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Brauchen wir einen Mindestlohn?

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von moonwalker5, 29. Dezember 2011.

  1. moonwalker5

    moonwalker5 Junior Member

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    Bei Spiegel Online gibt es folgenden Artikel als Titelthema: Verdienste unter 6,50 Euro: Deutschland verkommt zum Billiglohnland - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Stundenlöhne von weniger als 6,50 Euro sind nicht gerade ideal, um vernünftig leben zu können. Schließlich werden die Lebenshaltungskosten nicht gerade billiger. Brauchen wir einen gesetzlichen Mindestlohn, um dem entgegen zu kommen?
     
  2. Robert Schlabbach

    Robert Schlabbach Talk-König

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    AW: Brauchen wir einen Mindestlohn?

    Die Frage ist nicht, ob man ihn braucht, sondern ob er den Betroffenen etwas bringt. Ich habe doch gerade gelesen, dass irgendein Wirtschaftsheini höhere Löhne in Deutschland forderte - aber nicht, damit es den Niedriglöhnern besser geht, sondern damit die Inflation ansteigt und sich die kriselnden EU-Ländern erholen können. Davon haben die Niedriglöhner dann nichts, aber jeder, der etwas angespart hat, den Schaden...
     
  3. brixmaster

    brixmaster Wasserfall

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    AW: Brauchen wir einen Mindestlohn?

    Dank Schröder und Consorten hat sich dieser verschissene Billiglohnmarkt etabliert. Aber ein Spruch gilt..wer billig kauft,kauft zweimal...
    In dem Zusammenhang..gilt dies nicht nur für den Verbraucher sondern im übertragenen Sinne auch für die Wirtschaft.

    Das Motto ...lieber Arbeit für ein Hungerlohn als gar keine Arbeit ist meines Erachtens oberhohl...denn das degradiert Arbeit zum Zwecke ihrer Selbst.

    Was ist also zu tun.
    Mindestlohn von 9,50€ oder....
    Annahme von Jobs für Arbeitslose nur zu diesen Lohn zwangsweise ansonsten kann die angebotene Stelle sanktionsfrei abgelehnt werden.

    Problem ist leider das viele Zeitgenossen freiwillig für eine Hungerlohn arbeiten..Hauptsache Arbeit...na ja muss jeder selber wissen...
     
  4. Martyn

    Martyn Foren-Gott

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    AW: Brauchen wir einen Mindestlohn?

    Generell finde ich das Thema schon sehr intressant, allerdings wurde es hier im Forum auch schon öfters diskutiert. So das eigentlich fast jeder seine Meinung dazu gesagt hat.

    Wenn man den Mindestlohn so definieren würde, das bei 126 Arbeitsstunden im Monat (Grenze der vollen Erwerbsfähigkeit) mindestens 1.030 € Nettoeinkommen (Pfändungsfreigrenze) erreicht werden, dann bräuchte man für das Jahr 2012 einen Mindestlohn von: 11,20 €
     
  5. moonwalker5

    moonwalker5 Junior Member

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    AW: Brauchen wir einen Mindestlohn?

    Ist in einem Forum so üblich.
     
  6. Eisenbahnfan

    Eisenbahnfan Board Ikone

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    AW: Brauchen wir einen Mindestlohn?

    Richtig. Aber darüber, ob man jedesmal dafür einen neuen Thread aufmachen muß kann man wohl geteilter Meinung sein.
     
  7. -IVI-

    -IVI- Junior Member

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    AW: Brauchen wir einen Mindestlohn?

    Die ganze Mindestlohndebatte kann nur sinnvoll geführt werden, wenn man sich den zugrunde liegenden Mechanismen widmet, wodurch letztlich nur eine Systemkritik entsteht, welche die Unlogik der aktuell vorherrschenden Weltreligion #1 aufzeigt.

    Moralisch:
    Wer eine Vollzeitstelle hat, sollte auch davon leben können, denn nur das ist fair, also menschlich.
    Politisch: Wer eine Vollzeitstelle hat, sollte davon leben können, keine Transfersleistungen des Staates in Anspruch nehmen müssen, dafür aber natürlich in die Sozialsysteme einzahlen.
    Marktwirtschaftlich: Gewinn! Dividende! Komsum! Wachstum! Blablabla!

    Mit geringen Löhnen lässt sich die Binnenkonjuktur kaum ankurbeln, denn wo wenig Geld vorhanden ist, kann wenig ausgegeben werden, das Wachstum kann also nicht prächtig sein. An den Lohnkosten zu sparen, erhöht aber den Gewinn, nur fließt dieser halt in Hände weniger. Der Staat muss zudem viel subventionieren, was einerseits die Steuern erhöht, real aberdurch weniger Geld ausgeben finanziert wird ("Sparwahnsinn"). Durch die enorme Ungleichverteilung endlicher Ressourcen (lassen wir das unglaubliche Gelddrucken der US-Notenbank mal außen vor) entsteht das Gefälle, welches dafür sorgt, dass die, die das Öl fördern (z.B. Nigeria) ums nackte Überleben kämfen, während auf der anderen Seite Menschen so viel Geld haben, dass sie schon gar nicht mehr wissen, wohin damit (weshalb in den '90ern ja "kreative" Geschäftsmodelle erfunden werden mussten, damit das Geld irgendwie im Umlauf bleibt, sich dabei aber vermehren soll). Weitblick und Nachhaltigkeit bleiben als erstes auf der Strecke, statt in Bildung wird in Marmnorböden investiert, irgendwann platzt die Blase. Das wiederholt sich ... große Rezession in den 20ern, Neuer Markt Anfang des Jahrtausends, Immobilienirrsinn und Bankenpleiten aktuell ... c'est ne pas la vie, c'est la capitalisme.

    Adam Smith (ja, genau der!) hat im Vorwort seines legendären An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations geschrieben, dass Kapitalismus nur in Prosperitätszeiten funktioniert ... nur wenn Märkte gesättigt sind, die Chancengleichheit bei null liegt, feste und ungemein starke Machtstukturen existieren, dann gibt's eben keinen Wohlstand der Nationen, sondern nur noch den Wohlstand einiger weniger. Ein Mindestlohn würde nur dann sinnvoll sein, wenn zeitgleich die Inflation beschränkt werden würde, was aber heftig in die Marktfreiheit eingreift, denn Gewinne würden dadurch nachhaltig geschmälert. Eine hohe Arbeitslosenrate hält die Inflation im Rahmen (Phillips-Kurve), durch sozialstaatliche Instrumente aber wird eben auch das Wachstum gehemmt, das System verfestigt sich, wird träge. Monopol- und Hegemonialpositionen mit ihren Machtungleichgewichten tun ihr Übriges, die politische Sphäre hat ihre Funktion sowieso schon aufgegeben, reagiert nur noch, steuert bei statt entgegen, was u.a. natürlich auch daran liegt, dass ein Goldman-Sachs-Zocker nur als EZB-Präsident den Wahnsinn fortführen darf,

    @ Martyn: Wenn im Autofahrerland Deutschland von heute auf morgen z.B. eine Million Arbeitnehmer dank des Stundenlohns von 11,20€ sich ein Auto, einen neuen Kühlschrank und einen 60" HD-TV zulegen würden, wäre das prinzipiell super für die Wirtschaft, aber was dann? Die höhere Nachfrage würde den Treibstoffpreis erhöhen, das Niveau an vorhandenem Öl auf dem Planeten senken, die Ölförderung verschärfen, Ölsand ... Fracking ... Versicherungen ...Exxon ... nigerianische Arbeiter dank null Schutz durchs Gesetzt noch mehr ausbeuten ... simple gesprochen: der moderne Mensch, also der homo kaufwahni, macht alles wie bisher, beschleunigt nur die Zug gen Abgrund, sitzt dabei aber in einem bequemeren Sessel.
     
  8. Sky-Kunde2

    Sky-Kunde2 Guest

    AW: Brauchen wir einen Mindestlohn?

    Brauchen wir ein Mindestlohn? Kurze Antwort: JA!!!. Ich wäre für einen Mindestlohn von 10 Euro. Das haben wir alles dem Schröder zu verdanken und seiner menschenverachtenden Hartz 4-Reform. Er hat seine eigene Klientel verkauft, nämlich die Arbeitnehmer. Durch diese Reform wurden die Rechte der Arbeitnehmer beschnitten und die Macht der Gewerkschaften, zu gunsten der Arbeitgeber. Das Gleichgewicht wurde zerstört. Das Ergebnis sind Hungelöhne und mehr Armut.
     
  9. newyork

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    AW: Brauchen wir einen Mindestlohn?

    bischen viel Schlagwort - wo ist hier die Formulierung im ganzen erklärenden Satz bitte?
    Es wird nicht besser wenn man nur weil man dagegen ist.
    (Zumal der wichtige Faktor um die" Entwicklung/Fortschritt" als Antrieb für nahezu alles - weggelassen wurde.)

    und was ist bitte die Alternative zum jetzigen Wirtschaftssystem - was zwar immer noch nicht allen - aber doch viel mehr als alle anderen systemen zuvor, Wohlstand erbringt und sichert.
    Von Utopien, Theorien und Phantastareien, welcher Coleur auch immer geartet, hat die Welt mehr als genug - das bringt so richtig wirklich niemanden etwas.
    Und die Keule mit der Mobilisierung der Massen - ist auch ganz schwer mit. Für den spalt des Momentes ist das vllt. möglich - aber elementar verändernd höchstens über Jahrzehnte wenn nicht gar Jahrhunderte hinweg. Das zeigt schon die unterschiedliche epochiale Entwicklung - vergangener wirtschaftlicher, wissenschaftlicher, gesellschaftlicher, historischer, technologischer, kultureller wie auch politischer Dekaden.

    Insofern mag deine Erklärung eigentlich nur eine erneute Darstellung des anprangern im spöttischen Gewand sein - was aber nicht wirklich etwas verändert.
     
  10. -IVI-

    -IVI- Junior Member

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    einen simplen DVB-T-Reciever
    AW: Brauchen wir einen Mindestlohn?

    Die steht im folgenden Fließtext, welchen Du aber nicht gelesen hast, sonst würdest Du nicht ...
    ...schreiben.
     

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