1. Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen
    Information ausblenden
  2. Willkommen im Forum von DIGITAL FERNSEHEN - dem führenden Portal für digitales Fernsehen, Medien und Entertainment. Wenn du hier neu bist, schau dich ruhig etwas um und melde dich an, um am Forengeschehen teilnehmen zu können.
    Information ausblenden

Brustpiercing, Schafsaugen essen....

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Grosser Zampano, 17. September 2004.

  1. Grosser Zampano

    Grosser Zampano Neuling

    Registriert seit:
    2. Juli 2002
    Beiträge:
    18
    Ort:
    Köln
    Anzeige
    Augsburger Mediengespräche 2004 fragen nach Grenzen des Fernsehens

    „Zeichen setzen, handeln und nicht immer nur darüber reden!“

    Brustpiercing, Schafsaugen essen, den Körper voller Kakerlaken: Ist das das wahre Leben oder ein Fernsehen, das keine Grenzen mehr kennt? Extrem­shows oder Reality-Formate wie „Ich bin ein Star! Holt mich hier raus“ und „Big Brother“ bedienen laut Medienpsychologe Dr. Mario Gmür voyeuristische, ja sogar sadistische Bedürfnisse der Zuschauer, belasten sie aber auch. Wo die Grenzen für ein solches Fernsehen zu setzen sind, darüber stritten bei den vierten Augsburger Mediengesprächen am 16. September 2004 im voll besetzten Rathaussaal Experten aus TV-Sendern, Medienpolitik und Jugendschutz. Auf Einladung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der Augsburger Radio- und TV-Sender stellten sich Dr. Mario Gmür, RTL-Generalsekretärin Ingrid M. Haas, RTL2-Unterhaltungschefin Katja Hofem-Best, BLM-Präsident und KJM-Vorsitzender Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring und CSU-Generalsekretär Dr. Markus Söder den Fragen von TV-Moderatorin Astrid Frohloff.

    Diese Sendungen seien nicht Ursache, sondern Symptom für eine gesellschaftliche Entwicklung, die sich unter anderem dadurch auszeichne, dass sich Menschen hemmungslos zur Schau stellten und junge Leute mit Hilfe des Starkults die erfolgreiche Flucht vor ihrer eigenen Durchschnittlichkeit begehen würden, betonte Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert in seinem Grußwort. Über die Konsequenzen aus dieser Entwicklung waren sich die Diskutanten jedoch nicht einig.

    Ring und Söder appellierten an die Fernsehunternehmen, endlich Verantwortung für die Folgewirkungen (Werteverlust) zu übernehmen und nicht immer nur die Aufsicht „austricksen“ zu wollen. Haas und Hofem-Best betonten, die Sender könnten nicht für Geschmacksfragen verantwortlich gemacht werden. Man müsse genau zwischen Geschmacksfragen und jugendschutzrelevanten Fragen unterscheiden, so Haas. Die Jugendschutzverstöße hätten sich in den letzten Jahren nicht gehäuft. Hofem-Best wehrte sich vor allem gegen den Vorwurf der „Unmoral“: „In den Sendern sitzen keine verantwortungslosen Fernsehredakteure!“ Es werde schon vor der Ausstrahlung vieles „ausgesiebt“.

    Söder kritisierte die endlosen wirkungslosen Diskussionen über Reality-Formate und deren Auswüchse: „Richtig schlimme Formate werden doch nur dann abgesetzt, wenn sich kein Zuschauer mehr dafür interessiert“, nachdem sich erst die Aufsicht mahnend zu Wort gemeldet und dann der Blätter­wald gerauscht hätte. Die langwierigen rechtlichen Verfahren ließen kein schnelles wirkungsvolles Handeln zu, beklagte Söder. Statt immer nur darüber zu reden, müsste jetzt endlich gehandelt werden. Wenn es anders nicht funktioniere, müsste die KJM eben mit effektiveren Mitteln ausgestattet werden. Er wurde unterstützt von Ring, der „Zeichen setzen“ will und im Fall der MTV-Schönheits-OP-Reihe (Folge 4-6 von „I want a famous face“) vorbehaltlich der Entscheidung der KJM Bußgeld wegen Jugendschutzverstößen ankündigte.

    Mit Blick auf Folgewirkungen und die künftige Entwicklung – vor allem im Privatfernsehen – äußerte Gmür, er finde es bedenklich, wenn ein ganzes Volk diese vulgären Sendungen an die erste Stelle seiner Aufmerksamkeit setze. Wenn es nach der Prognose der Sendervertreterinnen geht (Haas: „Auch Provokation gehört zum Image von RTL“), wird sich die Spirale aber noch etwas weiter drehen. Über künftige Formate wie „Sperm Race“ wird bereits heftig diskutiert und geschrieben.
     
  2. hopper

    hopper Lexikon

    Registriert seit:
    3. April 2003
    Beiträge:
    20.842
    Ort:
    San Francisco | Sunnyvale
    AW: Brustpiercing, Schafsaugen essen....

    "Sperm Race" ist echt 'ne klasse Idee. Such mal gerad' nach der Pressemitteilung von de Mol. :cool:
     
  3. hopper

    hopper Lexikon

    Registriert seit:
    3. April 2003
    Beiträge:
    20.842
    Ort:
    San Francisco | Sunnyvale
  4. Grosser Zampano

    Grosser Zampano Neuling

    Registriert seit:
    2. Juli 2002
    Beiträge:
    18
    Ort:
    Köln
    AW: Brustpiercing, Schafsaugen essen....

    Wie soll das funktionieren?

    Wie beim Hunderennen? Wir kriegen im Waldstadion eine Muschi gezeigt und alle Spermazoten rennen hinterher? Der Sieger röhrt dann von dannen?

    Oder wie beim Pferderennen, wir reiten bis das Zeug kommt?

    Bei RTL bekommt der Gewinner eine Schönheitsoperation und hat danach Nüsse so gross wie Tennisbälle!
     
  5. Lady on a Rooftop

    Lady on a Rooftop Board Ikone

    Registriert seit:
    11. Februar 2004
    Beiträge:
    3.341
    Ort:
    Blackwater Park
    AW: Brustpiercing, Schafsaugen essen....

    Sie appellierten an die Fernsehunternehmen. Man hört immer nur, daß appelliert wird. Das klingt so verdammt ohnmächtig und nichts anderes ist es auch.

    Wertvolle Historienfilme wie Bismarck sind ab 18 Jahren, Drogenfilme wie Grasgeflüster ab 6 Jahren und gegen jegliche Niveauunterschreitung des deutschen Privatfernsehens wird appelliert, aber keine Initiative ergriffen. Dabei kann man dort frei einschalten und muß sich die Sendung nicht erst zulegen wie die Filme.
     

Diese Seite empfehlen