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4-Familien Anlage projektieren

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von sergios100, 9. April 2007.

  1. sergios100

    sergios100 Neuling

    Registriert seit:
    9. April 2007
    Beiträge:
    5
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    Hallo liebe Sat-Fernsehegucker,

    mir stellt sich folgendes Problem: Ich hab geringe Erfahrungen mit Satellitenempfang, d.h. ich habe den geerbten Loewe Fernseher meiner Oma mit eingebauten Digitalem und Analogem Sat-Receiver mit einem Diseq Schalter an eine Schüssel mit zwei LNB's angehängt um die deutschen Programme von Astra und via original SRG Karte die Schweizer Sender (wohne in der Schweiz) auf Hotbird zu empfangen. Also: Eine Schüssel, ein Receiver, zwei Satelliten, alles soweit kein Problem, denn eigentlich schaue ich über Analoges Kabel fern.
    Nun ist mein Onkel an mich getreten, der in der Innerschweiz wohnt und bis jetzt analoges Kabelfernsehern über Cablecom gesehen hat. Die kippen aber immer mehr analoge Sender aus dem Kabel und wollen die Kunden überteuert zu ihrem proprietären Digtal-Kabel-TV überschwatzen. Das passt meinem Onkel aber nicht und darum will er sich das Zeugs von Astra und Hotbird vom Himmel holen.
    Am Stammtisch hat er sein Vorhaben wohl ausgesprochen, wobei seine vier Nachbarn gesagt haben, da würden Sie auch gleich aufspringen. Soweit sogut. Ich hab ihm dann gesagt, dass da eine Schüssel guter Qualität und ordentlicher Grösse an die Garagenwand muss und zwei Quad LNB's ebenfalls guter Qualität in die Schüssel rein, damit haben wir mal beide Satelliten und jeweils die horizontale und vertikale Polarisation im high und im lowband.
    So, dann geht's wohl mit 8(in Worten Acht!) Koaxkabeln in einen 9-in Multischalter. Jetzt endlich kommen wir eigentlich zu meiner Frage:
    Die Anlage ist absolut ausbaufähig zu gestalten. Im Moment hat vielleicht jeder dieser Familien 1 bis 2 Fernseher, dann geht's doch aber bekannter massen los: 2.Fernseher, PVR, Digiradio, Sat-Karte im PC, etc. etc. Darum hab ich mir gedacht, es bringt wenig, wenn ich einen 9-in 15-out Multischalter kaufe und von der Garage in jedes Haus 2-3 Koaxkabel ziehe, damit die dann eben 2-3 Geräte bedienen können. Ergo muss doch am besten in jedes Haus ein weiterer Multiswitch. Das heisst aber dass ich aus der Garage mit satten 16 (in Worten Sechzehn!!) Kabeln fahren muss, damit jeder Multischalter im Haus seine 4 "Signale" (digital, analog, H,V) bekommt. Da kriegen wir sicher mit den Damen Probleme, wenn wir den Garten durchpflügen um Abwasserrohre zu verlegen, damit wir die Kabel verteilen können. :winken:
    Nun, werdet ihr sagen, gibt es da ja noch Einkabellösungen. Da sag ich wieder: Nichts proprietäres! Wenn das Zeugs nach 10 Jahren abraucht, will ich es ohne Probleme austauschen können.

    Gibt es denn die Möglichkeit, ev nur die high-Band Signale für Digitales Fernsehen und Radio zu verteilen und reichen dann 2-Leitungen pro Haus und 4 Leitungen vom ersten Multischwitch in der Garage zur Schüssel an der Garagenwand? Kann ich dann einen 4-in Multischalter nehmen?
    Nennt mir dabei doch auch gleich noch Hersteller. Ich sag mal so, da man nachher keine monatlichen Kosten mehr hat (ausser Strom) würde ich sagen nur gute Komponenten zu verbauen, sonst bin ich dann der Depp, wenn das Billigzeugs nach wenigen Jahren abraucht.

    So, das war jetzt ein monstermässig langer Forumseintrag. Ich möchte jedem danken, der sich da durch gekämpft hat und sogar noch die Energie findet mir zu antworten! :)

    Besten Dank!

    Sergio Schreiber,
    Schaffhausen, Schweiz
     
  2. Grognard

    Grognard Guest

    AW: 4-Familien Anlage projektieren

    Hallo, sergios100,
    das könnte so aussehen http://www.satlex.de/de/16partici*****-type_conf_16p_2s_ms916.html, oder als Kaskade mit einem Grundgerät z.B Spaun SMS 9949 NF und einer zweiten Stufe SMK 99129 F aufgebaut sein, beide Schalter der Kaskade können in der Nähe der Schüssel verbaut werden, so sind nur jeweils 4 Kabel zu den 4 Haushalten zu führen, das sähe dann so aus, nur das der Kaskadenschalter 12 Ausgänge anstatt 16 hätte http://www.spaun.de/pdf/awbsp-diseqc-standard-16-20re.pdf
    Gruß, Grognard
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. April 2007
  3. Hardy22

    Hardy22 Gold Member

    Registriert seit:
    26. März 2007
    Beiträge:
    1.048
    AW: 4-Familien Anlage projektieren

    Das Beispiel von Grognard ist gut, ich würde aber auf eine Multischalter-Kaskade mit aktiver Terrestrik setzen. Das heißt, die Basisgeräte der Klasse "SMS 99x2 NF" und die Multischalter vom Typ "SMK 99xx2 NF" sind das Mittel der Wahl. Die haben den Vorteil, dass man bei den Basisgeräten den Pegel für jede Ebene getrennt nachregeln kann und bei den Receiver-Ausgängen an Multischaltern und Basisgerät hat man für jeden Ausgang nochmal extra einen Pegelsteller.

    Aufbauen würde ich das so, dass der (von der Lage der Häuser betrachtet) erste Nachbar der Sat-Gemeinschaft die Schüssel auf seiner Garage (oder seinem Dach) hat, die LNB-Eingänge an das dort installierte Basisgerät gehen und dort (falls die bis zu 8 Ausgänge des Basisgeräts nicht ausreichen) ggf. noch ein Multischalter ist. Von dort aus werden die 8 Kabel mit den 8 Sat-Ebenen von Haus zu Haus jeweils in den nächsten Multischalter weiter geleitet. Aufgrund dieser weiten Entfernung vom Anfang bis zum Ende der "Verteilkette" sind Basisgeräte bzw. Multischalter mit Pegelsteller zu bevorzugen. Dies hier wäre ein gutes Beispiel für sowas (denk dir einen Multischalter pro Haus): http://www.spaun.de/html/awbsp-diseqc-komfort-4.html. Schau dir auch generell mal die Spaun-Homepage an, da ist die Produktpalette übersichtlich kategorisiert zusammen gestellt.

    Eine solche Konfiguration hat aber auch Nachteile: Beim "Letzten in der Kette" wird das Signal trotz Pegelsteller einen geringeren "Nutzanteil" (bei den meisten Receivern die "Signalqualität") haben als beim Ersten. Bei Schlechtwetter mit starker Bewölkung fällt der Empfang also beim Letzten zuerst aus. Da Spaun in seinen Anwendungsbeispielen maximal drei Multischalter hintereinander platziert - danach kommt wieder ein Basisgerät mit Netzteil - sollte man überlegen, ob man nicht aufgrund der Kabellänge zwischen den Häusern (ich denke da an mindestens 20 Meter pro Strecke) keine Multischalter, sondern grundsätzlich nur Basisgeräte mit eigener Stromversorgung und Pegelsteller für alle Ebenen verwenden sollte.

    Die Kabellänge und die damit verbundene Dämpfung wird wie gesagt ein Problem werden, deshalb sollte man besonders bei der Qualität der Kabel und der F-Stecker keine Abstriche machen. Das wirft aber auch direkt die Frage auf, ob es nicht besser wäre, wenn jedes der vier Häuser seine eigene Sat-Anlage bekommt, dann spart man bei einer "Entfernung" von 20 Metern Kabellänge locker mal 160 Meter Kabel plus 16 F-Stecker pro Haus. Da hat man schon fast einen Spiegel und zwei LNB's für gekauft und hat keine Probleme mit der Kabeldämpfung. Oder man schaltet jeweils zwei Häuser über die selbe Schüssel, das wäre für die Empfangsqualität ein Kompromiss.
     
  4. Hardy22

    Hardy22 Gold Member

    Registriert seit:
    26. März 2007
    Beiträge:
    1.048
    AW: 4-Familien Anlage projektieren

    Die Möglichkeit kommt nicht in Frage, aus zwei Gründen:

    1. Ein 4er-Multischalter reicht nicht aus, wenn du nur die beiden Highband-Ebenen einspeisen willst, weil die Eingänge der Multischalter fest belegt sind mit HH, VH, HL und VL (geht rein technisch auch nicht anders). Du kannst die beiden Low-Band-Eingänge also nicht für das High-Band des zweiten Satelliten "missbrauchen".

    2. Digitaler Sat-Empfang bedeutet nicht automatisch, dass man nur das High-Band braucht. Auch im Low-Band befinden sich digitale Transponder. Wenn die analogen Transponder nach und nach "abgeschaltet" werden, fallen diese anschließend nicht weg, sondern werden als digitale Transponder gebraucht ("abgeschaltet" muss also eigentlich "umgeschaltet" heißen). Auf Hotbird 13! Ost gibt es sogar nur noch 3 analoge Transponder, da ist fast das ganze Low-Band "digitalisiert".
     
  5. sergios100

    sergios100 Neuling

    Registriert seit:
    9. April 2007
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    5
    AW: 4-Familien Anlage projektieren

    Vielen Dank für eure Antworten!

    ich habe noch vergessen, die Topologie der Häuser zu erwähnen: Die stehen nämlich nicht aufgereiht an einer Strasse sondern befinden sich mehr oder weniger verteilt wie die Ecken eines Quadrates, wobei die Garage als bevorzugter Antennenstandpunkt ziemlich in der Mitte des "Quadrates" steht. Die Verkabelung wird also am ehesten in Sterntopologie erfolgen.

    Auf eine Frage hat mir bis jetzt noch niemand geantwortet: Kann ich bei verzicht auf Analogen Empfang Kabel einsparen? Reicht dann ein 4-in Multischalter?

    Viele Grüsse
    Sergio Schreiber
     
  6. hjw

    hjw Gold Member

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    AW: 4-Familien Anlage projektieren

    Hallo Sergios,

    hast du mal einen ungefähren Plan, wie die Häuser zueinander stehen?
    Dann könnte man besser den passenden Vorschlag machen.
    Es kommt nämlich sehr auf die örtlichen Verhältnisse an, wie man die Verteilung aufbaut.

    Gruß Hajo
     
  7. sergios100

    sergios100 Neuling

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    AW: 4-Familien Anlage projektieren

    Danke zur Antwort, den Multischalter betreffend! Deine Antwort musst du wohl gerade geschrieben haben, als ich meine Frage erneut gestellt habe.

    Ich schau mich bei Spaun mal genauer um, was es da so gibt.

    Besten Dank

    Gruss
    Sergio
     
  8. sergios100

    sergios100 Neuling

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  9. Hardy22

    Hardy22 Gold Member

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    Man kann das Sat-Signal aus dem Ausgang des Basisgeräts/Multischalters nicht verzweigen, es geht immer nur von einem Multischalter/Basisgerät zum nächsten. Also hast du "nur" 8 Kabel, jeweils von einem Haus ins nächste.

    Die 4 Ebenen heißen nicht wie von dir genannt, sondern: Horizontal-High, Vertikal-High, Horizontal-Low, Vertikal-Low. Und die natürlich für jeden Satelliten einmal, deshalb werden zur Einspeisung von 2 Satelliten 8 Leitungen benötigt. Das nur um Missverständnissen vorzubeugen.

    Dazu habe ich noch gar keine Idee. Wenn es keine geeigneten Leerrohre zwischen den Höusern gibt (was extrem unüblich ist), muss man die Kabel wohl durch Aufputz-Kabelrohre an den Hauswänden entlang und unter den Blumenbeeten und Rasenflächen verlegen. Dabei darf aber die Leitungslänge nicht zu lang werden, damit die Dämpfung nicht zu hoch ist.

    Und wo ich wieder den ganzen Aufwand für die Kabelverlegung überblicke, erscheint es mir schon fast günstiger, wenn jedes Haus seine eigene Sat-Anlage bekommt...
     
  10. Hardy22

    Hardy22 Gold Member

    Registriert seit:
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    Bei der Sat-ZF-Verteilung gibt es eine Sterntopologie nur vom Multischalter zu den Receivern - für das durchschleifen des Signals zwischen Basisgeräten und Multischaltern gibt es quasi nur einen Bus.
     

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