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Über das Lesen

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Hockenheim, 25. Januar 2012.

  1. Hockenheim

    Hockenheim Foren-Gott

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    Also ich habe ja durchaus Interesse am Popowischen, diversen Haarprachten, etc... ;)

    Aber dennoch würde mich folgendes (spießig klingende) Thema interessieren:

    Welches ist das beste Buch, das ihr je gelesen habt? Habt ihr darüber hinaus einen Lieblingsautor? Erkennt ihr Schwankungen in den Dichtungen eines Autors über die Jahre hinweg?

    Ich will gleich vorneweg sagen: Das hier ist ernsthaft gemeint und betrifft die Leute, die lesen.
    Ich selbst schaue auch sehr gerne Filme, aber hier geht es nicht um irgendeinen Vergleich zwischen einem Buch und einem Film oder Ähnliches.

    Hier soll es auch darum gehen, Anregungen für Bücher zu geben und zu finden. Es dürfen sowohl erzählerische, als auch lyrische und dramatische Werke genannt werden! Sachbücher oder gar Fachbücher würden hingegen zu weit gehen. :winken:


    Kommen wir zur Sache.

    Das mag jetzt so furchtbar unüberraschend klingen. Aber für mich thront der Faust I über allem bisher mir Bekanntem.
    Diesem Werk liegt eine schöpferische Gestaltungskraft zugrunde, die seines Gleichen sucht. Goethe schafft es, einem wesentlich älteren Motiv (der Faust-Stoff wurde schon Jahrhunderte zuvor immer wieder literarisch angegangen) eine literarische Wirkung zu verleihen, die für die Ewigkeit gemacht scheint.

    Des Weiteren empfehle ich wärmstens Dan Browns Sakrileg. Dieses Buch ist fabelhaft erzählt, vereint Spannung mit Historizität und symbolischer Weitsicht. Kritisch anmerken möchte ich, dass die Thesen Browns oftmals nur mangelhaft belegt werden bzw. auch schon in der neuesten Forschung widerlegt wurden. Besonders die Rolle der Maria Magdalena sowie der Tempelritter halte ich für problematisch.

    Wenige Worte muss man über Grass' Blechtrommel verlieren. Schlichtweg ein Jahrhundertwerk, zumindest wenn ich vom dritten Buch absehe. Auch der Sicht des 3jährigen, zunächst (während der Zeit des Dritten Reichs) nicht wachsen wollenden Oskar M. wird die Welt der Erwachsenen kritisch hinterfragt. Eine nahezu geniale Idee!!

    Der Name der Rose: Ein historischer Roman, der trotz einiger etwas zähen historischen Ausgestaltungen packend und spannend ist. Sicherlich der Roman von Eco schlechthin. Dieses Niveau erreichte er anschließend nicht mehr. Hier wird mittelalterliche Geschichte fasziniert in einem skrupellosen, mörderischen Roman verpackt.

    Blicken wir noch kurz in die Antike. Die Ilias des Homer ist nicht minder legendär als gut. Wer kennt sie nicht, die sagenumwobene Geschichte um Troja? Die Griechen, Troer, das hölzerne Pferd,... man muss dafür keine großen Worte finden. Aus heutiger Sicht auch deshalb interessant, weil Troja - trotz Schliemann - für uns nach wie vor als Mysterium erscheint...


    So weit meine Lieblingsbücher.

    Weitere Empfehlungen:
    - Das Parfüm: Süßkind
    - Die Buddenbrooks: T. Mann
    - Das Nibelungenlied
    - Lessing: Emilia Galotti, Nathan der Weise
    - Schlink: Der Vorleser
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Januar 2012
  2. flob

    flob Platin Member

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    AW: Über das Lesen

    Gehe - in diesem Fall! - größtenteils mit dir konform.

    Einzige Ausnahme ist für mich Thomas Mann, habs mehrmals versucht, aber die über 3 Seiten verteilten Schachtelsätze haben mich in den Wahnsinn getrieben. :(

    Für Freunde der leichteren Urlaubslektüre, die aber trotzdem einen gewissen Anspruch hat, kann ich z.B. die Scheibenwelt-Romane von Terry Pratchett empfehlen, und zwar alle, ich zumindest lach mich immer wieder tot dabei! :love:

    Als letztes gelesen habe ich "Die 120 Tage von Tulúm" von Stefan Wimmer, sehr nett, locker und unterhaltsam geschrieben.

    Für Lesetipps bin ich übrigens immer dankbar! :winken:

    Viel Grüße, flob
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Januar 2012
  3. dittsche

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    AW: Über das Lesen

    Bibel. Allumfassend. Nur zum Empfehlen. Für mich ganz klar das Buch der Bücher. :winken:

    Mein letztes Buch war die Biographie über/von Olli Dittrich.

    Den Faust finde ich gnadenlos überschätzt. Nur zitatmäßig kann man da fett klauen... Klassiker sind mir eh viel zu anstrenged. Ich war da früher schon eher der Sekundärliteraturtyp...

    Allgemein lese ich gerne Biographien. Müssen aber schon in einer halbwegs guten Sprache geschrieben sein. Manche Promis können das nicht und das Buch wird zur Seite gelegt. Aktuelles Beispiel: Habe das Buch von Phillip Lahm geschenkt bekommen. Er schreibt wie ein 12-jähriger. Grausig.

    Gute Literatur muss für mich gut leserlich sein. Das bedeutet geschrieben in einer gehobenen, aber nicht abgehobenen Sprache.

    Ich habe den Tick, dass ich nur Hardcoverbücher lese. Taschenbücher rühre ich nicht an. Da fehlt mir der Lesespass. Keine Ahnung warum.

    PS: Lesen ist Bildung. Bildung kann nie spießig sein !
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Januar 2012
  4. Eisenbahnfan

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    AW: Über das Lesen

    Mich auf ein bestes Buch und einen Lieblingsautor festzulegen gelingt mir nicht.

    Dem kann ich mich in gewisser Weise anschließen. Habe den Faust I auch gelesen. Beim ersten Anlauf habe ich das Buch nach einiger Zeit wieder weggelegt, im zweiten Anlauf einige Zeit später habe ich durchgehalten. Allerdings denke ich, für den Faust muß man Zeit und Muße mitbringen, "so nebenher" funktioniert da nicht.

    Korrekt.

    Von der "Blechtrommel" war ich nicht sonderlich begeistert. Grass hat in diesem Buch dem Oskar Matzerat für einen Dreijährigen zu viele Gedanken in den Mund gelegt. So eine Denke hat kein kleines Kind.

    Ob Eco das Niveau von "Der Name der Rose" anschließend nochmals erreicht hat kann ich nicht beurteilen, da ich von ihm nur diesen Roman kenne. "Der Name der Rose" fand ich allerdings hervorragend.

    Ebenso hervorragend fand ich den "Zauberberg". Hat zwar eine Zeitlang gedauert bis ich "drin" war, aber dann fand ich das Buch sehr gut, von Thomas Mann's Mammut-Schachtelsätzen einmal abgesehen.

    Trivialer, aber (fast) durchwegs spannend, finde ich John Grisham. Seine Einblicke in die amerikanische Justiz sind sehr interessant.

    Einfach nur zum Entspannen gut sind auch heute noch die Romane von Sir Arthur Conan Doyle über Sherlock Holmes. Die gut recherchierten Geschichten und die ironische oder sarkastische Art die er seinem Hauptprotagonisten auf den "Leib" schreibt mag ich nach wie vor.

    Ergänzung:
    Ab und an habe ich auch nichts gegen Stephen King. Seinen Roman "The Green Mile" fand ich gleichermaßend spannend und berührend.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Januar 2012
  5. Hockenheim

    Hockenheim Foren-Gott

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    AW: Über das Lesen

    @Eisenbahnfan:

    An den Zauberberg muss ich mich erst noch heranwagen. Der steht bei mir im Regal, ich habe aber noch keine Seite gelesen. Deshalb kann ich darüber (noch) nicht urteilen. Glaube dir, dass das lesenswert ist.

    Nochmals kurz zum Thema "Blechtrommel": Ich interpretiere das so:
    Oskar Matzerath bleibt nur körperlich, gewissermaßen was sein Wachstum betrifft, als Dreijähriger stehen, als er sich "selbst" entscheidet, von der Kellertreppe zu stürzen. Sein Geist (sagen wir präziser: Verstand) entwickelt sich meiner Interpretation nach weiter. Daher kommen mir die Gedanken über die Erwachsenenwelt nicht besonders komisch vor.
    Allerdings hast du schon recht, dass hier teilweise eine sehr kindliche Denkweise mit einer etwas weiterentwickelten vermischt wird.
    Ich finde es sogar faszinierend, wenn aus vermeintlich naiver kindlicher Sicht den Erwachsenen gesellschaftskritisch der Spiegel vorgehalten wird.

    Ich halte das Buch phasenweise für etwas pauschal in seinen Urteilen, aber nichts anderes macht beispielsweise Kästner zu ähnlicher Zeit auch.

    Zudem schwebt für mich grundsätzlich die Frage nach der Glaubwürdigkeit Oskars im Raum, da er rückblickend aus einer Pflegeanstalt schreibt.

    Das dritte Buch hätte sich Grass schenken sollen / müssen.


    "Der Name der Rose" ist hervorragend, völlig richtig. Ein Buch, das meiner Meinung nach aber einen sehr hohen Anspruch hat. Wer keine Ahnung von Gechichte, Papsttum oder dem späten Mittelalter an sich hat, wird sich phasenweise schwer tun. Diesen Leser halten aber vermutlich die spannungsgeladenen Episoden und das drängende Warten auf Fortsetzung und Aufklärung (z.B. von Mordfällen und vermeintlichen Mysterien) am Lesen.


    Zum Entspannen sind all diese Bücher nicht wirklich geeignet, auch da gebe ich dir recht. Der Anspruch ist hoch, will ich diese Werke in allen Facetten verstehen... In Sakrileg gelingt dies vielleicht noch am ehesten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Januar 2012
  6. Beezle

    Beezle Junior Member

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    AW: Über das Lesen

    Naja.....:rolleyes: @Hockenheim.....du liest also am liebsten von den Medien gepushte Bestseller und als Alibi ein paar Klassiker. Das gibt keine Diskussionsgrundlage her. Dies versuchst du dann auf pseudointellektuell verbrähmte Schreibe zu mildern.
     
  7. dittsche

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    AW: Über das Lesen

    Gehts noch ? Der Thread von Hockenheim ist ein Lichtblick in Zeiten der Generation "Hörbuch".

    Jeder der den TE kennt weiß, dass er mehr als gebildet ist und sich auch beruflich mit Literatur auf hohem Niveau befasst.

    Dein obiger Beitrag ist respektlos und eine Frechheit.

    @ hockenheim: Auf dem Niveau, mit welchem Du Literatur behandelst wirst Du hier aber wohl nur wenige finden, die da mithalten können. Mich eingeschlossen. Ist aber nur eine Vermutung von mir. Lasse mich gerne eines besseren belehren.

    Das literarische Quartett des DF ist eröffenet. Ich werde den Thread gerne als Stiller leser verfolgen...

    :winken:
     
  8. Ceraton

    Ceraton Guest

    AW: Über das Lesen

    Das hängt natürlich auch an der jeweiligen Stimmung welche man gerade empfindet, ob ein actiongeladenes Buch ließt, oder eine Komödie ala "Die Physiker"(einfach ein klasse Buch) oder eben auch die Bibel.

    Früher als Jugendlicher und junger Erwachsenen (15-21) gefiehl mir die Buchreihe Shadowrun sehr sehr gut, kennt die wer von Euch?

    Herr der Ringe muss natürlich auch noch erwähnt werden ebenso wie die "psychotischen" Bücher eines Kafkas.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Januar 2012
  9. emtewe

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    AW: Über das Lesen

    Mein Lieblingsautor ist Terry Pratchett, und mein Lieblingsbuch "Wachen! Wachen!" (Blick ins Buch)
     
  10. Winterkönig

    Winterkönig Talk-König

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    AW: Über das Lesen

    Sagen wir mal so. Ich lese sehr gerne, aber mit der hohen Literatur kann ich leider nicht dienen. Ich bin eher der Sci-Fi und Fantasy Leser. Ab und zu auch mal Krimis und Thriller.

    Im Fantasy Bereich finde ich derzeit den russischen Autor "Sergej Lukianenko" großartig.

    Vom ihm habe ich derzeit folgende Bücher gelesen:

    "Wächter der Nacht"

    "Spektrum"

    "Weltengänger"

    "Weltenträumer"

    Die letzten Bücher die ich von ihm gelesen hab sind:

    " Labyrinth der Spiegel"

    und

    "Der Falsche Spiegel"

    Erst letzte Woche ausgelesen:

    "Impact" von "Bernd Steinhardt"

    Zurzeit lese ich:

    "Das Messias-Gen" von "James Rollins"
     

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