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Zu erwartende BER bei Astra 19,2° Ost und 85cm Spiegel

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Soligor, 30. Mai 2016.

Schlagworte:
  1. Soligor

    Soligor Silber Member

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    Mahlzeit.

    Ich würde gerne mal wissen, welche BER (Bit Error Ratio) VOR der Fehlerkorrektur bei einem Spiegeldurchmesser von 85cm auf Astra 19,2° Ost zu erwarten ist?

    Ich habe derzeit das Problem, dass - trotz Umsetzen des Spiegels inkl. Einmessen und Austausch des LNBs - die BER am LNB auf den SD-Sendern zwar gut ist (3,79E-009/Das Erste), bei den HD-Sendern aber nur bei ca. 4,74E-003 (RTL HD) bis 1,67E-003 (SAT1 HD).

    Die MER ist auf den getesteten Programmen nicht schlechter als 14,2.

    Beispiel:
    SAT1 BER: 2,78E-008 MER: 15,1
    SAT1 HD BER: 1,67E-003 MER: 15,6

    RTL HB NDS BER: 7,57E-009 MER: 15,6
    RTL HD BER: 4,74E-009 MER: 14,2

    Bei anderen Programmen verhält es sich ähnlich.

    "Geht" da einfach nicht mehr oder ist auch dieses LNB Schrott? Vorher war ein Smart LNB verbaut, jetzt ein Schwaiger, beides Quattro LNBs.

    Gemessen wurde mit einem Kathrein MSK200 (kalibriert) direkt an den Ausgängen des LNBs. Der Spiegel hat freie Sicht auf den Satelliten.


    Das eigentliche Problem ist ein Kathrein UFS925, der große Ansprüche an das Empfangssignal zu stellen scheint. Da allerdings derzeit die Normparameter noch nicht erfüllt sind, will ich auch nicht einfach sagen "der Receiver ist schuld!".


    Wäre für Tipps dankbar.
     
  2. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    Bei 8PSK messe ich vor Korrektur auch im unteren Bereich von 10^-3 bzw. manchmal 10^-4. Nach Korrektur ist es 10^-8. MER liegt bei mir im Bereich von 16,5 bis 17 dB.

    Dass bei 8PSK mehr Fehler auftreten als bei QPSK dürfte klar sein, deswegen wird 8PSK ja auch nur mit dem besseren Fehlerschutz LDCP verwendet. Mit HD oder SD selbst hat das nichts zu tun.

    Dabei wundere ich mich immer über den Transponder mit "Das Erste HD" auf der 11494 MHz, dieser hat bei mir trotz unauffälligem MER immer ein erheblich schlechteres Bitfehlerverhältnis als die anderen Transponder. Das scheint weder vom LNB, noch vom Messgeräteeingang abzuhängen, denn nach einer Einkabelumsetzung ist das genauso.

    Was für Probleme hast du genau mit dem UFS925? Schon geschaut, dass der nicht womöglich überpegelt wird?
     
  3. raceroad

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    Ich hatte nicht gezielt so viele 8PSK-Transponder miteinander verglichen, aber mir war auch aufgefallen, dass Bestwerte von anderen Transpondern kommen.


    Für den Transponder mit Sat1 HD habe ich unter den schon einmal hochgeladenen Bildern eines aus der Zeit entdeckt, als ich 19,2° noch im Fokus empfing. Damals bin in den 1E-4-Bereich gekommen, was für 11494 MHz nie so war.

    [​IMG]

    Jedenfalls sind die Werte vor der Korrektur für 8PSK erwartungsgemäß schlechter als für das robustere QSPK mit einem Bit weniger pro Symbol.
     
  4. Soligor

    Soligor Silber Member

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    Das stimmt, bei 8PSK liegen die Punkte im Konstellationsdiagramm ja auch viel dichter zusammen. Allerdings sagt die Norm aus (DIN EN 60728-1), dass bei allen DVB-Arten eine BER von mindestens 10-4 erreicht werden muss. Deshalb gehe ich davon aus, dass das mit handelsüblichen LNBs auch machbar sein muss. Ist der Spiegel selbst schuld? Der stammt noch aus Analogzeiten.

    Das kann ich im Moment nicht ausschließen. Es soll viele Receiver geben, die nur Pegel um 60dBµV vertragen können. Da liege ich im Moment definitv drüber.
     
  5. Isotrop

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    http://www.kathrein.de/fileadmin/me...angssysteme/grenzwerte-richtlinien-normen.pdf
     
  6. Soligor

    Soligor Silber Member

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    Das mag sein, dass Kathrein das so sieht, die Norm in der aktuellen Ausgabe sagt aber etwas anderes aus:

    Es macht auch gar keinen Sinn, da ich bei einer höherwertigen Modulation mindestens die gleichen Anforderungen an das Signal stellen muss, wenn nicht höhere.

    Nun gut, man kann sagen, 1.67E-003 ist jetzt nicht soo weit von E-004 entfernt, aber wenn man es "hart auf hart" sieht, reicht es eben nicht aus.

    Ich habe hier extra nachgefragt, ob Erfahrungen vorliegen, da das Netz nicht wirklich viel hergibt. Wenn ich jetzt wüsste, dass andere z.B. E-005 erreichen, dann wüsste ich, OK, es liegt doch am LNB oder am Spiegel. Aber so ist das die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

    Gruß
     
  7. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    Achtung, der genaue Wortlaut in der Norm ist anders:
    Bei DVB-S2 gibt es aber kein Viterbi und Reed-Solomon, sondern BCH und LDPC. Deswegen kann diese Grenze hier nicht angewendet werden.

    Nun wo ich das konkret sehe, vermisse ich auch eine Angabe für DVB-S2, und das in der aktuellsten Normausgabe (2015).
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Mai 2016
  8. raceroad

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    Vergleichswerte hast Du ja bekommen. Für mich jedenfalls wurde hinlänglich klar, dass die Norm für 8PSK-Transponder mit LDCP-Fehlerschutz kein CBER von 1E-4 fordern kann.


    Wenn sich das "hart auf hart" auf das eingangs beschriebene Problem
    mit dem UFS 925 bezieht, fernab von Normen ein anderer Vergleich: Meine Antenne für 28,2° ist inzwischen eigentlich zu klein. Für 11023 MHz (UK Spotbeam) zeigte mein Receiver eben in der abendlichen Schwächephase eine Signalqualität von 11 db an. Das ist sicher kein befriedigender Wert. Aber da mein Receiver für 8PSK-Transpndern mit FEC 2/3 erst bei 7,3 db anfängt, Bildfehler zu produzieren, sind noch ausreichend Reserven vorhanden, obwohl CBER deutlich im E-2-Bereich lag. Wenn Dein noch deutlich besseres Signal bereits die Fehlerkorrektur des UFS 925 überfordern würde, wäre das für mich absolut unbefriedigend, weil ich auch mit Blick auf wetterbedingt schlechtere Werte einfach mehr Fehlertoleranz erwarte.

    Welche Schwierigkeiten mit dem UFS sind denn das? Totalausfall einzelner Transponder (welche?) oder frühe Klötzchenbildung? Hat ein anderes Empfangsgerät am selben Anschluss keine Probleme?

    [​IMG]
     

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