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20 Jahre (nach) Tschernobyl

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von littlelupo, 22. April 2006.

  1. Hoschie

    Hoschie Senior Member

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    AW: 20 Jahre (nach) Tschernobyl

    Ich kann mich eigentlich kaum daran erinnern. Ich war damals 10 Jahre alt und habe keine Ahnung, ob mir irgendwas verboten wurde oder meine Eltern sich Sorgen gemacht haben. Komisch, nur 3-4 Jahre später war die Wende und daran habe ich noch sehr genaue Erinnerungen. Könnte aber auch daran liegen, daß ich in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1990 mit meinen Eltern in Berlin war.

    Matze
     
  2. littlelupo

    littlelupo Guest

    AW: 20 Jahre (nach) Tschernobyl

    heute gab es -passend zum Jahrestag von Tschernobyl- ja etliche Dokus dazu im Fernsehen, ich selber habe mal heute mittag und heute abend bei PHOENIX reingeschaut und war mit dem (üblich sachlichen) Programm dort sehr zufrieden.
     
  3. littlelupo

    littlelupo Guest

    AW: 20 Jahre (nach) Tschernobyl

    Ich möchte da nochmal kurz darauf eingehen, auf diese Formulierung "Technikglaube":
    Nun, in Deutschland kommen jedes Jahr ca. 6000 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Wie viele Leute sind das also in zehn oder fünfzig Jahren? In ganz Europa, auf der ganzen Welt? Was ich damit sagen möchte: Auch bei anderen Technologien wie zB dem KFZ-Verkehr, dem Fliegen, dem Eisenbahnverkehr... kommt es dazu, daß Menschen dabei ums Leben kommen. Es werden "Verbesserungsmaßnahmen" gewünscht, ja, aber niemand kommt auf die Idee, grundsätzlich aus einer solchen Technologie auszusteigen. Warum aber dann der Ausstieg aus der Atomenergie?
     
  4. horud

    horud Lexikon

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    AW: 20 Jahre (nach) Tschernobyl

    Nein, die Ursache waren Bedienungsfehler gepaart mit der Eigenheit des russischen AKW, Graphitblöcke statt Kühlwasser als Moderator zu nehmen.
    Der Sollwert der Reaktorregelungsleistung wurde vom Personal falsch eingestellt, dadurch kam es zu einer erhöhten Konzentration von Xeon-135, welches die Neutronen stark absorbierte. In Folge dessen kam es zu einer Leistungsabsenkung unter zulässigem Niveau, was konsequenterweise zu einer Notabschaltung des Reaktors hätte führen müssen. Diese Notabschaltung wurde aber vom Bedienungspersonal manuell überbrückt und der Testlauf fortgesetzt. Letzendlich kam es zur Verdampfung des Kühlmittel. Dadurch stieg die Reaktivität des Reaktors, die Kettenreaktion lief vermehrt unkontrolliert ab und es kam letztendlich zu den Dampfexplosionen.

    Die Technik hatte einwandfrei funktioniert, nur wurden die Sicherheitsbarrieren überbrückt und gleichzeitig falsche Schlüsse aus den Folgen gezogen. Dies, gepaart mit Besonderheit des Reaktor-Typs, statt Kühlwasser Graphit als Moderator zu nehmen, führte zum Super-GAU.


    Ich kann mich auch noch gut an den Tag erinnern, war damals in 5. Schuljahr. Auch wir wurden im Unterricht darüber informiert, mußten in der Pause drinnen bleiben.


    Ich habe Vertrauen in die Atomenergie, sofern die bei uns üblichen Sicherheitsstandards eingehalten werden. Solche eklatanten Bedienungsfehler, wie das Überbrücken der Notabschaltung halte ich bei uns für undenkbar. Ich denke mal, daß dies auch softwaremäßig gar nicht möglich ist. Zudem wäre es bei einer Verwendung von bei uns üblichen Leichtwasser-Reaktoren nicht zu dem Super-Gau gekommen, denn hier hätte das Kühlwasser als Moderator gewirkt. Wenn hier das Kühlwasser verdampft, verdampft somit auch der Moderator und die Kettenreaktion erlischt.
     
  5. Eike

    Eike von Repgow Premium

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    AW: 20 Jahre (nach) Tschernobyl

    Das nenne ich Technikglaube, man kann letztlich nicht ausschließen das Menschen Fehler machen und das z.B. Radioktivität entweicht.
    Wird nicht immernoch etwas verheimlicht in der Elbmarsch? Gut, ist nicht vergleichbar, aber beides fahrlässige Fehler mit schwerwiegenden Folgen?

    Ob die westdeutschen Atomreaktoren tatsächlich so "Bombensicher" sind lasse ich mal dahingestellt, an der prinzipiellen ausgefeilteren Technik und den Vorteilen der Siedewasserreaktoren habe ich aber keinen Zweifel, aber wie gesagt man hantiert mit Radioaktivität die entweichen kann und das ist auch schon passiert. Übrigens zum Fast-Gau kam es auch schon in den USA und England.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. April 2006
  6. tvfreund

    tvfreund Senior Member

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    AW: 20 Jahre (nach) Tschernobyl

    Damals sagte halt der damalige Innenminister Zimmermann "Uns kann aufgrund der gegenwärtigen Windlage nichts passieren; ausser der Wind dreht" ... Und prompt hat sich dieser gedreht
     
  7. Eike

    Eike von Repgow Premium

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    AW: 20 Jahre (nach) Tschernobyl

    Ich empfehle die Doku auf "Discovery". Hier wird die Katastrophe in aller Konsequenz aufgezeigt bis hin zu den Verharmlosungen auch westlicher Politiker und der Atomenegiebehörden.

    Wer so lügt das sich die Balken biegen, vertuscht (oder versucht es) auch ein AKW-Unglück in Bayern.
     
  8. Gorcon

    Gorcon Kanzler

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    AW: 20 Jahre (nach) Tschernobyl

    Wer sie verpasst hat, sie wird am
    Sa. 29. April 16:30 Uhr und
    So. 30. April 06:25 Uhr wiederholt (länge 93min).

    Gruß Gorcon
     
  9. Blackvale

    Blackvale Senior Member

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    AW: 20 Jahre (nach) Tschernobyl

    Ich war zu der zeit bei der Bundeswehr und hatte mir eine kleine Verletzung unter dem Fingernagel zugezogen. Am Wochenende war der Finger auf das dreifache Volumen angeschwollen. Beim Notarzt sprachen sie sogar von Amputation. Ich war mir sicher, ich bin verseucht. 20 Jahre später ist der Finger immer noch dran und alle Haare habe ich auch noch. War wohl doch nicht so.
     
  10. fibres73

    fibres73 Gold Member

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    AW: 20 Jahre (nach) Tschernobyl

    Jetzt gibt es sogar das PC-Game zm "Unfall".

    S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl


    Über die moralische Seite des Spiels sag ich mal nix,gibt ja auch genügend Games vom 2. Weltkrieg...

    www.stalker-gamer.de