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Ökonomem haben keine Ahnung, warum eine Wirtschaft wächst

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von amsp2, 19. September 2004.

  1. amsp2

    amsp2 Wasserfall

    Registriert seit:
    6. Mai 2004
    Beiträge:
    7.890
    Ort:
    ----------
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    Quelle: http://www.ftd.de/pw/de/1092171048355.html?nv=hpm

     
  2. Idiot

    Idiot Senior Member

    Registriert seit:
    10. August 2004
    Beiträge:
    435
    Ort:
    Rhoi-Maa-Gebiet
    AW: Ökonomem haben keine Ahnung, warum eine Wirtschaft wächst

    Das Dokument, auf dem diese ftd-Kolumne beruht, kann man unter http://papers.ssrn.com/sol3/Delivery.cfm/SSRN_ID571823_code254274.pdf?abstractid=571823&mirid=1 kostenlos herunter laden (natürlich auf Englisch).

    Mein Eindruck: Die 3 Harvard-Ökonomen haben untersucht, inwiefern sich zwischen verschiedenen Ereignissen oder Maßnahmen und der Geschwindigkeit des Wirtschaftswachstums Zusammenhänge erkennen lassen. Dabei wurden Perioden mit hoher Steigerung des Wirtschaftswachstums gesucht. Das heißt, wenn das Wachstum vorher und nachher negativ war, wurden Perioden mit 3% Wachstum als solch eine Wachstumsperiode erkannt. Wenn das Wachstum vorher und nachher 4% betrug, wurden Perioden mit 5% Wachstum nicht erkannt.

    Die Ökonomen haben nun festgestellt, dass es zwischen den Maßnahmen und den Wachstumsperioden keinen deutlichen Zusammenhang gibt - was mich nicht wundert. Das kurz- und mittelfristige Wachstum ist von so vielen Faktoren abhängig, die sich überlagern. Ein besonders wichtiger ist sicherlich die Investitionstätigkeit des Staates. 1933 wurde z.B. in D eine gewaltige staatliche Investitionsoffensive gestartet. Die Wirtschaft wuchs viel schneller als vorher - und D war 1939 praktisch pleite. Das Modell hätte, wenn es auch auf die Zeit vor 1950 angewandt worden wäre, wohl eine Wachstumsperiode gefunden - und vielleicht auf den Regierungswechsel zurück geführt. Der Einfluss der Staatsneuverschuldung wurde halt nicht untersucht...

    Die kritisierten "deutschen Wirtschaftsexperten" denken wohl mehr an die langfristige Wirtschaftsentwicklung, also das langfristige Durchschnittswachstum. Dieses wurde von den 3 Harvardlern aber gar nicht untersucht. Insofern kann man m.E. von dieser Studie nicht auf die Wirksamkeit der Reformen im heutigen D schließen.
     

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