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Xoro HRT 5000 - DVB-T Twin-Receiver PVR ready

Dieses Thema im Forum "andere Receiver" wurde erstellt von qaywsx, 8. Juli 2011.

  1. qaywsx

    qaywsx Junior Member

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    Hallo zusammen,

    Anfang des Jahres streckte mein Opentel ODT 4200 PVR leider die Beine durch und es musste Ersatz her. Leider hatte ich nicht damit gerechnet, dass diese Produktkategorie - DVB-T Receiver mit Twin Tuner und HDD - inzwischen kaum noch existiert, bzw. nur noch Geräte aus dem Billigsegment angeboten werden. Ich hatte also die Qual der Wahl zwischen

    Auvisio DVB-T-Dual-Receiver
    Strong SRT 5222
    Thomson TTR 110
    Xoro HRT 5000

    Nachdem ich den Thomson und den Xoro ausprobiert hatte, ist es bei mir der Xoro geworden wegen der Möglichkeit, bei Timerprogrammierung über EPG Vor- und Nachlaufzeiten programmieren zu können und wegen des vermutet besseren Service über den deutschen Firmensitz des Herstellers.

    Bei meiner vorangegangenen Internet-Recherche war ich leider nur auf sehr spärliche Informationen zu den genannten Geräten gestoßen, so dass ich mich entschlossen habe, diesen Thread für spätere Suchende zu eröffnen.

    Hier also mein Erfahrungsbericht (Kopie einer Rezension, die ich beim Verkäufer meines Vertrauens geschrieben habe):


    ----------------------------------------------------------------


    Licht und Schatten

    Vorab: Diese Rezension beruht auf der Firmware V2.2 aus 09/2010. Die neuere Version 2.4 aus 07/2011 ist eine deutliche "Verschlimmbesserung" und macht das Gerät zumindest für mich unbrauchbar - dazu aber später mehr.


    Ich besitze das Gerät nun seit ca. 4 Monaten und setze es extensiv als PVR ein, da ich die meisten Sendungen, die ich sehen möchte, aufzeichne und entweder später oder mit Zeitversatz anschaue.

    Zunächst mal die Stärken des Gerätes:

    - Unter Berücksichtigung der technischen Randbedingungen (PAL-Auflösung und analoger Scart-Audio/Videoausgang) ausgezeichnete Bildqualität.

    - Sehr gute Umsetzung des Twin-Receiver-PVR-Konzeptes: Es können zwei Sendungen zeitgleich aufgezeichnet werden und dabei zusätzlich noch entweder eine bereits früher aufgezeichnete Sendung oder eine der beiden gerade laufenden Aufnahmen abgespielt werden. Auch kann während zwei Aufnahmen laufen noch ferngesehen werden auf einem Sender, der auf dem gleichen Kanal liegt, wie die zuletzt gestartete Aufnahme - inkl. Timeshift, falls gewünscht.

    - Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten auf gleicher Hard-/Softwarebasis kann während der Timerprogrammierung über den EPG eine Vor- und Nachlaufzeit eingestellt werden.

    - Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten auf gleicher Hard-/Softwarebasis kann bei der Wiedergabe innerhalb einer Aufnahme per 10er-Tastatur sekundengenau vor- und zurückgesprungen werden, ohne spulen zu müssen.


    Jetzt zu den Schwächen:

    Die Fernbedienung hat einen sehr eingeschränkten Operationswinkel (laut Bedienungsanleitung nur 60 Grad). Praktisch bedeutet dies, dass man sehr genau zielen muss - kein Problem, solange der Receiver direkt in der Nähe des Fernsehers und nicht zu hoch steht. In meinem Fall bedeutet es aufgrund der durch die Möblierung vorgegebenen Aufbauposition , dass ich mir eine Universalfernbedienung kaufen musste, um das Gerät überhaupt bedienen zu können. Dies ist sehr ärgerlich, zumal 10 EUR teurere Konkurrenzprodukte auf der selben Hard-/Software-Basis eine deutlich bessere Fernbedienung haben.

    Neben der an einigen Stellen - vorsichtig ausgedrückt - "gewöhnungsbedürftigen" Bedienung gibt es einige wirklich ärgerliche und eigentlich völlig überflüssige "Eigenheiten" der Software:

    - Bei Unterbrechung der Wiedergabe einer Aufnahme gibt es keine Resume-Funktion und keine Möglichkeit, Marker zu setzen. Hier hilft nur, die bereits abgelaufene Zeit zu notieren und hinterher per GoTo-Funktion oder Cursor links/rechts die Stelle wieder anzuspringen (beide Navigationsfunktionen sind übrigens in der Bedienungsanleitung nicht dokumentiert). Seit wir den Xoro haben, liegt auf unserem Couchtisch immer ein Zettel und ein Stift bereit ;-)

    - Aufnahmen werden vom Gerät selbst mit einem Namen versehen, und zwar entsprechend der vom TV-Sender zum Zeitpunkt des Aufnahmestarts bereitgestellten Programminformation. Zumindest bei Timer-Aufnahmen per EPG wäre es aber erheblich sinnvoller, den Namen bereits aus der EPG-Information zu vergeben. So wie es jetzt ist, hat man nur die Wahl zwischen a) rechtzeitigem Beginn der Aufnahme aber falscher Benennung und b) richtiger Benennung der Aufnahme aber fehlendem Anfang der Sendung.

    - Beim Erreichen der Endzeit einer im Hintergrund laufenden Aufnahme hat man genau 5 Sekunden Zeit, die automatische Abschaltung des Gerätes zu verhindern. In diesen 5 Sekunden muss man 1) die Fernbedienung finden, 2) eine eingeblendete Meldung verstehen, die offensichtlich per Google-Übersetzer direkt von chinesisch nach englisch nach deutsch übersetzt wurde, 3) die Fernbedienung exakt auf den Receiver ausrichten, 4) mit den Cursor-Tasten von "Ja" nach "Nein" wechseln und 5) "OK" drücken. Schafft man dies nicht, so ist z.B. eine laufende Time-Shift-Aufnahme unwiederbringlich verloren oder die Wiedergabe einer anderen Aufnahme wird abgebrochen, ohne dass man die Chance hat, sich die abgelaufene Zeit zu notieren (zur Erinnerung: es gibt ja leider kein Resume und keine Marker - also ist Spulen angesagt).

    - Verzichtet man aus o.g. Grund komplett auf Time-Shift, so kann man natürlich auch eine Aufnahme programmieren (oder per Hand starten) und diese Aufnahme bereits abspielen, während noch weiter aufgenommen wird. Wenn die Aufnahme jedoch per Timer gestoppt wird, so wird ohne Vorwarnung auch die Wiedergabe gestoppt, was dann wegen fehlendem Resume/Marker wiederum zum Spulen zwingt.

    - Die EPG-Timerprogrammierung einer Sendung, deren Beginn kurz nach Mitternacht liegt, ist nicht möglich, da der Datumswechsel nicht erkannt wird (ein klassischer Programmierfehler).

    - Bei Aufzeichnungen im PS-Format (Program Stream = MPG) kann es zu Asynchronitäten zwischen Bild und Ton kommen, d.h. der Ton läuft dem Bild hinterher und wird erst wieder synchronisiert, wenn man auf "Pause" geht. Laufen Bild und Ton mal längere Zeit synchron, so wird man bei der Wiedergabe alle ca. 30 min mit der Meldung "Speichermedium zu langsam" belohnt. Ich hatte dieses Verhalten mit 2 verschiedenen HDDs, sowohl mit FAT32 als auch mit NTFS.
    Die Kombination TS (Transport Stream) und FAT32 läuft bei mir jedoch dauerhaft zuverlässig fehlerfrei, auch bei maximalem Datenaufkommen auf dem USB-Port.


    Hier noch einige Anmerkungen zur Wahl des passenden Speichermediums:

    - Entgegen den Aussagen der Bedienungsanleitung kann man problemlos eine HDD ohne eigene Stromversorgung verwenden.

    - Das Mounten der HDD dauert ca. 1 Minute, es ist daher sinnvoll, bei Timer-Aufnahmen eine kurze Vorlaufzeit einzurechnen.

    - Beim Abschalten des Receivers wird zwar ein Abschaltsignal an die HDD gesendet, die Versorgungsspannung bleibt jedoch an. Es scheint einige HDDs zu geben, die sich auf diese Weise nicht mit abschalten.

    - Die HDD darf sich bei Nichtbenutzung nicht eigenständig abschalten, sonst muss man sie bei Bedarf erst wieder vom Gerät trennen und neu mounten. Bei einigen/vielen HDDs kann man diesen automatischen Stromsparmodus per Software deaktivieren.


    Fazit:
    Der Xoro HRT 5000 ist ein in der Summe empfehlenswertes Gerät mit ausgezeichnetem Preis-/Leistungsverhältnis. Leider hinterlässt es jedoch wegen seiner unausgegorenen Firmware einen zwiespältigen Eindruck.


    Zur aktuellen Firmware V2.4:

    Mit der Version 2.4 sollte der oben beschriebene EPG-Timerprogramm-Bug für Sendungen kurz nach Mitternacht behoben werden. Gleichzeitig wurde statt der Angabe der Dauer einer Aufnahmeprogrammierung auf die Angabe der Endzeit einer Aufnahmeprogrammierung umgestellt. Dabei ist zwar das eine Problem behoben, dafür aber ein neues Problem geschaffen worden: Liegt die Startzeit der Aufnahme vor Mitternacht und die Endzeit nach Mitternacht, so wird die Aufnahmedauer komplett falsch berechnet und es wird so lange aufgezeichnet, bis der Datenträger voll ist.

    Viel schlimmer jedoch: Beendet man die Wiedergabe einer aufgezeichneten Sendung mit der "Stopp"-Taste, so stürzt das Gerät komplett ab und kann nur durch Ziehen des Netzsteckers neu gestartet werden. Eventuelle im Hintergrund laufende Aufnahmen werden dann ebenfalls abgebrochen.

    Dieser Softwarefehler ist in meinen Augen so gravierend, dass ich ein Gerät mit V2.4 nicht kaufen/behalten würde!

    ---------------------------------------------------------------

    Andreas
     
  2. freulein

    freulein Junior Member

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    AW: Xoro HRT 5000 - DVB-T Twin-Receiver PVR ready

    Mittlerweile ist eine Firmware Version 2.6 erhältlich, die wieder einiges verbessert hat. Der Fehler, daß eine über Mitternacht gehende Aufnahme bei der Programmierung Probleme macht, ist jetzt jedenfalls nicht zu bemerken; ich programmiere regelmäßig die ARD-Talks und die fangen vor Mitternacht an und hören nach Mitternacht auf -funktioniert jedesmal einwandfrei.

    Dies ist übrigens mein zweites Xoro-Modell, und auch bei diesem Modell findet eine regelmäßige Softwarepflege statt. Auch wenn manche das eher negativ sehen (hat eben anfangs massig Fehler gehabt), sehe ich es eher positiv und finde die Produktpflege bei Xoro vorbildhaft... bei vielen anderen Herstellern scheint die erste Firmwareversion auch die letzte zu sein.

    Ein Problem habe ich noch mit dem HRT 5000... auch er splittet die aufgenommenen ts-Dateien in Stücke kleiner 1 GB. Bei meinem dvbs-Xoro können diese problemlos mit tssplitter über die Funktion join zusammengefügt werden. Mit dem dvbt-Xoro HRT 5000 zwar erstmal auch, aber ProjectX meckert dann beim demuxen genau an den "Klebe"-stellen, und es sind dort auch Tonknackser zu hören. Weiß jemand eine (Freeware-)Lösung, die die an den dvr-Dateianfängen offensichtlich vorhandenen Spezial-Daten entfernen kann?
     
  3. tempel54

    tempel54 Senior Member

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    AW: Xoro HRT 5000 - DVB-T Twin-Receiver PVR ready

    Eine 320 GB 2,5" FP dran. PVR nimmt DVR auf. (NTFS)
    Dann Wiedergabe direkt über Media Verwaltung und die Meldung: Speichermedium zu langsam...nach ca 3 Minuten Laufzeit.
    Folge... alles bleibt stehen und reagiert nicht. FP rattert allerdings. Nach USB Kabeltrennung sind übrige Funktionen zuerst erreichbar.
    Ein 8GB Stick wirft aber keine Fehler aus..:confused:

    Frage...welche Medien kann PVR überhaupt ansprechen? Ist die FP zu groß ? Zu wenig Saft ?
    Ich habe Firmware 2.6. und die FP schreibt im PC ( HD Tune) ca 25mB/s permanent auf.
    gruß
    T.
     

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