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55. Jahrestag des Mauerbaus

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von besserwisser, 13. August 2016.

  1. besserwisser

    besserwisser Platin Member

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    Wie hätte man das wirtschaftliche Ausbluten der DDR damals anders verhindern können?
     
    +los gefällt das.
  2. Fliewatüüt

    Fliewatüüt Guest

    Die "DDR" gar nicht erst zu installieren.



    Verrückt heutzutage gesehen, dass das alles installiert wurde, um die Leute nicht raus zu lassen. :unsure:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. August 2016
    Fragensteller und Creep gefällt das.
  3. SanBernhardiner

    SanBernhardiner Silber Member

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    Hätten wir heute die Mauer noch, uns wäre viel erspart geblieben. Zum Beispiel eine Physikerin ;)

    Wir hätten unüberwindbare Grenzen, wir hätten eine funktionsfähige Armee und unser Land war sicher. Stattdessen darf jeder rein zu uns, Grenzschutz ist ausgelagert und delegiert, wir haben eine Freiwilligenarmee wo weder Kampfflugzeuge einsatzbereit sind, noch haben unsere Soldaten Gewehre die gerade aus schießen können, seit Köln überlegt sich jede Frau 2x, ob sie nachts alleine auf die Straße geht und seit Würzburg fragt man sich das auch am Tag.

    Die UdSSR hätte die DDR mehr unterstützen müssen. Die Leute sind ja nur deswegen damals abgehauen, weil der Westen das bessere Leben geboten hat. Dank des Marshall-Plans wurden ja Unmengen an Hilfslieferungen in die BRD geschickt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. August 2016
    besserwisser und genekiss gefällt das.
  4. Gorcon

    Gorcon Kanzler

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    In dem Moment sicher garnicht.
    Die Mauer wurde ja nicht nur gebaut um die Leute an der Ausreise zu hindern sondern um den Ausverkauf zu stoppen.
    Ersteres hat man dann leider mit unangemessener Gewalt versucht.
     
    genekiss und +los gefällt das.
  5. suniboy

    suniboy Talk-König

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    Ach, ich finde die spannensten Jahre der Mauer waren vor dem Bau der Mauer -d.h. 1949-1961. Solche absurde Situationen wie der Gehweg gehört zum Sowjetsektor, das Haus zum amerikanischen Sektor oder dass die U-bahn durch ein anderes pooitisches -und wirtschaftliches System durchfähr und hält -DAS finde ich Geschichte. Der physische Mauerbau an sich war nur die logische Konsequenz einer irren Stadteilung durch die Allierten.
     
  6. DVB-T2 HD

    DVB-T2 HD Silber Member

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    Aber den physischen Mauerbau hat von den Berlinern niemand erwartet, weil man dachte, dass es unmöglich sei, eine Stadt mittendrin zu teilen.

    Die Teilung hab ich als 9-jähriger Junge dann selber miterleben dürfen. Es waren ja Sommerferien und ich war bei Oma in Berlin-Steglitz/West-Berlin, obwohl meine Eltern in Berlin-Köpenick/Ost-Berlin wohnten und da mein zu Hause war. Oma hörte am Morgen des 13. August 1961 im Radio, dass die Grenze dicht sei und hat voller Aufregung versucht, meine Eltern zu erreichen. Das war damals ja nicht einfach, weil es keine Handys und nur wenige private Telefon-Anschlüsse gab. Letztlich hat Oma mich zum S-Bahnhof Berlin-Friedrichstraße gebracht und dort mich einem mit einem Maschinengewehr bewaffneten Grenzsoldaten an die Hand geben. Der hat mich dann "sicher" von der West-Berliner Seite des S-Bahnhofs zur Ost-Berliner Seite geleitet und ich musste alleine nach Hause kommen. Welche Angst ein 9-Jähriger dabei hatte, ist eigentlich unbeschreiblich. Bis dann für West-Berliner das Passierscheinabkommen in Kraft trat, war Oma in West-Berlin einsam und alleine verstorben. Das vergesse und vergebe ich den Kommunisten nie, auch heute nicht.
     
  7. suniboy

    suniboy Talk-König

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    Das ist doch absoluter Blödsinn und wer das leugnet -lügt! Man muss weder ein Hellseher sein, noch Bundeskanzler bzw. Vorsitzender der SED sein um zu verstehen und zu wissen, dass eine Stadt mit zwei völlig unterschiedlichen Währungen mit zwei völlig unterschiedlichen Lebensstandards und mit zwei völlig unterschiedlichen politischen Systemen nur eine Frage der Zeit sein wird bis eine Mauer hochgezogen wird. Und deine herzzerreißende Geschichte kaufe ich dir -sowie der vielen anderen Ostberlinern bzw. Ostdeutsche- auch nicht ab, denn: Wer wollte, hätte abhauen können!! Die, die geblieben sind waren Nutznießer und haben sich von einer DDR was versprochen -das muss man auch klar und deutlich sagen.
     
  8. Fliewatüüt

    Fliewatüüt Guest

    Aber bemerkenswert bleibt, dass diese Mauer primär nicht hochgezogen wurde um Eindringlinge abzuwehren, sondern um die eigenen Bürger am Verlassen zu hindern. :unsure:
     
  9. Fliewatüüt

    Fliewatüüt Guest

    Im Gedenken:

    Ida Siekmann 23. Aug. 1902 22. Aug. 1961 58 Bei einem Sprung aus ihrer Wohnung in der Bernauer Straße 48 tödlich verletzt und noch vor Krankenhauseinlieferung gestorben
    Günter Litfin 19. Jan. 1937 24. Aug. 1961 24 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze im Humboldthafen
    Roland Hoff 19. Mär. 1934 29. Aug. 1961 27 Erschossen beim Fluchtversuch im Teltowkanal vor Berlin-Lichterfelde, Höhe Wupperstraße
    Rudolf Urban 6. Juni 1914 17. Sep. 1961 47 Am 19. August 1961 auf der Flucht aus seiner Wohnung in der Bernauer Straße 1 abgestürzt und mit einem Bruch in ein West-Berliner Krankenhaus eingeliefert; an einer dort zugezogenen Lungenentzündung am 17. September 1961 gestorben
    Olga Segler 31. Juli 1881 26. Sep. 1961 80 Am 25. September 1961 bei Fluchtversuch mittels Sprung aus ihrer Wohnung in der Bernauer Straße 34 schwer verletzt, am 26. September den dabei erlittenen inneren Verletzungen erlegen
    Bernd Lünser 11. Mär. 1939 4. Okt. 1961 22 Stürzte bei einem Fluchtversuch im Kampf mit Grenzsoldaten vom Dach des Hauses Bernauer Straße 44 und verletzte sich tödlich
    Udo Düllick 3. Aug. 1936 5. Okt. 1961 25 Beim Fluchtversuch mittels Durchschwimmen und (aufgrund von Beschuss) Durchtauchen der Spree an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Friedrichshain und Berlin-Kreuzberg ertrunken
    Werner Probst 18. Juni 1936 14. Okt. 1961 25 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze am Spreeufer in Berlin-Kreuzberg zwischen Schilling- und Oberbaumbrücke
    Lothar Lehmann 28. Jan. 1942 26. Nov. 1961 19 Ertrunken/Gestorben an den Folgen von Kälteschock und Kreislaufkollaps beim Fluchtversuch am Außenring in der Havel in der Nähe von Sacrow (bei Potsdam) in Höhe Fährstraße
    Dieter Wohlfahrt 27. Mai 1941 9. Dez. 1961 20 Erschossen als Fluchthelfer in Berlin-Staaken, nahe Bergstraße/Ecke Hauptstraße
    Ingo Krüger 31. Jan. 1940 11. Dez. 1961 21 Beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in der Spree in der Nähe des Reichstagufers an der Kieler Straße aufgrund Defekt des Tauchgeräts ertrunken oder an Kälteschock gestorben
    Georg Feldhahn 12. Aug. 1941 19. Dez. 1961 20 DDR-Grenzpolizist, der vor Dienstantritt getrunken hatte; ertrunken beim Flucht- und Fahnenfluchtversuch während seines Einsatzes an der Sektorengrenze in der Spree, in West-Berlin gefunden am 11. März 1962
    Dorit Schmiel 25. Apr. 1941 19. Feb. 1962 20 Tödlich angeschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze zu Berlin-Wittenau, Wilhelmsruher Damm, und im Krankenhaus gestorben
    Heinz Jercha 1. Juli 1934 27. Mär. 1962 27 Erschossen als Fluchthelfer an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Treptow und Berlin-Neukölln in der Heidelberger Straße, erlag in West-Berlin seinen Verletzungen
    Philipp Held 2. Mai 1942 Apr. 1962 19 Am oder nach dem 8. April, laut Autopsie eventuell um den 12. April herum, beim Fluchtversuch ertrunken an der Sektorengrenze beim Durchschwimmen der Spree; Leiche gefunden am 22. April
    Klaus Brueske 14. Sep. 1938 18. Apr. 1962 23 Fluchtversuch mit einem durch die Sektorengrenze brechenden Lkw an der Grenzübergangsstelle Heinrich-Heine-Straße; erstickte beim Unfall, der den Lkw auf der West-Berliner Seite zum Stehen brachte
    Peter Böhme 17. Aug. 1942 18. Apr. 1962 19 Erschossen während eines Schusswechsels am Gleisdreieck Potsdam-Griebnitzsee gegenüber von Berlin-Kohlhasenbrück, nachdem – vermutlich von ihm selbst – mit seiner Waffe der Grenzsoldat Jörgen Schmidtchen erschossen worden war
    Jörgen Schmidtchen 28. Juni 1941 18. Apr. 1962 20 Im Dienst getöteter Grenzsoldat; erschossen mit der Waffe des Maueropfers Peter Böhme am Gleisdreieck Potsdam-Griebnitzsee gegenüber von Berlin-Kohlhasenbrück
    Horst Frank 7. Mai 1942 29. Apr. 1962 19 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Schönholz und Berlin-Reinickendorf, am Bahndamm nördlich der Klemkestraße
    Peter Göring 28. Dez. 1940 23. Mai 1962 21 Im Dienst getöteter Grenzsoldat; von einem Querschläger aus der Pistole eines West-Berliner Polizisten tödlich getroffen an der Sektorengrenze am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal/Invalidenfriedhof, als er die Flucht des 14-jährigen Wilfried Tews mit Dauerfeuer aus seiner Kalaschnikow verhindern wollte.
    Lutz Haberlandt 29. Apr. 1938 27. Mai 1962 24 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze südlich der Sandkrugbrücke, nahe der Charité am Alexanderufer
    Axel Hannemann 27. Apr. 1945 5. Juni 1962 17 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in der Spree nahe der Marschallbrücke am Reichstagufer, nachdem der Schiffsführer des Kahns, auf dem er eigentlich nach Westen fliehen wollte, den Zoll gerufen hatte
    Erna Kelm 21. Juli 1908 11. Juni 1962 53 Ertrunken beim Fluchtversuch in der Havel in Berlin-Wannsee, Höhe Nikolskoe
    Wolfgang Glöde 1. Feb. 1949 11. Juni 1962 13 Im Gespräch mit dort wohnhaften Kindern zeigte und lud der Grenzer einer Streife an der Sektorengrenze in Berlin-Treptow in der Kolonie „Sorgenfrei“, nahe der Karpfenteichstraße, seine Waffe; dabei löste sich versehentlich ein Schuss und traf Glöde tödlich
    Reinhold Huhn 8. Mär. 1942 18. Juni 1962 20 Im Dienst getöteter Grenzsoldat; von einem westdeutschen Fluchthelfer erschossen an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Mitte und Berlin-Kreuzberg, Zimmerstraße
    Siegfried Noffke 9. Dez. 1939 28. Juni 1962 22 Erschossen als Fluchthelfer an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Mitte und Berlin-Kreuzberg in der Heinrich-Heine-Straße 49, nachdem der dortige Fluchttunnel verraten worden war; starb auf dem Weg ins Ost-Berliner Krankenhaus
    Peter Fechter 14. Jan. 1944 17. Aug. 1962 18 Erschossen beim Fluchtversuch in Berlin-Mitte, Zimmerstraße; vor den Augen einer großen West-Berliner Menschenmenge im Todesstreifen verblutet
    Hans-Dieter Wesa 10. Jan. 1943 23. Aug. 1962 19 An der Sektorengrenze in Gesundbrunnen am S-Bahnhof Bornholmer Straße beim Fluchtversuch zunächst angeschossen und, als er schon am Boden lag, aus kurzer Distanz erschossen
    Ernst Mundt 2. Dez. 1921 4. Sep. 1962 40 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze, am Sophienfriedhof, Bernauer/Ecke Bergstraße
    Günter Seling 28. Apr. 1940 30. Sep. 1962 22 Im Dienst getöteter Grenzsoldat; von einem Kameraden am südwestlichen Außenring erschossen, weil nach unterschiedlichen Angaben entweder die Maschinenpistole versehentlich auslöste oder er mit einem DDR-Flüchtling verwechselt wurde
    Anton Walzer 27. Apr. 1902 8. Okt. 1962 60 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in der Spree nahe der Oberbaumbrücke
    Horst Plischke 12. Juli 1939 19. Nov. 1962 23 Ertrunken beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in der Spree; Leiche gefunden am 10. März 1963
    Otfried Reck 14. Dez. 1944 27. Nov. 1962 17 Nach einem vereitelten Fluchtversuch auf der Flucht vor dem ihn nun verfolgenden Grenzer-Suchtrupp in Grenznähe erschossen
    Günter Wiedenhöft 14. Feb. 1942 5. Dez. 1962/6. Dez. 1962 20 Ertrunken beim Fluchtversuch im Griebnitzsee in Potsdam, Leiche geborgen am 25. März 1963 an der Babelsberger Enge
    Hans Räwel 11. Dez. 1941 1. Jan. 1963 21 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in der Spree nahe der Oberbaumbrücke
    Horst Kutscher 5. Juli 1931 15. Jan. 1963 31 Erschossen beim – vermutlich alkoholisierten – Fluchtversuch in Berlin-Treptow, im Gebiet Berlin-Altglienicke/Rudower Chaussee/Rudower Straße; 1956 war eine erste Flucht geglückt, Kutscher mit Familie aber nach einem Jahr in die DDR zurückgekehrt
    Peter Kreitlow 15. Jan. 1943 24. Jan. 1963 20 Erschossen beim Fluchtversuch in Nieder Neuendorf; einziger Mauertoter, der von sowjetischen Soldaten erschossen wurde
    Wolf-Olaf Muszynski 1. Feb. 1947 Feb. 1963/ Mär. 1963 16 Ertrunken beim Fluchtversuch; Todestag unklar: ab 6. Februar vermisst, am 1. April 1963 aus der Spree in Berlin-Kreuzberg in Höhe Cuvrystraße 51 geborgen
    Peter Mädler 10. Juli 1943 26. Apr. 1963 19 Erschossen beim Fluchtversuch im Teltowkanal, gegenüber von Berlin-Zehlendorf in Höhe des Kleinmachnower Weges
    Siegfried Widera 12. Feb. 1941 8. Sep. 1963 22 Im Dienst getöteter Grenzsoldat; von Flüchtlingen am 23. August 1963 an der Sektorengrenze in Berlin-Johannisthal in der Nähe der Massantebrücke schwer verletzt, am 8. September gestorben
    Klaus Schröter 21. Feb. 1940 4. Nov. 1963 23 Beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in der Spree zwischen Kronprinzen- und Marschallbrücke angeschossen und infolge der Schussverletzung ertrunken
    Dietmar Schulz 21. Okt. 1939 25. Nov. 1963 24 Bei einem Fluchtversuch über die Gleisanlagen nördlich des S-Bahnhofs Bornholmer Straße von einem Zug erfasst und wenig später im Volkspolizei-Krankenhaus gestorben.
    Dieter Berger 27. Okt. 1939 13. Dez. 1963 24 Er kletterte stark alkoholisiert an der Sektorengrenze in Berlin-Adlershof am Teltowkanal, nahe der Wredebrücke, über den Grenzzaun, den er nach Warnschüssen wieder hinab stieg. Als er sich vom Grenzzaun entfernte, eröffneten die Grenztruppen das Feuer und trafen ihn tödlich, als er schon am Boden lag; von einer Fluchtabsicht wird nicht ausgegangen
    Paul Schultz 2. Okt. 1945 25. Dez. 1963 18 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Mitte und Berlin-Kreuzberg in Höhe Melchiorstraße/Bethaniendamm, gestorben im West-Berliner Krankenhaus
    Walter Hayn 31. Jan. 1939 27. Feb. 1964 25 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Treptow nahe der Kleingartenanlage „Sorgenfrei“
    Adolf Philipp 13. Aug. 1943 5. Mai 1964 20 West-Berliner, der im Grenzbereich zum Spandauer Forst am Oberjägerweg erschossen wurde, als er mit einer Gaspistole zwei Grenzer bedrohte; hatte bereits früher Grenzen und Grenzbereiche angesehen bzw. betreten und wollte vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt eine Fluchthilfe planen
    Walter Heike 20. Sep. 1934 22. Juni 1964 29 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in der Nähe des Invalidenfriedhofs
    Norbert Wolscht 27. Okt. 1943 28. Juli 1964 20 Bei Fluchtversuch mit vermutlich selbst angefertigtem Tauchgerät unter ungeklärten Umständen in der Havel ertrunken
    Rainer Gneiser 10. Nov. 1944 28. Juli 1964 19 Bei Fluchtversuch mit vermutlich selbst angefertigtem Tauchgerät unter ungeklärten Umständen in der Havel ertrunken
    Hildegard Trabant 12. Juni 1927 18. Aug. 1964 37 Bei einem Fluchtversuch von zwei Angehörigen der Grenztruppen der DDR im Bereich der stillgelegten S-Bahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Schönhauser Allee und Gesundbrunnen entdeckt und erschossen, als sie zurück Richtung Ost-Berlin floh
    Wernhard Mispelhorn 10. Nov. 1945 20. Aug. 1964 18 Bei einem Fluchtversuch bei der Kleingartenkolonie in Berlin-Schönholz am 18. August 1964 angeschossen und zwei Tage später im Krankenhaus der Volkspolizei gestorben
    Egon Schultz 4. Jan. 1943 5. Okt. 1964 21 Im Dienst getöteter Grenzsoldat; irrtümlich von Kameraden erschossen bei einem Feuergefecht mit Fluchthelfern an der Sektorengrenze in Berlin-Mitte, Strelitzer Straße 55
    Hans-Joachim Wolf 8. Aug. 1944 26. Nov. 1964 20 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Baumschulenweg, im Britzer Zweigkanal in Höhe Heidekampgraben
    Joachim Mehr 3. Apr. 1945 3. Dez. 1964 19 Beim Fluchtversuch in Hohen Neuendorf/Bergfelde zunächst angeschossen und, als er bereits auf dem Boden lag, aber sich noch bewegte, erschossen
    N.N.
    19. Jan. 1965
    Wurde gesehen, wie er bei einem Fluchtversuch in der Spree ertrank; Verbleib der Leiche und Identität des etwa 30-Jährigen unbekannt; eventuell mit einer in West-Berlin am 8. Juli 1965 gefundenen, nicht identifizierten Wasserleiche identisch
    Christian Buttkus 21. Feb. 1944 4. Mär. 1965 21 Erschossen beim Fluchtversuch in Kleinmachnow/Dreilinden, nahe Teerofendamm
    Ulrich Krzemien 13. Sep. 1940 25. Mär. 1965 24 Am 13. April 1965 in der Spree zwischen der Brommy- und der Schillingbrücke gefunden; mit großer Wahrscheinlichkeit identisch mit einem möglicherweise alkoholisierten Mann, der am 25. März 1965 die Spree in der Nähe des Osthafens an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Kreuzberg und Berlin-Friedrichshain von Berlin-West nach Berlin-Ost durchquerte, aus Erschöpfung nicht das Ost-Berliner Ufer erklimmen konnte und trotz Bittens um Hilfe unter den Augen eines tatenlosen DDR-Grenzpostens ertrank
    Hans-Peter Hauptmann 20. Mär. 1939 3. Mai 1965 26 Geriet vor seinem grenznahen Haus mit einer Grenztruppe in Streit und griff dabei nach dem Waffenlauf eines Grenzpostens; wurde durch Schüsse am 24. April 1965 am Außenring im Grenzgebiet zwischen Potsdam-Babelsberg und West-Berlin schwer verletzt, woraufhin ihm bei einer Operation eine Niere entfernt wurde; als die andere Niere versagte, starb er am 3. Mai 1965
    Hermann Döbler 28. Okt. 1922 15. Juni 1965 42 West-Berliner Motorbootfahrer, der auf dem Teltowkanal in der Nähe des Kontrollpunktes Dreilinden, unabsichtlich die – 100 Meter weiter entfernt geglaubte – Grenze überquerte und daraufhin von DDR-Grenzsoldaten erschossen wurde
    Klaus Kratzel 3. Mär. 1940 8. Aug. 1965 25 Tödlich verunglückt beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze im S-Bahntunnel zwischen den Bahnhöfen Pankow und Schönhauser Allee
    Klaus Garten 19. Juli 1941 18. Aug. 1965 24 Tödlich verletzt beim Fluchtversuch in Teltow, nahe Philipp-Müller-Allee und im Ost-Berliner Krankenhaus den Verletzungen erlegen
    Walter Kittel 21. Mai 1942 18. Okt. 1965 23 Aus nächster Nähe beim Fluchtversuch in Kleinmachnow erschossen, als er sich auf Aufforderung hin den DDR-Grenzern ergeben wollte. Die Tat führte 1992 zum höchsten Strafmaß in einem Mauerschützenprozess.
    Heinz Cyrus 5. Juni 1936 11. Nov. 1965 29 Wurde am 10. November beim Fluchtversuch entdeckt, flüchtete vor den ihn verfolgenden Grenzern in das grenznahe Haus Gartenstraße 85 in Berlin-Prenzlauer Berg und kletterte, als das umstellte Haus durchsucht wurde, aus dem Flurfenster im vierten Stock; stürzte in den Hof und erlag am folgenden Morgen im Krankenhaus seinen Verletzungen
    Heinz Sokolowski 17. Dez. 1917 25. Nov. 1965 47 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze zwischen Brandenburger Tor und Clara-Zetkin-Straße
    Erich Kühn 27. Feb. 1903 3. Dez. 1965 62 Beim Fluchtversuch in den Bauch geschossen am 26. November 1965 an der Sektorengrenze im Bereich des Bahndamms Sonnenallee, nahe der Kleingartensparte „Eintracht“; im Krankenhaus am 3. Dezember 1965 einer Bauchfellentzündung erlegen
    Heinz Schöneberger 7. Juni 1938 26. Dez. 1965 27 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Mitte und Berlin-Kreuzberg am Grenzkontrollpunkt Heinrich-Heine-Straße
    Dieter Brandes 23. Okt. 1946 11. Jan. 1966 19 Beschossen beim Fluchtversuch am 9. Juni 1965 an der Sektorengrenze im Bereich Nordbahnhof/Gartenstraße und am 11. Januar 1966 seinen schweren körperlichen und psychischen Verletzungen erlegen (Kreislaufversagen)
    Willi Block 5. Juni 1934 7. Feb. 1966 31 Erschossen beim Fluchtversuch in Staaken, nahe der Grenzübergangsstelle, als er bereits am Boden lag, weil sich seine Kleidung im Stacheldraht verfangen hatte
    Lothar Schleusener 14. Jan. 1953 14. Mär. 1966 13 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Berlin-Treptow, Kleingartenkolonie „Sorgenfrei“ in der Nähe des S-Bahnhofs Plänterwald
    Jörg Hartmann 27. Okt. 1955 14. Mär. 1966 10 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Berlin-Treptow, Kleingartenkolonie „Sorgenfrei“ in der Nähe des S-Bahnhofs Plänterwald; jüngstes Opfer, das an der Mauer erschossen wurde
    Willi Marzahn 3. Juni 1944 19. Mär. 1966 21 Erschossen beim Fluchtversuch während eines Schusswechsels zwischen zwei Flüchtlingen und den Besatzungen zweier Grenzwachtürme bei Berlin-Kohlhasenbrück/Steinstücken
    Eberhard Schulz 11. Mär. 1946 30. Mär. 1966 20 Erschossen beim Fluchtversuch zwischen Kleinmachnow und Königs Wusterhausen; der Mitflüchtling wurde festgenommen
    Michael Kollender 19. Feb. 1945 25. Apr. 1966 21 Erschossen beim Flucht- und (als NVA-Soldat) Fahnenfluchtversuch an der Sektorengrenze in Berlin-Johannisthal am Teltowkanal; die Schützen wurden im wiedervereinigten Deutschland freigesprochen, da Fahnenflucht laut DDR-Militärgesetz von 1962 ein Verbrechen war
    Paul Stretz 28. Feb. 1935 29. Apr. 1966 31 West-Berliner, der angetrunken an der Sektorengrenze im Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal in Höhe Invalidenfriedhof badete; von DDR-Grenzern erschossen, die ihn für einen Flüchtling hielten
    Eduard Wroblewski 3. Mär. 1933 26. Juli 1966 33 Erschossen beim Fluchtversuch (unter Alkohol) am Außenring in Mahlow an der Grenze zu Berlin-Lichtenrade in der Nähe des ehemaligen S-Bahndamms; eine erste Flucht war ihm 1952 gelungen, nach neun Monaten war er aber in die DDR zurückgekehrt
    Heinz Schmidt 26. Okt. 1919 29. Aug. 1966 46 West-Berliner, der vermutlich aufgrund psychischer Krankheit den Schifffahrtskanal nördlich des Invalidenfriedhofs durchschwamm und auf dem Rückweg von DDR-Grenzern beschossen und tödlich verletzt wurde
    Andreas Senk 1960 13. Sep. 1966 6 Von einem Spielkameraden an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Kreuzberg und Berlin-Friedrichshain, nahe der Oberbaumbrücke, in die Spree gestoßen und ertrunken
    Karl-Heinz Kube 10. Apr. 1949 16. Dez. 1966 17 Erschossen beim Fluchtversuch in Kleinmachnow in der Nähe des Teltower Hafens; der Mit-Flüchtling wurde festgenommen
    Max Willi Sahmland 28. Mär. 1929 27. Jan. 1967 37 Erschossen beim alkoholisierten Fluchtversuch an der Sektorengrenze im Teltowkanal in Berlin-Rudow, nahe der Kanalstraße in Höhe der Firma Eternit, und abgesunken; Leiche von der West-Berliner Wasserschutzpolizei am 8. März 1967 geborgen; zwei Mit-Flüchtlinge gaben auf und blieben unentdeckt
    Franciszek Piesik 23. Nov. 1942 17. Okt. 1967 24 Bei einem Fluchtversuch im Nieder Neuendorfer See, am Außenring zwischen Hennigsdorf (Kreis Nauen) und Berlin-Spandau ertrunken
    Elke Weckeiser 31. Okt. 1945 18. Feb. 1968 22 Erschossen beim Fluchtversuch mit Dieter Weckeiser an der Sektorengrenze gegenüber dem Reichstagsgebäude nahe der Kronprinzenbrücke
    Dieter Weckeiser 15. Feb. 1943 19. Feb. 1968 25 Angeschossen am 18. Februar 1968 beim Fluchtversuch mit Elke Weckeiser an der Sektorengrenze gegenüber dem Reichstagsgebäude nahe der Kronprinzenbrücke, gestorben am 19. Februar 1968; war 1962 freiwillig mit seiner ersten Ehefrau in die DDR eingereist
    Herbert Mende 9. Feb. 1939 10. Mär. 1968 29 Wurde alkoholisiert am 7. Juli 1962 von Volkspolizisten in Potsdam an der Glienicker Brücke kontrolliert und hatte keine Ausweisepapiere dabei; als er versuchte, in den von ihm erwarteten Linienbus einzusteigen, wurde er angeschossen; starb 5½ Jahre danach an den Spätfolgen
    Bernd Lehmann 31. Juli 1949 28. Mai 1968 18 Bei einem Fluchtversuch in der Spree zwischen Berlin-Treptow und Berlin-Kreuzberg in den Unterwassersperranlagen der Grenze (Stacheldraht) ertrunken
    Siegfried Krug 22. Juli 1939 6. Juli 1968 28 West-Deutscher, der über den Grenzübergang Friedrichstraße in die DDR einreiste und aus unbekannten Gründen in das abgesperrte Sektorengrenzgebiet auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor vordrang; ignorierte Warnrufe und -schüsse zunächst, drehte schließlich um und ging dicht auf einen der drei ihn bedrohenden Grenzposten zu, der ihn erschoss
    Horst Körner 12. Juli 1947 15. Nov. 1968 21 Erschossen beim Fluchtversuch in Klein-Glienicke/Schlosspark Babelsberg, in der Nähe des Altenheims Wasserstraße; zuvor hatte der Volkspolizist mit seiner Dienstpistole das Feuer auf zwei ihn entdeckende Grenzsoldaten eröffnet und dabei Rolf Henniger getötet
    Rolf Henniger 30. Nov. 1941 15. Nov. 1968 26 Im Dienst getöteter Grenzsoldat; erschossen vom flüchtigen Volkspolizisten Horst Körner in Klein-Glienicke/Schlosspark Babelsberg, in der Nähe des Altenheims Wasserstraße; Henniger hatte laut Aussagen von Verwandten selbst Fluchtgedanken gehabt
    Johannes Lange 17. Dez. 1940 9. Apr. 1969 28 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Berlin-Mitte, im Bereich Adalbertstraße/Leuschnerdamm
    Klaus-Jürgen Kluge 25. Juli 1948 13. Sep. 1969 21 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze nahe der Helmut-Just-Brücke
    Leo Lis 10. Mai 1924 20. Sep. 1969 45 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in der Nähe des Nordbahnhofs
    Eckhard Wehage 8. Juli 1948 10. Mär. 1970 21 Beging nach einem gescheiterten Versuch, durch die Entführung einer Maschine der Interflug von Ost- nach West-Berlin zu flüchten, mit seiner Ehefrau Selbstmord.
    Christel Wehage 15. Dez. 1946 10. Mär. 1970 23 Beging nach einem gescheiterten Versuch, durch die Entführung einer Maschine der Interflug von Ost- nach West-Berlin zu flüchten, mit ihrem Ehemann Selbstmord.
    Heinz Müller 16. Mai 1943 19. Juni 1970 27 Westdeutscher, der aus ungeklärten Gründen – möglicherweise unter Alkoholeinfluss – von der westdeutschen Seite in die Sperranlage an der Sektorengrenze in Berlin-Friedrichshain nahe der Schillingbrücke geriet und dort erschossen wurde
    Willi Born 19. Juli 1950 7. Juli 1970 19 Selbstmord während gescheitertem Fluchtversuch, als er von Grenzsoldaten gestellt wurde
    Friedhelm Ehrlich 11. Juli 1950 2. Aug. 1970 20 Zur NVA einberufen und zuletzt in einer Grenzkompagnie dienend, drang Ehrlich alkoholisiert, unbewaffnet und lautstark (u. a. laut pfeifend) in den Sektorengrenzraum in der Nähe der Leipziger Straße/Staerkstraße am Außenring in Glienicke/Nordbahn (Kreis Oranienburg) ein; wurde gestellt, soll dann eine Waffe vorgetäuscht und die Grenztruppen zum Schießen aufgefordert haben, woraufhin ein Soldat auf ihn schoss und u. a. eine Bein-Hauptschlagader traf; Erste Hilfe wurde nicht geleistet, Ehrlich verblutete nach Einlieferung ins Krankenhaus; Fluchtabsicht unklar
    Gerald Thiem 6. Sep. 1928 7. Aug. 1970 41 Durchdrang aus ungeklärten Gründen alkoholisiert die Grenze von West-Berlin nach Ost-Berlin; wurde an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Neukölln und Berlin-Treptow, Kiefholzstraße/Höhe Puderstraße, erschossen und starb auf dem Weg ins Ost-Berliner Krankenhaus
    Helmut Kliem 2. Juni 1939 13. Nov. 1970 31 Näherte sich – in ein Gespräch verwickelt und unter Alkoholeinfluss – versehentlich einer Grenzanlage am Außenring in Falkensee, Ortsteil Falkenhöh, nahe der Pestalozzistraße, und wurde beim Entfernen von der Anlage erschossen; sein Mitfahrer wurde verletzt, aber nicht der Republikflucht angeklagt; Vorfall in der DDR als (vertuschter) Unfall gewertet
    Hans-Joachim Zock 26. Jan. 1940 Nov. 1970 30 Ertrank bei einem Fluchtversuch in der Spree zwischen dem 14. und 17. November 1970. Seine Leiche wurde am 17. Dezember 1970 nahe dem S-Bahnhof Jannowitzbrücke geborgen.
    Christian-Peter Friese 5. Aug. 1948 25. Dez. 1970 22 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Treptow, im Bereich Köllnische Heide/Dammweg
    Rolf-Dieter Kabelitz 23. Juni 1951 30. Jan. 1971 19 Beim Betreten des Grenzgebiets am Außenring zwischen Bergfelde (Kreis Oranienburg) und Berlin-Reinickendorf am 7. Januar entdeckt und nach Verfolgung zurück Richtung DDR angeschossen und schwer verletzt; litt im Krankenhaus an einer sich ausbreitenden inneren Infektion mit Fieberschüben und Bewusstseinsstörungen; starb am 30. Januar schließlich an einer am Morgen des Tages diagnostizierten Lungenentzündung; Fluchtabsicht wahrscheinlich, aber in Verhören im Krankenhaus bestritten
    Wolfgang Hoffmann 1. Sep. 1942 15. Juli 1971 28 Versuchte nach erfolgreicher DDR-Flucht 1961, vermutlich alkoholisiert, die in der DDR lebende Mutter zu besuchen, und sprang nach der Festnahme aus einem zehn Meter hohen Fenster im Polizeigebäude; Selbstmordabsicht unklar, die DDR ging von einem Unfall aus
    Werner Kühl 10. Jan. 1949 24. Juli 1971 22 Beim Versuch, mit einem Freund die Grenze von West-Berlin nach Ost-Berlin – vermutlich zwecks Niederlassung in der DDR – heimlich zu überqueren, an der Sektorengrenze in Berlin-Treptow nahe der Brücke Britzer Allee/Baumschulenweg erschossen; Freund wurde im Osten gefangengenommen und am 30. August in den Westen ausgewiesen
    Dieter Beilig 5. Sep. 1941 2. Okt. 1971 30 Festgenommen, als er auf der Mauer der Sektorengrenze in Berlin-Mitte am Brandenburger Tor balancierte und dann nach Ost-Berlin hinuntersprang; im Gebäude der Akademie der Künste (NVA-Führungspunkt) verhört und dort, laut DDR-Grenztruppen, bei einem Fluchtversuch aus dem Fenster aus nächster Nähe erschossen; war bereits im April 1964 unter ungeklärten Umständen in Stasi-Gefangenschaft geraten, aber von Westdeutschland 1964 freigekauft worden
    Horst Kullack 20. Nov. 1948 21. Jan. 1972 23 Angeschossen beim Fluchtversuch am 1. Januar 1972 bei Großziethen an der Grenze zu Berlin-Lichtenrade und schwer verletzt; von der Stasi in der Folge aus psychiatrischen Gründen für unzurechnungsfähig erklärt und zur Einweisung in eine Anstalt (anstelle Anklage wegen Republikflucht) empfohlen; am 21. Januar 1972 an den erlittenen inneren Verletzungen gestorben
    Manfred Weylandt 12. Juli 1942 14. Feb. 1972 29 Beim Fluchtversuch unter Alkoholeinfluss an der Sektorengrenze nahe der Schillingbrücke in der Spree zwischen Berlin-Friedrichshain und Berlin-Kreuzberg mit einem Kopfschuss angeschossen und daraufhin ertrunken
    Klaus Schulze 13. Okt. 1952 7. Mär. 1972 19 Erschossen beim Fluchtversuch nördlich von Falkensee nahe der Pestalozzistraße, unweit der Exklave Eiskeller; der Mitflüchtling entkam in den Westen
    Cengaver Katrancı 1963 30. Okt. 1972 9 Beim Vögelfüttern an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Friedrichshain und Berlin-Kreuzberg nahe der Oberbaumbrücke in die Spree gefallen und ertrunken
    Holger H. 1971 22. Jan. 1973 1 Im Auto erstickt während der Flucht mit seinen Eltern über die Sektorengrenze in Berlin
    Volker Frommann 23. Apr. 1944 5. Mär. 1973 29 Versuchte am 1. März 1973 die Flucht mit einer S-Bahn, verletzte sich beim Sprung aus dem Zug schwer und erlag vier Tage später im Krankenhaus den Verletzungen
    Horst Einsiedel 8. Feb. 1940 15. Mär. 1973 33 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze am Friedhof Pankow
    Manfred Gertzki 17. Mai 1942 27. Apr. 1973 30 An der Sektorengrenze in Berlin-Mitte, in der Reinhardtstraße nahe dem Reichstagsgebäude, niedergeschossen; beim Versuch, den leblosen Körper zu bergen, stieß ihn ein DDR-Grenzer in die Spree, wo er aufgrund einer mit Metallstücken verstärkten und vermeintlich kugelsicheren Jacke sofort sank; unklar ist, ob Gertzki bereits an den Schüssen oder erst durch Ertrinken starb
    Siegfried Kroboth 1968 14. Mai 1973 5 Beim Spielen an der Sektorengrenze am Kreuzberger Gröbenufer nahe der Oberbaumbrücke (West-Berlin) in die Spree gefallen und ertrunken
    Burkhard Niering 1. Sep. 1950 5. Jan. 1974 23 Erschossen beim Fluchtversuch mit Geiselnahme an der Sektorengrenze im Grenzkontrollpunkt Friedrich-/Zimmerstraße (Checkpoint Charlie)
    Johannes Sprenger 3. Dez. 1905 10. Mai 1974 68 Erschossen beim Betreten des Sektorengrenzgebiets in Berlin-Altglienicke, Nähe Hornkleepfad, zwischen Berlin-Treptow und Berlin-Neukölln. Fluchtabsicht ist unwahrscheinlich, da der Rentner West-Deutschland legal bereisen durfte und das bereits zweimal getan hatte. Er hatte gesundheitliche Probleme infolge von Lungenkrebs (die genaue Diagnose war ihm jedoch nicht bekannt). Deswegen und wegen der Abschiedsworte an seine Frau nahmen das MfS und nach der Wiedervereinigung auch das Berliner Landgericht (Mauerschützenprozesse) Selbstmord an.
    Giuseppe Savoca 22. Apr. 1968 15. Juni 1974 6 Beim Spielen an der Sektorengrenze am Gröbenufer in Berlin-Kreuzberg (West-Berlin) in die Spree gefallen und ertrunken
    Herbert Halli 24. Nov. 1953 3. Apr. 1975 21 Erschossen bei einem Fluchtversuch unter Alkoholeinfluss an der Sektorengrenze in Berlin-Mitte, Zimmer-/Otto-Grotewohl-Straße; nach einem Warnschuss Richtung DDR zurückgelaufen, dabei von einem Grenzposten erschossen; erlag im Krankenhaus den Verletzungen
    Çetin Mert 11. Mai 1970 11. Mai 1975 5 Beim Spielen an der Sektorengrenze am Gröbenufer in Berlin-Kreuzberg (West-Berlin) in die Spree gefallen und ertrunken
    Herbert Kiebler 24. Mär. 1952 27. Juni 1975 23 Erschossen beim Fluchtversuch am Außenring in Mahlow an der Grenze zu Berlin-Lichtenrade, westlich der Fernstraße 96
    Lothar Hennig 30. Juni 1954 5. Nov. 1975 21 Angeschossen am 4. November 1975 in Potsdam/Sacrow, Weinmeisterweg, als er im Dauerlauf von der grenznahen Bushaltestelle nach Hause lief und laut Schützenaussage Warnrufe und einen Warnschuss ignorierte; am 5. November 1975 im Armeelazarett Potsdam-Drewitz gestorben; der Schütze war als Sonderposten zur Suche eines (mit Hennig in keiner Beziehung stehenden) DDR-Flüchtlings eingeteilt
    Dietmar Schwietzer 21. Feb. 1958 16. Feb. 1977 18 Erschossen beim Fluchtversuch in Schönwalde, Berliner Allee
    Henri Weise 13. Juli 1954 Mai 1977 22 In der Spree unter ungeklärten Umständen eventuell am 17. Mai 1977 ertrunken und am 27. Juli 1977 gefunden; vorausgegangene Ausreiseanträge und geäußerte Ausreisewünsche legen einen Fluchtversuch nahe
    Ulrich Steinhauer 13. Mär. 1956 4. Nov. 1980 24 Im Dienst getöteter Grenzsoldat; von einem flüchtenden Kameraden in Schönwalde/Kreis Nauen erschossen
    Marienetta Jirkowsky 25. Aug. 1962 22. Nov. 1980 18 Erschossen beim Fluchtversuch in Hohen Neuendorf, nahe der Invalidensiedlung/Florastraße; zwei Mit-Flüchtlingen gelang die Flucht
    Hans-Peter Grohganz 25. Sep. 1948 9. Feb. 1981 32 Kraftwagenfahrer aus Premnitz. Nach Ablehnung seines Ausreiseantrages und einer Inhaftierung versuchte er durch die Spree nach West-Berlin zu gelangen. Sein lebloser Körper wurde 800 Meter westlich der Elsenbrücke entdeckt.
    Johannes Muschol 31. Mai 1949 16. Mär. 1981 31 Westdeutscher, der aller Wahrscheinlichkeit nach aus psychischer Verwirrtheit in den Todesstreifen an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Wilhelmsruh und Berlin-Schönholz sprang und versuchte, Richtung DDR zu fliehen; aus kurzer Distanz erschossen, als er eine drei Meter hohe Mauer nicht überwinden konnte
    Hans-Jürgen Starrost 24. Juni 1954 16. Apr. 1981 26 Beim Fluchtversuch am frühen Morgen des 14. April 1981 in Teltow-Sigridshorst angeschossen und im Bauchraum schwer verletzt; wurde zunächst verhört, dann in ein Armeelazarett in Potsdam ohne Intensivstation eingeliefert; schließlich Verlegung ins Bezirkskrankenhaus, dort Tod am 16. April
    Thomas Taubmann 22. Juli 1955 12. Dez. 1981 26 Versuchte die Flucht mit einem Zug und verunglückte beim Sprung vom Zug tödlich
    Lothar Fritz Freie 8. Feb. 1955 6. Juni 1982 27 West-Berliner, der aus ungeklärten Gründen mit bloßem Oberkörper auf DDR-Grenzgebiet in Berlin-Prenzlauer Berg zwischen Bornholmer Straße/Behmstraße, nahe der Helmut-Just-Brücke, lief; als er nach Anruf zurück in den Westen floh, angeschossen am 4. Juni 1982, gestorben am 6. Juni 1982
    Silvio Proksch 3. Mär. 1962 25. Dez. 1983 21 Erschossen an der Sektorengrenze in Berlin-Pankow am Bürgerpark nahe der Leonhard-Frank-Straße beim spontanen Fluchtversuch unter erheblichem Alkoholeinfluss
    Michael-Horst Schmidt 20. Okt. 1964 1. Dez. 1984 20 Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Berlin-Pankow, Wollankstraße/Schulzestraße 23–24 und im Krankenhaus verblutet
    Rainer Liebeke 11. Sep. 1951 3. Sep. 1986 34 Ertrunken beim Fluchtversuch im Sacrower See am Außenring zwischen Groß Glienicke (Potsdam-Land) und Berlin-Spandau; die Leiche wurde eine Woche später von Schülern gefunden
    Manfred Mäder 23. Aug. 1948 21. Nov. 1986 38 Erschossen beim Fluchtversuch mit René Gross an der Sektorengrenze in Berlin-Treptow, im Bereich Karpfenteichstraße
    René Gross 1. Mai 1964 21. Nov. 1986 22 Erschossen beim Fluchtversuch mit Manfred Mäder an der Sektorengrenze in Berlin-Treptow, im Bereich Karpfenteichstraße
    Michael Bittner 31. Aug. 1961 24. Nov. 1986 25 Erschossen beim Fluchtversuch in Glienicke/Nordbahn, Nohlstraße
    Lutz Schmidt 8. Juli 1962 12. Feb. 1987 24 Erschossen beim Fluchtversuch an der Berliner Sektorengrenze zwischen Berlin-Treptow und Berlin-Neukölln, im Bereich Rheingoldstraße/Siedlung Rehpfuhl, nahe der Grenzübergangsstelle Rudower Chaussee
    Ingolf Diederichs 13. Apr. 1964 13. Jan. 1989 24 Tödlich verunglückt an der Sektorengrenze im Bereich Bösebrücke/Grenzübergangsstelle Bornholmer Straße beim Fluchtversuch mittels Sprung aus einer S-Bahn
    Chris Gueffroy 21. Juni 1968 5. Feb. 1989 20 Erschossen beim Fluchtversuch in Berlin-Treptow, nahe der Kleingartenkolonie „Harmonie“ am Britzer Zweigkanal
    Winfried Freudenberg 29. Aug. 1956 8. Mär. 1989 32 Umgekommen beim Absturz mit einem Ballon über West-Berlin
     
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  10. moznov

    moznov Guest

    Das stimmt ja so auch nicht, die DDR wurde ja auch gegründet, um ein Gegengewicht zum Westen zu haben, zusammen mit den anderen Satellitenstaaten der Sowjets. Dadurch sollte verhindert werden , einen weiteren Krieg, von deutscher Seite ausgehend , zu verhindern. In Zusammenarbeit bzw. mit Kontrolle auch deutscher Kommunisten, denen in der BRD eher keine Heimat geboten wurde. Und natürlich gab es Eindringlinge von draussen, die versucht haben , das produzierende Gewerbe zu sabbotieren, welches durch die Demontage der Sowjets eh am Boden lag. Dazu kam dann der Schmuggel, Zeiss - Gläser, - Kameras , welche für DDR - Bürger in DDR Mark teuer waren, wurden entweder aufgekauft ( mit Hilfe gestohlener Perso von DDR Bürgern ) ,und dann zu günstigeren Preisen im Westen ( günstiger als ne vergleichbare Kamera im Geschäft ) wieder verkauft. Oder halt gleich vom Laster geklaut. Beispielsweise. Und das ist nur eines davon.
    Diese fehlten dann natürlich im Warenangebot der DDR, was zu Unzufriedenheit führt. Und das summierte sich ja .
    Natürlich wollte die DDR als friedliebendes Land wahrgenommen werden, aber wie in jedem System gibt es dann leider Komponenten, die das ganze zugrunde richten.
    Wer allerdings dann die Flucht versucht hat, muss das Risiko gekannt haben, was nicht heissen soll, selbst schuld,
    das sind alles Tragödien, aber es gab andere Wege. Und ich weiss auch, das viele erstmal nach Ausreiseantrag Probleme hatten..
    Im Laufe der Zeit wurde bei allem irgendwann vergessen, um was es mal ging, aber zum Zeitpunkt des Baus der Mauer musste halt verhindert werden, das alle fähigen Arbeitskräfte, die eigentlich einen Staat aufbauen sollten, in dem es keine Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, geben sollte, das Land verlassen, nur weil es da jeden Tag glitzerte und blinkte.
    Im nachherein leider gescheitert.
    Aber natürlich gab es auch in der DDR Neid und Missgunst, Mord und Gewalt, so ist der Mensch wohl von Natur.
     
    +los, zelppp3, besserwisser und 2 anderen gefällt das.

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