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ARD-Radios: Livestreams mit schlechter Qualität

Dieses Thema im Forum "Radio - Programm & Inhalte" wurde erstellt von Müllkanal, 13. Oktober 2017.

  1. Müllkanal

    Müllkanal Silber Member

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    In diesem Jahr wurde bei allen ARD-Anstalten der Umzug aller Radiolivestreams auf eigene Server vollzogen.
    Seitdem betreibt jedes ARD-Hörfunkhaus eigene Icecast-Server und streamt darüber alle Radiosender ins Netz.
    Die meisten Anstalten bieten MP3 high (128kbit/s), MP3 low (56kbit/s) und AAC high (128kbit/s) an.
    Und alle klingen grottenschlecht!
    Bei mir ist es z.B. der MDR, seine Wellen, als Bsp: MDR JUMP
    http://mdr-284320-0.cast.mdr.de/mdr/284320/0/mp3/high/stream.mp3
    klingen im Vergleich zur Satelliten und UKW Übertragung sehr stark komprimiert.
    Der Modus ist MP3 Joint Stereo, variable Bitrate 112-128kbit/s.

    Bei Radio Bremen hab ich diese arrogante und verlogene AUssage auf der Homepage gefunden

    "Die Übertragungskapazität hängt nicht zuletzt von der Höhe der entstehenden Kosten ab. Die ARD ist gehalten, wirtschaftlich und ressourcenschonend zu arbeiten. Bereits eine geringe Erhöhung der Übertragungskapazität zieht eine merkliche Kostensteigerung nach sich. Die Bit-Raten werden deshalb innerhalb der ARD abgestimmt."
    Das ist warscheinlich total veraltet, denn sowas bekommt man heute umsonst.

    128kbit/s stammen noch aus der 2000er Zeit als das Internet zur Modeerscheinung geworden ist und man auf einfach cool fand mit
    WinAmp und RealPlayer streamen zu können.

    Selbst Privatsender streamen heute von 192kbit/s bis 256kbit/s was sich viel besser anhört.

    Vor allem mit Kopfhörern sind die öffentlich-rechtlichen 128kbit/s unerträglich.

    Können die Sender die Bitrate nicht erhöhen oder wollen sie es einfach nicht und warum?
     
  2. Müllkanal

    Müllkanal Silber Member

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    Ich stelle gerade fest, dass ALLE ARD-Radios auf den Anbieter Addradio setzen.
     
  3. Gorcon

    Gorcon Kanzler

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    logisch, bei den Datenraten ist das nicht verwunderlich! Erst ab 256kbit/ wirds "erträglich". Das Klassik Sender das so itmachen kann ich nicht nachvollziehen. Eine Geige hört sich dann an als würde sie mit einer Eisensäge gespielt werden. :eek:
     
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  4. Fragensteller

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    Das ist nicht richtig. Der point-to-point - Vertrieb des Signals über das Internet ist für alle Seiten (Sender und Empfänger) der teuerste Übertragungsweg. Wieso glaubst Du, dass ISP solche Datenmengen kostenlos transportieren würden?
     
  5. offenbach

    offenbach Silber Member

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    Das reicht gerade noch für Sprachübertragung. Ich nutze den Streamingdienst Qobuz mit FLAC 96 kHz 24 bit.
     
  6. Arcardy

    Arcardy Junior Member

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    Und bis heute hat sich nix getan! Alle Sender streamen weiter fröhlich mit 128 kbit/s im MP3-Format ins Netz.
    Da hilft wirklich nur eins: Radio per DVB-C (192 kbit/s) oder gleich DVB-S (320kbit/s!). Am besten per Linux E2 Receiver, und den Livestream dann am PC mit VLC oder so hören.
    Am bescheidensten klingt Radio per DAB+, da setzen einige Sender (Ich rede mit dir, BR!) sogar nur auf 96kbit/s! Das will man sich garnicht anhören!
     
  7. Cha

    Cha Gold Member

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    Doch, hat sich - allerdings sehr wenig:

    BR-Klassik hat einen 192 kBit/s MP3-Stream aufgeschaltet: http://br-brklassik-live.cast.addradio.de/br/brklassik/live/mp3/192/stream.mp3

    Die DRadios haben allen 4 Programmen AAC-Streams mit 256 kBit/s spendiert:
    - DLF: http://dradio-dlf-live.cast.addradio.de/dradio/dlf/live/aac/high
    - DLF Kultur: http://dradio-kultur-live.cast.addradio.de/dradio/kultur/live/aac/high
    - DLF Nova: http://dradio-nova-live.cast.addradio.de/dradio/nova/live/aac/high
    - Dok&Deb: http://dradio-dokdeb-live.cast.addradio.de/dradio/dokdeb/live/aac/high

    Zudem haben SWR2 und WDR 3 (schon länger) jeweils einen 256 kBit/s MP3-Stream:
    - SWR2: http://swr-swr2-live.cast.addradio.de/swr/swr2/live/mp3/256/stream.mp3
    - WDR 3: http://wdr-wdr3-live.cast.addradio.de/wdr/wdr3/live/mp3/256/stream.mp3

    Das war's dann aber auch schon mit hohen Bitraten. Da müsste noch mehr passieren.

    Die Bitraten von MP2/MP3 und AAC im Verhältnis 1:1 zu vergleichen macht keinen Sinn.

    Tolles Beispiel. Vodafone nimmt den ARD-Radiotransponder von DVB-S (mit den 320 kBit/s) und recodiert ihn für sein DVB-C-Angebot in 192 kBit/s. Die Qualität wird also absichtlich verschlechtert. Nahezu alle anderen Kabelanbieter nehmen die ARD-Radios so wie sie sind von DVB-S und geben die vollen 320 kBit/s pro Programm durch.
     
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  8. liebe_jung

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    Un Du glaubst, dass Dich der BR hier im Forum hört? :rolleyes:
     
  9. Arcardy

    Arcardy Junior Member

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    Danke für die Übersicht! :)
    Ach, das wird im AAC Codec gesendet. Das hatte ich nicht bedacht, stimmt.

    Das wird trotz Recodierung immer noch besser klingen als die 128 kbit/s der Livestreams, denke ich.
     
  10. Radiowaves

    Radiowaves Gold Member

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    Leider sind diese Streams nicht kompatibel mit z.B. dem Winamp 5.6x. Es knackt. Ein altes Leiden bei AAC-Streams, aber nicht überall so. Ich vermute eine abweichende Transformationslänge, wie sie auch bei DAB+ AAC-Streams zu Knacken mit diversen Software-Playern führt.

    Hat jemand ein Hardware-Internetradio in Nutzung, dass diese DRadio-AAC-Streams spielen kann? Wie ist es da?

    Mir wären anständoige 256er MP3-Streams weitaus lieber gewesen. Bei ordentlichem Codec wären die klanglich auch hervorragend (vergleichbar etwa 320 kbps Layer II) und dazu wären sie hochkompatibel.

    ...was im Falle von WDR 3 eine Verschlechterung ist, denn da segelte unter dem Link mit der "256" drin einst ein 320er MP3.

    Eben. Was in einem guten MP3 mit 192 kbps machbar ist, braucht bei Layer II etwa 224 kbps und ist mit LC-AAC schon für 160 kbps zu haben. Hängt freilich sehr vom Encoder und vom Quellmaterial ab. Das Märchen von hoher Qualität bei zweistelligen Bitraten im Falle von AAC ist und bleibt aber ein Märchen. Auch AAC braucht dreistellige Bitraten für guten Klang und es muß LC-AAC sein.

    Dass das AAC ist, war ja nun schon geklärt. Trotzdem muss noch festgestellt werden, dass es HE-AAC ist, also ab ca. 11,5 kHz aufwärts ist alles Fake und das hört man bei kritischem Material auch. Gerade Sprache bekommt dadurch etwas unnatürliches. Und diese DAB-Bitraten sind die Subchannel-Größen der jeweiligen Services. Da steckt noch ein Fehlerschutz drin, der seinerseits etwa 10% kostet. Aus den 96 kbps werden dann also auch 87,2 kbps. Und davon geht noch die Slideshow und das dynamic label ab. Beim BR ist die Slideshow recht üppig, so dass am Ende im 11D Bayern nur etwa 76-77 kbps netto für Audio übrig bleiben:

    [​IMG]

    Im Berliner 7D, wo Bayern 2 mit ebenfalls 96 kbps Subchannel-Größe zu Gast ist, sind es 82 bis 85 kbps:

    [​IMG]

    [​IMG]

    Keine Ahnung, wie man dort die gleiche (?) Slideshow kompakter aussenden kann.

    Egal - DAB+ macht nur mit LC-AAC Spaß und das erst ab 128 kbps brutto.

    Meine etwas länger zurückliegenden Hörerfahrungen mit dem Vodafone-Radio: die Recodierungen sind erstaunlich "matsch-frei", dafür fehlen aber ab 13,5 kHz (!!!) die Höhen. In Hamburg hat soweit mir bekannt jemand wohl ganz offiziell wegen dieser Kastration, die auch das Hamburger Lokalradio betrifft, Beschwerde bei der Landesmedienanstalt eingelegt. Dürfte freilich keinerlei Chance auf Beachtung haben. Ist ja nur Radio. Das musste von den 1960ern bis in die 1980er Jahre qualitativ gut sein. Aber heute?
     
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