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21 Billionen Euro...

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von selassie, 31. Juli 2014.

  1. selassie

    selassie Platin Member

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    21 Billionen Euro liegen als unversteuertes Geld in den Steuerparadiesen dieser Welt. Das sind ungefähr ein fünftel der geschätzten 100 Billionen Euro Vermögen, dass es überhaupt gibt. Heißt also, jeder fünfte Euro ist hinterzogen. Übrigens gehören die 21 Billionen Euro gerade einmal 0,1% der Weltbevölkerung.

    Dabei sind die Verflechtungen von Großkonzernen, Banken, Vermögensverwaltungen etc. noch gar nicht mit eingerechnet, die dank komplizierter Steuervermeidungsmodelle keinen Cent Steuern in den Ländern zahlen, in denen sie ansässig sind.

    Das alles könnte natürlich ohne weiteres aufgedeckt und bekämpft werden, die Steuern könnten einfach erhoben werden, die Gesetze könnten aufgehoben werden, Bankgeheimnisse könnten aufgelöst werden etc. pp.

    Da die Regierungen der Welt aber eher kriminelle Vereinigungen statt 'Volksvertretungen' sind, interessiert es die einen Dreck, der Bäcker an der Ecke mehr Steuern als Apple oder Amazon oder der unzähligen anderen Firmen zahlt, die über komplizierte Geflechte ihr Geld nach Jersey, auf die Caymans, in die Schweiz, nach Delaware oder die ganzen anderen Steuerparadiese verschieben.
     
  2. Muhhase

    Muhhase Senior Member

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    AW: 21 Billionen Euro...

    Sei froh das die dort liegen den dieses "Geld" befindet sich dort ausserhalb des Warenumlaufs. Nicht aus zu denken was geschehen würde wenn das "Geld" in die Realwirtschaft fliessen würde. Das permanente Neuerschaffen von "Geld" setzt solche Guthabenfriedhöfe voraus und ohne die wäre längst alles zusammengebrochen. Also last die 21 Billionen da im frieden ruhen.
     
  3. selassie

    selassie Platin Member

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    AW: 21 Billionen Euro...

    Es stellt aber leider den Gegenwert zur der Staatsverschuldung der Länder dar und bedingt deswegen die Erpressbarkeit der Staaten durch ihre Gläubiger.

    Das Vermögen reicher Griechen in der Schweiz beträgt bpsw. 200 Mrd. Euro. Die Staatsverschuldung liegt aktuell bei 329 Mrd. Euro. Bei anderen Staaten sieht es nicht anders aus und das ist sehr wohl ein großes Problem, weil diese Schulden durch die Bürger zurück gezahlt werden müssen, bzw. die Bürger die Kürzungen für alles mögliche tragen müssen.

    Die Politik aller Staaten ist mehr wie die Mafia statt wie eine Interessenvertretung ihrer Bürger. Da stellt auch Deutschland ganz garantiert keine Ausnahme dar. Den Leuten wird das letzte herausgepresst und den reichen 0,1% wird es als Machtinstrument in die Hand gegeben.
     
  4. Muhhase

    Muhhase Senior Member

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    AW: 21 Billionen Euro...

    Das hat aber weniger etwas mit den 21 Billionen zu tun sondern mit der Funktion des Geldsystems an sich.
    Das Geldsystem dient ja dazu 0,1% der Menschen die Macht über die anderen zu geben. Da aber über 95% der Meinung sind das dem nicht so ist und das Geldsystem eben so ist wie ist weil es nichts besseres gibt funktioniert das auch Prima.

    Das Problem sind also nicht die 21 Billionen oder die 0,1% oder die Politiker sondern die 95++% der Menschen welchen das Thema einfach egal / zu Zeitfördernt / zu kompliziert oder einfach zu langweilig ist um es zu hinterfragen. Immerhin gibt es wichtigere Themen im Leben wie Fussballshow / DSDS / whatsapp usw...

    Die Menschen haben und werden das bekommen was sie verdienen, dumm für die restlichen 5% welche das Dilemma erkennen und sehen können.

    Aber was macht die Mehrheit dieser 5% ?:

    Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.”
    - Gebrüder Rothschild, London 1863, Rothschild-Bankendynastie (u.a. Fed)
     
  5. selassie

    selassie Platin Member

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    AW: 21 Billionen Euro...

    Brot und Spiele funktionieren nur solange, solange noch Brot da ist. Dann helfen irgendwann auch die Spiele nicht mehr.

    Ich weiß nicht, wie lange es noch so funktioniert. Es sieht aber so aus, als wenn sich die Situation immer weiter zuspitzt. Wir hier in Deutschland werden wohl erst sehr spät dran sein aber weltweit werden die Konflikte weiter zunehmen.

    Aber es ist schon wahr. Die Leute sind zu dumm oder zu ignorant, die Dinge zu hinterfragen.
     
  6. Martyn

    Martyn Foren-Gott

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    AW: 21 Billionen Euro...

    Von "Guthabenfriedhöfen" kann eigentlich nicht sprechen.

    Denn kaum jemand wird das Risiko einer Steuerhinterziehung eingehen, um sein Geld dann auf einem Überseekonto "virtuell verrotten" zu lassen.

    Sondern das Schwarzgeld wird sehr wohl wieder eingesetzt, oft schon nach wenigen Tagen bis Wochen, manchmal auch erst nach einigen Jahren. Aber irgendwann bestimmt. Zwar eher weniger auf den heimischen Märkten, sondern eher auf den Kapitalmärkten.

    Auch das würde ich anders sehen. Es ist viel mehr so das man als Einzelner oder Kleingruppe nichts ändern kann. Zumindest nicht mit friedlichen Protesten, und mit politischem Engagement und Freien Wahlen schon gleich garnicht.

    Das ist heute so und war früher schon so. Der Revolutionsversuch von 1848 hat zum Beispiel auch fast garnichts gebracht, sondern die Demokratisierung Deutschlands und Gewährung Staatlicher Grundrechte erfolgte erst nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg 1918. Als ganze 70 Jahre später.

    Sowas ist natürlich extrem wenig motivierend. Das heisst man selber würde das garnicht mehr erleben, und selbst die eigenen Kinder nur im hohen Rentenalter.

    Das was heute bleibt, ist im Grunde eine Art "modernes, liberales Biedermeiertum". Man ist natürlich nicht mehr so stockkonservativ wie damals in der Biedermeierzeit. Aber im Grunde ist die Situation ähnlich. Man arrangiert sich damit das das System korrupt ist, aber man es nicht ändern kann. Stattdessen versucht man so gut es geht mit dem System zu arrangieren, und sich etwas Freude und Selbstbestätigung in Hobbys, im Sport oder in Sozialen Netzwerken zu holen.
     

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