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Wohnanlage

Dieses Thema im Forum "Digital TV für Einsteiger" wurde erstellt von Renrew, 8. März 2008.

  1. Renrew

    Renrew Neuling

    Registriert seit:
    8. März 2008
    Beiträge:
    4
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    Hallo.
    Als völlig "Newbie" mein Anliegen.

    Als Verwaltungsbeirat einer Wohnanlage im Raum Stuttgart tut sich folgendes Problem auf: Unsere Anlage besteht seit 1972. Wenn,nach meiner Info, Ende 2008 das analaoge Fernsehen abgeschaltet wird - bleiben dann alle 52 Fernsehgeräte schwarz, d.h. ist kein Empfang mehr möglich?
    Eine Umstellung auf Sat wäre sehr schwierig, da keine Leerrohre vorhanden sind.
    Wäre sehr dankbar, wenn ich einige Infos bekommen könnte.
    Gruß
    Renrew
     
  2. The Geek

    The Geek Platin Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    2.627
    AW: Wohnanlage

    Nein, die Info ist so nicht korrekt. Es stimmt nicht, dass Ende 2008 das analoge Fernsehen abgeschaltet wird.
    Was bis Ende 2008 abgeschaltet sein soll, ist das analoge terrestrische Fernsehen (Kabel und Sat sind davon nicht betroffen, sondern nur die Terrestrik). Die Umstellung auf DVB-T läuft aber schon ein halbes Jahrzehnt, es gibt heute nur noch ein paar Fleckchen in Deutschland, wo terrestrisch noch analog ausgestrahlt wird, und diese sollen im Laufe dieses Jahres noch umgestellt werden.
    Den aktuellen Stand kannst du auf www.ueberallfernsehen.de sehen.
    Stuttgart sendet digital, aber im Umland gibt es noch analoge Sender.

    Mit einer Analogabschaltung über Kabel oder Sat, jedenfalls was die großen Sender betrifft, ist nicht vor 2010 zu rechnen. Kleinere Sender wie z.B. Bloomberg haben bereits über Sat analog abgeschaltet.

    Ok, aus deinem vorletzten Satz entnehme ich, dass du zur Zeit kein Sat hast. Was hast du dann? Kabel oder Terrestrik?
    Ich vermute mal Kabel, und da ändert sich so schnell nix. Abgesehen davon kann man über Kabel ebenfalls digital empfangen. Es kann aber sein, dass der Verstärker ausgetauscht werden muss, falls es immernoch der von 1972 ist.

    The Geek
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. März 2008
  3. Peter-HH

    Peter-HH Foren-Gott

    Registriert seit:
    26. Oktober 2005
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    Hamburg
    AW: Wohnanlage

    1972 gab es noch kein Kabelfernsehen! Das dürfte sich um eine Gemeinschafts-Hausantenne handeln.
     
  4. Renrew

    Renrew Neuling

    Registriert seit:
    8. März 2008
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    4
    AW: Wohnanlage

    Hallo zusammen.
    Zunächst herzlichen Dank für die Infos.
    Da ich noch nicht so sehr lange in dieser Hausgemeinschaft lebe, kann ich nur sagen, daß wir über Kabel unsere Sender empfangen. Wann das eingerichtet wurde, ist mir nicht bekannt.
    Nach Rückfrage bei einer Firma wurde mir gesagt, daß nach Vorschaltung eines entsprechendes Gerätes die ausgestrahlten digitalen Daten wieder in analoge umgewandelt werden könnten. Wenn das so korrekt wäre, könnte man sich ja die Neuverlegung von Kabeln für den digitalen Empfang sparen.
    Für eine eventuelle Berichtigung meiner Überlegung wäre ich dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Renrew
     
  5. The Geek

    The Geek Platin Member

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    Beiträge:
    2.627
    AW: Wohnanlage

    Gehen würde das schon, aber was für einen Sinn soll das dann haben? Falls jemand bei dir DVB-C nutzt, und du dann mit so einem Gerät ankommst, dann wird das den DVB-C-Nutzern gar nicht gefallen.

    Im Kabel gibt es doch beides, sowohl analog und digital. Wer was nutzt, kann jeder selbst entscheiden.
    Und analog im Kabel wird noch viele Jahre bleiben. Ich denke nicht, dass vor 2012 was großartiges passiert. Und wenn doch, dann müssen diejenigen, die bisher analog geschaut haben, sich eben DVB-C-Empfänger kaufen. Mehr passiert da nicht.

    The Geek
     
  6. Renrew

    Renrew Neuling

    Registriert seit:
    8. März 2008
    Beiträge:
    4
    AW: Wohnanlage

    Als absoluter Laie sehe ich langsam klarer.
    Herzlichen Dank für die Hilfe
    Gruß
     
  7. Der Falke

    Der Falke Platin Member

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    AW: Wohnanlage

    Mir ist bekannt, dass es bereits 1972 mindestens eine solcher Gemeinschaftsanlagen im Raum Apolda gab. Diese existiert noch heute.

    Wenn der Netzbetreiber/ Gemeinschaftsanlage es will, ist es technisch kein Problem z.B. mit einem Modul (Steckplatz) 4 digitale Sender in Pal (von Grundig), also analog, bereitszustellen. Diese könnten bei Bedarf sogar decodiert werden. Diesen Vorzug biete allerdings nur Kabel, so daß keine neuen Geräte benötigt werden. Man wird da gewiß nicht mehr als 10 - 15 Programme auf diese Weise bereitstellen, aber halt möglich. Dazu gab es bereits in den vergangenen Tagen eine ähnliche Diskussion in diesem Unterforum.

    Der Falke
     
  8. KlausAmSee

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    AW: Wohnanlage

    1972 wurde sicher noch keine hochgeschirmten Kabel verwendet, so daß in das vorhandene Netz weder CATV noch eine eigene Umsetzung eingespeist werden darf.
    Ich denke da steht eine Neuverkabelung an. Und dann ist egal, was eingespeist wird, CATV oder Sat-ZF (oder beides).

    Klaus
     
  9. Dipol

    Dipol Talk-König

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    6.087
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    Raum Stuttgart
    AW: Wohnanlage

    So ist es, aber die Angst vor Neuverkabelungen ist oft größer als die Einsicht, dass die Sanierung mit dämpfungsarmen Hochschirmkabeln und Umstellung auf Wohnungssternleitungen letztlich im eigenen Interesse liegt und langfristig kostengünstiger als mehrere Zwischenlösungen ist.

    Nur einfach geschirmte 60 Ohm-Altnetze genießen Bestandsschutz für die ursprüngliche terrestrische Programmbelegung. Der Bestandsschutz erlischt mit jeder Erweiterung, unabhängig davon, ob Programme per Umsetzer, BK-Signale oder Sat.-ZF eingespeist werden.
    Die damalige Deutsche Bundespost bzw. DBP/Telekom war gleichzeitig Aufsichtsbehörde und BK-Unternehmer. Sie hat einstens beide Augen kräftig zugedrückt, wenn der Unternehmer DBP ein Altnetz wider schon damals geltende Bestimmungen an den hoch defizitären Kabelanschluss aufgeschaltet hat. Mit der Zerschlagung der DBP wurde erst die Reg.-TP und dann die Bundes-Netz-AG zuständige Kontrollinstanz. Diese wird seit der Liberalisierung der Telekommunikation nur dann tätig, wenn es z. B. durch Belegung der Sonderkanäle zu Störungen von Primärnutzern dieser Frequenzen (z. B. Störungen von Flugfunk, Polizeifunk usw.), oder Störungen des eigenen Empfangs kommt. Der Zustand ist nach EMV-Gesetz bzw. NB 30 weiterhin normwidrig, stellt aber gegenüber früher nur noch eine Ordnungswidrigkeit dar.

    Die Kabeldämpfung nimmt zu hohen Frequenzen zu. Die Planung der Netzebene 3 und der alten Hausnetze richtete sich aber zumeist nur an der ursprünglich vorgesehenen Bandgrenze von 300 MHz aus. Vollbandbelegung erfordert bessere Kabel mit niedriger Dämpfung und/oder andere Netzstrukturen. Insbesondere in Hochhäusern mit vielen Steckdosen in Reihenschaltung sind in Altnetzen Unterpegel oft selbst dann nicht mehr beherrschbar, wenn keine der üblichen Do-it-yourself-Manipulationen vorliegt.
    Im Raum Stuttgart hat Kabel BW das Netz zumeist auf 862 MHz Vollbandbreite ausgebaut, noch fehlende Cluster werden im Laufe dieses Jahres ausgebaut. Bei Vollbandausbau werden nur noch 4 Kanäle für zwei Geräte mit nicht nachbarkanaltauglichen Modulatoren (VCR, etc.) freigehalten.

    FAZIT:
    1.) Für den Betrieb von Anlagen mit nur einfach geschirmten Kabeln gilt: Normwidrig, jedoch wo kein Kläger, da kein Richter!
    2.) Reihenverteilungen (Baumnetzstruktur) sind nicht manipulationssicher, Stand der Technik sind Wohnungssternleitungen mit Hochabschirmung. Nur damit ist störungsfreier interaktiver Telefon- und Internet-BK-Betrieb sicherzustellen.
    3.)
    Auch für reine Radio- und TV-Versorgung gilt: Mehr Bandbreite erfordert kleinere Cluster und/oder kürzere bzw. bessere Kabel.
    4.)
    Die von Falke vorgeschlagene Einspeisung von 4 Analogprogrammen stellt auch für nicht voll ausgebaute Netze nur eine Übergangslösung bis zum Vollausbau dar, sie ist für 862 MHz-Netze unsinnig.

    @Renrew:
    Die Angst vor einer Neuverkabelung treibt manchmal seltsame Blüten. Obwohl ich davon abgeraten habe, steht mir in einem Möhringer Hochhaus folgende Teilsanierung bevor: Weil die beiden ARD-Digitalbouquets nur auf der Radiobuchse auslassen werden, müssen alle Antennensteckdosen gewechselt werden. Um die Unterpegel an den Steckdosen am Ende der Altnetzstammleitungen zu beseitigen, müssen die Stammleitungen geteilt und EG bis 5. OG vom UG her versorgt werden.
    Der Effekt mit den Digitalbouquets der ARD dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei euch auftreten.
     
  10. Der Falke

    Der Falke Platin Member

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    AW: Wohnanlage

    Meinerseits gehe ich davon aus, dass einerseits die Anlage derzeit funktioniert und eine eigene Umsetzung bereits erfolgt. Wie soll sonst die Anlage derzeit funktionieren?

    Bei den verwendeten Kabeln muß man nicht zwingend davon ausgehen, dass es zwischenzeitlich keine Erneuerungen gab und auch zu der Zeit gab es hochwertige HF- Kabel, die wahrscheinlich billig im Ostteil eingekauft wurden. Dabei darf man nicht allein an die vom Normalbürger bekannten Ausführungen denken.

    Durch geschickte Frequenzwahl/ Austausch von alter Technik kann man sich in Frequenzbereichen bewegen, ohne dass die höhere Dämpfung sich sofort auswirkt. Ansonsten müßte halt ein zusätzlicher Streckenverstärker nach Möglichkeit platziert werden.

    In bestimmten Fällen kann es auch ratsam sein eine Hauptleitung gegen eine höherwertige zu tauschen.

    Bitte denkt bei der Wortwahl (Fachbegriffe) daran, ob diese damit auch wirklich dem Fragesteller dienlich sind. Tauscht nicht vordringlich euer Fachwissen aus, das dient nur dem eigenen ...

    Der Falke
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. März 2008

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