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Ableitung des Blitzschutzes über Dachfirst ziehen?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von mittelhessen, 30. Juni 2016.

  1. mittelhessen

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    Die isolierte Fangstange einer auf dem Dach installierten Antenne, ist ja bekannterweise ausserhalb der Gebäudehülle "auf dem kürzesten Weg" mit der Erdungsanlage zu verbinden.

    Ist das auch zutreffend, wenn kein weiterer äusserer Blitzschutz vorhanden ist und der "kürzeste Weg" über den Dachfirst führt? Gefühlsmäßig widerstrebt es mir die Ableitung im Winkel der Dachneigung zunächst nach oben zu führen. Würde ein direkter Blitzeinschlag im Falle eines Falles der Ableitung tatsächlich dem Weg nach oben folgen?

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  2. Dipol

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    Erdungsleiter von Antennen und Ableitungen von Blitzschutzanlagen sind primär senkrecht und auf möglichst kurzem Weg gegen Erde zu führen.

    Das, was man in alten ABB-Bestimmungen und VDE 0855 Teil 1 bei Erdungsleitern und Ableitungen Umwege nannte, heißt heute Schleifen und die sind nach IEC 62305 beschränkt zulässig. Bei Antennendirekterdungen mit PA am geerdeten Antennenträger würde ich von dem skizzerten Umweg mit Aufwärtsführung dringend abraten.

    Für die Ableitungen getrennter Fangstangen sind Schleifen und auch Aufwärtsführungen viel eher tolerierbar. Je länger Umwege sind, umso größer auch die äquivalenten Trennungsabstände nach der bekannten Faustformel. Bei Steildächern mit 45° Neigung müssen Sat.-Antennen aber nur weit genug unten angebracht sein um sich schon durch eine normal aufgeständerte Firstleitung in LPZ 0B zu befinden. Anders ausgedrückt: Am First dieses Gebäudes reicht eine wesentlich kürzere Fangeinrichtung als am Antennenträger in Dachmitte aus.

    Mit einer maßstabsgerechten Grafik kann auch ein Laie mithilfe Tabelle 5.1.1.4 des DEHN Blitzplaners feststellen ob eine Fangspitze am First bereits genügt und eine Fangstange nebst GFK-Abstandshaltern entfallen kann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2016
  3. mittelhessen

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    "Primär senkrecht" wird nicht erfüllt, zumindest was den kurzen Weg nach oben betrifft. Der Weg zur Erde ist jedoch nicht wesentlich länger als bei einer Ableitung auf der südostlichen Gebäudeseite, da dort das Gelände um ca. 1-1,5 m abfällt (auf der Skizze falsch dargestellt).

    Der Mast muss mindestens in der oberen Hälfte des Daches montiert werden, da die oberste Geschossdecke (geschätzt) in etwa 1/3 Dachhöhe liegt und nur so genügend Einspannweite gewährleistet ist. Prinzipiell möchte ich den Mast so niedrig wie möglich setzen. Je höher ich ihn jedoch setze, desto mehr Einspannweite habe ich, was auch noch 1-2 Terr.-Antennen unterm Dach zu Gute käme.

    Die Idee evtl. gar keine isolierenden Abstandshalter+Fangstange zu benötigen, sondern mit einer Fangspitze am First auszukommen, klingt gut.
     
  4. Dipol

    Dipol Talk-König

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    Nach dem Motto "Für jede Lösung findet sich ein Problem" kann man auch Antennenmasten anstelle von Dachsparrenhaltern verwenden. ;)

    Für 85er Antennen braucht man keinen Mast mehr und für einen zusätzlichen UKW-Dipol reicht ein 1,3 m langes Rohr allemal.
     
  5. mittelhessen

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    Mit einem reinen Sparrenhalter kann ich mich nicht anfreunden. Diesen würde ich nur zum Einspannen eines 60 mm Mastes nehmen und Letzteren auf die oberste Geschossdecke stellen. Ein UKW-Dipol halte ich für unnötig, da UKW, DAB und DVB-T in 5 km Entfernung abgestrahlt werden. Da reicht für den Empfang die berühmte "Büroklammer". ;-) Interessanter fände ich da eine VHF- und/oder UHF-Antenne für weiter entfernte Senderstandorte, im Sinne größerer Sendervielfalt und startendem DVB-T2. Die Empfangssituation habe ich jedoch noch nicht in Augenschein genommen, welche Senderstandorte mit welchem Antennenaufwand möglich wären. Wünschenswert wäre es, wenn die terr. Antennen unter den Dachziegeln montiert werden könnten. Alleine eine CAS90 hat aber sicher eine Höhe von 100 cm Reflektor + ca. 20 cm Feedarm, so dass bei einer angedachten terr. Antenne auf der Mastspitze, ein Mast von ca. 1,7 m außerhalb der Dachhülle nötig wäre.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Juli 2016
  6. voller75

    voller75 Gold Member

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    OT
    Im Vergleich zur Sat-Antenne, ist das übertrieben;)
    DVB-T2 wird (wenn überhaupt) nur eine Notfallreserve bei Weltuntergang sein.
    Natürlich wollte ich mir auch schon DAB+ und DVB-T2 installieren, wobei Letzteres nur
    mein TV beherrscht.
     

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