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Bau Dir Deine eigene einfache Low-Cost Antenne für DVB-T

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T/DVB-T2)" wurde erstellt von booob, 8. März 2003.

  1. booob

    booob Junior Member

    Registriert seit:
    22. Februar 2003
    Beiträge:
    29
    Ort:
    Berlin
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    Hallöchen,

    ich möchte hier einmal kurz beschreiben, wie ich meine DVB-T-Antenne erfolgreich selber gebaut habe. Die Anleitung ist weniger für Profis gedacht, sondern eher für Leute, die noch einmal etwas versuchen wollen, bevor sie sich eine teurere, aktive Antenne kaufen oder die Box gleich wieder umtauschen wollen, oder eben für Leute die Lust am Basteln haben. Ich hatte mit dieser Antenne jedoch großen Erfolg. Viel Spaß.

    Ich hatte nirgends in meiner Wohnung so richtig guten Empfang, weder mit einer Nokia-Richtantenne und auch nicht mit einer Stabantenne vom alten Ferseher. Es kamen immer einige Kanäle (also meist 4 Sender) sehr gut rein, dafür andere ganz schlecht.

    Deshalb habe mir überlegt eine Antenne zu basteln, die genau auf die schlecht zu emfangenden Kanäle abgestimmt ist. Es handelt sich um eine einfache Dipol-Antenne. Ich habe alles sehr billig (Low-Cost) )aufgebaut, denn falls es dann doch nicht funktionieren sollte, kann man alles einfach in die Tonne treten. Also

    Man braucht dazu:

    -1 (längeres) Fernseh-Antennenkabel
    -50cm bis 170cm Meter einfachen (isolierten) Draht
    -einen 50cm bis 170cm Meter langen Streifen feste Pappe z.B. aus einem festen Karton herausgeschnitten oder ein gerades langes dünnes Holzstöckchen
    -Tesafilm (oder Klebefilm einer anderen Marke läc )
    -optional: Lötzinn und -kolben

    Zunächst sucht man sich aus dieser Tabelle den Kanal raus, die am schlechtesten (!) zu empfangen sind.

    Kanal Kabellänge
    (incl. 1 cm "Zuschlag" für Abisolierung)

    5 (FAB,BBC etc.) 170 cm
    7 (MDR, arte etc.) 157,6 cm
    25 (RTL, RTL 2 etc.) 60,2 cm
    27 (ARD,Phoenix) 58,4 cm
    33 (ZDF,Kika etc.) 53,6 cm
    44 (SAT1, PRO7) 46,6 cm
    56 (Testkanäle n-tv, M-TV) 40,7 cm

    Den Draht schneidest Du dann genau so lang zu, wie dann angegeben (bei mir waren es ca. 52 cm) Dann teilst Du den Draht genau in der Mitte und isolierst die beiden Enden ca. 0,5 cm ab. Das Antennenkabel schneidest Du dann an bei der Buchse ab, so daß der Stecker in die DVB-T-Box passt und du eine lange Verlängerung hast. Also den Teil, der nicht in die Box passt, abschneiden. Dann isolierst Du auch das Antennenkabel ab (vorsichtig). Die Schirmung, also dieses Drahtgeflecht, zusammenknippern und dann dann den mittleren Draht freilegen. Das könnte einige Versuche brauchen, nicht aufgeben. Achte ganz genau darauf, daß kein Kupfer-Häärchen vom Drahtgeflecht die mittlere Ader berührt. Dann knüpf die mittlere Ader mit dem einem Drahtstück zusammen und das Drahtgeflecht mit dem andern Drahtstück (wer will kann da auch löten, das ist natürlich besser, aber es geht auch so, wenn man sorgfältig ist). Dann lege das Gebilde so auf den Pappstreifen oder das Stöckchen, daß die beiden Drahtstückchen hintereinander in einer Linie liegen und das Antennenkabel senkrecht nach unten herauskommt und befestige alles mit ordentlich viel Tesafilm.

    [​IMG]

    Kann man das erkennen??? Egal, achtet nochmal drauf, daß sich die beiden Drähte in der Mitte nicht berühren, am besten alles schön mit Klebefilm trennen. Fertig!!!

    Und dann an die Box anschließen und testen, im Zimmer rumlaufen etc. Ein großer Vorteil dieser Antenne ist, daß sie an das Fenster geklebt werden kann, wo oft der beste Empfang in der Wohnung ist und dort fast nicht stört. Manchmal gehts auch an der Wand.

    Die Antenne kann gedreht und gekippt werden. Eigentlich sollte man (meistens) bei einer waagerechten Antenne den besten Empfang haben. Bei mir ist aber z.B. der Empfang am besten, wenn sie am Fenster klebt und leicht gekippt ist. Viel Erfolg.

    Falls es nicht funktionieren sollte, versucht doch einfach noch eine etwas andere Drahtlänge, vielleicht ein Mittelding zwischen zwei Kanälen, die nicht so gut gehen, oder im Zweifelsfall das Ding einfach 1,5 Meter lang machen (also 75 cm nach rechts und links) und dann mit einer Schere einfach immer kürzer machen (immer auf beiden Seiten und dann würde ich auch kein Stöckchen nehmen).

    So ich hoffe, daß es bei Euch auch so gut klappt wie bei mir, falls nicht entt&aum , schlagt mich nicht tot, habt ihr ja nur ein Antennenkabel zerstört (ich übernehme keine Garantie und auch keinen Schadensersatz ). Schreibt doch mal obs oder obs nicht funktioniert hat,

    Gruß,

    booob
     
  2. Asket

    Asket Senior Member

    Registriert seit:
    29. November 2002
    Beiträge:
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    Ort:
    Berlin
    Hallo booob,
    danke für den Beitrag, ich denke das hat hier wirklich gefehlt.
    Verständlich dürfte das wohl für jeden sein und ein abgestimmter Dipol ist immer noch besser als Stummelantennen mit 20 dB Verstärkung hintendran zu Mondpreisen.
    Quadratisch, praktisch, gut.
     
  3. fraggle29

    fraggle29 Junior Member

    Registriert seit:
    23. Januar 2003
    Beiträge:
    37
    Ort:
    Berlin
    Also bei mir hats gereicht ein (eigentliches) Verbindingskabel für TV-Video in die Box zu stecken, Emfang superduper

    in diesem sinne

    Probieren geht vor Kaufen!!!

    Fraggle
     
  4. DVB-T2

    DVB-T2 Senior Member

    Registriert seit:
    15. November 2002
    Beiträge:
    285
    Ort:
    Berlin
    @booob: Wie hast du die optimalen Längen für die einzelene Kanäle herausgefunden?
     
  5. Terranus

    Terranus Moderator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    8. Mai 2002
    Beiträge:
    28.637
    Ort:
    Fränkische Schweiz / München
    Kann man ausrechnen: alte Faustregel 300 geteilt durch die Frequenz in MHz ist gleich der Wellenlänge in Metern:

    300/177MHz(K05) = 1,69m = 169cm.

    etc.
    empfehlenswert ist es einen UHF Kanal als Länge herzunehmen, eigentlich bräuchte man für VHF nen extra Dipol wegen der höheren Wellenlänge.
    MfG
    Terranus
     
  6. booob

    booob Junior Member

    Registriert seit:
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    Berlin
    Genau so geht das. Und dann noch einen Zenimeter fürs Abisolieren dazu.
    Also die VHF-Längen, also die über 100 cm hab ich selber auch noch nicht probiert. Aber man kann da auch wie gesagt etwas rumprobieren, Erfahrungen dann bitte posten :)
    Gruß,
    booob
     
  7. c00l.wave

    c00l.wave Senior Member

    Registriert seit:
    1. November 2002
    Beiträge:
    176
    Ort:
    Berlin
    Etwas physikalischer ausgedrückt:

    Lambda=c/f (Wellenlänge=Lichtgeschwindigkeit/Frequenz)

    Alles in Grundeinheiten ergibt z.B. für Kanal 56 (f=778MHz=778000000Hz (1Hz=1/s))

    Lambda rund 300000000ms / 778000000s

    Sekunde eliminiert sich, genauso die 6 Nullen (10^6), somit

    Lambda rund 300/778 m rund 0,386m entspricht 38,6cm

    Meine Frage: Wieso 40,7cm? *g*

    <small>[ 08. M&auml;rz 2003, 18:34: Beitrag editiert von: c00l.wave ]</small>
     
  8. Bender_21

    Bender_21 Silber Member

    Registriert seit:
    9. November 2002
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    Ort:
    Berlin
    nich ganz richtig ...


    c= 300000000m/s
    und f = 778000000 * 1/s

    anders geschrieben kürzen sich s auch weg aber die grundeinheiten sind nich ganz richitg.

    <small>[ 08. M&auml;rz 2003, 18:52: Beitrag editiert von: Bender_21 ]</small>
     
  9. Roehre_2

    Roehre_2 Junior Member

    Registriert seit:
    2. März 2003
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    Berlin
    Hallo,

    ist ja wie zu DDR-Zeit mit den 2.Programmen hier... winken winken
    Eigentlich muß noch der Verkürzungsfaktor eingerechnet werden, hängt von Wellenwiderstand des Materials ab (Länge/Stärke).
    Ist aber nur als Schätzwert sinnvoll, da Kapazitäten am Aufstellungsort mit reinspielen.
    Richtwert: 0,80 (dickes Material)...0,90 (dünnes Material) x errechneter Länge.

    Für Experimente auf UHF gab es eigentlich eine recht einfache Varianten:
    Qubical Quad ca. 4mm starken Draht zu 2 Quadraten biegen, Kantenlänge einmal ca. 12cm, einmal ca. 14cm. an einer Seite in der Mitte in ca. 2cm Abstand nach außen biegen und auf ca. 5cm Länge abschneiden.
    Ein schmales Brett mit 4 passenden Löchern versehen (im Abstand der Enden, Abstand zwischen den Elementen ca. 10cm). Den Kram reinstecken.
    Am kleinen Quadraht über dem Brett das Antennkabel anlöten (eigentlich müßte symmetriert werden für ein Koaxkabel, aber naja...).
    Am großen Quadrat über dem Brett kurzschließen.
    Ist recht breitbandig und hat eine brauchbare Richtwirkung.
    Wie sich das auf VHF (Kanal 5/7) benimmt? Probieren...

    Sinnvoll für außen wäre vermutlich auch eine Groundplan, ein Stab mit ca. 16cm Länge an den Innenleiter des Koaxkabels, 3 ca. 25cm lange Drähte in 120 Grad Winkel an den Schirm. Mechanisch vielleicht auch zum Test ein Stück Holz nehmen winken
    Den Stab senkrecht, die 3 Stücke ca. 30 Grad nach unten aus der Waagerechten.

    Und probieren...

    Gruß aus Berlin
    Michael


    Gruß aus Berlin

    <small>[ 08. M&auml;rz 2003, 20:06: Beitrag editiert von: Roehre ]</small>
     
  10. Bender_21

    Bender_21 Silber Member

    Registriert seit:
    9. November 2002
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    Berlin
    könntest du mal ne kleine skizze machen ?

    also ich kann mir noch nich ganz vorstellen wie das ausshen soll. ha!
     

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