarritz den FIPA-Preis in Gold als beste weibliche Darstellerinnen. Colum Convey war in Deutschland unter anderem in "Verlorene Jahre" (1993; Regie: David Wheatley), "Frontline - Zwischen den Fronten" (1998; Regie: Roger Michell) und "Gott schütze dieses Haus" (2001; Regie: Richard Laxton) zu sehen. Patrick O'Kane ist dem deutschen Publikum durch "Allein gegen das Verbrechen" (2000; Regie: John Mackenzie) und "Exorzist: Der Anfang" (2004; Regie: Renny Harlin) bekannt geworden. "Die Mauer des Zorns" gewann bereits mehrere Preise, darunter 2004 in Biarritz den goldenen FIPA-Preis in der Kategorie Film und Drehbuch und den irischen IFTA-Preis in der Kategorie bestes TV-Drama.

    Text: http://www.zdf.de/ZDFde/einzelsendung_content/0,1972,2493291,00.html
     
  7. Mirco

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    Hallihallo,


    die Cine-Tipps für heute, Donnerstag, 26. Mai 2005:

    Um 16.00h auf 3Sat:

    "Kleine Gangster, große Kohle - Palookaville"
    OT: "Palookaville"
    USA, 1995 90 Minuten
    Von Alan Taylor
    Mit William Forsythe, Vincent Gallo, Frances McDormand u.a.
    Filmverleih: Samuel Goldwyn Company, Playhouse International, Tele München Gruppe
    Originalbildformat:1,85:1


    [​IMG] [​IMG]
    Photos: www.tvinfo.de


    Palookaville ist ein zwischen dem provinziellen Mief der 1950er Jahre und der Illusionslosigkeit der 1990er Jahre schwankendes Provinznest vor den Toren New Yorks. Hier tragen Russ, Sid und Jerry ihren täglichen Überlebenskampf aus. Aber noch haben die drei arbeitslosen Freunde ihre eigenen, bescheidenen Träume. Russ zum Beispiel will dem trostlosen Zuhause mit Mutter, Schwester und Schwager entfliehen. Jerry möchte seiner Frau wenigstens den Luxus einer Waschmaschine bieten. Und Sid wäre schon froh, wenn er die Miete und das Futter für seine beiden Hunde bezahlen könnte. Doch alle Versuche, sich diese Träume auf halbwegs legale Weise zu erfüllen, scheitern.

    Nur der Einstieg ins Gangstergewerbe könnte ihre aussichtslose soziale und persönliche Lage verbessern. Da es ihnen jedoch an krimineller Energie, Kaltschnäuzigkeit und organisatorischer Präzision mangelt, endet der erste versuchte Überfall auf einen Geldtransporter nur durch ein Wunder nicht im Knast, sondern im Reichtum.

    Mit ihren wunderbaren Slapstick-Momenten, viel Ironie, einem originellen Drehbuch und liebenswerten Darstellern bietet die Gangsterkomödie von Regisseur Alan Taylor weit mehr als gängige Unterhaltungskonfektion. Der Film, der 1995 bei den Filmfestspielen in Venedig als bester Erstlingsfilm ausgezeichnet wurde, porträtiert seine sympathischen Figuren und das Milieu ebenso realistisch wie humorvoll.


    -Nicht verpassen, ist ein wunderbarer Independent Film!

    Text: http://www.zdf.de/ZDFde/einzelsendung/0,1970,2496815,00.html

    http://german.imdb.com/title/tt0117284/


    Um 21.00h im NDR-Fernsehen:

    "Ein Fisch namens Wanda"
    OT: "A Fish called Wanda"
    GB/USA, 1987 100 Minuten
    Von Charles Chrichton
    Mit Kevin Kline, Jamie Lee Curtis, John Cleese, Michael Palin u.a.
    Filmverleih: MGM/UA
    Originalbildformat: 1,85:1




    [​IMG]
    Photo: www.prisma-online.de

    Wanda, ein flottes Mädchen aus Amerika, hat sich mit George, Ken und Otto zusammengetan, um in London einen vornehmen Juwelierladen auszurauben. Wenn der Coup klappt, winkt Beute im Wert von 13 Millionen Pfund. Der Überfall ist Maßarbeit, danach wird es schwieriger. Insgeheim möchte nämlich jeder von den vieren die ganze Beute für sich haben, darum sorgen Wanda und Otto zunächst einmal dafür, dass George hinter Gittern landet. Vorsichtshalber hat der die Juwelen jedoch so gut versteckt, dass Wanda nur eine Möglichkeit sieht, sie aufzuspüren: Sie muss Georges ehrbaren Anwalt Archie Leach verführen...
    Schoßhündchenkiller, Fischverzehrer und Fritten als Folterinstrumente. Wer einmal vor Lachen auf dem Boden liegt, hat während des Films keine Gelegenheit, wieder aufzustehen. Ein köstliche, irrwitzige Gaunerkomödie mit einem glänzend aufgelegten Darsteller-Ensemble. Kevin Kline bekam zu Recht einen Oscar für seine Rolle als Gauner Otto. Regisseur Charles Crichton begann in den 30er Jahren seine Filmkarriere als Cutter (u. a. von "Der Dieb von Bagdad"), bevor er 1945 mit "Traum ohne Ende" sein Regiedebüt gab. Mit der Alec-Guinness-Komödie "Das Glück kam über Nacht" inszenierte er seinen neben "Ein Fisch namens Wanda" wohl besten Film - 36 Jahre vor seinem Hauptwerk. Zwölf Jahre nach dem späten Triumph starb er am 14. September 1999 einen guten Monat nach seinem 89. Geburtstag in seinem Londoner Haus.

    Text: http://www.prisma-online.de/tv//film.html?mid=1987_ein_fisch_namens_wanda

    http://german.imdb.com/title/tt0095159/
     
  8. Mirco

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    Hallihallo,


    der Cine-Tipp für heute, Sonntag, 29. Mai 2005:

    Um 20.40h (Wh am 31.05. um 15.15h) auf ARTE:

    "Central Station"
    OT: "Central do Brasil"
    Brasilien/Frankreich, 1997 105 Minuten
    Von Walter Malles ("Hinter der Sonne", "Die Reise des jungen Che")
    Mit Fernanda Montenegro, Marilia Pêra, Vinicius de Oliveira u.a.
    Produzent: Arthur Cohn u.a.
    Filmverleih: Le Studio Canal Plus, MACT Productions, Riofilms, Sundance Institute
    Originalbildformat: 2,35:1

    [​IMG]
    Photo: www.prisma-online.de

    Die ehemalige Lehrerin Dora verdient sich ihren Lebensunterhalt als Briefschreiberin für Analphabeten. Am Hauptbahnhof von Rio de Janeiro wartet sie an ihrem kleinen Stand täglich auf Kunden. Als eines Tages eine ihrer Kundinnen, die Mutter des neunjährigen Josué, einen tödlichen Unfall erleidet, nimmt Dora sich des Jungen an. Obwohl die egoistische Frau weder ein Herz für Kinder noch sonst einen Menschen hat, beschließt sie, Josué zu helfen, seinen Vater zu finden. Gemeinsam macht sich das ungleiche Paar auf eine Reise quer durch Brasilien ...
    In seinem vielfach preisgekrönten, bewegend inszenierten Roadmovie erzählt Walter Salles ("Fremdes Land", "Hinter der Sonne", "Die Reise des jungen Che") von den ergreifenden Abenteuern eines Kindes auf der Suche nach seinem Vater und damit seiner eigenen Identität. Die Kulisse des Films bildet das bald traumhafte, bald schmutzige, doch immer realistische Brasilien. Salles stellt das größte Land Südamerikas als ein Land zwischen Marienverehrung und Kinderhandel vor, als ein armes Land, das im Aufbau begriffen ist. Regisseur Salles wurde für "Central Station" 1998 mit dem Goldener Bären der Filmfestspiele von Berlin ausgezeichnet, Hauptdarstellerin Fernanda Montenegro erhielt den Silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin sowie eine Oscar-Nominierung.

    Text: http://www.prisma-online.de/tv//film.html?mid=1997_central_station

    http://www.arte-tv.com/de/woche/244,broadcastingNum=483257,day=2,week=22,year=2005.html


    http://german.imdb.com/title/tt0140888/
     
  9. Mirco

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    Hallihallo,

    hier drei Cine-Tipps für heute, Montag, 30. Mai 2005:

    Um 20.40h auf ARTE:

    "Dancer in the Dark"
    DK/S/F, 2000
    Von Lars von Trier
    Mit Björk, Catherine Deneuve, David Morse, Stellan Skarsgård, Udo Kier u.a.


    [​IMG]
    Photo: www.prisma-online.de

    Im Amerika der 60er Jahre flüchtet sich die alleinerziehende Immigrantin Selma in die Welt von Filmmusicals. Obwohl sie merh und mehr erblindet, schuftet sie in einer Fabrik nur, um Geld für eine Augenoperation ihres Sohnes zusammenzubekommen. Doch als ihr Erspartes vom netten Nachbarn geklaut wird, dreht Selma durch...
    Ein Film, der wie kein anderer das Publikum polarisieren wird: Man kann ihn nur lieben oder hassen. Was für die einen ein bewegendes Drama mit Musical-Elementen ist, ist für andere nerviges Kunstgewerbe mit Wackel-Kamera, ständig abgeschnittenen Köpfen und tragischen Figuren, die einen kaum interessieren. Das Ganze ist gewöhnungsbedürftig modern im Stile der Dogma-Filme inszeniert. Das Werk erhielt viele Preise, wie etwa die Goldene Palme von Cannes. Auch die isländische Pop-Ikone Björk, die auch einige Songs beisteuerte, wurde als beste Hauptdarstellerin gekürt.

    Text: http://www.prisma-online.de/tv//film.html?mid=2000_dancer_in_the_dark

    Um 22.00h im Hessen Fernsehen (HR):

    "Cocktail für eine Leiche"
    OT: "Rope"
    USA, 1948
    Von Alfred Hitchcock
    Mit James Stewart, John Dall u.a.

    [​IMG]
    Photo: www.prisma-online.de



    Die beiden Philosophie-Studenten Philip Morgan und Brandon Shaw beschäftigt die Frage, ob es den perfekten Mord gibt. Theoretisch heißt die Antwort ja, aber praktisch? Eiskalt beschließen die beiden, die Probe aufs Exempel zu machen, töten einen Kommilitonen und verstecken die Leiche. Danach bitten sie einige Gäste zum Dinner, darunter auch Professor Rupert Cadell, der mit messerscharfem Verstand und genauen Beobachtungen merkt, was los ist. (- 23.15 Uhr) 1948 zeigte sich Hitchcock sehr experimentierfreudig: Sein erster Farbfilm "Cocktail für eine Leiche" geriet zu einem äußerst ungewöhnlichen Thriller. Kammerspielartig vollzieht sich die Handlung vom frühen Abend bis tief in die Nacht in einem New Yorker Appartement. Herausragend: James Stewart in der Rolle des Professors, der seinen ehemaligen Studenten das Handwerk legt.

    Text: http://www.prisma-online.de/tv//tipp.html?day=20050530&sid=1948_cocktail_fuer_eine_leiche


    Um 22.15h (Wh Dienstag nacht auf Mittwoch) im ZDF:

    "Das Kartell"
    OT: "Clear and Present Danger"
    USA, 1994
    Von Philip Noyce ("Todesstille - Eine Reise ins Grauen", "Die Stunde der Patrioten")
    Mit Harrisson Ford, Willem Dafoe, James Earl Jones u.a.

    [​IMG]
    Photo: www.tvinfo.de

    Zwei Jahre nach dem Kinoerfolg "Die Stunde der Patrioten" übernahm Superstar Harrison Ford noch einmal die Rolle des integren CIA-Mannes Jack Ryan. In dem actiongeladenen Thriller "Das Kartell" hat er es dieses Mal mit zwielichtigen kolumbianischen Drogenbossen, aber auch skrupellosen Karrieristen in den eigenen Reihen zu tun. Regie führte erneut Spannungsexperte Phillip Noyce ("Todesstille", "Sliver"). Das Starensemble wird komplettiert durch eine ganze Reihe von Charakterköpfen wie dem charismatischen Willem Dafoe ("Spider-Man"), James Earl Jones und Joaquim de Almeida, der noch einmal als eiskalter Drogenbaron in der Miniserie "Kingpin" zu überzeugen wusste. Und natürlich nicht zu vergessen die fabelhafte Anne Archer, die noch einmal in die Rolle der Cathy Ryan schlüpfte.

    Schlechte Nachrichten für den US-Präsidenten (Donald Moffat): Ein mit ihm befreundeter Geschäftsmann wurde im Auftrag kolumbianischer Drogen-Barone ermordet. Nun droht der mächtigste Mann Amerikas in einen Skandal um Geldwäsche und Korruption hinein gezogen zu werden. Kein leichter Fall für den neuen stellvertretenden CIA-Direktor Jack Ryan (Harrison Ford), der weiß, dass hier zugleich Entschlossenheit und Fingerspitzengefühl gefordert sind. Was er nicht weiß: In anderen Räumen des Weißen Hauses wird eine verdeckte Militäraktion gegen das Drogen-Kartell in Kolumbien beschlossen. Ohne Billigung von Senat und Kongress wird eine Eliteeinheit unter Führung des ehemaligen CIA-Agenten Clark (Willem Dafoe) nach Lateinamerika gesandt, um die Drogenbarone unschädlich zu machen. Als Jack Ryan in Bogota nur knapp einem Racheanschlag des Kartells entkommt, erfährt er zum ersten Mal von der illegalen Militäraktion. Und schon steckt er mittendrin in einem geheimen Feldzug, in dem die Grenzen zwischen Gut und Böse nur allzu schnell verschwimmen ...


    Text: http://www.zdf.de/ZDFde/einzelsendung/0,1970,2492526,00.html
     
  10. Mirco

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    Hallihallo,


    der Cine-Tipp für heute, Dienstag, 31. Mai 2005:

    Um 23.10h auf ARTE (im Rahmen des Themenabends "Zug um Zug-Lust und Laster der Zigarette":

    "Blue in the Face - Alles blauer Dunst" [​IMG] [​IMG] [​IMG]
    OT: "Blue in the Face"
    USA, 1994/95 80 Minuten
    Von Wayne Wang ("Töchter des Himmels", "Smoke - Raucher unter sich")
    Mit Harvey Keitel, Jim Jarmusch, Mira Sorvino, Madonna, Lo Reed, Michael J. Fox, Lily Tomlin u.a.

    [​IMG] [​IMG] [​IMG]
    Photos: www.tvinfo.de


    Tabakhändler Auggie Wren, der seit 20 Jahren an einer Straßenecke in Brooklyn Zigarren, Zigaretten und Zeitschriften verkauft und zur Seele des Stadtviertels geworden ist, droht seinen Job zu verlieren, weil der Geschäftsbesitzer an einen Reformkostladen verkaufen will. Als der Besitzer in einem Zwiegespräch mit dem Geist eines verstorbenen Baseballspielers eines Besseren belehrt wird, bleibt der Tabakladen als multikultureller Treffpunkt für Paradiesvögel aller Art erhalten.
    Im Prinzip ist dies eine kunstvolle Weiterentwicklung des Erzählfadens von "Smoke - Raucher unter sich" (1995): Der bereits bekannte Zigarettenladen wird auch hier von liebenswert-skurrilen Typen betreten. Das Ganze entpuppt sich als eine Aneinanderreihung angenehmer Erzählungen mit einigen überraschenden Auftritten namhafter Stars. Nach Beendigung der Dreharbeiten zu "Smoke" entschieden Wayne Wang und Paul Auster, auf die Schnelle noch einen zweiten Film in der gleichen Umgebung und mit bekannten und neuen Figuren zu drehen. So entstand in nur einer Woche dieser verspielte Nachfolger, der den Schauspielern viel Freiraum für eigene - teilweise auch selbst entworfene - Improvisationen lässt. Interessant: "Blue in the Face" entstand zum großen Teil aus Material, dass für "Smoke" nicht verwendet wurde.

    Text: http://www.prisma-online.de/tv//film.html?mid=1994_blue_in_the_face_alles_blauer_dunst