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CDU für 73-Stunden-Woche

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von PapaJoe, 28. September 2004.

  1. Odw

    Odw Junior Member

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    AW: CDU für 73-Stunden-Woche

    Nebenbeibemerkt:
    Wenn man 6X die Woche 12 h Arbeitet geht das wenn man 5 min zur Arbeit hat. Wenn du einfach 1h unterwegs bist gehts auch noch aber wenn du für einen Weg 2h brauchst wirds langsam eng mit dem Schlafen ( die Familie lassen wir hier besser weg, sonst wirds noch grausamer für den der dies macht). Solltest du 12h Arbeiten und das von 7:00 oder 8:00 Uhr Morgens bis zum Ende auch noch erträglich, aber wenn du Morgens um 1:00 Uhr Anfangen musst wie wirds dann für euch? Oder ein Tag von 11:00 Vormittag 12h Arbeiten und am nächsten Tag bist du um 5:00 Uhr auf Arbeit? Oder von 4:00 Uhr bis 10:00 und dann wieder ab 16:00 Uhr, deine 12h am Tag sollten es schon sein. Und um das noch abzurunden Arbeitet dein Partner genau zu den Zeiten zu denen du frei hast.
    Ich stelle immer wieder fest, dass es viel Leute gibt die genau wissen, dass 12h täglich nicht soooo schlimm sind, die haben das aber fast nie gemacht und schon gar nicht wenn es nicht in ihrem(!) Intresse liegt! Wer möchte von einem Artzt behandelt werden der schon 24h oder36h Dienst an einem Stück hat oder wer hat verständniss für einen LKW Faherer der nach 12-18 h Fahrzeit ein PKW übersieht und den rammt? Wenn ich 12h am Schreibtisch sitze kann es passieren, dass ich mir den Bleistift ins Auge stecke aber ich bringe keinen anderen in Gefahr.
    Also wenn einer von 73h Arbeitszeit in der Woche spricht sollte er genau sagen was er will.

    Gruß
    ODW
     
  2. Idiot

    Idiot Senior Member

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    AW: CDU für 73-Stunden-Woche

    In den meisten Branchen gibt es Tarifverträge, die die Arbeitszeit regeln, bei Kraftfahrern zusätzlich Vorschriften über Pausenzeiten etc. All das ist nicht Gegenstand der Änderungsvorschläge. Und wenn jemand im Schichtdienst arbeitet, wechselt meines Wissens die Schicht eher wochenweise, das Beispiel mit Spätschicht am einen und Frühschicht am nächsten Tag hinkt also auch recht stark.

    Wenn die Maximalzeiten gelockert werden sollen, betrifft das überwiegend Leute (großteils Schreibtischtäter), die sich die Arbeitszeit oft relativ frei einteilen können und die auch heute schon deutlich mehr als 40h/Woche arbeiten. Viele davon sind auch noch ein paar Tage die Woche bei Kunden oder in verschiedenen Werken im Einsatz und übernachten dann in Hotels. Warum soll diesen Leuten verboten werden, an den Tagen, an denen sie sowieso fern von ihrer Familie sind, ein paar Stunden mehr zu arbeiten und dafür etwas früher ins Wochenende zu gehen? Davon hat wohl auch die Familie deutlich mehr, als wenn dieser Angestellte sich abends im Hotelzimmer vor die Glotze setzt, weil er nicht mehr als 10h/Tag arbeiten darf.


    Viele Grüße in die Gegend zwischen Owwer-Ramschd unn dem Otzbersch

    PS: (hat sich wohl erübrigt...;) )
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2004
  3. uli12us

    uli12us Platin Member

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    AW: CDU für 73-Stunden-Woche

    Also soviel ich weiss ist beim Lastwagenfahrer 8h die absolute Grenze die er aufm Bock hocken darf und das will auch niemand ändern ausser vielleicht der Fuhrunternehmer. Ich würde nicht mal das zustandebringen, trotzdem ich wär teilweise froh wenn ich nur 73Stunden in der Woche arbeiten bräuchte. Von März bis Mitte Juli sah meine Arbeitszeit so aus Montag bis Sonntag von 9h früh bis 0h40 plus ne 3/4h Fahrt. In dieser Zeit hab ich ganze 4 freie Tage gehabt.
    Sicher gibts ausserhalb dieser Zeit auch mal wieder Leerlauf aber im Durchschnitt wird wohl übers Jahr immer noch mehr wie 50 Stunden rauskommen.

    Gruss Uli
     
  4. tarak

    tarak Neuling

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    AW: CDU für 73-Stunden-Woche

    Habe ich doch selbst gesagt.
    Vielleicht sollte man eines meiner Lieblingssprichworte ummünzen:
    "Ich glaube nur jene Zitate, die ich selbst nach meinem Bedarf zurechtgekürzt habe." :D
    Außerdem hatte ich versprochen, mich nach dem Aufstehen wieder konstruktiv zu beteiligen.
    Werde aber, wenn Du erlaubst, vorerst lesen, was sich mittlerweile so abgespielt hat.
     
  5. Odw

    Odw Junior Member

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    AW: CDU für 73-Stunden-Woche

    Nah wenn du aus der gegend bist dann fährst du betimmt ab und an mal mit einem Öffendlichen Verkehrsmittel. Mach dir einfach mal den Spass und frage den Fahrer/in, wie er/sie in den letzten 14 Tagen gearbeitet hat. Beginn und ende, ich glaube du wirst überrascht sein. Nicht nur Bus und Bahn kennen täglich veränderte Arbeitszeiten. Auch wird es dich überraschen, dass es durchaus bei vielen Branchen geteilte Arbeitszeiten gibt, z.B. Reinigungsdienst( die sollen vor oder nach der Arbeit die Räume reinigen aber nicht während).

    Und zu dem Thema Tarifverträge, wenn ich mir die begründungen der letzten änderungen anschaue (u.a. DaimlerChrysler oder Siemens) die zu einer ,teilweisen deutlichen, verschlechterung der Tarife für die Mitarbeiter geführt haben macht es mich immer etwas stutzig wenn mit der Begründung Arbeitsplätze erhalten zu wollen gleichzeitig Löhne gekürzt Arbeitszeiten flixibler und Gewinne maximiert werden.

    In einem Tarifvertrag werden nur Dinge geregelt die nicht durch Gesetzliche vorgaben schon geregelt sind oder aber die die Gesetzlichen vorgaben noch weiter präzisieren oder weiter einschränken bzw. für die einzelnen Seiten der Tarifpartner eine größere Rechtssicherheit, als sich aus den Gesetzlichen vorgaben ableiten läßt, bringt. Wenn du dich auf die Gesetze verläßt ok , schlage deine Arbeitgeber doch mal vor du willst nur noch den Gesetzlich vorgegebenen Urlaub und die Gesetzliche Wochenarbeitszeit.
    Aber dann bin ich überzeugt, dass du nicht nur ein wenig belämmert aus der wäsche schaust.

    Natürlich ist es richtig, dass die Vorderung nach maximal 73 h Wochenarbeitszeit die Gesetzlich verankert wird nicht bedeutet wir sollen alle ab sofort 73h in der Woche Arbeiten, die meisten dürften mit den 60h die heute erlaubt sind und den 48h Regelarbeitszeit wie sie immer noch in den Gesetzen stehen probleme haben diese auch zu erbringen.
    Aber es ist mal wieder bezeichnent, wir bekommen von einer politischen Partei etwas zur Diskusion vorgeworfen was im moment weder aktuell noch in den nächsten Jahren akut werden wird. Die aktuellen Themen u.a. Hartz 4 werden durch solche Hirngespinste aber aus dem Focus der Öffendlichkeit gebracht.


    Cu Odw
     
  6. tarak

    tarak Neuling

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    AW: CDU für 73-Stunden-Woche

    Das war ja nicht so viel, also weiter dort, wo ich heute Morgen aufgehört habe:

    Das stimmt insofern, als keine NEUEN Arbeitsplätze geschaffen werden.
    Tatsache ist aber, das bereits jetzt bestehende Arbeitsplätze nicht besetzt werden, weil man Mitarbeiter, die man im Bedarfsfall (Soitzenzeiten), jedoch ohne besondere Frist einstellt, in einer flauen Phase nicht mehr so einfach los wird. Also lieber 2-3 Aufträge ablehnen, als einen Mitarbeiter einstellen, der (bzw dessen Lohnkosten) mittelfristig zum Problem werden kann (können).
    Für ältere Arbeitssuchende und deren schärferen Kündigungsschutz (ist zumindest in Ö so) heißt das, daß sie de facto gar keine Chance mehr bekommen.
    Es bleibt die Frage - die nicht nur ich bereits mehrfach gestellt habe:
    Was bringt einem Arbeitslosen ein Kündigungsschutz, wenn dieser verhindert, daß er Arbeit bekommt.
    Wohlgemerkt, die Lockerung des Kündigungsschutz soll ja, so wie ich das verstanden habe, nur NEUE Dienstverträge betreffen.
    <sarkasmusmodus>
    Die Woche hat immerhin 7x24= 168 Stunden, also könnte ein Mitarbeiter locker die Arbeit von 4 Leuten (á 40 stunden) machen und hätte dabei noch 8 Stunden Pause, die er nach gutdünken über die Woche verteilen kann.:eek: </sarkasmusmodus>
    Nicht böse sein, aber das ist nur die Überspitzung Deiner Vorgehensweise.

    Die Unternehmer, die ich berate, haben durchaus ein soziales Gewissen - mein Beratungsansatz war aber auch noch nie "Mitarbeiterabbau".

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß nur die Österreicher so menschlich sind und die Deutschen alles Schweine.

    Ich glaube nur ... die ich selbst ...
    Das wird schon zur Killerphrase, stimmt aber irgendwie.
    Hier reichen keine Statistiken, da braucht es ganze Studien. Dafür haben wir hier aber nicht den Raum.

    Also bitte, der Osten hat ja auch 40 Jahre aufzuholen.
    Wenn ich also davon ausgehe, daß es nicht 40 sind - (es war ja nicht alles schlecht ...) und sagen wir 10 Jahre in Abzug bringe, verbleiben 30.
    So gesehen hätte im Osten in den letzten 15 Jahren das dreifache vom Westen getan werden müssen, damit man jetzt gleichziehen kann.
    Aber ich schweife ab
    Vielleicht, weil sie doch nicht solche Ausbeuter sind, wie manche gerne glauben, und ihre Mitarbeiter in den alten Bundesländern nicht vor die Tür setzen wollen, um in den neuen Bundesländern mehr Gewinn abzuschöpfen?
    Wenn Dir das nicht reicht frag Idiot, der hat glaube ich mehr Einblick in die Situation vor Ort.
     
  7. Idiot

    Idiot Senior Member

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    AW: CDU für 73-Stunden-Woche

    Lies nach bei uli12us! Ich kenne viele, die öfters mal mehr als 10h an einem Tag oder in heißen Phasen auch mal mehr als 60h/Woche arbeiten. Wobei m.E. die 10h kritischer sind als die 60h. Willst Du wirklich all diesen Leuten den Versicherungsschutz verweigern? Die Frage ist also hochaktuell.

    Bei den 60h pro Woche habe ich übrigens auch erhebliche Probleme, sie auch nur annähernd zu erreichen. Aber die 10h an einem Tag sind schnell mal überschritten.
     
  8. amsp2

    amsp2 Wasserfall

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    AW: CDU für 73-Stunden-Woche

    Nur wenn man selbst nicht mehr am Steuer für den Heimweg sitzt, da ist auch schon genügend passiert - wegen Übermüdung, betrifft nicht nur LKW-Fahrer.
     
  9. h2d

    h2d Guest

    AW: CDU für 73-Stunden-Woche

    Die CDU hat über ihren Pateisprecher diese Meldung am gleichen Tag dementiert. (Quelle: Reuters). Beachtenswert ist die dort veröffentlichte Grafik über die Arbeitszeiten in den europäischen Ländern.

    Gruß Dieter
     
  10. NullBock?

    NullBock? Silber Member

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    AW: CDU für 73-Stunden-Woche

    Und was bringt es einem Arbeiter der nicht weis ob er Morgen noch in Lohn und Brot steht, wie soll er denn sein Leben planen über den nächste 3 Monaten hinaus wenn er nicht mal weis ober er überhaupt noch Arbeit hat.
    Ausserdem hatten wir unter Kohl schon einmal das der Kündigungschutz gelockert wurde aber komischerweise hatte es seiner Zeit nicht einen einzigen Arbeitsplatz gebracht, im gegenteil es gab einen weiterhin einen anstieg der Arbeitslosenzahlen.
    hier zu Lesen
    Deine Argumente diesbezüglich stimmen also nicht, oder glaubst du ernsthaft das es diesmal anders währe?